Mobile GIS Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/mobile-gis-geo-apps/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Mon, 07 Aug 2023 09:39:22 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Mobile GIS Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/mobile-gis-geo-apps/ 32 32 GNSS-Aufmaßlösung für 3.450 Euro https://www.business-geomatics.com/gnss-aufmassloesung-fuer-3-450-euro/ Fri, 30 Jun 2023 07:46:18 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=17920 Mit €ASYNow bringt vh software tools in Zusammenarbeit mit isl­kocher eine neue Aufmaßlösung auf den Markt, die eine wirtschaftliche Vermessungs­ und Abrechnungslösung ermöglicht.

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Mit €ASYNow bringt vh software tools in Zusammenarbeit mit isl­kocher eine neue Aufmaßlösung auf den Markt, die eine wirtschaftliche Vermessungs­ und Abrechnungslösung ermöglicht.

€ASYNow basiert auf €asyGis basiert auf einer Cloud-Infrastruktur. Hier die Variante mit Samsung XCover5. Quelle: VH Software tools

Die Fläche eines gepflasterten Weges im Gartenbau aufnehmen, die Lage eines Holzstapels bestimmen, eine Absteckung im Bauwesen durchführen: Es gibt viele Vermessungsaufgaben, die einen vermeintlich geringen Aufwand erfordern, aber einen großen Nutzen bringen. Je mehr die Digitalisierung in den jeweiligen Bereichen und Aufgabenfeldern voranschreitet, desto wichtiger werden solche digitalen Geländedaten. Doch wie lassen sich diese einfach, effektiv und ohne umfangreichen Aufbau von (Vermessungs-)Know-how erzeugen? Bisher war „GNSS“ oft teuer, komplex und manchmal auch umständlich.

Das Unternehmen vh software tools unter der Leitung von Volker Hülsmann hat nun eine neue Aufmaßlösung auf den Markt gebracht, die mit einem Preis von 3.450 Euro am unteren Ende des derzeitigen Preisniveaus für GNSS-basierte Lösungen liegt. „Wir glauben, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist, eine solche Lösung auf den Markt zu bringen“, sagt Hülsmann, der seit über 35 Jahren als selbstständiger Unternehmer in der Geodäsie- und CAD-Branche tätig ist. Der Preis liege unter einer Schwelle, bei der auch Unternehmen ohne umfangreiches Vermessungs-Know-how einen wirtschaftlichen Nutzen aus einer solchen Technologie ziehen könnten, zudem sei die Bedienung und Handhabung so einfach, dass die Daten von allen Mitarbeiter:innen, unabhängig von ihrem Qualifikationsniveau, erzeugt werden könnten.

Basis

218 Gramm schwer und gerade einmal 118 Millimeter (hoch): Der GPS Rover eSA2 stammt von E-Survey und erreicht eine Genauigkeit im Zentimeterbereich. Quelle: VH Software tools

vh software tools betreibt einen Direktvertrieb und kann so ein schlankes Geschäftsmodell mit günstigen Preisen anbieten. Zusätzlich zum GPS-Paket gibt es ein Abrechnungspaket der Firma isl-kocher zum Preis von 3.600 Euro (inkl. Support und einem Jahr Softwarepflege nach Herstellerangaben). Mit dem Büropaket können komfortabel die wichtigsten Schritte in der Abrechnung/Mengenermittlung erfolgen. Dabei ist die Lösung direkt an die €asyGis Cloud angebunden. Erzeugte Daten, Bilder und Dokumente stehen direkt im Abrechnungspaket zur Verfügung. Leistungsverzeichnungsverzeichnisse, Mengenansätze, Oberflächenberechnungen und alle üblichen Datenarten (11,81,83,84,86) sind Bestandteil der Abrechnungslösung EasySTART. Die Einführung erfolgt online durch das Partnerunternehmen 5D Schmiede unter der Leitung von Sascha Grawemeyer und Lars Diekmann aus Osnabrück. Dies ist im Preis bereits enthalten.

Das Komplettpaket ist eine kompakte Vermessungs-/ Abrechnungsanwendung, die ein einfaches und effektives Aufmessen, Abstecken und Abrechnen von Punkten, Strecken und Flächen ermöglicht. Sie richtet sich vor allem an Unternehmen, die bisher keine große geodätische Kompetenz im eigenen Haus aufgebaut haben, Vermessungsaufgaben nur rudimentär oder mit konventioneller Messtechnik durchführen oder an Dienstleister vergeben mussten. Das Paket bietet volle Flexibilität. Es kann als Handheld-Lösung oder als Stab-GPS betrieben werden.

Die Lösung basiert auf der Anwendung €asyGis von vh software tools, die bereits seit einigen Jahren verfügbar ist. Sie wurde entwickelt, um komplexe Prozesse in kurze, intuitive Pfade zu übersetzen. Die €asyGis App speichert alle Daten in einer deutschen Cloud und ermöglicht teamübergreifendes Arbeiten. Bilder, Dokumente und alle erarbeiteten Daten stehen autorisierten Nutzern in Echtzeit zur Verfügung. €asyGis ermöglicht das parallele, konfliktfreie Arbeiten mit mehreren Roverstäben auf einer Baustelle und die gleichzeitige Abrechnung im Büro. GNSS von E-Survey Der GPS Rover eSA2 stammt von E-Survey, einem Tochterunternehmen von unistrong. Der eSA2 ist das neueste Produkt des Herstellers und erreicht eine Genauigkeit im Zentimeterbereich. Mit seinen 1.408 Kanälen unterstützt er die globalen Navigationssysteme GPS, Glonass, Galileo, Beidou, QZSS und SBAS. Die Betriebszeit pro Akkuladung wird mit bis zu 10 Stunden angegeben. Es wiegt nur 210 Gramm und ist mit 118x52x36 Millimetern sehr klein. Es wird mit einem 8-Zoll-Tablet RT3 oder alternativ mit einem Samsung XCover5 (mit zusätzlicher Handheld-Lösung) geliefert. Alle anderen Komponenten wie GPS-Stab, Halter etc. sind Bestandteil des Pakets.

Mit der Softwarelösung können Vermessungspunkte im ASCII-Format importiert werden. Die Fachdaten zu den jeweiligen Objekten können einfach editiert werden. Vermessungspunkte werden im CSV-Format exportiert, Bestandspläne ausgedruckt, Leistungsverzeichnisse verwaltet, Mengen und Preise übernommen oder Objekt- und Punktbeschriftungen verschoben. „Die Lösung richtet sich klar an Einsteiger, daher sind alle Funktionen einfach und intuitiv gestaltet“, so Hülsmann.

www.gpspoint.de

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Bayerische Staatsforsten und Panasonic Mobile Solutions pflanzen 1.000 Bäume https://www.business-geomatics.com/bayerische-staatsforsten-und-panasonic-mobile-solutions-pflanzen-1-000-baeume-2/ Fri, 30 Jun 2023 07:33:34 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=17917 1.000 klimaresistente Bäume wollen die Bayerischen Staatsforsten pflanzen. Das Projekt läuft unter dem Motto „TOUGH Trees“ und wird von der Geschäftssparte Mobile Solutions von Panasonic unterstützt.

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1.000 klimaresistente Bäume wollen die Bayerischen Staatsforsten pflanzen. Das Projekt läuft unter dem Motto „TOUGH Trees“ und wird von der Geschäftssparte Mobile Solutions von Panasonic unterstützt. Ziel ist der Umbau des Forstes zu klima­toleranteren Mischwäldern. Die Baumpflanzungen werden im Forstbetrieb Rothenbuch, einem der 41 Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten, durchgeführt. Vorwiegend sollen heimische Eichen gepflanzt werden, außerdem Weißtannen, Lärchen, Buchen oder Douglasien. Panasonic unterstützt dies im Rahmen seiner Umweltinitiative „Green Impact“ zur Erreichung des Net Zero­Ziels bis 2030.

Daichi Kato, Head of Mobile Solutions Division bei Panasonic Connect Europe (Mitte) und Volkmar Zankl, stellv. Forstbetriebsleiter Bayerische Staatsforsten Rothenbuch (3. v.l.), beim Pflanzen der Bäume. Quelle: Panasonic Connect Europe GmbH

Im langfristigen Mittel werden in den Bayerischen Staatsforsten jährlich etwa 2.000 ha neue Kulturen geschaffen, indem Jungbäume dort aktiv vorwiegend in Altbeständen gepflanzt oder gesät werden. Insgesamt resultiert daraus ein jährlicher Umbau von rund 7.000 ha Nadelholzreinbeständen in klimatoleranten Mischwald. „Vor allem Fichtenreinbestände sind gefährdet, denn Fichten haben ein flaches Wurzelsystem. Dadurch sind sie einerseits auf regelmäßige Niederschläge angewiesen. Andererseits finden die Bäume bei Stürmen weniger Halt im Boden. Trockenschäden und große Windwürfe sind die Folge. Das Zauberwort heißt daher: Waldumbau“, erklärt Volkmar Zankl, Stellvertretender Betriebsleiter im Forstbetrieb Rothenbuch. In den Bayerischen Staatsforsten werden dazu klimaempfindliche Nadelwälder in widerstandsfähige Mischwälder umgebaut. Ziel sind Wälder, die zu mindestens 30% aus Laubbäumen bestehen.

Bereits seit 2008 bauen die Forstmitarbeitenden der Bayerischen Staatsforsten für ihre Außeneinsätze auf die langlebige Panasonic TOUGHBOOK Hardware: Vom TOUGHBOOK 19 Convertible über das Tablet TOUGH- BOOK G1 und seit Kurzem das aktuelle TOUGHBOOK G2. Die für raue Arbeitsumgebungen konzipierten mobilen Geräte sind die Basis für digitalisierte Prozesse – etwa bei der Holzdatenerfassung im Rahmen der regelmäßigen Waldinventur. Sie bieten den rund 3.000 Mitarbeiter:innen im täglichen Einsatz einen präzisen GPS-Empfang und ein sonnenlichttaugliches Outdoor-Display bei der unternehmerischen Bewirtschaftung der Staatswälder.

