Luftbilder Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/luftbilder/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Fri, 28 Feb 2025 10:32:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Luftbilder Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/luftbilder/ 32 32 Enercity: Mit Wärmebildern das Fernwärmenetz überprüfen https://www.business-geomatics.com/enercity-mit-waermebildern-das-fernwaermenetz-ueberpruefen/ Fri, 28 Feb 2025 10:32:41 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21825 Das Versorgungsunternehmen enercity lässt Infrarotaufnahmen des Fernwärmenetzes in Hannover erstellen. Damit soll das bestehende Netz gesichert werden. Die Befliegung findet an diesem Wochenende, Samstag- oder Sonntagnacht, in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens, wird für enercity das Fernwärmenetz Hannovers aus der Luft überprüft. Der letztliche Flugslot hängt von der jeweiligen Wetterlage ab […]

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Thermographie-Aufnahme von Hannover, hier im Bild der Maschsee und das Fußballstadion. Quelle: enercity

Das Versorgungsunternehmen enercity lässt Infrarotaufnahmen des Fernwärmenetzes in Hannover erstellen. Damit soll das bestehende Netz gesichert werden. Die Befliegung findet an diesem Wochenende, Samstag- oder Sonntagnacht, in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens, wird für enercity das Fernwärmenetz Hannovers aus der Luft überprüft. Der letztliche Flugslot hängt von der jeweiligen Wetterlage ab – für gute Bilder muss es muss trocken, klar und sehr kalt sein. Bei Nebel, Wolkendecke oder Regen kann der Flug auch spontan ausfallen.

Für diese Luftbildanalyse wird ein zweimotoriges Flugzeug mit speziellen Aufnahmesystemen an Bord das Stadtgebiet überfliegen. Die Gesamtflugzeit beträgt etwa drei Stunden. Das Flugzeug einer Spezialfirma wird während dieser Zeit aus rund 450 Metern Höhe mittels einer Hochleistungskamera Wärmebilder des städtischen Fernwärmenetzes machen. Die Bilder geben Aufschluss über den Zustand des Netzes, zum Beispiel wo sich zusätzliche Dämmung lohnen könnte.

„Wir investieren in die Wärmewende Hannovers. Dafür bauen wir das Netz aus und machen es fit für die Zukunft. Qualitätssicherungsmaßnahmen wie diese gehören dazu und sind unerlässlich für ein zuverlässiges, stabiles Netzsystem. „, sagt Jan Trense, Geschäftsführer der enercity Netzgesellschaft mbH.

Die Fern-/Nahwärmeleitungen in Hannover zählen rund 360 Kilometer. Das Leitungsnetz verläuft zu 81 Prozent unterirdisch, 18 Prozent in Kellern und zu einem Prozent oberirdisch. Die Anschlussleistung aller Wärmeabnehmer beträgt rund 920 MW. Über 5.700 Gebäude sind angeschlossen. Der Versorger treibt die Wärmewende und die klimaneutrale Fernwärme voran. Dazu werden Maßnahmen für den Fernwärmeausbau und die Qualitätssicherung des bestehenden Netzes durchgeführt.

www.enercity.de

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Web-Anwendung zeigt Bundesstadt Bonn aus Vogelperspektive https://www.business-geomatics.com/web-anwendung-zeigt-bundesstadt-bonn-aus-vogelperspektive/ Thu, 17 Jun 2021 09:38:43 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=11787 Die Stadt Bonn hat eine neue Web-Anwendung veröffentlicht, welche die Bundesstadt für die Öffentlichkeit aus der Vogelperspektive zeigt. Die 3D-Stadtvisualisierung soll der Stadtgesellschaft attraktive neue Möglichkeiten der Ortsinformation geben. „Ob für touristische Zwecke, im Immobilienbereich, in der Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung oder Umweltschutz – für alle Interessensgebiete bietet ‚Bonn in 3D‘ einen großen Nutzen“, beton Stadtbaurat Helmut […]

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Die Stadt Bonn hat eine neue Web-Anwendung veröffentlicht, welche die Bundesstadt für die Öffentlichkeit aus der Vogelperspektive zeigt. Die 3D-Stadtvisualisierung soll der Stadtgesellschaft attraktive neue Möglichkeiten der Ortsinformation geben. „Ob für touristische Zwecke, im Immobilienbereich, in der Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung oder Umweltschutz – für alle Interessensgebiete bietet ‚Bonn in 3D‘ einen großen Nutzen“, beton Stadtbaurat Helmut Wiesner anlässlich der Veröffentlichung der Web-Anwendung.

