Photogrammetrie Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/photogrammetrie/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Thu, 06 Nov 2025 08:53:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Photogrammetrie Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/photogrammetrie/ 32 32 ODP 2025: Branchentreffen rund um Aerial Data Capture https://www.business-geomatics.com/odp-2025-branchentreffen-rund-um-aerial-data-capture/ Thu, 16 Oct 2025 08:28:06 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=23085 Vom 09.-10.09.2025 fand am Airport Dortmund der Open Day Photogrammetry 2025 statt. Der diesjährige Ausrichter Aerowest führte 175 Teilnehmer durch ein umfangreiches Programm aus Vorträgen, Workshops und Live-Präsentationen nebst Durchführung von Vermessungsflügen mit ausgewählten Besuchern. Der ODP bietet neben Fachvorträgen vor allem Zeit für den Austausch zwischen Herstellern, Auftraggebern und Dienstleistern. Zentrales Thema der Veranstaltung […]

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Vom 09.-10.09.2025 fand am Airport Dortmund der Open Day Photogrammetry 2025 statt. Der diesjährige Ausrichter Aerowest führte 175 Teilnehmer durch ein umfangreiches Programm aus Vorträgen, Workshops und Live-Präsentationen nebst Durchführung von Vermessungsflügen mit ausgewählten Besuchern. Der ODP bietet neben Fachvorträgen vor allem Zeit für den Austausch zwischen Herstellern, Auftraggebern und Dienstleistern. Zentrales Thema der Veranstaltung war der Klimawandel und seine Bedeutung für die Datenerfassung aus der Luft.

Auf dem Open Day Photogrammetry 2025 am Airport Dortmund waren 175 Teilnehmer. Quelle: Dortmund Airport / Aerowest

Mit den fünf ausrichtenden Firmen präsentierten insgesamt 20 Aussteller alle Themen in der modernen Geodatenerfassung und -verarbeitung. In diesem Jahr konnten mit ESRI und IGI erstmals zwei Gold-Partner gewonnen werden. ESRI zeigte die Bandbreite der Grundlagen für digitale Zwillingen über Reality Mapping, KI und Bildanalyse in ArcGIS, IGI stellte die Erweiterung klassischer Luftbildsysteme durch Thermalkameras und ihr Potential vor.

„Der ODP ist das zentrale jährliche Branchenevent und ermöglicht den direkten Austausch zwischen Auftraggebern und Firmen und ermöglicht, innovative Hard- und Software im realen Einsatz zu erleben und so die Bandbreite unserer Produkte zu verdeutlichen.“, so Hans Joachim Benfer, Ausrichter und Geschäftsführer der Aerowest GmbH. „Wir freuen uns über den regen Zuspruch, was nicht zuletzt an den interessanten Keynote Vorträgen und den motivierten Partnerfirmen liegt.“

Die Veranstalter zeigten auch ihre Flugzeuge für die Bilddatenerfassung. Quelle: Dortmund Airport / Aerowest

Die Auswirkungen des Klimawandels wurden im vollbesetzten Vortragssaal von Meteorologe und ORF Wettermoderator Andreas Jäger eindrucksvoll dargestellt. Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Sensorflüge im Luftraum präsentierte Jens Beppler von der Deutschen Flugsicherung. Die Anwendung hochauflösender Klimadaten im digitalen Klimazwilling demonstrierte Jürgen Treptow von der Stadt Soest. Die Teilnehmer selbst konnten sich mit ihren aktuellen Themen im ODP World Cafe einbringen. Die Moderation wurde von Michael Cramer von der Universität Stuttgart durchgeführt.

www.open-day-photogrammetry.de

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GEOSYSTEMS: Alternative für Metashape gefunden https://www.business-geomatics.com/geosystems-alternative-fuer-metashape-gefunden/ Thu, 27 Mar 2025 10:48:05 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21910 GEOSYSTEMS wechselt seine integrierte Photogrammetrie-Software innerhalb des Portfolios und geht Vertriebspartnerschaft mit Skyline ein. Das GeoIT-Unternehmen mit Sitz in Gilching bei München ist Spezialist für Geospatial Intelligence und verfügt als Partner von Hexagon über ein umfassendes Portfolio für Fernerkundung, GIS, Photogrammetrie und Geodatenmanagement. Unter anderem bietet Geosystems das Standard-Produkt für fernerkundliche Bildverarbeitung, ERDAS IMAGINE, an. […]

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GEOSYSTEMS wechselt seine integrierte Photogrammetrie-Software innerhalb des Portfolios und geht Vertriebspartnerschaft mit Skyline ein. Das GeoIT-Unternehmen mit Sitz in Gilching bei München ist Spezialist für Geospatial Intelligence und verfügt als Partner von Hexagon über ein umfassendes Portfolio für Fernerkundung, GIS, Photogrammetrie und Geodatenmanagement. Unter anderem bietet Geosystems das Standard-Produkt für fernerkundliche Bildverarbeitung, ERDAS IMAGINE, an. Zusätzlich zum HEXAGON Portfolio war GEOSYSTEMS vor Kurzem noch mit einem eigenen automatischen, photogrammetrischen Workflow für UAV-Daten am Markt erfolgreich. In der Software ist eine Agisoft Metashape Lizenz eingebettet, da damit die UAV-Datenprozessierung in Bezug auf Performance und Qualität optimal läuft.
Im Sommer 2024 teilte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der GEOSYSTEMS schriftlich mit, dass Produkte von Agisoft zu den sanktionierten Produkten zählen und dass für Agisoft ein „Einfuhrverbot aus der Russischen Föderation gemäß § 77 Abs. 1 Nr. 6 der Außenwirtschaftsverordnung“ besteht. Diese Mitteilung zwang das Unternehmen zu handeln. Trotz der positiven Erfahrungen mit dem Produkt Metashape und der kooperativen Zusammenarbeit mit Agisoft entschied sich GEOSYSTEMS, die Geschäftsbeziehung zu beenden und nach einer sicheren, zukunftsfähigen Alternative zu suchen.

Alternative Lösung für die Photogrammetrie

Armin Hoff (Links), Geschäftsführer von GEOSYSTEMS, und Dr. Josef Kauer, Geschäftsführer der Skyline Europe GmbH, begrüßen die neue Partnerschaft. Quelle: GEOSYSTEMS GmbH

Es war für GEOSYSTEMS keine Option, Agisoft Metashape weiterhin zu nutzen. Manche Anwender, mit denen das GEOSYSTEMS-Team gesprochen hat, vermuten, dass man die Software „as-it-is“ nutzen kann, also ohne Updates einzuspielen. Theoretisch ist das möglich, allerdings bleibt ein Sicherheitsrisiko. Für GEOSYSTEMS ist die Weiternutzung der Agisoft Software rechtlich zumindest im Graubereich angesiedelt. Das Risiko, gegen ein Einfuhrverbot in Deutschland zu verstoßen, ist nach dessen Einschätzung real vorhanden. Das Unternehmen hat sich deshalb unmittelbar entschieden, nach einem Ersatz zu suchen.
Um die Verarbeitung von UAV-Daten dauerhaft sicherzustellen und eine photogrammetrische 3D-Lösung im Portfolio zu behalten, hat GEOSYSTEMS verschiedene Software-Alternativen sorgfältig evaluiert. Letztendlich hat PhotoMesh Drone von Skyline Software Systems in puncto Performance, Qualität und moderner grafischer Benutzeroberfläche überzeugt, und es konnte mit dem Skyline Management eine Vereinbarung getroffen werden, die Agisoft Nutzern einen kostengünstigen Umstieg zu PhotoMesh Drone ermöglicht.