Die Panasonic Geräte sind vom KWF Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik für ihre Außendiensttauglichkeit zertifiziert. Eine Dockingstation ermöglicht zudem nicht nur die mobile Nutzung unterwegs im Wald, sondern auch im Büro, ersetzt damit Desktoprechner und reduziert den Technikbedarf.

eu.connect.panasonic.com/de/de/toughbook­startseite

www.baysf.de

 

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Hochgenaue Vermessung mit viDoc-Smartphone-Modul https://www.business-geomatics.com/hochgenau-vermessung-mit-dem-smartphone-mit-vidoc-modul/ Thu, 27 May 2021 12:02:14 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=11707 Mit dem viDoc kommt bei einem BIM-Pilotprojekt in Baden-Württem­berg ein weltweit einzigartiges Werkzeug von vigram zum Einsatz. Es macht das iPhone zum Multi-Measurement-Tool für die einfache Erfassung von Bestandsdaten für alle Projektbeteiligten.  Beim Ausbau der B29 im Ostalpkreis will das Land Baden-Württemberg einen Meilenstein bei der Digitalisierung des Straßenbaus leisten. Das offizielle BIM-Pilotprojekt will zeigen, […]

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Mit dem viDoc kommt bei einem BIM-Pilotprojekt in Baden-Württem­berg ein weltweit einzigartiges Werkzeug von vigram zum Einsatz. Es macht das iPhone zum Multi-Measurement-Tool für die einfache Erfassung von Bestandsdaten für alle Projektbeteiligten. 

Vermessung und Baudokumentation bei der B29: Die Arbeiter fanden intuitiv vielfältige und sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für das viDoc. Foto: vigram GmbH

Beim Ausbau der B29 im Ostalpkreis will das Land Baden-Württemberg einen Meilenstein bei der Digitalisierung des Straßenbaus leisten. Das offizielle BIM-Pilotprojekt will zeigen, dass mit der neuen Methode Projekte effizienter geplant, gebaut und überwacht und demnach die geplanten Kosten und Termine zuverlässig eingehalten werden können.

Drei Fragen an Heiko Engelhard, Leitender Baudirektor beim Regierungspräsidium Stuttgart

Heiko Engelhard ist Leitender Baudirektor beim Regierungspräsidium Stuttgart. Foto: Regierungspräsidium Stuttgart

Welche Erkenntnisse zu BIM sollen realisiert werden?

Aus der Baupraxis lernen für die Planung. Darum geht es. Das Land Baden-Württemberg treibt die Digitalisierung im Straßenbau intensiv voran. Dadurch soll in Zukunft effizienter geplant, gebaut und überwacht werden. Wir sehen da viel Potenzial für transparentere Planung sowie kostenbewusstes und nachhaltiges Bauen. Und vor allem auch Erhalten. Denn die Phase des Erhaltens ist rund zehnmal so lang wie die Bauphase. Im Wesentlichen geht es darum: wie setzen wir BIM in der Praxis auf einer konkreten Baustelle um? Denn im Grundsatz ist BIM ja zunächst einmal eine neue Denkweise. Eine zentrale Erkenntnis wird also sein: von der Denkweise in die Handlungsweise zu kommen. Was bedeutet das für konkrete Abläufe? Welche Technologien brauchen wir dafür? Welche Anwendungsfälle sind prädestiniert?

Warum haben Sie sich für den Einsatz der vigram Produkte entschieden?

BIM in der Praxis zu erproben und zu etablieren ist ein Entwicklungsprozess. Und zwar ein gemeinsamer. Dafür brauchen Sie einen Partner, der den Prozess genau versteht und der ihn mitgeht. Denn hier geht es nicht um Produkte von der Stange. Sondern um Technologien, Produkte und das Zusammenspiel von Hardware und Software, die eine ständige Wechselwirkung erfahren: in dem was sie können und in dem was an Bedarf im konkreten Einsatz entsteht. Hierzu sind wir in einem echten Miteinander. Und die Produkte? Ich sag es mal so: das Label „smart“ wird ja heutzutage schnell verteilt. Das viDoc ist es wirklich. Es trägt den Geist, die Dinge einfach machen zu wollen. Und nutzbar zu sein für jeden auf der Baustelle. Das kommt aus der Praxis für die Praxis. Und in den vigram Apps setzt sich das fort.

Wofür werden sie genau eingesetzt?

Zentral ist die as-built Dokumentation. Zu erfassen und zu dokumentieren, was wirklich gebaut worden ist. Und den digitalen Zwilling des echten Bauwerks zu erstellen. Ganz entscheidend bei den beiden Brückenbauwerken: zu wissen wo ist welche Bewehrung verbaut worden. Oder bei den Kanalarbeiten zu wissen, wo genau welche Leitungen liegen. Dazu haben wir konkrete BIM Anwendungsfälle definiert, wie Überwachung und Dokumentation. Aber auch Abrechnung und Abnahme. Um die Daten just-in-time zu erfassen, gehört auch die Echtzeitsynchronisierung von 6 viDocs und 2 UAV Drohnen. Der Bauüberwacher vermisst einen Schacht. Der Polier überprüft die Rohrlage des Kanals. Der Baggerfaher erstellt ein Video der Erdmassenbewegung. Der Auftraggeber überprüft die Bewehrung. Der Vermesser dokumentiert per Drohne. All das passiert zeitgleich. Und real auf unserer BIM-Pilotbaustelle. (sg)

Game Changer in der Vermessung

Ein hoher Anspruch also, der aber, soviel lässt sich bereits neun Monate nach Spatenstich beurteilen, in Teilen eingelöst werden konnte. Denn in einem Baulos des Projektes wurde ein innovatives Vermessungsmodul eingesetzt, das erstmals eine hochgenaue 3D-Vermessung und Dokumentation per Smartphone ermöglicht: Das viDoc ist ein Zusatzmodul der Firma vigram GmbH für ein iPhone oder ein iPad, das aus den Standardgeräten professionelle Vermessungswerkzeuge mit höchster Präzision macht. Es integriert GNSS, Laserscanner und RTK in die Geräte und sorgt dafür, dass Anwender 3D-Modelle mit einer Genauigkeit von bis zu 1cm + 1ppm erzeugen können. „Weltneuheit made in Baden-Württemberg“ titelte etwa Verkehrsminister Winfried Hermann im Dezember 2020 über das viDoc, als das BIM-Pilotprojekt erstmals der Presse vorgestellt wurde.

vigram hatte das viDoc in den letzten zwei Jahren praxisnah entwickelt, unter anderen kamen Prototypen bei Projekten der Deutsche Bahn Engineering & Consulting oder dem Verkehrsministerium von Baden-Württemberg zum Einsatz. Im April erfolgte nun der offizielle Verkaufsstart des Produktes. „Wir haben schon bei den Vorführungen der ersten Prototypen vor allem die Fachleute davon überzeugt, dass ein Smartphone hochgenaue 3D-Modelle generieren kann“, so Nicolai Nolle, Co-Founder von vigram.

Praxiserprobt an der B29

In dem Pilotprojekt der B29, eines von acht seiner Art in Baden-Württemberg, wird vor allem auf die Bauausführung fokussiert – also jenen Teil des BIM-Lebens­zyklus, der bisher am wenigsten digitalisiert ist. Im Mittelpunkt steht der im BIM-Stufenplan definierte Anwendungsfall 15 Baufortschrittkontrolle.

Das Bauprojekt der B29 ist zwar nicht allzu lang, dafür sehr komplex und abwechslungsreich. Auf zwei Kilometern Strecke befinden sich zwei Brücken sowie umfangreiche Kanal- und Erdbauarbeiten. vigram hat als Dienstleister mit bis zu sechs Geräten für eine möglichst lückenlose Bestandserfassungen gesorgt und den Baufortschritt täglich erfasst. Zudem wurden auch Teile der ingenieurtechnischen Vermessung durchgeführt.

Dabei kann das viDoc sehr flexibel in diversen Anwendungsfällen von den einzelnen Projektbeteiligten eingesetzt werden. Als Multisensorsystem beinhaltet es eine photogrammetrische Datenerfassung, einen hochgenauen GNSS-Sensor sowie zwei laserbasierte Distanzmesser. „Gezielte Schulungen und ein wenig Anwendungsroutine vorausgesetzt, vermessen damit auch ungeübte Bauarbeiter wie Poliere oder Baggerfahrer“, beschreibt Nolle.

Einfache Bedienung kommt an

Das viDoc-Modul von vigram kann ganz einfach auf das Smartphone aufgesteckt werden. Foto: vigram GmbH

Die Anwendung sei spielend leicht und einfach. Nach dem Einmessen von Passpunkten per Laser erfasst der Nutzer den zu dokumentierenden Gegenstand via Smartphone-Kamera. Er kann sich dabei entscheiden, ob er dies filmend (videogrammetrisch) oder per Foto macht. Daraufhin modelliert die integrierte neue App Pix4Dcatch des Schweizer Softwareentwicklers Pix4D aus den Kameraaufnahmen cloudbasiert ein 3D-Modell. „Bei einfachen Projekten wie beispielsweise dem Erfassen von Erdmassen hat der User in weniger als 30 Minuten eine komplette 3D-Punktwolke“, beschreibt Nolle. 3D-Modellierung habe dabei aufgrund des Zusammenspiels von Photogrammetrie und hochgenauem GNSS eine Genauigkeit, wie man es bisher nur von Speziallösungen (GNSS, 3D-Laserscanner etc.) kannte. Zudem müsse der Bauablauf nicht unnötig gestört werden. Auch Absteckungen wurden bei dem B29-Projekt durchgeführt. Das Übertragen der Modellgeometrien in die Baustelle etwa für Achsen, Schächte oder Fundamente wird einfach mit Unterstützung des Smartphone-Displays durchgeführt. Kombiniert wurde die terrestrische Vermessung via viDoc noch mit klassischen Vermessungen und der UAV-Photogrammetrie.