Screenshot aus „Bonn in 3D”: Links das Bonner Münster, rechts die Universität Bonn. Screenshot: https://3d.bonn.de

So sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bonns zum Beispiel für Tourismus und Kongresswesen direkt navigierbar. Dadurch entsteht ein Überblick über die räumlichen Zusammenhänge auch für Ortsunkundige. Über die Funktion „Ausschnitt weiterempfehlen“ können Anwendungsszenen direkt an andere Personen versandt oder als Verlinkung in Webseiten eingebaut werden. Über die „Verschattungsfunktion“ kann zu beliebigen Zeitpunkten der Schattenwurf von Bauwerken und Vegetation simuliert werden.

Darüber hinaus implementierten die Bonner die dreidimensionale „Linien- und Flächenmessung“, zum Beispiel für Dachdecker und Bauherren. Über die sogenannte „Filmklappen-Funktion“ können per Bildschirm-Video auch bewegte Bilder erzeugt werden, um beispielsweise einen Objektbereich zu umfliegen und von allen Seiten zu betrachten. Die „Schnittflächen-Funktion“ erlaubt die Visualisierung eines Geländeniveaus, was z.B. in Rheinnähe zur Simulation von Hochwasserereignissen nützlich sein kann.

Für die Erstellung der Web-Anwendung nutzten die Bonner neben dem 3D-Stadtmodell auch 10.122 Schrägluftbilder aus den vier Himmelsrichtungen. Diese werden ebenfalls zur Betrachtung zur Verfügung gestellt, was „einen enormen Schatz der Stadtdokumentation darstellt“, so Wiesner. Abgerundet wird das Angebot mit einem amtlichen 2D-Stadtplan der Bundesstadt sowie einer Adresssuche für die umfassende räumliche Orientierung.

Rolle innerhalb der Digitalstrategie der Bundesstadt Bonn

„Das 3D-Stadtmodell in Form des 3D-Meshes wird von der Stadt in ihrer Smart-City-Strategie als erster Grundbaustein einer ‚digitalen Repräsentanz‘ der Stadtmorphologie und als Basis zukünftiger sogenannter ‚digitaler Zwillinge‘ positioniert“, erläutern Chief Digital Officer Friedrich Fuß und Jochen Wagner, Leiter des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation, welches das 3D-Modell realisiert hat.

In weiteren Entwicklungsstufen sollen insbesondere neue geplante städtebauliche Projekte und Bauwerksmodelle in dieser digitalen Repräsentanz eingesetzt werden können, womit „Bonn in 3D“ zu einem nützlichen Tool für die Öffentlichkeitsbeteiligung sowie die Planungs- und Baudiskurse insgesamt werden würde. Die angestrebte Vision ist, in einem frei zugänglichen 3D-Stadtmodell sämtliche künftige bedeutsame Planungen, also das Bonn der Zukunft, visualisieren zu können.

Das 3D-Stadtmodell soll ab dem Jahr 2022 in jeweils zweijährigem Rhythmus aktualisiert werden, um für alle kommunalen Prozesse die ausreichende Aktualität dieser zentralen Informationsquelle anbieten zu können.

Technischer Background

Die Anwendung „Bonn in 3D“ basiert nach Angaben des Bonner Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation auf den Fortschritten der Luftbild-Fotogrammmetrie. Das Amt für Bodenmanagement und Geoinformation der Stadt Bonn lässt seit 1997 meist in Kooperation mit den Stadtwerken Bonn oder auch der Landesvermessungsverwaltung im mindestens dreijährigem Rhythmus hochaufgelöste Luftbilder aufnehmen. Diese Ergebnisse wurden bisher in zweidimensionalen Geo-Informations-Systemen verwendet und bilden eine inzwischen unentbehrliche Grundlage für fast alle Arbeitsprozesse der Stadtverwaltung.