PhotoMesh von Skyline

PhotoMesh Drone ist das neueste Produkt im Skyline Portfolio und erstellt automatisch 3D-Meshes, Orthofotos, Punktwolken, Höhenmodelle und weitere Geodaten aus UAV-Aufnahmen. Die Funktionalität von PhotoMesh Drone ist identisch mit dem Produkt PhotoMesh von Skyline. Einzige Ausnahme ist die Multicomputer-Verarbeitung; PhotoMesh Drone ist als Einzelrechnerlösung optimiert. Die Photogrammetrie-Experten bei Skyline und GEOSYSTEMS haben sehr viele Testläufe durchgeführt und die Ergebnisse in Bezug auf Performance und Datenqualität verglichen. „Auch wenn PhotoMesh Drone erst im Sommer 2025 auf die GPU-Nutzung bei der Berechnung umgestellt wird, ist die Rechenzeit bereits heute schon mit der von anderen Produkten vergleichbar und wird durch die GPU Umstellung an Vorsprung gewinnen“, sagt Armin Hoff, Geschäftsführer von GEOSYSTEMS.
Die Qualität der Ausgabeprodukte überzeuge auf ganzer Linie. Selbst kritischste Geodäsie-Ingenieure mit jahrzehntelanger Erfahrung kommentierten gegenüber GEOSYSTEMS: „Das ist das schönste Orthomosaik, das ich je gesehen habe. Der Detailreichtum ist einfach unvergleichlich.“

Neue Partnerschaft

3D-Mesh erstellt mit Skyline Photomesh. GEOSYSTEMS hat die Software in sehr vielen Testläufen mit dem Vorgängerprodukt von Agisoft verglichen. Quelle: GEOSYSTEMS GmbH

Zusätzlich zu dem nach Angaben von GEOSYSTEMS „preislich extrem attraktiven Umstiegs-Angebot für Agisoft-Nutzer auf PhotoMesh Drone“ vereinbarten die Skyline Europe GmbH und GEOSYSTEMS eine Vertriebspartnerschaft, die das GEOSYSTEMS Produktportfolio im Bereich 3D-Modellierung erweitert. Neben PhotoMesh bietet Skyline weitere professionelle 3D-Lösungen, die für Kunden spannende Upgrade-Möglichkeiten bereithält.
Am 12. November 2024 wurde der Partnerschaftsvertrag in Gilching von Armin Hoff, Geschäftsführer von GEOSYSTEMS, und Dr. Josef Kauer, Geschäftsführer der Skyline Europe GmbH, unterzeichnet. „Wir freuen uns, mit GEOSYSTEMS einen anerkannten Akteur in der GeoIT-Branche als Partner gewonnen zu haben. GEOSYSTEMS verfügt über eine breite Kundenbasis im Geo-Bereich und exzellente Fachkenntnisse. Damit sind sie der ideale Partner für PhotoMesh Drone im deutschsprachigen Raum,“ erklärte Dr. Josef Kauer. Armin Hoff ergänzt: „Ich freue mich sehr über die Partnerschaft mit Skyline. PhotoMesh Drone ergänzt unser Portfolio optimal und sichert die UAV-Workflows unserer Kunden. Skyline und GEOSYSTEMS bedienen ähnliche Märkte, was zu fruchtbaren Synergien führen wird.“
GEOSYSTEMS und Skyline Europe werden in einer Serie von Webinaren über die Umstiegs-Möglichkeiten informieren und die Qualität und Performance von PhotoMesh Drone demonstrieren.

www.geosystems.de/webinar-photomesh-drone

www.skylinesoft.com/

 

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ODP: Photogrammetrie-Branchenmesse der besonderen Art https://www.business-geomatics.com/odp-branchenmesse-der-besonderen-art-fand-zum-5-mal-statt/ Fri, 06 Dec 2024 09:23:10 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21649     Vom 10.-11. September 2024 fand am Flugplatz Aalen-Elchingen der Open Day Photogrammetry (ODP) statt. Im Tagungsort „Luftraum Süd“ trafen sich, zwischen vielen legendären Flugzeugen, die etablierten Luftbildvermesser der Gegenwart. Gemeinsam mit den Branchenriesen der Photogrammetrie wie ESRI, Diamond Aircraft, IGI, PhaseOne, Riegl International, Teledyne, UVM Systems, Vexcel Imaging u.v.m. wurden den Besuchern zwei […]

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Teilnehmer des ODP in der Flugzeughalle. Nächstes Jahr im September findet der ODP in Dortmund statt. Verantwortlich für die Organisation wird dann Aerowest sein. 
Quelle: geoplana Ingenieurgesellschaft mbH

Photogrammetrie zum Anfassen: Am Open Day Photogrammetry am Flugplatz Aalen-Elchingen traf sich die Branche zwischen vielen legendären Flugzeugen.  Quelle: geoplana Ingenieurgesellschaft mbH

 

 

Jens Knittel, Chef von geoplana war dieses Jahr für die Organisation verantwortlich. Aike Damrau von Geofly (li.) und Jörg Wertli (re.)von BSF Swissphoto waren Mitveranstalter.
Quelle: geoplana Ingenieurgesellschaft mbH

Vom 10.-11. September 2024 fand am Flugplatz Aalen-Elchingen der Open Day Photogrammetry (ODP) statt. Im Tagungsort „Luftraum Süd“ trafen sich, zwischen vielen legendären Flugzeugen, die etablierten Luftbildvermesser der Gegenwart. Gemeinsam mit den Branchenriesen der Photogrammetrie wie ESRI, Diamond Aircraft, IGI, PhaseOne, Riegl International, Teledyne, UVM Systems, Vexcel Imaging u.v.m. wurden den Besuchern zwei Tage lang Vorträge, Workshops, Diskussionen und Networking geboten. „Mit unserem Motto „Photogrammetrie zum Anfassen“ haben wir den Nerv der Branche getroffen. Auf keiner anderen Messe bietet sich die Möglichkeit für die Besucher, den Workflow vom Flugzeug bis zur Datenprozessierung und die zugehörigen Menschen, vom Lieferanten über den Dienstleister bis zum Endkunden, zu treffen bzw. zu erleben.“ sagt Jens Knittel von der geoplana Ingenieurgesellschaft, die in 2024 federführend die Organisation übernommen hat. So hat es sich etabliert, dass Aussteller und Organisatoren nach einem motivierten Aufbau am Tag vor der Eröffnung der Messe, zu einem gemeinsamen Abendessen einkehren. Das „Rambazamba“ in der Aalener Innenstadt wurde zum Anlaufpunkt des traditionellen, internen Openings. Hier gab es die erste Möglichkeit für die über 20 Firmenaussteller sich außerhalb des offiziellen Programms auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und alte hochleben zu lassen.

Tag Eins des ODP wurde durch die 5 veranstaltenden Firmen selbst eröffnet – auch das ist Tradition. Aicke Damrau, von der GeoFly GmbH meint: „Es ist immer wieder aufregend den Open Day Photogrammetry zu eröffnen. Es ist spannend zu sehen, wie viele Fachbesucher wir mit unserer Messe begeistern können.“ Der ODP hat kein starres Korsett und befindet sich stetig im Wandel. „Es gibt jedes Jahr neue Highlights und Formate die wir gerne ausprobieren und dann schauen, was gut angekommen ist und was wir beim nächsten Mal anders machen können“, sagt Klaus Legat von der AVT Airborne Sensing.

In 2024 haben neue Formate wie der Open Space Einzug in das Programm des ODP erhalten. Das brandaktuelle Thema der künstlichen Intelligenz wurde durch einen Vortrag von Prof. Manfred Spitzer beleuchtet.

Auch neu in 2024 war die Möglichkeit der Aussteller, sich als Gold- oder Silbersponsoren am ODP zu präsentieren. Bewährt sind die Workshops der einzelnen Austeller, in denen Soft- und Hardware der Luftbildvermessung genauestens unter die Lupe genommen werden.

Heimlicher Star des ODP ist die Verlosung der Vermessungsflüge. Die glücklichen Gewinner dürfen mit den professionellen Crews in den Vermessungsflugzeugen der Organisatoren einen Bildmessflug miterleben und die Ingenieure an Bord mit Fragen löchern.