Vernetzung und Kollaboration

Schwerpunkt der Aufnahmen waren bei dem Projekt Kanal- und Erdarbeiten, sowie verschiedene Bauwerkszustände. „Wir waren überrascht, wie kreativ die einzelnen Sensor-Komponenten des viDoc auch von den Fachlaien genutzt wurden“, so Nolle. Auch die intelligente Fotodokumentation kam beispielsweise bei der Bauoberleitung sehr gut an.

Das Land BW hat geplant Handlungsempfehlung für die Verwendung des viDoc abzugeben. Schon jetzt sei aber, so Nolle, „allen Anwendern sehr schnell klar ist, wie gut das Gerät in der Praxis funktioniert und wie sie es gewinnbringend einsetzen können“.

Grafik: vigram GmbH

Als Software kam die vigram Site App teamübergreifend zum Einsatz. „Damit wurde die Baustelle von der Baufirma, der Bauüberwachung und den Vermessern kollaborativ dokumentiert“, beschreibt Nolle. Ganz im Sinne der BIM-Modellierung werden die erfassten Daten zentral gesammelt, geprüft und weiterverarbeitet. So entstehen klassifizierte Punktwolken oder Digitale Geländemodelle (DGMs). Die erzeugten Modellierungen haben viele Funktionen erfüllt, etwa im Bereich der Abrechnungen oder bei der Sicherheit- und Gesundheitskoordination.

Zudem hat vigram Augmented-Reality-Funktionen entwickelt, die ein besseres Verständnis aller am Bau beteiligten Akteure unterstützen. Diese werden etwa bei Bauüberwachung, Abrechnung, Kontrollvermessung oder dem Bauwerks-Monitoring einfach genutzt. Die Modelle werden auch mit bestehenden Planmodellen kombiniert beziehungsweise verglichen. So werden Probleme schneller erkannt und gelöst. (sg)

www.vigram.com

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Baumkontrollen im Außendienst mit ExperMaps Baum https://www.business-geomatics.com/baumkontrollen-im-aussendienst-mit-expermaps-baum/ Thu, 06 May 2021 12:34:24 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=11521 Die Gleichung der Hansa Luftbild AG aus Münster ist logisch: Mit dem auf dem WebGIS ExperMaps basierenden Plug-in ExperMaps Baum können Bäume rechtssicher kontrolliert und erfasst werden. Bäume sind für uns Menschen von fundamentaler Bedeutung. Sie sind nicht nur für ökologische und klimatische Aspekte wichtig, sondern steigern auch in psychischer und sozialer Hinsicht unsere Lebensqualität. […]

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Die Gleichung der Hansa Luftbild AG aus Münster ist logisch: Mit dem auf dem WebGIS ExperMaps basierenden Plug-in ExperMaps Baum können Bäume rechtssicher kontrolliert und erfasst werden.

Die Hansa Luftbild- LösungExperMaps Baum soll für Verkehrssicherheit bei Baumkontrollen im Außendienst sorgen. Foto: Hansa Luftbild AG

Bäume sind für uns Menschen von fundamentaler Bedeutung. Sie sind nicht nur für ökologische und klimatische Aspekte wichtig, sondern steigern auch in psychischer und sozialer Hinsicht unsere Lebensqualität. Bäume produzieren Sauerstoff und bauen gleichzeitig CO2 ab. Sie filtern die Luft von Schadstoffen und haben klimatisch eine regulative Funktion. Sie bieten zahlreichen Lebewesen Lebensraum und Lebensgrundlage zugleich und sind damit Garant für ökologische Vielfalt.

Bei allem Positiven bringen Bäume jedoch auch Problemstellungen mit sich. Was passiert beispielsweise, wenn ein Baum umstürzt und dabei ein Auto beschädigt? Wer haftet für die Schäden? Und wer muss sich um die Entsorgung des umgestürzten Geästs kümmern?

Diese Fragen sind in Deutschland per Gesetz (ABGB, §1295 Schadenersatz, §1319 Wegehaftung) geregelt: Rechtlich gesehen haftet der Besitzer eines Baumes für diesen und gegebenenfalls auch für die Schäden, die durch diesen entstehen. Baumbesitzer sind folglich also dazu verpflichtet, für einen ordnungsgemäßen Zustand und die Verkehrssicherheit ihrer Bäume zu sorgen. Während das für Privatpersonen meist problemlos möglich ist, stellt diese Verkehrssicherungspflicht für Kommunen und Städte allein aufgrund der Anzahl an Bäumen oftmals eine gewaltige Hürde dar.

Baumerfassung und -kontrolle

Dabei unterstützen kann eine regelmäßige Baumerfassung und -kontrolle, wie sie die Hansa Luftbild AG aus Münster in Nordrhein-Westfalen bereits seit 1976 anbietet. „Für unsere Entwicklungen ist es wichtig, gleichermaßen die Bedürfnisse der Grundstückseigentümer als auch der Baumfachleute abzudecken“, berichtet Jörg Haupt, Vorstand der Hansa Luftbild AG. „Seit Anfang der 2000er Jahre ist Hansa Luftbild daher Mitglied des BTÜB e.V. (Biologisch Technische Überprüfung Baum). Hier profitieren wir insbesondere vom Erfahrungsaustauch zwischen den Baumkontrolleuren und -sachverständigen einerseits und der Öffentlichen Hand andererseits.“ Die im BTÜB diskutierten Problemstellungen und Herausforderungen fließen dann unmittelbar in die Softwareentwicklung bei der Hansa Luftbild ein.

Das Disponentenmodul dient der Planung und Organisation von Kontrollen und der Kommunikation mit der mobilen Android-App. Bild: Hansa Luftbild AG

So zum Beispiel bei der mobilen Baumerfassung: „Beim BTÜB wurde immer wieder bemängelt, dass die am Markt verfügbaren Softwarelösungen für den Außendienst im Massenbetrieb nur bedingt geeignet waren“, berichtet Haupt. Um das zu ändern, hat Hansa Luftbild ExperMaps Baum entwickelt. Dieses basiert auf Open Source-Produkten, läuft derzeit auf dem Android-Betriebssystem und ist fokussiert auf die Massendatenerfassung im Außendienst.

Einbindung unterschiedlicher Datenformate

Grundlage der Lösung ist das von Hansa Luftbild entwickelte WebGIS ExperMaps. „ExperMaps ist als Lösung für Nicht-Experten ohne Spezialkenntnisse entworfen worden und damit für jedermann auch ohne IT-Wissen anwendbar“, erklärt Haupt. Darüber hinaus gehören zu den Standardfunktionen bereits Abfragen, Zeichen-, Druck- und Messfunktionen sowie Excel-Exporte. „Auch zählen die Einbindung unterschiedlicher Datenformate und online verfügbarer Datendienste ebenso wie eine Benutzerverwaltung, mit der alle Daten, Funktionen und Editierrechte beliebigen Nutzern des Systems zugewiesen werden können, zu den Kernfunktionalitäten von ExperMaps Baum.“

Die ExperMaps Baum-App kann online wie offline betrieben werden. Dafür werden alle für die Baumkontrollen notwendigen Daten auf dem mobilen Endgerät gespeichert und bei Bedarf abgerufen. Bild: Hansa Luftbild AG

Das Modul unterstützt damit die Arbeit der Baumsachverständigen und sichert diese im Sinne der Verkehrssicherungspflicht ab. Um das gewährleisten zu können, besteht das System aus einer webbasierten Verwaltungskomponente für die Disposition, Auswertung und Dokumentation von Baumkontrollen mit all ihren Teilprozessen sowie aus einer Android-Mobile-App für die Baum-Ersterfassung und Dokumentation von Verkehrssicherheitskontrollen und Maßnahmen.

„Das Besondere an unserer Mobile-App ist, dass sie auch ohne Netzverbindung genutzt werden kann“, berichtet Haupt. Sämtliche zur Kontrolle notwendigen Daten sind dabei offline auf dem Endgerät abgelegt. Sobald wieder eine Internetverbindung verfügbar ist, werden die Bestände dann aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Verwaltungskomponente für Planung und Organisation

Die Verwaltungskomponente basiert auf dem ExperMaps-System. „Durch die Nutzung eines allgemeinen WebGIS als Grundlage ist es möglich, die Baumdaten mit anderen georeferenzierten Daten wie Liegenschaften, Grünflächen oder Luftbildern zu kombinieren und weitere auf ExperMaps basierende Fachanwendungen zu betreiben“, erklärt Haupt und führt aus: „Unsere Softwareentwickler können auf Wunsch zudem individuelle Anpassungen schnell und unkompliziert umsetzen.“

Die Kernfunktionen der Verwaltungskomponente umfassen die Verwaltung des Baumbestandes, die Planung und Organisation von Kontrollen durch einen Disponenten sowie die rechtssichere Dokumentation und Archivierung von Kontrollergebnissen und Maßnahmen. Dafür werden die Daten in einer zentralen Datenbank gespeichert, die Baumstandorte visualisiert und Stammdaten, Kontrollergebnisse und Maßnahmen in kartographischer Form und als Reports dargestellt.