Im Jahr 2019 wurden erstmals neben den üblichen Senkrechtluftbildern auch Schrägluftbilder aufgenommen. Aus diesem digitalen Bildmaterial werden über fotogrammetrische Algorithmen dreidimensionale „Punktwolken“ berechnet und diese wiederum zu kleinen Raumdreiecken mit Farbwerten gebündelt. Diese Ergebnisse werden als „3D-Mesh“ bezeichnet. Es entstehen hierbei sehr große Datenmengen, in Bonn insgesamt rund 3 Terrabyte.

Die Streaming- und Grafik-Technologien moderner Internet-Browser ermöglichen nun den Zugang zu diesen Daten und Funktionen für alle. Die Anwendung läuft auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC mit Graphikkarte und modernem Browser.

Die Luftbildbefliegung und fotogrammetrische Auswertung wurde durch die Firma Aerowest, Dortmund, durchgeführt. Die funktional anspruchsvolle Web-Anwendung stellt die Firma Geoplex GmbH, Osnabrück, zur Verfügung. (jr)

www.3d.bonn.de

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Satellitenbilder zeigen Zerstörungen der letzten Tage https://www.business-geomatics.com/satellitenbilder-zeigen-zerstoerungen-der-letzten-tage/ Thu, 20 May 2021 11:06:58 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=11631 Aktuelle Satellitenaufnahmen zeigen detaillierte Zerstörungen im Rahmen des Nah-Ost-Konflikt anhand von Daten zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Am 12. Mai 2021 nahm European Space Imaging mit dem Satelliten GeoEye-1 optische VHR-Bilder über Gaza mit einer Auflösung von 50 Zentimetern auf. Am 17. Mai 2021 nahm Maxar Technologies, Partner von European Space Imaging, Daten desselben Gebiets mit dem […]

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Aktuelle Satellitenaufnahmen zeigen detaillierte Zerstörungen im Rahmen des Nah-Ost-Konflikt anhand von Daten zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Am 12. Mai 2021 nahm European Space Imaging mit dem Satelliten GeoEye-1 optische VHR-Bilder über Gaza mit einer Auflösung von 50 Zentimetern auf. Am 17. Mai 2021 nahm Maxar Technologies, Partner von European Space Imaging, Daten desselben Gebiets mit dem Satelliten WorldView-2 auf, ebenfalls mit einer Auflösung von 50 Zentimetern. Die Bilder wurden von European Space Imaging analysiert, wobei in den fünf Tagen zwischen den Aufnahmen mehrere Bereiche mit neuen Schäden zu erkennen waren. Die meisten Schäden sind in der Nähe der örtlichen Moscheen sowie entlang der Salah al-Din Road, der Hauptverkehrsstraße des Gazastreifens, entstanden.

 

 

 

www.euspaceimaging.com

Bildquellen: European Space Imaging / Maxar Technologies.

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Geodaten-Bibliothek nach Alexanders Vorbild https://www.business-geomatics.com/geodaten-bibliothek-nach-alexanders-vorbild/ Thu, 20 May 2021 10:30:41 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=11620 Hexagon bietet seit 2014 lizensierte Daten auf Basis von Luftbildern an. Das Programm wird kontinuierlich ausgebaut. Der Konzern reagiert damit flexibel auf aktuelle Marktanforderungen.  Als im dritten Jahrhundert vor Christus die Bibliothek von Alexandria entstand und damit erstmals für eine systematische Bereitstellung von Wissen und Informationen sorgte, sicherte dies nicht nur die Vormachtstellung des damaligen […]

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Hexagon bietet seit 2014 lizensierte Daten auf Basis von Luftbildern an. Das Programm wird kontinuierlich ausgebaut. Der Konzern reagiert damit flexibel auf aktuelle Marktanforderungen. 