Das ausgesprochene Ziel des ODP ist es Auftragnehmer und Auftraggeber gegenseitig mehr Verständnis für die Herausforderungen in der Photogrammetrie entwickeln. „Ich freue mich wirklich sehr, dass wir den ODP in dieser Form etablieren konnten und uns weder die Inhalte noch die Besucher und Teilnehmer ausgehen“, meint Jörg Wertli von der BSF Swissphoto. Hans Joachim Benfer von der Aerowest aus Dortmund resümiert: „Wir freuen uns nun auf 2025, wo wir erstmals die federführende Organisation übernehmen werden.“

www.open-day-photogrammetry.de

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Nächster Schritt mit AR https://www.business-geomatics.com/naechster-schritt-mit-ar/ Wed, 26 Jun 2024 12:37:29 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20945 Die neue Version von Pix4Dcatch erweitert die Möglichkeiten der photogrammetrischen Vermessung um Funktionen der Augmented Reality.   17.06.2024 – Das Schweizer Unternehmen Pix4D gehört zu den Pionieren der 3D-Photogrammetrie. Die 2011 gegründete gleichnamige Software ermöglichte es, aus fotografischen Bilddaten mit damals neuartigen Bildauswertungsverfahren vermessungsgenaue 3D-Punkte zu erzeugen. Das Ergebnis waren 3D-Punktwolken, für deren Erstellung damals […]

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Die neue Version von Pix4Dcatch erweitert die Möglichkeiten der photogrammetrischen Vermessung um Funktionen der Augmented Reality.

 

PIX4Dcatch ist ein einfach zu bedienendes mobiles 3D-Scan- und AR-Visualisierungstool und unterstützt in der neuen Version nun auch AR-Funktionen, etwa bei der Pipeline-Vermessung.
Quelle: Pix4D

17.06.2024 – Das Schweizer Unternehmen Pix4D gehört zu den Pionieren der 3D-Photogrammetrie. Die 2011 gegründete gleichnamige Software ermöglichte es, aus fotografischen Bilddaten mit damals neuartigen Bildauswertungsverfahren vermessungsgenaue 3D-Punkte zu erzeugen. Das Ergebnis waren 3D-Punktwolken, für deren Erstellung damals ausschließlich die LiDAR-Technologie vorgesehen war. Seitdem sorgt die Photogrammetrie dafür, dass Vermessungsworkflows immer neue Leistungsniveaus erreichen.

Weltweit setzen inzwischen mehr als 55.000 Nutzer*innen den Pix4D-Workflow ein. Dieser verwendet als Hardware lediglich ein Mobiltelefon (oder ein anderes mobiles Gerät mit Kamerafunktion). Darauf läuft die Anwendung PIX4Dcatch. Eine zusätzliche Hardware sorgt für RTK-Funktionalität und erzeugt damit hochgenaue Positionsdaten. In Kombination ermöglicht dies die Erfassung von LiDAR- und Photogrammetriedaten mit Geotags, die zur Erstellung von 3D-Modellen oder für Einzelpunktmessungen verwendet werden können. Diese Datensätze können in der Pix4D-Software entweder online (über PIX4Dcloud) oder auf dem Desktop (PIX4Dmapper, PIX4Dmatic, PIX4Dsurvey) verarbeitet werden. Das Ergebnis sind hochgenaue 3D-Modelle, die vermessen, analysiert und gemeinsam genutzt werden können.

 

Digitalisierung im Bauwesen

Weltweit werden in der Bauwirtschaft digitale Arbeitsabläufe wie Building Information Modeling (BIM) eingeführt. Meist wird dies auch von Regierungen durch Vorschriften und Gesetze gefordert. Gleichzeitig steigt der Bedarf an effizienten, genauen und zugänglichen Werkzeugen für die Baudokumentation und das Baustellenmanagement. Umfragen haben ergeben, dass Baufachleute Smartphones und Tablets als die Technologie ansehen, die ihnen auf der Baustelle den größten Nutzen bringt. Mobile 3D-Scanner sind zu einem wichtigen Bestandteil dieses Prozesses geworden. Sie ermöglichen die einfache, schnelle und genaue Erfassung von 3D-Daten vor Ort.

BIM beinhaltet einen kollaborativen Ansatz, der es Architekten, Ingenieuren, Vermessern und Baufachleuten ermöglicht, gemeinsam an einem einzigen 3D-Modell zu arbeiten. Alle Beteiligten erhalten eine zentrale Plattform für die Speicherung und den Zugriff auf Projektdaten. Mögliche Fehler können frühzeitig erkannt werden.

Mobile Scanlösungen wie PIX4Dcatch können zum Scannen von Beständen und zum Verfolgen und Messen von Volumina eingesetzt werden. Laut Pix4D scheitert die traditionelle Einführung von BIM-Methoden oft an der Fachkenntnis und der Zugänglichkeit der Daten. Mobiles Scannen bietet hier eine einfache Lösung. Mit dem Aufkommen von Technologien wie LiDAR, die auch auf vielen handelsüblichen Geräten verfügbar sind, können Benutzer mit einem Smartphone präzise und genaue Ergebnisse erzielen. Diese Ergebnisse können in eine Cloud- oder Desktop-Software importiert werden, wo die Beteiligten gemeinsam an einem 3D-Modell arbeiten können.

Genauigkeit offiziell bestätigt

Im Jahr 2022 hat Bureau Veritas offiziell bestätigt, dass PIX4Dcatch mit RTK genau genug ist, um im industriellen Umfeld eingesetzt zu werden. Bureau Veritas ist ein über 190 Jahre altes Unternehmen, das sich auf Tests, Inspektionen und Zertifizierungen (TIC) in verschiedenen Branchen spezialisiert hat. Es stellte fest, dass der Arbeitsablauf eine Fehlermarge von weniger als fünf Zentimetern aufweist, was doppelt so hoch ist wie die für Messungen der Klasse A erforderliche Genauigkeit. Getestet wurden sowohl Volumenberechnungen als auch Messungen zur Digitalisierung von Bestandsdaten in einem Graben. Die Zertifizierung besagt, dass die Ergebnisse anderen Vermessungsmethoden, insbesondere GPS oder Totalstationen, gleichwertig oder überlegen sind.

Neue Version

3D-Modell eines offenen Grabens mit einer neu verlegten Leitung. Die Daten stammen von einem mobilen 3D-Laserscanner.
Quelle: Pix4D SA

PIX4Dcatch ist nicht nur einfach zu bedienen, sondern liefert auch präzise 3D-Modelldaten (siehe Kastentext). Laut Hersteller sind unter guten Bedingungen sogar Daten mit einer Genauigkeit von bis zu einem Zentimeter möglich.

Neue Entwicklungen sorgen für eine immer breitere Funktionalität. Im Mai kündigte Pix4D die Einführung von PIX4Dcatch 2.0 an. Diese Version bietet professionelle Augmented Reality (AR)-Funktionen und Kompatibilität mit einer Vielzahl von RTK-Geräten (Emlid Reach RX, Trimble DA2 und Bad Elf Flex).

Die AR-Funktionen ermöglichen die mobile Interaktion mit dem 3D-Modell in Echtzeit. Pläne können vor Ort überlagert und visualisiert werden, um z.B. eine schnelle Genehmigung während der Projektplanung, des Baus und der Inspektion nach dem Bau zu ermöglichen. Anmerkungen und Feldnotizen können sofort vom Büro auf die Baustelle gesendet und dort im Kontext betrachtet werden.