„Über die Benutzerverwaltung von ExperMaps Baum kann einem Nutzer darüber hinaus Zugriff auf ein oder mehrere Module gewährt werden, in Abhängigkeit von der jeweiligen Rolle des Anwenders im Rahmen der Rechteverteilung“, erklärt Haupt. „Dafür besteht die Verwaltungskomponente aus zwei Modulen: das Disponentenmodul dient dabei der Planung und Organisation von Kontrollen und der Kommunikation mit der mobilen Android-App. Das Baumkatastermodul hingegen erlaubt die Visualisierung, Analyse und Verwaltung von Baumbeständen sowohl geographisch als auch attributiv.“ Das Baumkatastermodul beinhaltet dementsprechend Informationen zu Stammdaten der Bäume, Kontrollergebnissen sowie getroffener Maßnahmen. (jr)

www.hansaluftbild.de

 

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Digitale Ausäst-Maßnahmen: Vegetation per App im Griff https://www.business-geomatics.com/digitale-ausaest-massnahmen-vegetation-per-app-im-griff/ Tue, 21 Jul 2020 12:37:50 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=9506 Zur Sicherheit von Freileitungen ist es für Netzbetreiber vorgeschrieben, diese vor der Vegetation zu schützen. Der Abstand zu Bäumen oder Sträuchern darf einen definierten Abstand von wenigen Metern nicht unterschreiten, sonst droht die Gefahr von Kurzschlüssen und damit von Stromausfällen. In der Regel sorgen externe Dienstleister dafür, dass die Freileitungen entsprechend geschützt werden. Die Syna […]

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Zur Sicherheit von Freileitungen ist es für Netzbetreiber vorgeschrieben, diese vor der Vegetation zu schützen. Der Abstand zu Bäumen oder Sträuchern darf einen definierten Abstand von wenigen Metern nicht unterschreiten, sonst droht die Gefahr von Kurzschlüssen und damit von Stromausfällen. In der Regel sorgen externe Dienstleister dafür, dass die Freileitungen entsprechend geschützt werden. Die Syna GmbH als Netzbetreiber für Strom- und Gasversorgung in Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg ist in der täglichen Verantwortung, dass die Energie dahin kommt, wo sie gebraucht wird – und hat damit wie alle Netzbetreiber hohes Interesse daran, die Risiken eines Versorgungsausfalls sowie von Transportlücken möglichst gering zu halten. Dafür setzt der moderne Netzbetreiber vor allem auf die Digitalisierung. Denn klar ist: Verteilnetzbetreiber, die bereits die Zukunft im Blick haben wollen, sollten flexibel und mit digitalen Lösungen auf diese neuen Anforderungen reagieren können.

Im Zuge der Digitalisierung hat die Syna auch das Projekt „Vegetation Management“ initiiert. Die regelmäßige Begehung aller Freileitungen ist für alle Netzbetreiber laut DGUV Information 203-033 (BGI 887) Pflicht. Die Ausäst-Arbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen sollen Berührungen mit der Vegetation verhindern und somit den betriebs-sicheren Zustand gewährleisten.

Durchgehend digitale Prozesse

Bisher wurden die Begehungen der Freileitungen über PDF-Formulare und ein separates Kartenwerk dokumentiert. Eine neue digitale Lösung per App vereint Formulare und Kartenmaterial. „Wir wollen die Dateneingaben optimieren und den Mitarbeitern vor Ort ein leistungsstarkes Werkzeug zur Verfügung stellen“, sagt Angela Völpert, Spezialistin im Team Netzinformationssysteme bei der Syna. Dienstleister werden in Zukunft mit der neuen App „Vegetation Management“ vor Ort die Maßnahmen erfassen. Die App liefert das Kartenmaterial inklusive Grundkarte und der zu begehenden Freileitungen. Die einfache Navigation und die Positionsanzeige ermöglichen das exakte Absetzen eines Maßnahmenpunktes in der Karte. Sachdaten, wie der Abstand der Leitung zur Vegetation, das anzuwendende Arbeitsverfahren und ob eine Freischaltung erforderlich ist, werden erfasst und zunächst lokal gespeichert. Nach der Erfassung eines Abschnitts werden die Daten auf den hauseigenen Server der Syna hochgeladen. „Wir übernehmen die Daten in unsere interne Planauskunft und präsentieren diese tagesaktuell unseren Fachabteilungen zur weiteren Bearbeitung“, beschreibt Völpert. Dies betrifft unter anderem die Planungen für das Freischalten der Freileitungen zum Zeitpunkt der Ausäst-Arbeiten. Im Zuge der Abarbeitung der Maßnahmen werden die Dienstleister die durchgeführten Arbeiten in der App „Vegetation Management“ dokumentieren und die Änderungen wiederum über den Upload zur Verfügung stellen. „Hiermit schaffen wir ein hohes Maß an Transparenz“, so Völpert.

Systemarchitektur

Bei der Entwicklung der App „Vegetation Management“ wurde die Syna von der BARAL Geohaus-Consulting AG, einem Unternehmen der VertiGIS-Gruppe, unterstützt. Ziel war es, den Syna-Workflow mit einer für den Anwender einfach zu bedienenden App zu unterstützen. „Die beim Dienstleister eingesetzten Geräte ließ die Auswahl schnell auf eine ArcGIS Runtime SDK für .net basierende App fallen“, sagt Eva Grosgeorge. Die von Esri bereitge-stellte API ermögliche, so Grosgeorge, mit schlanken Datenformaten Karten schnell offline zur Verfügung zu stellen.

Eine Herausforderung habe darin gelegen, die geforderten Formulardaten in die Kartenapplikation zu integrieren. Dabei bediente sich BARAL des bei Smart-Phone-Apps geläufigen Ansatzes der so genannten „hybrid Apps“. Hybride Apps suggerieren dem Anwender, lokale Apps zu sein, die in Wirklichkeit aber Web Applikationen sind, die in lokale Applikationen eingebunden werden. „Was lag also näher, als das bewährte Produkt Web GEN aus der BARAL-Produktpalette in die Kartenapplikation zu integrieren“, so Grosgeorge. Web GEN ist eine Web Applikation, die Datenbankinhalte über ein parametrierbares Frontend für Anwender zugreifbar und eingebbar macht. Durch diesen Hybrid-Ansatz, der eine native App mit einer Webanwendung in einem lokalen Webserver kombiniert, konnten die Vorteile beider Anwendungen genutzt werden. „So entstand eine passgenaue App, die für den Anwender einfach zu bedienen ist und sich flexibel in den Workflow integriert“, resümiert Grosgeorge. (sg)

www.syna.de

www.baral-geohaus.de

 

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Mobile Vermessung: Einsparpotenziale mit digitalem Feldbuch abrufen https://www.business-geomatics.com/mobile-vermessung-einsparpotenziale-mit-digitalem-feldbuch-abrufen/ Tue, 21 Jul 2020 12:33:35 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=9501 Vermessung und Geoinformationssysteme – das waren in der Vergangenheit nicht nur verschiedene Tätigkeitsgebiete, sondern auch systemisch getrennte Welten. In der Vermessung wurden möglichst genaue Punkte, Linien und Flächen aufgemessen, und das GIS stellte die reale Welt objektorientiert dar und analysierte Sachverhalte auf Basis räumlicher Zusammenhänge. Dass nun beide Welten zunehmend verschmelzen, ist ein in der […]

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Vermessung und Geoinformationssysteme – das waren in der Vergangenheit nicht nur verschiedene Tätigkeitsgebiete, sondern auch systemisch getrennte Welten. In der Vermessung wurden möglichst genaue Punkte, Linien und Flächen aufgemessen, und das GIS stellte die reale Welt objektorientiert dar und analysierte Sachverhalte auf Basis räumlicher Zusammenhänge. Dass nun beide Welten zunehmend verschmelzen, ist ein in der Geoinformationswirtschaft oft genutztes Narrativ. Doch wie sieht dies konkret aus? Und vor allem: Was nützt es im betrieblichen (Vermessungs-)Alltag? Ein Projekt der DB Engineering & Consulting GmbH (DB E&C) gibt dazu umfassende Antworten. Mobildigitalität und Prozesssehen

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG hat mit dem Start der konzernweiten Digitalisierungsstrategie zu Beginn des Jahres 2019 auch Technologie der frox GmbHaus Dortmund im Einsatz. Das Unternehmen entwickelt und realisiert seit über fünfzehn Jahren Softwarelösungen für die digitale Vermessung und die mobile GIS-Datenerfassung. Im Projekt der DB E&C kommt das digitale Feldbuch „FX Survey“ zur Anwendung. Die Vermessung im Außendienst läuft seitdem vollständig digital qualitätsgesichert. Die DB E&C hat damit das bisherige Vermessungskonzept komplett neu designt. Der Hersteller frox bezeichnet das neue Verfahren mit den Stichworten „Mobildigitalität“ und „Prozesssehen“.

„Mobildigitalität“ bedeutet, dass der Vermessungsprozess komplett in der Örtlichkeit mobil abgebildet wird. Es werden also nicht „nur“ geometrische Daten, sondern auch objektorientierte Sachdaten erfasst. Dazu bildet die frox-Lösung die zu vermessenden Objekte im digitalen Feldbuch in einer einheitlichen Objektstruktur ab. Der Vermesser vor Ort muss dementsprechend alle zu dem Objekt dazugehörigen Geometrie- und Sachdaten regelbasiert und vollständig aufnehmen. „Bei einem einfachen Objekt, wie einem Bordstein beispielsweise, gehören dabei also sowohl die Ober- als auch die Unterkante zu den geforderten Daten“, beschreibt Christoph Babilon von frox das Prinzip. „In der Darstellung des Objektes ist dann sofort sichtbar, ob alle für das Objekt geforderten Einzelwerte vorliegen. Die Visualisierung in ‚FX Survey‘ dient somit zugleich der Qualitätssicherung der Daten, denn Messfehler sind sogleich erkennbar. Die Anwender haben also jederzeit den kompletten Vermessungsprozess im Überblick, daher der Begriff Prozesssehen.“ Eingeschlossen ist die Übergabe der Daten durch den Außendienst an die nachgelagerten Fach- und Zeichenabteilungen.