Digitales Oberflächenmodell (DOM) des Flughafen München. Das Hexagon Content Program stellt
das erste aktuelle, homogene und flächendeckende DOM für ganz Deutschland zur Verfügung. Foto: Hexagon

Als im dritten Jahrhundert vor Christus die Bibliothek von Alexandria entstand und damit erstmals für eine systematische Bereitstellung von Wissen und Informationen sorgte, sicherte dies nicht nur die Vormachtstellung des damaligen makedonischen Reichs unter Alexander dem Großen. Auch löste die heutige ägyptische Stadt Athen als führendes Zentrum der Wissenschaft ab. Erstmals erlebte die Welt, wie wichtig die einfache, standardisierte Verfügbarkeit von Kulturgut für die weitere Entwicklung der Menschheit sein konnte. So alt dieses historische Beispiel auch sein mag, es gibt Analogien zur heutigen Geoinformationsbranche: Denn bisher wurden Geodaten und das darauf aufbauende Wissen weitestgehend regional oder bestenfalls national erfasst. Heterogene und verteilte Daten sind noch immer eher die Regel als die Ausnahme. Dabei wächst der Bedarf an überregionalen, länderübergreifenden, einheitlichen Daten, also einer Art universellen Bibliothek an Geodaten, ständig. Kartendienste von Google, Apple etc., fordern dies sogar global. Auch Netzbetreiber, Mobilfunkunternehmen oder Navigationsspezialisten benötigen zunehmend
standardisierte Daten für Gebietsgrößen, für die in der Vergangenheit ein hoher Aufwand für Recherche, Beschaffung und Datenkonsolidierung nötig war.

Datenprogramm seit 2014

Genau mit diesem Ziel hat das Unternehmen Hexagon im Jahr 2014 sein Datenprogramm erstmals vorgestellt. Zunächst stellte es Luftbilder und daraus abgeleitete Datenprodukte für die USA zur
Verfügung. Damit wurden Daten aus der flugzeugbasierten Vermessung erstmals standardisiert angeboten. „Alle Datenprodukte erfüllen höchste Genauigkeitsanforderungen, sowohl horizontal als auch vertikal», sagt Michaela Neumann, Market Director Europa bei Hexagon. „Sie sind auch auf allen Ebenen qualitätsgesichert und erfüllen damit die Ansprüche unserer Kunden». Die Qualitätsstandards hat Hexagon für alle Wertschöpfungsbereiche festgelegt, angefangen bei der Planung der Befliegung bis hin zu der Bereitstellung der Daten. „Hier gibt es vollkommene Transparenz, Kunden können es einfach bewerten, und es ist wesentlich günstiger als eine individuelle Beauftragung, wie es heute in vielen Branchen noch üblich ist», so Neumann.

Daten: Leistungsfähigkeit & Genauigkeit

Seit 2015 sind auch Daten über Europa verfügbar. Insgesamt steht im Rahmen des Hexagon Content Program eine Fläche von 24 Millionen Quadratkilometern zur Verfügung, was nach Angaben
des Unternehmens die weltweit größte flugzeuggestütze Datenbasis darstellt. Die Datenprodukte sind orthorektifiziert und in verschiedenen Auflösungen verfügbar. Zu den Produkten gehören
Orthofotos (RGB, CIR), Stereo-Bilder, digitale Oberflächen- und Geländemodelle (DOM, DGM). Weitere Produkte gibt es bei Hexagon auf Anfrage.

Echtfarbendarstellung eines Orthofotos links, Falschfarbendarstellung rechts. Foto: Hexagon

Derzeit liegt die Auflösung der angebotenen Daten in Zentraleuropa bei weitestgehend 30 Zentimetern über Grund (GSD, Ground Sampling Distance). Im Trend werden die Auflösungs-Werte
sukzessive besser. In den USA gibt es beispielsweise bereits Daten mit Auflösung von 15 Zentimetern. Bei den Daten-Parametern wie räumlicher und zeitlicher Auflösung will das Unternehmen generell flexibel auf die Nachfrage am Markt reagieren. In Dänemark beispielsweise liegt die Auflösung bereits flächendeckend bei 12,5 cm.

Erweiterte Strategie

Der Entschluss zu dem Datenprogramm war für Hexagon eine weitreichende Entscheidung, schließlich ist das Unternehmen weltweit führend im Bereich flugzeugbasierter Geosensoren und bietet mit dem Leica CityMapper-2 (aktuell in der zweiten Produktgeneration) ein technologieführendes Sensorsystem an, dessen Besonderheit darin besteht, LiDAR-Sensoren und multiperspektivische Bildsensoren zu kombinieren. Mit HxMap hat das Unternehmen zudem auch eine Software, mit der sich diese Daten kombiniert auswerten lassen. Mit dem Datenprogramm hat das Unternehmen also eine komplett neue Angebotsstruktur geschaffen. Zuvor war der Luftbildmarkt im Wesentlichen ein Projektgeschäft, bei dem Befliegungsunternehmen die Daten auftragsgetrieben erfasst haben.

