Smart Energy Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/smart-energy/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Wed, 22 May 2024 11:30:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Smart Energy Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/smart-energy/ 32 32 Gasnetzkarte von WGI erweitert https://www.business-geomatics.com/gasnetzkarte-von-wgi-erweitert/ Wed, 22 May 2024 11:30:57 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20923 Die WGI GmbH hat ihre deutschlandweite Gasnetzkarte (gasnetzkarte.de) optimiert und um das Thema Wasserstoff erweitert. Die vor über 20 Jahren erstmals im Internet veröffentlichte Anwendung unterstützt Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Standorten für neue Anlagen. Sie enthält detaillierte Informationen zur deutschlandweiten Gasinfrastruktur und viele weitere Informationen zur Energieinfrastruktur. Die Gasnetzkarte steht als Datenpaket in […]

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Das Gasnetzkarte in der aktuellen Fassung nun auch umfangreiche Daten zu den Themen Wasserstoff und Erneuerbare Energien.
Quelle: WGI GmbH

Die WGI GmbH hat ihre deutschlandweite Gasnetzkarte (gasnetzkarte.de) optimiert und um das Thema Wasserstoff erweitert. Die vor über 20 Jahren erstmals im Internet veröffentlichte Anwendung unterstützt Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Standorten für neue Anlagen. Sie enthält detaillierte Informationen zur deutschlandweiten Gasinfrastruktur und viele weitere Informationen zur Energieinfrastruktur.

Die Gasnetzkarte steht als Datenpaket in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Sie eignet sich insbesondere für Anwender, die ihre bestehenden Geodatenbestände ergänzen möchten, um zielgerichtete Analysen durchführen zu können. Sie richtet sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die sich mit dem Ausbau erneuerbarer Energien auf Systemebene oder der Planung von Investitionsvorhaben beschäftigen. Die neue Version unterstützt Anwendungsfälle wie die Planung von Wasserstoffprojekten, die Standortsuche für erneuerbare Energieerzeugung sowie die Systemmodellierung.

Neben detaillierten Informationen zum Gasnetz selbst bietet die Gasnetzkarte eine Fülle weiterer Daten zu bestehenden Erzeugungsanlagen, Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie zum Stromnetz. Bestehende Studien zur Systemmodellierung nutzen diese Daten als relevante Eingangsgrößen. Die bestehenden Daten zur Gasinfrastruktur wurden mit der letzten Aktualisierung der Gasnetzkarte (März 2024) um Informationen aus dem Bereich der Wasserstofftechnologie sowie zahlreiche weitere Infrastrukturdaten ergänzt. Die Daten werden kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.

Alternativ steht ein GIS Cloud Service mit der Gasnetzkarte Online zur Verfügung. Einen ersten Eindruck der Daten vermittelt die frei verfügbare Demoversion im GIS Cloud Service (gis-cloudservice.de). Der Hersteller WGI GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung von Azure Cloud-Infrastrukturen, Webportalen, SAP-Anwendungen und Geoinformationssystemen. Das Unternehmen ist Teil der ITS-Gruppe.

Hintergrund der Erweiterung der Gasnetzkarte ist die Entwicklung von Technologien zur Erzeugung und zum Transport von Wasserstoff, die derzeit im Rahmen der Energiewende auf vielen Ebenen diskutiert wird. Die Zielbilder der Nationalen Wasserstoffstrategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sind ambitioniert. Neben dem Ausbau der Elektrolysekapazität auf bis zu 10 GW und dem Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes bis 2030/2040 stellen sich viele Fragen zur Umsetzung von Projekten, insbesondere in der Prozessindustrie und bei den Verteilnetzbetreibern. Die Gasnetzkarte bietet hierzu wertvolle Informationen, um Unternehmen und öffentliche Institutionen bei einer Vielzahl von Aufgaben zu unterstützen.

www.gasnetzkarte.de

www.wgi-gmbh.de

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Flächenmodellierung: Windenergie und Photovoltaik im Jahr 2037 und 2045 https://www.business-geomatics.com/flaechenmodellierung-windenergie-und-photovoltaik-im-jahr-2037-und-2045/ Fri, 28 Apr 2023 11:19:01 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15664 Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Strom 2037/2045 veröffentlicht und an die Bundesnetzagentur übergeben. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE hat hierfür die Regionalisierung der erneuerbaren Energien modelliert und konkretisiert damit, wo zukünftig Windenergie- und Photovoltaikanlagen für die Energiewende voraussichtlich errichtet werden. Verfünffachung der Erneuerbaren […]

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Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Strom 2037/2045 veröffentlicht und an die Bundesnetzagentur übergeben. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE hat hierfür die Regionalisierung der erneuerbaren Energien modelliert und konkretisiert damit, wo zukünftig Windenergie- und Photovoltaikanlagen für die Energiewende voraussichtlich errichtet werden.