Diese geschieht auf Basis einer einheitlichen und fest definierten, objektorientierten Struktur. „Dadurch stehen die Daten ohne Nachbearbeitung in einer sehr hohen Qualität zur Verfügung“, beschreibt Andy Kobs, Referent Grundsätze Geodäsie der DB E&C, die Vorteile dieser Arbeitsweise. „Also sozusagen ‚Vermessung meets GIS‘– was in diesem Fall heißt, dass die Umwandlung der analogen Realität in digitale Daten (Vermessung) mit der Beurteilung und Einschätzung der Daten (GIS) vor Ort innerhalb eines Arbeitsvorgangs abgebildet wird.“

Dieser Ansatz der „objektorientierten Vermessung“ bringt verschiedene Vorteile mit sich. Er beschleunigt die Vermessung im Feld und ermöglicht mit den interaktiven Karten des Feldbuchs die Validierung vor Ort, so die Erfahrungen der DB E&C. „Da direkt sichtbar ist, was gemessen wird, werden Rückfragen und unnötige Fahrten zwischen Büro und Projektfläche vermieden, was alleine bereits eine enorme Zeiteinsparung bedeutet“, so Andy Kobs. Zudem sei eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit und Performance mit „FX Survey“ möglich. Auch praktische Konstruktionsfunktionen und automatische Bemaßungen tragen zur Effizienz bei.

Systematischer Test als Benchmark

Das digitale Feldbuch mit seiner Digitalisierung der Erfassungsprozesse steht also in unmittelbarer Verbindung mit den Zielen der Digitalisierungsstrategie der Deutschen Bahn. Um die positiven Erfahrungen im ersten Anwendungsjahr mit konkreten Zahlen belegen zu können, hat die DB E&C Anfang 2020 einen systematischen Test durchgeführt. Dieser erfolgte in einem zweigeteilten Projekt für die DB Netz AG und die Stadt Münster. Bestandteil des Projektes ist das Aufmaß der bestehenden Topographie und der Gleisanlagen für den Bau eines 740 Meter langen Überholgleises für Güterzüge in Münster Sudmühle. Die Komplexität der Vermessung lag nach Angaben der DB E&C nicht nur an der Vielzahl von Linienobjekten, wie Gleiskörper, Böschungen, Zäune, Hecken, Wege, Straßenfahrbahnen und Bahnübergängen. Gegenstand der Bestandsaufnahme waren ebenso alle Objekte, die die Baumaßnahme betrafen: Auch die Entwässerung, das Straßenmobiliar, die Gebäude, Höhenpunkte und Grenzsteine wurden erfasst. Zusätzlich erfolgte für die Stadt Münster ein Aufmaß der angrenzenden Siedlungen, Dächer und Grenzsteine für die Ortsumfahrung Sudmühle.

Insgesamt also eine Vielzahl von Aufgaben, bei der eine schnelle Auswahl der jeweiligen Objekte im Feld gefordert war. „Die objektorientierte Erfassung mit ‚FX Survey‘ bietet dabei genau die notwendige Flexibilität“, so Andy Kobs. Um einen exakten Vergleich zu bekommen, hat das Büro Duisburg der DB E&C die Vermessung also zweimal im selben Umfang durchgeführt – zum einen nach dem traditionellen Prinzip (messpunktorientiert über die Vermessungsinstrumente mit den zugehörigen Controllern und einem analogen Feldbuch) und zum anderen auf Basis der frox-Technologie. Zum Einsatz kamen aufgrund der Topographie und der geforderten Genauigkeit die gleichen Leica-Tachymeter.

Ergebnisse des systematischen Tests

Der Außendienst war durch das digitale Aufmaß um 25 Prozent schneller als bei der messpunktorientierten Vermessung und dies bei einer viel höheren Datenqualität und einer objektorientierten Datenbasis. Das spiegelte sich dann in der innendienstlichen Nachbearbeitung wider, in der eine Zeitersparnis von 80 Prozent erreicht wurde. Über den gesamten Prozess gesehen, vom ersten Aufmaß bis zur fertigen Planerstellung, lag die Zeiteinsparung bei 55 Prozent. Der Effizienzzuwachs ist im Profilaufmaß der Linienobjekte am größten gewesen. Mit der interaktiven Karte von „FX Survey“ wählt der Anwender die Objekte direkt aus der Karte aus – ohne in Listen suchen oder Codes eingeben zu müssen. Dies bedeutet ein besseres Handling und eine höhere Geschwindigkeit bei der Vermessung. Hinzu kam als Ergebnis laut Andy Kobs eine hochwertige Dokumentation. Die vermessenen Objekte, Fotos sowie digitalen Skizzen und Notizen können mit der frox-Technologie den Projektbeteiligten und den betreffenden Fachabteilungen direkt nach der Vermessung zur Verfügung gestellt werden. Ein automatisierter One-Push-Export der DB E&C erzeugt bei jedem Aufmaß eine einheitliche Datenstruktur der CAD- und GIS-Daten.

Ausblick

„Primäres Ziel für den Roll-Out des digitalen Feldbuchs mit der Software ‚FX-Survey‘ war der Lückenschluss in der digitalen Wertschöpfungskette der Leistungsprodukte Geodäsie. Aufgrund der Benutzerfreundlichkeit, der qualitativ sehr guten Arbeitsergebnisse und des signifikanten Effizienzzuwachses wird die DB E&C das Feldbuch künftig auch in anderen Gewerken (z.B. Umweltplanung, Abfall und Altlasten oder Geotechnik) deutschlandweit einsetzen“, fasst Andy Kobs die Erfahrungen aus dem umfassenden Test zusammen. (sg)

www.frox-it.de

www.db-engineering-consulting.de

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Unterstützt alle Satellitennavigationssystem: Panasonic führt neues Toughbook A3 ein https://www.business-geomatics.com/unterstuetzt-alle-satellitennavigationssystem-panasonic-fuehrt-neues-toughbook-a3-ein/ Tue, 21 Jul 2020 12:30:11 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=9498 Panasonic erweitert sein Android-Produktportfolio mit dem TOUGHBOOK A3, einem robusten Tablet mit 10,1“- Display und „Full Ruggedized“ Schutzeigenschaften. „Als Nachfolger des TOUGHBOOK A2 ist das neue Gerät noch robuster, leistungsfähiger und ausdauernder im mobilen Einsatz als sein Vorgänger“, sagt Jan Kaempfer, General Manager of Marketing bei Panasonic’s Mobile Solutions Business Division Europe. Das TOUGHBOOK A3 […]

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Panasonic erweitert sein Android-Produktportfolio mit dem TOUGHBOOK A3, einem robusten Tablet mit 10,1“- Display und „Full Ruggedized“ Schutzeigenschaften. „Als Nachfolger des TOUGHBOOK A2 ist das neue Gerät noch robuster, leistungsfähiger und ausdauernder im mobilen Einsatz als sein Vorgänger“, sagt Jan Kaempfer, General Manager of Marketing bei Panasonic’s Mobile Solutions Business Division Europe. Das TOUGHBOOK A3 kommt zeitgleich mit umfangreichem Zubehörprogramm auf den Markt. Es soll inklusive einer Standardgarantie von drei Jahren ab August 2020 erhältlich sein. Die Preise beginnen nach Angaben des Unternehmens bei 1.328 Euro netto.

Das Unternehmen sieht eine weiter steigende Verbreitung von robusten Android-Tablets und Handhelds im professionellen Einsatz, daher wurde das A3 für typische mobile Mitarbeiter, die unter rauen Außenbedingungen arbeiten, entwickelt. Es bietet mit einem hot-swap-fähigen Doppelakku-System (2x 3200 mAh)eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden. Gemessen wurde dabei mit 150 cd/m2 Displayhelligkeit und 20-sekündigem Webbrowser-Update per WLAN. Mit Nutzung von zwei optionalen Hochleistungs-Akkus (2x 5580 mAh) werde die Betriebsdauer auf bis zu 15,5 Stunden verlängert. Panasonic hat das neue Tablet vor allem für die Arbeit unter schwierigen Licht- und Wetterbedingungen konzipiert. Daher kann es zum Beispiel über diverse flexible Anschlussoptionen je nach Einsatzzweck konfiguriert werden. Es unterstützt außerdem Panaso-nic COMPASS 2.0, eine Software-Suite mit Enterprise-Management-Tools für die Familie von robusten Panasonic-Geräten auf Android-Betriebssystembasis.

Das neue TOUGHBOOK von Panasonic ist ab 1.328,00 Euro erhältlich. Foto: Panasonic Marketing Europe GmbH

Zu den neuesten Erweiterungen des COMPASS-Pakets gehören ein proprietäres Schnellkonfigurations-Tool, verbesserte Sicherheitsupdates, die es optional bis zu drei Jahre nach dem End-of-Service gibt, die neue TOUGHBOOK Mobile Enterprise Application Plattform OMNIA und ein Portal, mit dem neue Apps für Panasonic Android-Geräte zertifiziert werden können. Das TOUGHBOOK A3 ist wasser- und staubgeschützt (Schutzklasse IP65) und hält einem Fall aus der Höhe von 1,5 Metern stand. Im Gerät mit Android 9 Pie Betriebssystem sind die neueste Qualcomm Octa-Core SDM660 CPU (1,8 – 2,2 GHz) mit Langzeit-Support, 4 GB Arbeitsspeicher und ein auf 64 GB vergrößerter eMMC-Speicher verbaut.