Partner sind wichtig für Hexagon

Um die Kontrolle über die Datenerfassung zu haben, hat Hexagon eine flexible Strategie gewählt. Einerseits hat das Unternehmen in eine eigene Flugzeugflotte und in Erfassungskompetenzen investiert. Andererseits gibt es ein umfassendes Partnerkonzept für Drittunternehmen, die für das Datenprogramm arbeiten. Diese Befliegungspartner nehmen für das Programm Daten auf, insgesamt betrifft dies derzeit rund 60 Prozent der gesamten Fläche. Die Partner fungieren gleichzeitig als Händler, über die Endkunden die Produkte beziehen können. Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit rund drei Viertel der Daten über die Partner-Kanäle verkauft, was deren herausragende Positionierung aus Sicht von Hexagon betont. „Wir legen Wert auf eine enge und stabile Zusammenarbeit mit unseren Partnern», betont Neumann.

Bessere KI-Auswertung durch Standarddaten

Das Projekt der Bereitstellung standardisierter Daten ist auch vor dem Hintergrund der heutigen Auswertetechnologie zu sehen. Denn die KI-basierte Auswertung von Bilddaten ist heute zwar weit fortgeschritten, doch noch immer liegt die Herausforderung darin, die Auswertealgorithmen zu trainieren. Je stärker sich die Luftbilddaten in ihrer Herstellung unterscheiden, desto aufwändiger die Trainingsanforderungen und desto geringer die Chance, belastbare Ergebnisse in kurzer Zeit zu bekommen. „Genau diese KI-Schwachstelle überwindet Hexagon mit dem Datenprogramm. Die außerordentlich hohe Konsistenz ermöglicht optimale Trainingsbedingungen und ebnet den Weg dafür, auch großflächige Massenanalysen mit detaillierten
Merkmalsextraktionen durchzuführen“, sagt Neumann.

Schon geringe Mengen im Angebot

Kunden können Datenpakete mit fast beliebiger geografischer Ausdehnung erwerben: Die Mindestbestellmenge beträgt lediglich 82 Euro, was in diesem Fall eine Fläche von 9 Quadratkilometern umfasst. Auch der Transport der Daten ist völlig flexibel. Hexagon liefert Daten genauso klassisch via Datenträger (bei extrem großen Datenvolumina) wie auch via Streamingdienst, die auch individuell in die GIS-Software, Apps und Datenbanken des Kunden eingebunden werden können. „Das geht sogar so weit, dass Endanwender überhaupt keinen Speicherplatz einrichten müssen, sondern die Daten ad hoc für Auswertungen via Echtzeitstream verarbeiten“, so Neumann.

Da Kunden die Daten über ein Subscription-Modell erwerben, ist die Fortführung inklusive, das heißt, sie erhalten auch immer den neuesten Stand der Datenerhebung. In Europa zielt Hexagon derzeit auf eine Aktualisierung im Turnus von zwei Jahren. Auf spezielle Anfragen bezüglich Erfassung und vor allem Prozessierung reagiert das Unternehmen flexibel. (sg)

www.hxgncontent.com

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Export von ultra-genauen Geländemodellen mit UltraMap 5.2 https://www.business-geomatics.com/export-von-ultra-genauen-gelaendemodellen-mit-ultramap-5-2/ Thu, 20 May 2021 10:22:35 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=11617 Die neue Version der Photogrammetrie-Software UltraMap von Vexcel Imaging bietet vor allem bei der 3D-Prozessierung weitere hilfreiche Features.  Als das österreichische Unternehmen Vexcel Imaging letztes Jahr im August die neue Version seiner Software UltraMap 5.0 am Markt vorstellte, war die Spannung groß. Die Frage war: Wie sehr profitiert die Software von den Erfahrungen aus dem […]

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Die neue Version der Photogrammetrie-Software UltraMap von Vexcel Imaging bietet vor allem bei der 3D-Prozessierung weitere hilfreiche Features. 