Verfünffachung der Erneuerbaren

Am 24. März haben die ÜNB den ersten Entwurf des regelmäßig aktualisierten Netzentwicklungsplans (NEP) 2037/2045 (2023) veröffentlicht. Erstmals beschreibt der NEP ein Stromnetz, mit dem die Klimaneutralität bis 2045 erreicht werden soll. Demnach soll sich der Stromverbrauch im Vergleich zu heute nahezu verdoppeln. Von über 1.000 TWh wird ausgegangen. Die installierte Leistung aus Erneuerbaren soll sich bis zu etwa 700 GW im Jahr 2045 verfünffachen. Diese hohe Leistung in das Stromnetz zu integrieren und gleichzeitig dessen sicheren Betrieb zu gewährleisten, erfordert einen weiter beschleunigten Netzausbau.

Die Regionalisierungsstudie des Fraunhofer IEE liefert dafür die Grundlage, indem sie postleitzahlenscharf modelliert, wie sich der Zubau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen zukünftig im Raum verteilt. Getrennt für Windenergie an Land sowie für Freiflächen- und Dachflächen-Photovoltaik wurden zunächst mithilfe verschiedener Datenquellen vorhandene und geplante Anlagen verortet und deren Leistung von den im NEP genannten Mantelzahlen, den Leistungsvorgaben je Bundesland, abgezogen. Dann wurden bereits bekannte Potenziale sowie in detaillierten Potenzialanalysen ermittelte Flächen anhand verschiedener Parameter wie Verfügbarkeit, Eignung, Bodengüte oder Konfliktträchtigkeit gewichtet und schließlich sukzessive mit Anlagen bebaut, bis die jeweiligen Mantelzahlen erreicht waren.

„Dabei konnten wir auf Erfahrung in der Potenzialflächenanalyse sowie auf neue Daten und Methoden aus kürzlich abgeschlossenen Projekten zurückgreifen“, so Dr. Carsten Pape, der die Studie am Fraunhofer IEE geleitet hat. „Indem wir bei der Regionalisierung neben detaillierten Geodaten der Ausschluss- und Eignungsflächen auch Konfliktpotenziale einbeziehen und etwa bei Aufdach-PV-Anlagen die historische Zubaudynamik in die Berechnungen aufnehmen und in die Zukunft extrapolieren, können wir realistische Anlagenverteilungen darstellen“, erläutert Pape weiter. Die Ergebnisse sind in Karten zusammengefasst, jeweils für den Bestand und die beiden dem NEP zugrundeliegenden Szenarien.

Windenergie

Bei der Windenergie an Land sind bereits heute einige Regionen mit signifikantem Ausbau zu erkennen. Insgesamt ist bei der Windenergie an Land etwa eine Verdreifachung der Nennleistung bis 2045 zu erwarten. Einzelne Regionen wie die Westküste in Schleswig-Holstein, die westfriesische Nordseeküste, aber auch das Paderborner Land weisen bereits heute Leistungen nahe dem langfristigen Ziel auf. Gleichermaßen ist zu erkennen, dass in manchen Regionen praktisch kein Ausbau der Windenergie zu erwarten ist. Beispiele hierfür sind die Rhein-Main-Metropolregion, das Ruhrgebiet sowie der Nationalpark Harz.

Windenergie an Land: Bestand und Verteilung für die Szenarien A/B
Quelle: Fraunhofer IEE

Photovoltaik

Bei der Regionalisierung der Photovoltaik werden Aufdach-PV-Anlagen und Freiflächenanlagen getrennt betrachtet. Denn bei der Potenzialanalyse gehen unterschiedliche Flächenkulissen und Daten ein. Daher wird der Zubau mit zwei verschiedenen Modellen simuliert. Die Unterschiede in den Modellen liegen vor allem in rechtlich-technischen Rahmenbedingungen des Zubaus begründet. So werden große EEG-geförderte Freiflächenanlagen beispielsweise oft an Autobahn- und Schienenrandstreifen gebaut, während die meisten Aufdach-PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern entstehen. Dies spiegelt sich in der räumlichen Anlagenverteilung wider.

Bei der Aufdach-PV zeigen sich starke flächige Zunahmen besonders im Süden und Westen Deutschlands. „Ein Ergebnis der unterschiedlichen Strahlungs- und Gebäudeverteilung“ erläutert Pape. „Da der Zubau außerdem aus historischen Daten extrapoliert wird, zeigen bislang weniger aktive Kommunen auch zukünftig relativ wenig Ausbau.“

Freiflächen-Photovoltaik: Bestand und Verteilung für das Szenario A/B/C 2037 bzw. A/B
Quelle: Fraunhofer IEE

Bei den PV-Freiflächenanlagen kommen neben der Einstrahlung die Flächenverfügbarkeit und der Bodenwert zum Tragen. Neben der bevorzugten Nutzung von Autobahn- und Schienenrandstreifen ist auch hier ein verstärkter Zubau im Süden zu verzeichnen. Weiterhin wird in den neuen Bundesländern ein dynamischer Ausbau erwartet, da dort schon heute viele Anschlussgesuche vorliegen, die ebenfalls in die Zukunft extrapoliert werden.

„Mit unserer Studie liefern wir den Übertragungsnetzbetreibern eine detaillierte Grundlage, um das Netz vorausschauend zu entwickeln und die Erneuerbaren in die Fläche zu bringen. So helfen wir mit, die Energiewende planbar zu machen“, resümiert Studienleiter Pape vom

www.iee.fraunhofer.de

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