 

Konkreter Nutzen z.B. bei Pipeline-Vermessung

PIX4Dcatch ist ein einfach zu bedienendes mobiles 3D-Scan- und AR-Visualisierungstool und unterstützt in der neuen Version nun auch AR-Funktionen.
Quelle: Pix4D SA

Ein Beispiel ist die Vermessung von unterirdischen Versorgungsleitungen. Nach der Erfassung des Leitungsverlaufs im offenen Graben kann dieser nach der Verfüllung mit AR visualisiert werden. Die Positionsdaten der RTK-Antenne sorgen dafür, dass die unterirdischen Versorgungsleitungen in der AR-Anwendung positionsgenau visualisiert werden.

www.pix4d.com

 

 

 

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TopGis setzt auf Vexcel Imagings UltraCam Osprey 4.1 https://www.business-geomatics.com/topgis-setzt-auf-vexcel-imagings-ultracam-osprey-4-1/ Thu, 25 Jan 2024 11:30:25 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=19993 TopGis, tschechisches Unternehmen im Bereich Geoinformationstechnologie, hat eine UltraCam Osprey 4.1 Luftbildkamera von Vexcel Imaging beschafft. Das Unternehmen bekräftigt damit sein Engagement für hochwertige 3D-Stadtvisualisierungen und georäumliche Daten zu erfassen, mit denen auch komplexere Details abgebildet werden können. TopGis ist seit 10 Jahren bei der Erstellung von 3D-Stadtansichten tätig und setzt seitdem immer neueste Technologie […]

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TopGis, tschechisches Unternehmen im Bereich Geoinformationstechnologie, hat eine UltraCam Osprey 4.1 Luftbildkamera von Vexcel Imaging beschafft. Das Unternehmen bekräftigt damit sein Engagement für hochwertige 3D-Stadtvisualisierungen und georäumliche Daten zu erfassen, mit denen auch komplexere Details abgebildet werden können. TopGis ist seit 10 Jahren bei der Erstellung von 3D-Stadtansichten tätig und setzt seitdem immer neueste Technologie ein, um bei der Qualität der Datenerfassung Spitzenwerte zu erzielen. Dabei hat das Unternehmen über 231 Städten der Tschechischen Republik und der Slowakei beflogen – von großen Metropolen bis hin zu Kleinstädten. Bisher setzte das Unternehmen dabei auf eigene technische Lösungen, basierend auf PhaseOne-Kameras.

Mit der UltraCam Osprey 4.1 will TopGis nun noch hochwertigere Daten und eine präzisere Detailerfassung erzielen. Dieser strategische Schritt entspricht nach Angaben von Vexcel dem Trend hin zu umfassenden Schrägbildaufnahmen. „Mit der UltraCam Osprey 4.1 werden wir unsere Fähigkeiten entscheidend erweitern und unseren Kunden noch detailreichere und präzisere 3D-Visualisierungen bieten“, erklärt Pavel Strasak, CEO von TopGis. „Diese Investition zielt nicht nur auf qualitativ bessere Daten ab, sondern auch darauf, unseren Wirkungsbereich in weiteren EU-Ländern auszubauen und die Möglichkeiten der UltraCam Osprey für neue, spannende Projekte zu nutzen.“

Die UltraCam Osprey 4.1 besitzt eine hochauflösende Nadir-PAN-Kanal und eine adaptive Bewegungskompensation (AMC). Mit ihr können Vertikal- und Schrägluftbildaufnahmen simultan erfasst werden.

„Wir freuen uns sehr, dass sich TopGis, ein Vorreiter in der 3D-Stadtvisualisierung, für die UltraCam Osprey 4.1 entschieden hat, um ihre Kapazitäten zu erweitern“, so Alexander Wiechert, CEO von Vexcel Imaging. „Diese Partnerschaft bekräftigt unser Engagement, hochmoderne Bildgebungslösungen anzubieten, die unsere Kunden bei der Verwirklichung ihrer Ziele unterstützen.“

www.topgis.cz

www.vexcel-imaging.com

 

Alexander Wiechert (li.) von Vexcel Imaging und Pavel Strasak (re.) von TopGis bei der Vertragsunterzeichnung. Quelle: Vexcel Imaging

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Vexcel mit zwei neuen Sensorsystemen https://www.business-geomatics.com/vexcel-mit-zwei-neuen-sensorsystemen/ Tue, 17 Oct 2023 09:30:55 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19208 Vexcel Imaging hat die Markteinführung zweier neuer Sensorsysteme für den Einsatz auf Flugzeugen angekündigt. Die neue UltraCam Merlin 4.1 ist ein neues Kamerasystem, das derzeit in zwei Modellen erhältlich ist und für den Einstieg in die professionelle Luftbilddatenerfassung konzipiert ist.Das System erfasst Nadir-Bilder mit hoher Abbildungsleistung. Dazu gehört ein hochentwickelter Prozess für die Bildverarbeitung, zu […]

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Vexcel Imaging hat die Markteinführung zweier neuer Sensorsysteme für den Einsatz auf Flugzeugen angekündigt. Die neue UltraCam Merlin 4.1 ist ein neues Kamerasystem, das derzeit in zwei Modellen erhältlich ist und für den Einstieg in die professionelle Luftbilddatenerfassung konzipiert ist.Das System erfasst Nadir-Bilder mit hoher Abbildungsleistung. Dazu gehört ein hochentwickelter Prozess für die Bildverarbeitung, zu der auch firmeneigene Lösungen wie True Pixel Processing (TPP) und Adaptive Motion Compensation (AMC) gehören. Das System basiert auf der 4. Generation der UltraCam-Architektur.

Die UltraCam Dragon 4.1 integriert zwei Hochleistungssensoren, einmal Bildverarbeitungssensoren von Vexcel und zum anderen den neuen LiDAR-Scanner RIEGL VQ-680 OEM. Quelle: Vexcel Imaging GmbH.

Das zweite Produkt ist das Ergebnis einer österreichischen Kooperation. Die UltraCam Dragon 4.1 ist hybride Luftbildvermessungssystem, die Bildgebungs- und LiDAR-Technologien kombiniert. Der Scanner stammt von RIEGL (RIEGL VQ-680 OEM) ebenso wie Vexcel in Österreich ansässig. Die UltraCam Dragon wurde für die hochauflösende Kartierung komplexer städtischer Umgebungen und die Erstellung präziser digitaler Zwillinge entwickelt. Die mehrachsige Scan-Geometrie des LiDAR, einschließlich einer Nadir-Scan-Linie, gewährleistet eine maximale Abdeckung vertikaler Merkmale ohne Verdeckungen auch bei Häuserschluchten und Innenhöfen. Bilder erzeugen zwei hochauflösende Nadirsensoren (RGB-Bayer-Pattern und NIR) sowie vier Schrägsensoren (RGB) Ach bei diesem Sensor kommen Adaptive Motion Compensation (AMC) und True Pixel Processing (TPP) zum Einsatz.

www.vexcel-imaging.com

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Tischtennis-Ball aus 1.200 Meter Höhe https://www.business-geomatics.com/tischtennis-ball-aus-1-200-meter-hoehe/ Thu, 30 Mar 2023 13:48:53 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15458 40 Millimeter groß ist ein Tischtennisball. Beziehungsweise klein, denn aus einer Flughöhe von 1.200 Meter ist er von einem Menschen mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Dafür aber mit modernen Luftbildkameras, wie etwa einer UltraCam von der Vexcel Imaging GmbH, mit der das Bild aufgenommen wurde. Luftbilder dieser Detailgüte sind inzwischen technisch Machbar, manche Beflieger […]

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40 Millimeter groß ist ein Tischtennisball. Beziehungsweise klein, denn aus einer Flughöhe von 1.200 Meter ist er von einem Menschen mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Dafür aber mit modernen Luftbildkameras, wie etwa einer UltraCam von der Vexcel Imaging GmbH, mit der das Bild aufgenommen wurde. Luftbilder dieser Detailgüte sind inzwischen technisch Machbar, manche Beflieger berichten sogar von zwei Zentimetern Bodenauflösung  natürlich in Abhängigkeit von der Flughöhe und demnach auch von den Kosten, denn je niedriger diese ist, desto geringer die Flächenproduktivität. Die aus den Luftbildern abgeleiteten 3D-Produkte, insbesondere die 3D-Mesh profitieren jedoch enorm von solchen Genauigkeiten. Daher stehen sie auf der Wunschliste vieler Kommunen, die Befliegungen für eigene Zwecke beauftragen, weit oben.

www.vexcel-imaging.com/media/

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IGI-Luftbildkamera: Vielfalt an Perspektiven https://www.business-geomatics.com/igi-luftbildkamera-vielfalt-an-perspektiven/ Wed, 15 Feb 2023 15:38:58 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15257 Die Penta-DigiCAM-280 ist die neueste Multiperspektivkamera von IGI. Obwohl kleiner als der IGI-UrbanMapper und damit flexibler beim Einbau kommt sie dem Flaggschiffprodukt sehr nahe bei der Leistung. Günstig, leicht und verbrauchsarm: Nutzt man Flugzeuge für die Vermessung, müssen viele Kriterien passen, um einen wirtschaftlichen und effizienten Betrieb zu gewährleisten und hochwertige Geodaten zu generieren. Hinzu […]

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Die Penta-DigiCAM-280 ist die neueste Multiperspektivkamera von IGI. Obwohl kleiner als der IGI-UrbanMapper und damit flexibler beim Einbau kommt sie dem Flaggschiffprodukt sehr nahe bei der Leistung.