Mit der neuen Version von Vexcels UltraMap-Software lassen sich hochgenaue Digitale Geländemodelle sowie Digitale Oberflächenmodelle erstellen und exportieren. Bild: Vexcel Imaging

Als das österreichische Unternehmen Vexcel Imaging letztes Jahr im August die neue Version seiner Software UltraMap 5.0 am Markt vorstellte, war die Spannung groß. Die Frage war: Wie sehr profitiert die Software von den Erfahrungen aus dem neuen Datenprogramm, Vexcel Data Program (VDP), welches das Unternehmen seit 2018 auf die Beine gestellt hat? Schließlich wurde das Unternehmen selbst zu einem Datenproduzent größten Ausmaßes und sammelt seitdem umfassendes Know-how im Bereich der Massendatenverarbeitung.

Digitale Geländemodelle einfach exportieren

Tatsächlich hat das Unternehmen bei der Software, die seit Mai in dem Release 5.2 verfügbar ist, einige Dinge grundlegend erneuert. „Wir haben viele neue Algorithmen entwickelt, die sich speziell auf die 3D-Prozessierung von Massendaten konzentrieren“, so Alexander Wiechert, CEO von Vexcel Imaging. So ist es erstmals möglich, ein Digitales Geländemodell (DGM, englisch Digital Terrain Model (DTM)), zu exportieren, das nach Angaben des Unternehmens höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

Grundlage dafür ist unter anderem eine automatische, semantische Bildsegmentierung und eine intelligente Filterung. Diese steigert auch gleichzeitig die Qualität der Digitalen Oberflächenmodelle (DOM, englisch Digital Surface Model (DSM)), die ebenfalls innerhalb des photogrammetrischen Workflows aus den Luftbildern der UltraCam abgeleitet werden. „Die Qualität macht sich vor allen daran fest, dass die DOM/DGMs nun wesentlich konturierter und schärfer sind“, sagt Wiechert. Gelände und Objektformen werden wesentlich genauer abgebildet, auch wenn die Aufnahmebedingungen schwierig waren. Ebenso werden Gelände- und Objekt- bzw. Vegetationsformationen genauer unterschieden und dadurch Under- bzw. Overcuts noch besser abgebildet.

Beispiele dafür sind komplexe Infrastrukturformationen wie etwa Brücken oder schrägstehende Gebäudestrukturen, die nun mit weit weniger künstlichen Artefakten erstellt werden können. Darauf aufbauend sind viele Funktionen für die (automatisierte) Qualitätssicherung hinterlegt, die den Anwendern eine wesentlich bessere Kontrolle des photogrammetrischen Workflows erlaubt.

Kamera-Qualität voll ausschöpfen

Kennzeichen der Software, die für die Auswertung der Bilddaten aus den Kamerasystemen der UltraCam-Familie entwickelt wurde, ist die Durchgängigkeit des Workflows. „Die Qualität der Bilder fängt in den Kamerasystemen selbst an. Gerade für 3D Datenprodukte ist neben der richtigen Befliegungsstrategie die Qualität des Bildmaterials von entscheidender Bedeutung. “ ist Wiechert überzeugt. Durch den hochauflösenden PAN-Kanal, die UltraCam-spezifische Anordnung der Objektive und Bildsensoren in Verbindung mit der syntopischen Belichtungsstrategie sind beispielsweise Interpolationen nicht notwendig und die maximal mögliche Datenqualität wird bereits auf Ebene der einzelnen Aufnahmen erreicht.

Nennenswert ist ebenfalls die kamerainterne Datenaufarbeitung, insbesondere die selbst A/D-Wandlung der Bildsignale, die einen erheblichen Qualitätsfaktor für die Kamera bildet. Erst dann kommt die nachgelagerte Software zum Tragen. „Die Software hat die Aufgabe, die hohe Qualität in der Datenprozessierung voll durchzureichen“, so Wiechert. Vexcel bietet die Software in Modulen an mit Standardschnittstellen, sodass Anwender für einzelne Aufgabenbereiche auch mit Drittsystemen arbeiten können. Im Basismodul, UltraCam Essentials, wird die Kamerakalibrierung auf die Bilder angewendet und in einem für die Weiterverarbeitung optimierten Datenformat aufgearbeitet. Weitere Module sind die Aerial Triangulation (AT), der Dense Matcher für die Erstellung der 3D-Produkte, die Ortho-Pipeline, in dem die 3D-Produkte mithilfe der Luftbilder texturiert werden, sowie das 3DTIN-Modul, dass für die weitere Produktion von 3D-Produkten wie etwa 3D-Meshs zuständig ist.