Das 10,1“-Display (1920×1200 Pixel) ist Touchscreen-fähig und kann per Fingereingabe, mit Hand-schuhen oder mit einem kapazitiven Stylus-Stift für detaillierte Anmerkungen oder Unterschriften verwendet werden. Nach Angaben von Panasonic ist dies auch bei Regen möglich. Eine Frontkamera und Rückkamera mit Blitz sowie ein Mikrofon ermöglichen die Dokumentenerfassung und Bildaufnahmen.

Zu den Schnittstellen gehören USB Typ-C und Typ-A. Zudem bietet es drei unterschiedliche Ports für Funktionserweiterungen mit fünf verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, wie beispielsweise einem optionalen Smartcard-Lesegerät, einem Barcode-Reader oder einem zusätzlichen USB Type-A-Anschluss.Das TOUGHBOOK A3 ist optimiert für die Arbeit mit verschiedensten Global-Positioning-Systemen: Galileo und GPS in Europa, GLONASS in Russland, QZSS in Japan und Beidou in China. (sg)

www.panasonic.de

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Präzision an jeder Straßenecke https://www.business-geomatics.com/praezision-an-jeder-strassenecke/ Mon, 15 Jul 2019 08:04:53 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8070     Tutti Completti STONEX positioniert sich als Komplettanbieter für alle Bereiche der modernen Vermessung mehr lesen Voll kompatibel durch XML und GML Mit SGJ-MobileGIS hat CPA ReDev GmbH ein mobiles GIS entwickelt, das auf einem komplett neuen Kernsystem basiert. mehr lesen Tablet sieht 3D Ein neues Rugged Tablet von DT Research nutzt RealSense-Technologie. Damit […]

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Tutti Completti

STONEX positioniert sich als Komplettanbieter für alle Bereiche der modernen Vermessung

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Voll kompatibel durch XML und GML

Mit SGJ-MobileGIS hat CPA ReDev GmbH ein mobiles GIS entwickelt, das auf einem komplett neuen Kernsystem basiert.

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Tablet sieht 3D

Ein neues Rugged Tablet von DT Research nutzt RealSense-Technologie. Damit ermöglicht es die photogrammetrische 3D-Datenerfassung.

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Zentimetergenauigkeit für unter 2.000 Euro

Mit einem Zusatzmodul in der Software und einer GNSS-Antenne macht ppm aus dem mobilen GIS von RIWA ein Vermessungs- werkzeug für hochgenaue Daten. Die Adaption neuester GNSS-Entwicklungen soll dabei den Preis nochmals erheblich senken.

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Mobiles GIS spart 2 Stunden pro Tag

Westnetz erfasst 21 Kilometer Kabeltrasse im Windpark Emlichheim mit einem Ein-Mann-Messtrupp. Die Planerstellung soll dabei ohne Nachbearbeitungen abgabefertig sein. frox als GIS-Unternehmen im Vermessungsbereich liefert dafür eine Lösung.

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Zusatzmodul und GNSS-Antenne: Mobile GIS von RIWA wird durch ppm-Zubehör hochgenaues Vermessungswerkzeug https://www.business-geomatics.com/zusatzmodul-und-gnss-antenne-mobile-gis-von-riwa-wird-durch-ppm-zubehoer-hochgenaues-vermessungswerkzeug/ Mon, 15 Jul 2019 07:33:47 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8065 Wer verstehen möchte, wie die derzeitige GNSS-Entwicklung den Markt revolutioniert, sollte den Blick in die oberfränkische Gemeinde Markt Thurnau richten. Dort ist der Bautechniker Marcel Knapp angestellt, wo er vor allem für die Bereiche Wasser und Abwasser verantwortlich ist. Zu seinen alltäglichen Werkzeugen gehört seit letztem Jahr eine mobile GIS-Lösung (Hersteller RIWA GmbH), die es […]

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Wer verstehen möchte, wie die derzeitige GNSS-Entwicklung den Markt revolutioniert, sollte den Blick in die oberfränkische Gemeinde Markt Thurnau richten. Dort ist der Bautechniker Marcel Knapp angestellt, wo er vor allem für die Bereiche Wasser und Abwasser verantwortlich ist. Zu seinen alltäglichen Werkzeugen gehört seit letztem Jahr eine mobile GIS-Lösung (Hersteller RIWA GmbH), die es ihm ermöglicht, Geodaten im Feld via Smartphone oder Tablet aufzunehmen.

Der 10xx an einem Tablet im Einsatz in der Agrarwirtschaft. Zu sehen außerdem die externe Antenne der Lösung. Foto: ppm

Der 10xx an einem Tablet im Einsatz in der Agrarwirtschaft. Zu sehen außerdem die externe Antenne der Lösung. Foto: ppm

Was ihn noch von den meisten Nutzern solcher mobilen Lösungen unterscheidet: Mit seinem Equipment kann er Daten in Zentimetergenauigkeit aufnehmen. Dazu benötigt er lediglich eine Smartantenne (Leica Geosystems GmbH), die an einem Messstab montiert ist, plus eine Software (ppm GmbH), die in die mobile GIS-Lösung integriert ist. „Damit kann ich auf einfache Weise Vermessungsarbeiten in den Arbeitsalltag integrieren und die Vermessungspunkte in Echtzeit sofort in die GIS-Anwendung überspielen“, berichtet Knapp.

Weitere Mitarbeiter seien in maximal einer Stunde in das System eingewiesen und könnten produktiv arbeiten. „Der Empfang ist quasi flächendeckend, es gibt kaum Orte, bei denen der Empfang keine Messung zulässt“, so Knapp. Zuvor habe er für solche Arbeiten externe Vermessungsbüros beauftragen müssen, was nicht nur kostenintensiv war, sondern auch für lange Wartezeiten hinsichtlich der Messpunkte gesorgt habe. „Heute bin ich wesentlich flexibler und schneller“, so der gelernte Bautechniker.

Das Beispiel Markt Thurnau zeigt, wie sich das Geschäft entwickelt: Kundengruppen wie kleine Gemeinden gehören nicht zu der klassischen Klientel der bisherigen Spezialanbieter von GNSS-Lösungen. Das liegt nicht an den funktionellen Möglichkeiten, sondern schlichtweg an den bisherigen finanziellen Einstiegshürden, die noch oft im fünfstelligen Bereich liegen. „Dabei ist die Erfahrung im Zuge der Einführung mobiler GIS-Lösungen die, dass Anwender die höhere Genauigkeit professioneller Lösungen durchaus fordern“, sagt Artur Brei, Niederlassungsleiter von RIWA GIS in Amberg.

Genauigkeit, Flexibilität und Einfachheit: Die wesentlichen Merkmale dieser Lösung resultieren aus der rasanten Entwicklung auf dem Markt für GNSS-Lösungen. „Wir erleben heute einen Wandel im Markt, der sich schon lange ankündigt und aktuell voll wirksam wird“, sagt Michael Singer, Geschäftsführer der ppm GmbH aus dem Süden Münchens. Das Unternehmen, das auch stark in der Automobilindustrie vernetzt ist und dort den massiven Einzug der GNSS-Technologie vor dem Hintergrund des autonomen Fahrens begleitet, ist auf GNSS spezialisiert und entwickelt auch eigene Lösungen für den Zentraleuropäischen Markt.

Kopplung von Mobile GIS an GNSS

Die mobilen Anwendungen von RIWA liegen dabei im Trend. Das Unternehmen zählt rund 700 Kunden, die das webbasierende geografische Informationssystem einsetzen, vor allem kommunale Verwaltungen und Industriebetriebe über die Grenzen Bayerns hinweg. Als Ergänzung des modular aufgebauten RIWA GIS-Zen- trums gibt es die Android-basierenden RIWA-Apps, die zur Bereitstellung, Erfassung und Fortführung von eigenen Geodaten eingesetzt werden. „Rund die Hälfte der Unternehmen setzen auf die mobilen Lösungen, Tendenz stark steigend“, so Brei. Und das Interesse an den genaueren Positionsdaten in der mobilen Anwendung komme quasi von selbst.

RIWA GmbH und ppm GmbH kooperieren aus diesem Grund seit dem Jahr 2015. In diesem Zuge entwickelte ppm den ppm GNSS Commander, der auch in Thurnau im Einsatz ist. Er koppelt professionelle GNSS-Systeme (in dem Fall von Thurnau ist dies ein Leica GG04plus) mit der RIWA-Karten-App, die in allen mobilen Fachapps des Herstellers integriert ist. Die auf Android basierende ppm GNSS Commander-App kümmert sich um den Datenaustausch, die Verwendung von Korrekturdaten und die Auswertung von Transformationen. Wobei die Transformation über vorgegebenen Projektionen oder auch online, mittels der RTCM Nachrichtentypen verarbeitet werden. Die RIWA KartenApp verwendet dann die örtlichen Koordinaten und Genauigkeitsdaten, sodass etwa Kanalschächte, Bäume, Schilder usw. zentimetergenau im GIS abgebildet werden können. RIWA GmbH fungiert auch als Vertriebspartner von ppm. ppm GNSS Commander ist dabei offen für andere GIS-Lösungen und wird bereits für andere Systeme projektbasiert eingesetzt.