Die Penta-DigiCAM 280 hat 5 Kamerasysteme integriert.
Quelle: IGI mbH

Günstig, leicht und verbrauchsarm: Nutzt man Flugzeuge für die Vermessung, müssen viele Kriterien passen, um einen wirtschaftlichen und effizienten Betrieb zu gewährleisten und hochwertige Geodaten zu generieren. Hinzu kommt auch die Motortechnik. Zwei Propeller beispielsweise sind wesentlich sicherer, da auch einer ausfallen kann und trotzdem nicht gelandet werden muss. Dann muss „nur“ noch der notwendige Sensor in den Rumpf integriert werden – und fertig ist das fliegende Geodaten-Beschaffungs-Werkzeug. Doch passt der Sensor auch in den Rumpf? Gewährleistet er den notwendigen Blickwinkel auf die Erde? Und können auch Schrägluftbilder aufgezeichnet werden?
Nicht jeder Sensor passt in jedes Flugzeug, obwohl die Sensoren in den letzten Jahren fast durchgehend kleiner und leichter geworden sind. Vor dem Hintergrund maximaler Flexibilität beim Einbau hat der Integrationsspezialist IGI mbH seine Produktpalette um die Penta-DigiCAM 280 erweitert. Die Kamera ist der neueste Spross der Penta-Familie, die seit 2008 auf dem Markt ist und erstmals die kombinierte Aufnahme von senkrechten Photos (Nadir) und von Schrägluftbildern in einem System ermöglichte. Dabei sind mehrere verschiedene Einzelkameras in einem Gehäuse untergebracht, daher der Name Multiperspektivkamera. Das neue Modell liegt in Sachen Leistungsfähigkeit knapp unter dem bisherigen Flaggschiff der Firma, dem IGI UrbanMapper-2P und den bisherigen Penta-DigiCAM-Modellen.
Pionier bei Multiperspektivkameras
Im Jahr 2008 war die neue Produktfamilie eine Sensation. Die neueste Generation photogrammetrischer Auswertesoftware war damals gerade in der Lage, aus den Multiperpektiv-Bildern 3D-Punktwolken zu erstellen, die hohe Genauigkeitsanforderungen gewährleisteten. Einmal Befliegen, verschiedenste Geoprodukte erstellen – so kann man die Lösung zusammenfassen, die sich daraufhin etablierte. „Anfangs hatte kaum ein Kunde Schrägluftbilder angefragt, inzwischen wird dies bei 80 Prozent aller Projekte getan“, so Philipp Grimm, Geschäftsführer des Unternehmens aus Kreuztal bei Siegen. Auch Kunden aus Bereichen wie Industrie, Denkmalschutz oder Gewerbe würden zunehmend höchste Auflösungen fordern, um daraus detaillierte 3D-Produkte zu erzeugen.
Den Trend zur Multiperspektivkamera sieht IGI weltweit. „Unsere Produkte werden überall auf der Welt eingesetzt“, so Grimm. Neue Kunden seien kürzlich aus Südkorea, Australien oder Indien dazugekommen.
Geringfügig kleinere Sensoren
Interessant ist dabei jedenfalls, dass die kleinere Kamera in Sachen Leistungsfähigkeit kaum einen Unterschied zum IGI-
UrbanMapper macht. Sie liefert ebenfalls Schrägbilder (Oblique) und gleichzeitig ein senkrechtes Nadir-Bild. Nur hat sie eine Einzelkamera weniger integriert.
Die Penta-DigiCAM-280 besitzt eine senkrechte Großformatkamera von 20.200 x 14.110 Pixeln und vier Schrägbildkameras mit 14.204 x 10.652 Pixeln (150MP). Die Großformatkamera ist ein wenig kleiner im Footprint als beim UrbanMapper. Außerdem gibt es die Penta-DigiCAM-280 nicht wie den Urban Mapper mit wahlweise verschiedenen Brennweiten.
Bei allen Modellen sind GNSS/IMU- und Kamerasteuerungseinheiten integriert und auf der Kamera montiert. Kundenspezifische Installationen mit anderen Schrägwinkeln und Objektiven sind auf Anfrage möglich.
Die Kamera ermöglicht die Erfassung von Multiperspektiv-Luftbildern, digitalen Bestandsplänen oder texturierten 3D-Modellen, und das mit hohen Auflösungen und Genauigkeiten. Die Bilder erreichen bei den üblichen Flughöhen bis zu 1,5 Zentimeter Auflösung, also die gleiche Auflösung wie der UrbanMapper.
Ebenso wird bereits ein Remote Operator unterstützt, bei dem der Systembediener über Mobilfunk an einer Bodenstation mit dem Flieger verbunden ist. Nicht nur in der Corona-Pandemie konnte so der Pilot allein fliegen. Der Einsatz ist so einfacher und durch geringere Traglast bevorteilt, Voraussetzung ist allerdings, dass die Mobilfunkanbindung im Fluggebiet ausreichend genug ist.
Kunde Kavel10
Ein Kunde von IGI ist beispielsweise die Firma Kavel10 aus den Niederlanden. Sie setzt eine zweimotorige Tecnam P2006T ein, die mit zwei Rotax-912-Motoren ausgestattet ist und einen sehr geringen Kraftstoffverbrauch besitzt. Sie verfolgt einen extremen Leichtbau und kommt preislich in die Region von einmotorigen Viersitzern, was sie besonders für die Geodatenerfassung interessant macht. Nur ist die Maschine eben sehr klein, es gibt also Einschränkungen beim Formfaktor. Ein IGI-UrbanMapper-2P beispielsweise würde nicht eingebaut werden können, unter anderem, da er am Montagepunkt breiter ist als am oberen Ende des Gehäuses. „Das ist ein typisches Anwendungsbeispiel für die Penta DigiCAM, auch weil der Rumpf der Tecnam-Modelle stark abgerundet ist und die Kameras nicht mittig eingebaut werden können“, sagt Grimm. Zwar ist der UrbanMapper im Vergleich zu älteren Großformatkameras bereits kleiner, aber ein Trend geht bei der Befliegung zu leistungsfähigen, kleineren Flugzeugen, zum Beispiel, weil sie agiler und spritsparender sein können. Hinzu kommt die freie Sicht, die gerade die Multiperspektivkamera erfordert. 115 Grad Blickwinkel müssen berücksichtigt werden, in diesem Blickfeld dürfen keine Abschattungen durch das Flugzeug auftreten.

 

www.igi-systems.com

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Bildflugbranche im Umbruch https://www.business-geomatics.com/bildflugbranche-im-umbruch/ Tue, 31 Jan 2023 16:33:25 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15126 Geringe Margen, schwierige Vergabepraxis, fehlende Transparenz bezüglich Qualität, Personalnot sowie bürokratische Hürden stellen die Branche vor Herausforderungen – trotz steigender Nachfrage.   Während Luftbilder und die draus abgeleiteten Produkte wie etwas Orthofotos, 3D-Modelle, Meshs oder Digitale Oberflächenmodelle (DOM) zunehmend eingesetzt werden, ändern sich die Marktstrukturen gerade rasant. Besitzverhältnisse wandeln sich, Flotten und Equipment werden ge- […]

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Geringe Margen, schwierige Vergabepraxis, fehlende Transparenz bezüglich Qualität, Personalnot sowie bürokratische Hürden stellen die Branche vor Herausforderungen – trotz steigender Nachfrage.