Alleinstellungsmerkmal von UltraMap ist die Durchgängigkeit der gesamten Prozessierung. Anwender haben alle Funktionen, die für den photogrammetrischen Wertschöpfungsprozess gehören, in einer einheitlichen Arbeitsumgebung verfügbar.

Detaillierte Features

Grundsätzlich hat Vexcel die Datenprozessierung nochmals erleichtert und nach eigenen Angaben erheblich beschleunigt. Dafür wurden Recheneinheiten für Datenanalyse und Prozessierung (CPU- und GPU-Codes) optimiert sowie zusätzliche Möglichkeiten für die parallele Prozessierung geschaffen.

Zu den neuen Funktionen gehört beispielsweise die Möglichkeit, DOM- und DGMs gleichzeitig in einer Nutzeroberfläche zu bearbeiten. Auch das Re-Processing für Ortho-Produkte wurde vereinfacht. Die Ortho-Produktion ist nun vollständig in UltraMap Studio integriert.

UltraMap ermöglicht in der aktuellen Version auch den Import und den Export von Vektordaten via Esri-Shapefiles oder GeoJSON. Zudem können Daten via Keyhole Markup Language (KML) exportiert werden. Ein weiteres nützliches Feature ist die ad hoc-Darstellung von farbcodierten DOMs/DGMs, um so auf den ersten Blick sehen zu können, wo manuelle Nachbearbeitungen möglich sind.

 www.vexcel-imaging.com

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In 60 Tagen über 21 Steinbrüche https://www.business-geomatics.com/in-60-tagen-ueber-21-steinbrueche/ Thu, 20 May 2021 10:35:50 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=11624 Das Unternehmen Aerisurvey schaffte sich für Vermessungsprojekte einen Microdrones mdMapper1000DG an. Damit war es Nuno Santos, Gründer und CEO von Aerisurvey, allein möglich, 21 Steinbrüche in nur 60 Tagen zu vermessen.  Als Phileas Fogg im Roman „In 80 Tagen um die Welt” von Jules Verne in nicht einmal drei Monaten den Globus umrunden konnte, glich […]

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Das Unternehmen Aerisurvey schaffte sich für Vermessungsprojekte einen Microdrones mdMapper1000DG an. Damit war es Nuno Santos, Gründer und CEO von Aerisurvey, allein möglich, 21 Steinbrüche in nur 60 Tagen zu vermessen. 

Aerisurvey beflog die Steinbrüche mit einem mdMapper1000DG von Microdrones. Die Drohne ist dafür unter anderem mit einer 42,4-Megapixel-Sony-Kamera ausgestattet. Foto: Microdrones

Als Phileas Fogg im Roman „In 80 Tagen um die Welt” von Jules Verne in nicht einmal drei Monaten den Globus umrunden konnte, glich das einer Sensation. Eine ähnliche Pionierleistung gelang nun Nuno Santos, Gründer und CEO des portugiesichen Vermessungsunternehmens Aerisurvey, der mit einem Microdrones mdMapper1000DG ganz allein 21 Steinbrüche in nur 60 Tagen befliegen, vermessen und die Daten schließlich auswerten konnte. „Ich erinnere mich an ein sehr anspruchsvolles Projekt, bei dem wir einen etwa 30 Hektar großen Steinbruch mit zahlreichen Böschungen und vielen Höhenunterschieden vermessen sollten“, berichtet Nuno Santos, Gründer und Geschäftsführer vom portugiesischen Unternehmen Aerisurvey. „Um das Projekt zum Abschluss zu bringen, mussten wir 14 verschiedene Totalstationen aufstellen und brauchten insgesamt drei Wochen.“ Für Aerisurvey bedeutete das einen enormen Personal-, Kosten- und Zeitaufwand und sorgte letztlich für Unzufriedenheit auf beiden Seiten: Sowohl beim Dienstleister Aerisurvey als auch bei den jeweiligen Auftraggebern.