Sinkende Preise verändern den Markt

Der 10xx hat kaum die Grundfläche eines Smartphones und kann mit einer Halterung einfach befestigt werden. So entsteht ein „handliches” Vermessungs-Smartphone. Foto: ppm

Der 10xx hat kaum die Grundfläche eines Smartphones und kann mit einer Halterung einfach befestigt werden. So entsteht ein „handliches” Vermessungs-Smartphone. Foto: ppm

Für ppm steht die Entwicklung der GNSS- Technologie an einem entscheidenden Punkt. Das Unternehmen vertreibt für die Anforderung intelli- gente GNSS-Empfänger und Antennen verschiedenster Hersteller, unter anderem Trimble und Hexagon (NovAtel und Leica Geosystems), entwickelt aber auch eigene Produkte. „Sehr beliebt sind beispielsweise unsere 10xx GNSS Empfänger“, so Singer. Diese sind klein (10x5x3 Zentimeter), leicht (130 Gramm) und einfach anschließbar (per USB-Schnittstelle), was sie vor allem für den Einsatz mit Tablets oder Smartphones prädestiniert. Bisher war dieser Empfänger vor allem für Kunden interessant, die mit einer Genauigkeit bis zu 30 Zentimetern auskamen, aber die hohen Kosten für einen Mehr-Frequenz-Empfänger gescheut haben. Bisher lag der Preis für dieses Gerät bei rund 3.500 Euro.

Genau diese Preisschwelle sinkt aktuell rapide. Im Zuge der Adaption neuester Technologie auf dem Markt bringt ppm im August eine neue Version heraus, die nun nur noch 1.995 Euro kosten soll. Gleichzeitig unterstützt diese alle GNSS-Systeme mit nahezu allen Frequenzen und RTK-Funktion und „ist somit in der Lage, zentimetergenaue Positionen zu liefern“, so Singer. Zum Einsatz kommt dabei eine neu entwickelte Helix-Antenne, die mehrere Frequenzen und Satellitensysteme (L1/L2 GPS+GLONASS, E1/E5 Galileo, B1/B2 Beidou) unterstützt und damit eine robuste zentimetergenaue Echtzeit-Positionierung ermöglicht. „Auch der Chipdatensatz, der speziell für die Automobilindustrie entwickelt wurde, funktioniert hervorragend“, sagt Singer. Er ist überzeugt, dass mit diesen Entwicklungen ein massiver Marktumbruch stattfinden wird. „Die Zentimetergenauigkeit zu diesem Preis wird dafür sorgen, dass wir eine ähnliche Entwicklung wie im PC-Markt der 1990er Jahre sehen werden, als die ehemaligen Expertensysteme durch kostengünstigere Entwicklungen aus den Konsumentenbereich abgelöst und die Verbreitung der Computertechnik auf breiter Front ermöglicht wurden”, so Singer. Dann werden Anwendungen wie in der 4.000-Einwohner-Gemeinde Thurnau, ist der ppm-Geschäftsführer überzeugt, Normalität werden. (sg)

http://gps4gis.com

www.ppmgmbh.com

www.riwa-gis.de

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Ohne Nachbearbeitung: frox-Lösung FX Survey Utilities ermöglicht präzise Ein-Mann-Messung https://www.business-geomatics.com/ohne-nachbearbeitung-frox-loesung-fx-survey-utilities-ermoeglicht-praezise-ein-mann-messung/ Mon, 15 Jul 2019 07:26:23 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8060 Der Windpark Emlichheim liegt im Nordwesten Deutschlands an der deutsch-niederländischen Grenze und damit im Netzgebiet der Westnetz GmbH. Die 100-prozentige Tochter der innogy SE verantwortet als größter Verteilnetzbetreiber Deutschlands die Planung, den Bau, Betrieb und die Wartung von 185.000 Kilometern Stromnetz – und einem 28.000 Kilometer langen Gasversorgungssystem. Im Windpark Emlichheim soll das Unternehmen nun […]

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Der Windpark Emlichheim liegt im Nordwesten Deutschlands an der deutsch-niederländischen Grenze und damit im Netzgebiet der Westnetz GmbH. Die 100-prozentige Tochter der innogy SE verantwortet als größter Verteilnetzbetreiber Deutschlands die Planung, den Bau, Betrieb und die Wartung von 185.000 Kilometern Stromnetz – und einem 28.000 Kilometer langen Gasversorgungssystem. Im Windpark Emlichheim soll das Unternehmen nun 21 Kilometer Kabeltrassen zu bereits bestehenden und neuen Windrädern erfassen. Dabei hat Westnetz für das einjährige Projekt verschiedene Anforderungen gestellt, die eine Echtzeiterfassung im Feld voraussetzen. „Die Arbeiten im Außendienst sollen als Ein-Mann-Messtrupp durchgeführt werden. Außerdem hieß es, dass die Planerstellung parallel zur Vermessung erfolgen und ohne Nachbearbeitung abgabefertig sein soll“, berichtet Christoph Babilon von der frox GmbH. „Nicht zuletzt sollen auch Koordinations- und Managementaufgaben vom Feld aus durchgeführt werden – und das bei zahlreichen Projektbeteiligten und Baufirmen, die zeitgleich auf der Projektfläche aktiv sind.“

Die Messungen werden von Westnetz im Ein-Mann-Trupp mithilfe einer grafischen Feldbuchlösung vorgenommen. Foto: frox

Die Messungen werden von Westnetz im Ein-Mann-Trupp mithilfe einer grafischen Feldbuchlösung vorgenommen. Foto: frox

Das zu realisieren bedeutete, ein Vermessungssystem als zentrale Datendrehscheibe zu nutzen, in der unterschiedliche Informationen von der Planung über die Verläufe von Grenzen bis hin zu topographischen Details direkt im Feld zusammenlaufen. Westnetz entschied sich dazu für den Einsatz der grafischen Feldbuchlösung FX Survey von frox im Komplettsystem. Das Unternehmen entwickelt und realisiert seit mehr als fünfzehn Jahren Lösungen für die digitale Vermessung und die mobile GIS-Datenerfassung.

FX Survey steuert Vermessungswerkzeuge

Die frox-Software FX Survey Utilities ist auf dem Panasonic FZ-G1 Toughpad – einem Rugged Tablet – aufgespielt, das Westnetz im Komplettsystem erworben hat. Zur Ausrüstung gehört zudem die GNSS-Antenne Leica Zeno. Sie liefert Lagegenauigkeiten im Bereich von mindestens drei Zentimetern. Über FX Survey wird die GNSS-Antenne direkt angesteuert und die Vermessung vorgenommen. Dafür bietet das grafische Feldbuch die Anschlussmöglichkeit an alle gängigen GNSS-Antennen sowie Tachymeter, wie frox hervorhebt. „Damit muss keine weitere Software und kein zusätzlicher Kontroller verwendet werden“, sagt Babilon. Die GNSS-Antenne wird über FX Survey konfiguriert. So verwaltet das Feldbuch etwa die Verbindung zum Korrekturdatendienst von Westnetz, die Auswahl des Höhenmodells sowie die Auswahl und Verwaltung von Transformationsparametern. Die Grenzwerte für die Rahmenbedingungen der GNSS-Messung kann der Außendienstmitarbeiter vorab festlegen. Dann wird gemessen.

Direkte Grafikausgabe und Parallel-Messungen

Metadaten zu jedem Messpunkt wie etwa Rechtswert, Hochwert oder Messdatum und -zeit werden im Messprotokoll gespeichert und dokumentiert. FX Survey Utilities erstellt dann direkt im Feld eine grafische Auskunft. „So lassen sich ohne Umwege Aussagen über Abstände und Entfernungen zu Grenzen und Flurstücken machen“, erklärt Babilon. Zusätzlich kann der Außendienstler über die Digitalkamera des Tough- pads Fotos zur Dokumentation erstellen. Diese werden über FX Survey dann direkt georeferenziert. „Rückfragen wie ,Wo war welche Bohrung?‘ können mit den Fotos und Zeichnungen direkt im Plan schnell beantwortet werden.“ Babilon hebt hier eine Zeiteinsparung von 20 Prozent hervor. „Bei einer Fahrzeit von 90 Minuten pro Tag beziehungsweise 45 Minuten pro Weg ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.“ In Emlichheim muss der Außendienst bis zu 400 Punkte pro Tag vermessen. Das erfolgt teilweise an offenen Gräben. In Stoßzeiten sind hier bis zu vier Bohrfirmen vor Ort zu Gange, sodass die Einmessungen parallel erfolgen müssen. Die FX Survey-Komplettlösung ermöglicht die dafür notwendige gleichzeitige Führung vieler Linien über die grafische Oberfläche. „Ohne ein grafisches System wie FX wäre es nicht möglich, das Projekt als 1-Mann-Messtrupp zu bewerkstelligen“, hebt Babilon hervor.

Bidirektional verknüpft

Im Windpark Emlichheim erfasst Westnetz in einem einjährigen Projekt 21 Kilometer Kabeltrasse für bestehende und neue Windräder. Foto: frox

Im Windpark Emlichheim erfasst Westnetz in einem einjährigen Projekt 21 Kilometer Kabeltrasse für bestehende und neue Windräder. Foto: frox

Sind die Daten erfasst und Grafiken im Feld ausgegeben, werden sie als DXF-Ausgabe an den Innendienst zur Weiterbearbeitung im CAD geschickt. FX Survey unterstützt gängige CAD-Anwendungen wie ACAD / REVIT, card_1, ArcGIS oder GeoMapper und Geograf. Zudem kann der Außendienstmitarbeiter, wenn nötig, einen Lageplan oder DXF durch eine integrierte Druckfunktion im Feld an den Auftraggeber übergeben – etwa als PDF-Datei. Der digitale Datenfluss funktioniert allerdings auch in umgekehrter Richtung. Die Software ermöglicht es dem Anwender, sowohl GIS- und CAD-Daten zu lesen, zu kombinieren und zu schreiben, als auch Raster- und Vektordaten sowie WMS-Dienste im Außendienst zu nutzen – ein Aspekt, der für Westnetz von Bedeutung ist. Für das Projekt in Emlichheim wurden nämlich bereits über 4.000 Punkte für die Leitungen inklusive dazugehörigen Bemaßungen aufgemessen. Und auch Informationen über Fahrbahnränder, Hydranten, Böschungen und die Kontrolle der Gebäude erfolgt aus dem Katasterbestand. Die Daten können vom Innendienst dem Außendienst in FX Survey eingespielt werden.