 

Modernes Cockpit eines Bildmessfluges: Die Luftbildaufnahme ist zwar ein High-tech-Produkt, dennoch bleibt es sehr vom Wetter abhängig und gilt demnach auch als „naturnah“ – ähnlich wie in einer Manufaktur. Quelle: Diamond Airborne Industries GmbH

Während Luftbilder und die draus abgeleiteten Produkte wie etwas Orthofotos, 3D-Modelle, Meshs oder Digitale Oberflächenmodelle (DOM) zunehmend eingesetzt werden, ändern sich die Marktstrukturen gerade rasant. Besitzverhältnisse wandeln sich, Flotten und Equipment werden ge- und verkauft. Datenprogramme von privaten Herstellern werden initiiert und wieder modifiziert. Das Bundesamt für Kartografie und Geodäsie (BKG) plant einen Digitalen Zwilling von ganz Deutschland zu erfassen, wobei der Branche nicht ganz klar ist, ob und wie dies zu den Befliegungsprogrammen der Bundesländer in Konkurrenz stehen könnte. Fluggenehmigungen werden immer komplexer und langwieriger, auch bei Fluglotsen gibt es einen eklatanten Personalmangel, kombiniert mit den in vielen Branchen üblichen Nachwuchssorgen. Firmen stellen sogar ihren Geschäftsbetrieb ein – und dies nicht aufgrund der finanziellen Situation, sondern aus mangelnder unternehmerischer Zukunftsperspektive im Angesicht der derzeitigen Marktbedingungen.

Auch die Entwicklung des Kerosinpreises macht der ganzen Luftfahrtbranche zu schaffen. Die Einkaufpreise pro Fass Kerosin (Barrel) sind zwar bis März 2021 bedingt durch die Corona-Pandemie stark gesunken, seitdem steigen sie aber massiv an. In diesem Herbst lagen sie nahezu doppelt so hoch wie 2019. Dies ist nicht nur auf die steigenden Rohöl-Preise zurückzuführen. Auch die Nachfragedynamik im Bereich des touristischen Flugzeugverkehrs in diesem Jahr haben die Nachfrage verstärkt. Ebenso gibt es einen stärkeren Preisanstieg Diesel, Benzin und Kerosin an den Tankstellen als bei Rohöl selbst. Viele Experten gehen davon aus, dass dies auf Margensteigerungen für die Mineralölkonzerne zurückzuführen ist.

Die Preissteigerungen machen der Luftbild-Branche nicht nur schwer zu schaffen, da sie die Flugkosten in die Höhe treiben. Besonders prekär ist auch die zeitliche Dynamik. Im letzten Jahr sind die Preise gerade zwischen Angebotsangabe und tatsächlicher Befliegung stark gestiegen, was letztendlich die Rentabilität der Projekte sinken lies oder sogar ins Negative führte. Preisnachverhandlungen mit den Auftraggebern, insbesondere mit der Öffentlichen Hand, waren wenig erfolgsversprechend. Die Beflieger, die schon immer stark wetterabhängig agieren und daher eine flexible Planung benötigen, mussten die Negativentwicklung bei den Margen oft „schlucken“.

In der Branche herrscht ohnehin bereits seit Jahren ein großer Preiskrieg. Die Auftraggeber verschärfen diesen seit langem, indem sie den günstigsten Anbietern den Zuschlag gewähren. In der amtlichen Vergabepraxis herrscht immer mehr das Diktat des Preises. Das verhindert einen lukrativen Gesamtmarkt, manch einer behauptet sogar, dass die Auftraggeber mit an dem sprichwörtlichen Ast sägen, auf dem sie sitzen. Dies merkt man beispielsweise auch am Alter beziehungsweise Zustand der Flugzeugflotte. Meist werden alte Flugzeuge mit hohem Spritverbrauch geflogen. Dies hat nicht wirtschaftliche, sondern vor allem auch ökologisch negative Auswirkungen.

Ähnlich weitreichende Auswirkungen hat auch der internationale Wettbewerb im einer Europäischen Union, die immer noch nationalstaatlich teilreguliert ist. So werden nicht nur unterschiedlich hohe Fördersummen für die Branche anberaumt, auch der Zugang zu nationalen Märkten ist mehr oder weniger offen. Dies macht sich etwa an unterschiedlicher Praxis für Fluggenehmigung fest. Deutschland gilt im Vergleich zu anderen Ländern als tendenziell eher offen, wodurch hierzulande ein großer Wettbewerb herrscht. Deutsche Anbieter haben aber in anderen Ländern größere Eintrittsschwierigkeiten. Eine Wettbewerbsverzerrung also, deren Ursache auf Ebene der Europapolitik festgemacht werden kann. Es herrscht allgemeine Ratlosigkeit in der Branche, wie dieser gordische Knoten aufgebrochen werde kann. Zumal verbandsähnliche Strukturen fehlen, über die die Problemstellung öffentlich adressiert werden könnte.

Hinzukommen auch die Personalprobleme bei den Dienstleistern. Benötigt werden kompetente Photogrammie-ExpertInnen überall. Viele junge Berufstätige suchen lieber Beschäftigung in Branchen mit hohen Löhnen (Industrie) oder sichere Festanstellungen bei der Öffentlichen Hand. Trotz steigender Effektivität bei Software und Auswertungen deckt die derzeitige Personalkapazität in Deutschland den Marktbedarf nicht. Die Bildflugbranche – ein Markt mit vielen Chancen, aber auch mit vielen Risiken.

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„Drastische Unterschiede beim Verbrauch“ https://www.business-geomatics.com/drastische-unterschiede-beim-verbrauch/ Tue, 31 Jan 2023 16:12:58 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15120 BUSINESS GEOMATICS sprach mit Mario Spiegel, verantwortlicher Vertriebsmitarbeiter für Spezialflugzeuge bei dem österreichischen Anbieter Diamond Aircraft Industries GmbH, über den internationalen Luftbildmarkt, aktuelle Flugzeugtechnik und die Integration von Sensorik.     1. BUSINESS GEOMATICS: Herr Spiegel, wie viele Modelle mit geodätischer Ausrüstung haben sie bereits weltweit ausgeliefert Mario Spiegel: Insgesamt haben wir weltweit bereits mehr […]

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BUSINESS GEOMATICS sprach mit Mario Spiegel, verantwortlicher Vertriebsmitarbeiter für Spezialflugzeuge bei dem österreichischen Anbieter Diamond Aircraft Industries GmbH, über den internationalen Luftbildmarkt, aktuelle Flugzeugtechnik und die Integration von Sensorik.

 

 

Mario Spiegel ist beim österreichischen Flugzeughersteller Diamond Airborne Ansprechpartner für speziell ausgestattete Flugzeuge – etwa für die Vermessung. Die Motoren des Anbieters sind besonders günstig im Verbrauch.

1. BUSINESS GEOMATICS: Herr Spiegel, wie viele Modelle mit geodätischer Ausrüstung haben sie bereits weltweit ausgeliefert
Mario Spiegel: Insgesamt haben wir weltweit bereits mehr als 130 Special Mission Flugzeuge ausgeliefert, wobei davon etwa 40 mit Sensorik für geodätische Anwendungen ausgerüstet sind. Viele Kunden nutzen ihre Flugzeuge auch, wie der Name MPP (Multi Purpose Platform) schon sagt, für verschiedene Anwendungszwecke, da sich der Umbau der Sensorik sehr einfach und flexibel gestaltet.

2. Wie entwickelt sich die weltweite Nachfrage im Bereich der luftgestützten Vermessung?
Wir sehen hier einen sehr stark steigenden Bedarf. Gründe sind, dass sich die Industrie als auch die Länder immer mehr digitalisieren, und somit eigentlich fast zu jeder Zeit Bedarf an aktuellen Daten besteht, was natürlich einer häufigeren Befliegung bedarf. Das in aller Munde befindliche Stichwort „Digital Twin“ passt hier ganz gut dazu und erfreut sich aktuell großen Zuspruchs. Diese digitalen Modelle der realen Welt, machen natürlich auch nur dann Sinn, wenn sie möglichst aktuell gehalten werden.

3. Welche Sensorsysteme sind bereits zugelassen?
Hierzu muss man etwas ausholen. Das Prinzip der Zulassung, wie wir es betreiben, beinhaltet einerseits diverse STC, wie zum Beispiel das Camera Hatch, welches aber keine Sensorik beinhaltet, sondern lediglich die Limitationen für Gewicht, Volumen und Stromaufnahme. Dieses Prinzip ermöglicht uns die Integration jeglicher Sensorik, die innerhalb der vordefinierten Limitation sind, mittels Minor Change zuzulassen. Bereits verbaut wurden die gängigsten Systeme von Vexcel, Riegl, Phase One, Somag, IGI, Applanix und Leica Geosystems.

4. Wie unterscheidet sich der mitteleuropäische Markt zu anderen Regionen in der Welt?
Die Dichte an hochprofessionellen und spezialisierten Unternehmen ist in Europa sehr hoch, was uns die Arbeit natürlich erleichtert. Die Kunden wissen genau, was sie benötigen um die Nachfrage am Markt befriedigen zu können. In manchen anderen Regionen hingegen, bedarf es manchmal erst einer gewissen Einschulung und einiger Iterationsschleifen bis eine Flugzeug-/Sensor-Konfiguration erstellt werden kann, die den Anforderungen des jeweiligen Endkunden gerecht werden.

5. Stichwort Umweltfreundlichkeit: Wie ist die Umweltbilanz der Vermessungsflugzeuge von Diamond?
Das ist definitiv eines unserer größten Verkaufsargumente. Das Thema Umweltschutz wird ja zunehmend wichtiger und auch in der Luftfahrt wird es ein immer wichtigerer Faktor. Bei Diamond Aircraft haben wir schon ganz früh auf die, im Vergleich zu herkömmlichen AVGAS-Motoren, umweltfreundlicheren, Jet-Fuel-Motoren gesetzt, im Gegensatz zur Konkurrenz. Unsere Flugzeuge sind, dank unserer im Haus produzierten Jet-A1 Motoren von Austro Engine, aus den folgenden Gründen, die mit Abstand umweltfreundlichsten in der Vermessungsfliegerei: Die Motoren werden zum einen mit bleifreien Jet Fuel betrieben und zum anderen beruht die Technologie unserer Motoren auf modernsten Automobilstandards, welche strengste Abgasnormen erfüllen müssen – im Gegensatz zu konventionellen Kolbenmotoren, welche auf Technologie aus den 1960ern basieren.

Können Sie das konkretisieren?
Man muss sich eigentlich nur den Kraftstoffverbrauch einer DA62 MPP und eines vergleichbaren Flugzeugs mit konventionellen Kolbenmotoren ansehen. Eine DA62 MPP verbrennt bei einer langsamen Bildflugmission gerade mal 34l/h Jet-A1. Ein Flugzeug mit AVGAS Motoren hingegen benötigt bis zu 80l/h verbleiten Kraftstoff. Wie sich dieser drastische Unterschied auf die Abgasemissionen und somit die Umweltverschmutzung auswirkt, bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.
6. Wo liegen aktuell die Herausforderungen für die Motorentwicklung bei Leichtflugzeugen?
Die FAA verfolgt bereits den Plan bis Ende 2030 AVGAS100LL zu verbieten. Das würde alleine in den USA über 220.000 Motoren betreffen. Die alternativen bleifreien Kraftstoffe sind einerseits viel teurer als AVGAS und andererseits sind die Motoren dafür zum Großteil nicht zertifiziert. Mit unseren Kerosinmotoren beobachten wir diese Entwicklung jedoch ganz entspannt. Trotzdem arbeiten wir daran die Motoren noch „grüner“ zu machen in dem wir Sustainable Aviation Fuel (SAF) testen und auch zulassen wollen.

7. Ihr Unternehmen integriert die Sensorsysteme in die Flugzeuge. Was ist bei dieser Systemintegration zu beachten?
Das ist richtig, wir sind einer der wenigen Flugzeughersteller, der die Komplettlösung, bestehend aus Flugzeug, Systemeinrüstung und auch Zulassung alles aus einer Hand anbieten kann. Was bei der Sensorintegration alles zu beachten ist, würde den Rahmen hier definitiv sprengen. Dieses Thema greift grundsätzlich in alle Bereiche wie Flugerprobung, Struktur, Elektrik, Avionik, Weight and Balance, Zulassung usw. ein. Da wir der Halter der Musterzulassung und der STCs sind, macht es die Integration um einiges effizienter, da wir alle benötigten Daten im Haus haben. Eine Drittfirma müsste im Gegensatz für jede kleine Änderung an der Struktur, Daten vom OEM anfordern.

8. Wie liegen potenzielle Fehler bei der Systemintegration und wie wirken sie sich aus?
Der klassische Weg, den die meisten Systemintegratoren gehen, wo ein Flugzeug von Firma A, die Sensoren von Firma B und die Einrüstung/Zulassung von Firma C gemacht wird, führt oft zu Problemen. Die Gründe dafür sind verschiedenste, aber Kommunikation ist sicherlich einer davon. Nicht klar definierte Schnittstellen oder auch Sprachbarrieren können hier sehr schnell zu großen Problemen führen.
Bei Diamond Aircraft hingegen sind Kunden in guten Händen. Bei uns gibt es alles aus einer Hand, nur einen Ansprechpartner. Wir übernehmen hier die komplette Verantwortung und kümmern uns vom Einkauf, Einrüstung, Testen, Zulassung bis hin zum Überstellungsflug um alle Schritte der Systemintegration.
www.diamondaircraft.com

Über Diamond Aircraft
Diamond Aircraft ist ein österreichischer Flugzeughersteller mit Produktionsstätten in Österreich, Kanada und China. Das Unternehmen wurde 1981 gegründet. Eine Besonderheit des Unternehmens ist die Fokussierung auf effiziente Jet-Fuel-Motoren mit einem niedrigen Spritverbrauch. Die Abteilung Special Mission Aircraft rüstet die Flugzeuge für den Einsatz zu Überwachungs-, Beobachtungs- oder Laserscanningzwecken aus.

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Veranstaltung der besonderen Art im September https://www.business-geomatics.com/veranstaltung-der-besonderen-art-im-september/ Thu, 25 Aug 2022 08:58:30 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14346 Der Open Day Photogrammetry findet am 27. und 28.09.2022 zum dritten Mal statt. In diesem Jahr am Flugplatz Schönhagen bei Potsdam. Luftbilder werden von großen Teilen der Bevölkerung nahezu täglich als Informationsquelle genutzt. Die Erstellung von Luftbildern ist ein anspruchsvoller Prozess, der von vielen Faktoren beeinflusst wird. Sensorik und Workflows haben sich in den letzten […]

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Der Open Day Photogrammetry findet am 27. und 28.09.2022 zum dritten Mal statt. In diesem Jahr am Flugplatz Schönhagen bei Potsdam.

Der Open Day Photogrammetry findet wie 2020 und 2021 direkt am Flughafen statt. Foto: Assenmacher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Luftbilder werden von großen Teilen der Bevölkerung nahezu täglich als Informationsquelle genutzt. Die Erstellung von Luftbildern ist ein anspruchsvoller Prozess, der von vielen Faktoren beeinflusst wird. Sensorik und Workflows haben sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt und die Disziplin hat sich zu einer Hightech-Branche entwickelt. Es ist aber immer noch die Fliegerei und die Aviatik, die einen sehr entscheidenden Einfluss auf die Endprodukte haben. Um diesem Aspekt Rechnung zu tragen, wurde in den letzten Jahren das Veranstaltungsformat Open Day Photogrammetry entwickelt. Unter der Devise „Photogrammetrie zum Anfassen“ gewähren vier etablierte Luftbildfirmen aus Deutschland einen Blick hinter die Kulissen der luftbildbasierten Vermessung: GeoFly, geoplana, AVT Airborne Sensing und BSF Swissphoto treten als gemeinsame Veranstalter auf. Nach erfolgreichen Veranstaltungen im 2020 und 2021 am Business Airport Magdeburg trifft man sich am 27./28. September 2022 am Flugplatz Schönhagen, circa 20 Kilometer südlich von Potsdam. Schönhagen ist die Homebase der BSF Swissphoto GmbH, die in diesem Jahr als Hosting-Partner dieser Veranstaltung fungiert.