Eine Besonderheit der direkten Planerstellung liegt für Westnetz außerdem darin, dass die relevanten Projektinformationen dem Außendienst sofort vorliegen. „Damit sind Umplanungen bei der Verlegung von Kabeltrassen einfacher und schneller zu realisieren“, so Babilon. Ziel dessen ist letztlich auch, Ankäufe und Klärungen aufgrund einer Verlegung auf fremde Flurstücke zu vermeiden. „Durch die Verlagerung der Planung in den Außendienst erreichen wir eine hohe Wirtschaftlichkeit. Aufmaß, Kontrolle und Absteckung können parallel vor Ort durchgeführt werden.“ (vb)

www.frox-it.de

www.iam.westnetz.de

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Erweiterte Ressourcenplanung: mobileX-SubConnect integriert Subunternehmen in Serviceprozesse https://www.business-geomatics.com/erweiterte-ressourcenplanung-mobilex-subconnect-integriert-subunternehmen-in-serviceprozesse/ Mon, 15 Jul 2019 07:18:09 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8056 Immer mehr Unternehmen setzen branchenübergreifend auf Subunternehmen, insbesondere beim technischen Service. Damit die Planung zwischen Auftraggeber und Dienstleister reibungslos funktioniert, hat die mobileX AG nun das neue Field Service Management-Tool mobileX-SubConnect entwickelt. Die webbasierte Lösung soll die Einsatzplanung und mobile Auftragsabwicklung mit Subunternehmen einfach in die Serviceprozesse der Auftraggeber integrieren. Das Tool lässt sich als […]

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Immer mehr Unternehmen setzen branchenübergreifend auf Subunternehmen, insbesondere beim technischen Service. Damit die Planung zwischen Auftraggeber und Dienstleister reibungslos funktioniert, hat die mobileX AG nun das neue Field Service Management-Tool mobileX-SubConnect entwickelt. Die webbasierte Lösung soll die Einsatzplanung und mobile Auftragsabwicklung mit Subunternehmen einfach in die Serviceprozesse der Auftraggeber integrieren.

Das Tool lässt sich als Add-On in jede Software zur Einsatzplanung beim Aufraggeber integrieren und stationär sowie mobil nutzen, so mobileX. „Wir sehen einen hohen Bedarf im Markt und bei unseren Kunden für eine bessere Anbindung von Subunternehmern an die eigenen Serviceprozesse“, erklärt Holger Schif, CTO von mobileX, die Entwicklung der Lösung. „Wir haben mobileX-SubConnect entwickelt, um den mobilen Serviceprozess ganzheitlich für alle beteiligten Partner zu optimieren.“

Wie funktioniert mobileX-SubConnect?

Ist mobileX-SubConnect in die vorhandene Software integriert, kann der Disponent der Serviceorganisation dem Subunternehmer-Dis- ponenten einen neuen Auftrag direkt über das Tool erteilen. Dabei hat er die Möglichkeit, Auftragsdetails und Kundendaten gebündelt zu übermitteln. Der Disponent des Subunternehmens kann daraufhin den Auftrag annehmen oder ablehnen und den Status des Auftrags wechseln. Dieser wird dem Auftraggeber dann angezeigt. Über die Möglichkeit, zusätzliche Notizen zu erstellen, können beide Parteien zudem direkt miteinander kommunizieren und den Austausch automatisch dokumentieren. Wird ein Auftrag seitens des Subunternehmens angenommen, kann dieser zusätzlich Dokumente und Fotos an den Auftraggeber versenden. Die Aufträge werden beiden Parteien als Listen angezeigt und lassen sich nach verschiedenen Kriterien, etwa nach Art des Auftrags, filtern. (vb)

www.mobilexag.de

 

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Vermessung durch RealSense-Technologie: Rugged Tablet von DT Research ermöglicht 3D-Aufnahmen https://www.business-geomatics.com/vermessung-durch-realsense-technologie-rugged-tablet-von-dt-research-ermoeglicht-3d-aufnahmen/ Mon, 15 Jul 2019 07:14:33 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8052 Bei einem Verkehrsunfall steht nach Rettung der Beteiligten für die Polizei die vermessungstechnische Aufnahme des Geschehens an. Entweder „oldschool“ per Handmaß – ausgerüstet mit Messrad, Messband, Kreide, Peilkompass und Schreibunterlagen. Oder mit der Hightech-Variante – einem 3D-Laserscanner. Die Spitze des technologisch Machbaren ist allerdings kostenintensiv. Einen Mittelweg bietet ein neues Rugged Tablet, das 3D-Aufnahmen ermöglicht, […]

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Bei einem Verkehrsunfall steht nach Rettung der Beteiligten für die Polizei die vermessungstechnische Aufnahme des Geschehens an. Entweder „oldschool“ per Handmaß – ausgerüstet mit Messrad, Messband, Kreide, Peilkompass und Schreibunterlagen. Oder mit der Hightech-Variante – einem 3D-Laserscanner. Die Spitze des technologisch Machbaren ist allerdings kostenintensiv. Einen Mittelweg bietet ein neues Rugged Tablet, das 3D-Aufnahmen ermöglicht, dabei allerdings nicht so kostenintensiv ist wie ein 3D-Laserscanner. Das DT301X-TR von DT Research integriert 3D-Vermessung mittels RealSense-Technologie in die seit Jahren bekannten Tablets. Damit sind die Geräte in der Lage, photogrammetrische Bilder in Echtzeit zu analysieren und 3D-Abbilder zu generieren. „Solche speziell ausgestatteten GIS-Tablets sind im Gegensatz zu 3D-Laserscannern bereits für um die 4.000 Euro zu haben“, betont Werner Drescher, Business Development Manager bei der Concept International GmbH, die das DT301X-TR in Deutschland vertreibt.

Messgenauigkeit im Zentimeterbereich

RealSense basiert auf einer Infrarot-Tiefenkamera, die in das Gehäuse des 1,4 Kilogramm schweren Rugged Tablet fest eingebaut ist. Um die Tiefe berechnen zu können und es den Geräten zu ermöglichen, ihre Umgebung zu sehen, nutzt RealSense zwei Kameras für die Stereo-Bilderkennung. Die Kamera integriert dabei Bilderkennungssensoren. „Die Sensoren müssen absolut zuverlässig funktionieren und erkennen Gegenstände in bis zu zehn Metern Entfernung“, erklärt Drescher. Im Rugged Tablet DT301X-TR ist die RealSense 3D-Kamera D415 von Intel verbaut. Die Kamera erfasst den Ort in der Bewegung mit einer Tiefenauflösung von bis zu 1.280 mal 720 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde.

Die aufgenommenen Bilder werden mit der vom amerikanischen Softwarehaus DotProduct LLC entwickelten Software Dot3D durch die verbauten Hochleistungsprozessoren in Echtzeit zu einer Punktwolke zusammengesetzt – mit einer Messgenauigkeit von einem bis zwei Zentimetern. Das so entstandene 3D-Abbild wird direkt auf dem 10,1 Zoll-Display des Tablets angezeigt. Der Anwender kann die Daten dann über verschiedene Schnittstellen, beispielsweise per WLAN, mobil über 4G oder einen Cloud-Service, zur Weiterverarbeitung und Dokumentation bereitstellen. Dot3D ermöglicht dabei die Weiterverarbeitung der Punktwolke in verschiedenen GIS- oder CAD-Anwendungen wie etwa Autodesk ReCap und Revit. Für den direkten Datenexport der Punktwolke vom Tablet aus unterstützt Dot3D unterschiedliche Ausgabeformate. Abhängig von der Dot3D-Version stehen Exportformate wie DP, PTS, LAS und LAZ, aber auch RCS und POD zur Verfügung.

Als Zubehör für das DT Rugged Tablet können eine Helix-GNSS-Antenne sowie eine Tellerantenne erworben werden. Beide Antennen werten die Signale der Satellitensysteme GPS, GLONASS und Beidou aus und können entweder an das Gerät angesteckt oder alternativ, je nach Ausführung des Tablets, per Bluetooth verbunden werden.

Unfallaufnahme mit RealSense in den USA

Tablets wie das DT301X-TR sind in den USA bei der Beweissicherung an Unfallorten bereits im Einsatz, wie Drescher berichtet. Die Polizei erfasst hier mithilfe der RealSense-Technologie die genaue Lage und das Ausmaß eines Unfalls, die Verformung von kollidierten Fahrzeugen und die Beschädigung bestimmter Teile. „Auch Aufprallgeschwindigkeiten während einer Kollision können abgeschätzt werden. „Außerdem kann der Unfallverursacher mithilfe von Indikatoren wie dem Verlauf und der Länge von Reifenspuren abgeschätzt und dokumentiert werden“, so Drescher. Die aufgenommene Punktwolke kann dann etwa über das Datenformat E57 in die Software der Behörde exportiert werden. „Für die Messungen wird mit dem DT301X-TR nur noch ein Gerät benötigt“, betont der Business Development Manager. Das senke nicht nur die Fehlerquote bei der Übertragung in digitale Systeme, sondern spare auch Zeit. Das DT301X-TR kann in weiteren unterschiedlichen Fällen eingesetzt werden, in denen eine 3D-Vermessung benötigt wird, aber Zeit und Kosten gespart werden sollen. Aufgrund seiner Maße eignet sich das Tablet beispielsweise auch für Vermessungen in schwer zugänglichen Bereichen. (vb)

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Der Beitrag Vermessung durch RealSense-Technologie: Rugged Tablet von DT Research ermöglicht 3D-Aufnahmen erschien zuerst auf Business Geomatics.

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