Die Veranstalter legen großen Wert auf ein authentisches Umfeld. Aus diesem Grund spielt die Nähe zu Flugzeugen, zur Landebahn, zum Tower und zum Hangar eine große Rolle. Duft von Kerosin, brummende Turbinen, blinkende Leuchtfeuer: Auch dieses Jahr werden die Teilnehmer die Praxisnähe des Events erleben und gleichzeitig ungestört interessanten Vorträgen zuhören und an Workshops teilnehmen. Ein wichtiges Element der Veranstaltung ist die Ausstellung von rund einem Dutzend Firmen, die ihre Produkte und Lösungen rund um die Luftbildfliegerei vorstellen. „Das Besondere an dieser Veranstaltung ist, dass alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, Flugzeuge und Sensortechnik direkt im Einsatz zu erleben und zu bedienen. Nach zwei kontaktarmen Jahren bieten wir somit eine ausgezeichnete Plattform für den ungezwungenen Austausch unter Fachleuten“, so Roland Stengele, Geschäftsführer von BSF Swissphoto. Dabei soll auch den Auftraggebern, vor allem Vertretern von Landesvermessungsämtern, Kommunen und Infrastrukturbetreibern, ein Eindruck über praktische Herausforderungen beim Bildflug vermittelt werden. Neben den Abhängigkeiten von Wetterbedingungen und der aktuellen Sensorgeneration stehen derzeit auch die steigenden Kerosinpreise, die bürokratischen Hindernisse bei der Flugsicherung oder die Auswirkungen des Klimawandels auf der Agenda. Zudem kann es in die Luft gehen: „Es besteht die Möglichkeit für einzelne Teilnehmer, einen Vermessungsflug in real life mitzuerleben“, so Stengele.

Der Flughafen Schönhagen liegt ca. 20 Kilometer südlich von Potsdam. Foto: Matti Blume, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Weitere Themen sind die Leistungsfähigkeit von Oblique-Systemen, Laserscanner oder Softwarelösungen für 3D-Stadtmodelle. Auch wichtige Hardwarekomponenten wie Kamerastabilisierungsplattformen oder professionelle 3D-Hardware spielen eine Rolle. In Workshops können Teilnehmer in die Flugplanung einsteigen, während des Fluges als Operator live agieren, Navigation im Flugzeug erleben, 3D-Stereoauswertung oder 3D-Mesh generieren. Am 27.09. findet ab 19:30 Uhr eine Abendveranstaltung im Krongut Bornstedt in Potsdam statt. (sg)

www.bsf-swissphoto.com

www.open-day-photogrammetry.de

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Stromleitungsinspektion: Aus Eins mach Sechs https://www.business-geomatics.com/stromleitungsinspektion-aus-eins-mach-sechs/ Wed, 31 Aug 2022 09:21:45 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14397 Kamerahersteller Phase One ist Technologie-Partner von Axpo, der größten Produzentin von Erneuerbaren Energien in der Schweiz. Das Unternehmen hat eine innovative Methode entwickelt, mit der Stromleitungen per Drohne automatisiert bis zu sechsmal schneller als durch herkömmliche Methoden inspiziert werden können. Die Inspektion von Stromleitungen ist für Versorgungsunternehmen von entscheidender Bedeutung: durch Freileitungsinspektionen können sie sicherstellen, […]

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Kamerahersteller Phase One ist Technologie-Partner von Axpo, der größten Produzentin von Erneuerbaren Energien in der Schweiz. Das Unternehmen hat eine innovative Methode entwickelt, mit der Stromleitungen per Drohne automatisiert bis zu sechsmal schneller als durch herkömmliche Methoden inspiziert werden können.

Für die Strommastinspektion kommt bei den digitalen Lösungen von Axpo eine mit dem P3 Payload und einer iXM100MP-Kamera von Phase One ausgestattete Drohne zum Einsatz. Foto: Phase One A/S

Die Inspektion von Stromleitungen ist für Versorgungsunternehmen von entscheidender Bedeutung: durch Freileitungsinspektionen können sie sicherstellen, dass elektrischer Strom unterbrechungsfrei in die Haushalte kommt. Jedoch bringen solche Maßnahmen einige Herausforderungen mit sich. So sind die Mitarbeiter:innen oftmals mit schwer zugänglichen Bereichen, Höhen oder riskantem Terrain konfrontiert. Herkömmliche Inspektionsmethoden wie Patrouillen zu Fuß, über Hubschrauber oder Industriekletterer sind zudem teuer, zeitaufwändig und können nicht alle Details aufzeigen. Um diese Herausforderungen zu meistern, hat das Schweizer Energieunternehmen Axpo eine innovative Methode entwickelt, mit der Stromleitungen inspiziert werden können. Zum Einsatz kommen neben der Insights Plattform von Axpo, eine mit dem P3 Payload und einer iXM100MP-Kamera von Phase One ausgestattete Drohne sowie die Drohnensoftware LINIAair der Schweizer LINIA GmbH.

Vor dem Einsatz der neuen Technologie setzte Axpo auf Drohnen mit Standardsensoren für die Anlageninspektion. Das brachte allerdings einige Nachteile mit sich – etwa einen hohen Zeitaufwand für alle Details, unsichere Abstände zu Stromleitungen und Masten sowie eine unzureichende Datenqualität. So mussten die Inspekteure die Drohnen nach eigenen Angaben manchmal lediglich rund drei Meter von den Anlagen entfernt fliegen lassen, um eine GSD (Ground Sampling Distance; Bodenauflösung) von 0,5 mm/px zu erreichen. Darüber hinaus wurden sechs oder mehr Bilder benötigt, um die Masten vollständig zu inspizieren.

Mit der Kombination aus Phase One-Technologie, Axpo-Knowhow und LINIAair können in einer Flugmission bis zu sechs Strommasten inspiziert werden. Foto: Phase One A/S

Produktivitätszuwachs durch standardisierte Flugmuster

Mit der Phase One P3 Payload hingegen benötigt Axpo je nach Masttyp lediglich vier bis 20 Bilder, um den Mast vollständig zu überwachen. Gleichzeitig erhalten die Mitarbeitenden durch die hochauflösende iXM100MP-Kamera detailliertere Aufnahmen, obwohl die Drohne in einem größeren Abstand zu Leitung und Mast geflogen werden kann. Durch die Bereitstellung der Daten auf der durch Axpo entwickelten Plattform Insights, können die aufgenommenen Bilder auch zur Langzeitdokumentation des Zustandes und der Entwicklung des Stromnetzes im Laufe der Zeit herangezogen und mit weiteren Informationen zur Infrastruktur verknüpft werden. Zudem kann Axpo durch die Kombination aus High-End-Kamera von Phase One und der Drohnen-Software LINIAair standardisierte Flugmuster verwenden und so Produktivität und Qualität steigern sowie die Distanzen durch den integrierten Laser Range Finder genau abschätzen.

Die eingesetzte Drohnen-Software LINIAair ermöglicht dabei eine schnelle und strukturierte Datenerfassung. Dafür berechnet die Software automatisch Flugrouten, die auf digitalen Leitungsmodellen basieren. Vor Ort wählen die Drohnenpilot:innen die entsprechenden Routen in der Drohnen-App aus und starten ihr Fluggerät per Knopfdruck. Die mit dem P3 ausgestatte Drohne nimmt dann automatisch Daten auf, bis der Akku des Geräts leer ist. Dabei ist sogar die Fokussierung des Objektivs automatisiert, sodass es nach Phase One-Angaben keine verwackelten Fotos gibt.

Mit der Drohnensoftware LINIA kann bereits vor dem Flug festgelegt werden, an welchen Stellen die Drohne aus welchem Winkel den Strommast inspizieren soll. Außerdem können Piloten den Flug live verfolgen. Foto: Phase One A/S

Je nach Größe des Strommasten dauert es zwischen drei und fünf Minuten, um vier bis 20 Bilder eines einzelnen Masts aufzunehmen. Bei einer Flugzeit von 15 bis 20 Minuten kann Axpo also in nur einer Flugmission bis zu sechs Strommasten abfliegen und Fotos zu Inspektionszwecken erstellen. Zum Vergleich: bei der herkömmlichen Methode kann laut Axpo in dieser Zeit maximal ein einzelner Strommast inspiziert werden – der Output hat sich also durch die Kombination aus Phase One-Technologie, LINIAair und Axpo-Know-how beinahe versechsfacht und ist dazu in Bezug zu Lärm- und Treibhausgasemissionen effizienter. (jr)

www.phaseone.com

www.axpo.com

www.linia.ch

 

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