Für Nuno Santos war also klar, dass sich an diesem Nadelöhr etwas ändern muss: „Aus diesem Grund – und, weil es unser Credo ist, nur die bestmöglichen Daten zu liefern – haben wir uns für die Anschaffung eines mdMapper1000DG von Microdrones entscheiden.“ Das Gerät steigere nicht nur die Effizienz, Zuverlässigkeit und Qualität der Aufnahmen, sondern „es verschafft uns auch erhebliche Zeiteinsparungen: Heute können wir mit dem mdMapper1000DG denselben Steinbruch, für dessen Vermessung wir mit herkömmlichen Methoden drei Wochen benötigt haben, an nur einem Tag vermessen. Gleichzeitig erhalten wir dabei qualitativ hochwertigere Ergebnisse mit einem Detailgrad, der sonst nicht zu erreichen ist.“

One-Man-Show

Welches Potenzial für Aerisurvey tatsächlich in der Microdrones-Lösung steckt, wird beim Blick auf ein anderes Großprojekt des portugiesischen Unternehmens klar: „Kürzlich konnten wir ein Projekt abschließen, bei dem wir 21 Steinbrüche in nur 60 Tagen per Drohne vermessen mussten. Der zeitliche Horizont war also sehr knapp und der Druck, die Ergebnisse pünktlich zu liefern, groß“, so der Aerisurvey-CEO.

Aufgrund des zeitlichen Drucks entschied sich das Unternehmen dafür, das Projekt in eine One-Man-Show zu verwandeln: „Es war Winterferienzeit und wir konnten nicht sicher sein, dass ein größeres Team während der gesamten Projektlaufzeit zur Verfügung stehen würde“, berichtet Santos und führt aus: „Also habe ich mich dazu entschlossen, den Einsatz selbst durchzuführen und alle 21 Steinbrüche zu vermessen, die Rohbilder anhand eines chromatischen Profils zu bearbeiten, die Daten zu verarbeiten sowie die Topografien der verschiedenen Tagebauten zu extrahieren.“

Santos nahm somit während des Großprojekts die Rolle des UAV-Piloten und Datenspezialisten ein. Gehörig viel Arbeit also für einen Alleinunterhalter. „Ohne den mdMapper1000DG wäre das nicht möglich gewesen. Das System lieferte uns eine Fülle detaillierter Daten, darunter Orthografie, DSM, DTM, Höhenlinienkarten, Bodenpunkte mit unterschiedlichen Dichten, individuelle Datensätze für jeden GCP, Punktwolken, insgesamt 13 druckfähige Karten, ein vollständiges 3D-Modell, Luftbildvideos und ein DIN-A0-Poster für jeden Steinbruch auf Fine-Art-Fotopapier“, berichtet Santos.

Hochwertige Ausstattung

Um die Daten in hoher Qualität zu erhalten, ist der mdMapper1000DG von Aerisurvey mit der Sony RX1R II-Kamera mit 42,4 Megapixeln ausgestattet. Außerdem wurde eine auf die Drohne angepasste, leichte und vibrationsfreie Nadir-Halterung in das Microdrones-System integriert. „Damit können wir einen Steinbruch mit nur einem oder zwei Flügen vermessen“, so der Aerisurvey-CEO. Dafür wird meist eine Zielauflösung (GSD) von 2,5 cm/px eingestellt. „Das ermöglicht es uns, die hochdetaillierte Topografie zu extrahieren – und wir können unseren Kunden eine großartige Aufzeichnung der realen Bedingungen im Steinbruch an die Hand geben.“

Die für Santos „beeindruckendste Funktion des mdMapper1000DG“ ist jedoch die Direkte Georeferenzierung (DG). Diese Methode zur Verknüpfung von Luftbildern mit ihren geografischen Positionen auf der Erdoberfläche funktioniert durch die Messung der realen 3D-Koordinaten und Ausrichtungswinkel eines jeden Sensors. Damit ermöglicht die DG-Methode eine direkte Kartenerstellung und liefert eine höhere Genauigkeit als die traditionelle Luftbild-Triangulation, RTK und PPK. „Das DG-Modul ist das Applanix APX-15 UAV DG mit einem GNSS-Empfänger in Vermessungsqualität und einer präzise kalibrierten IMU für die Kartierung“, erklärt Santos.

Ein unmöglicher Vergleich

Ein Vergleich zwischen der Microdrones-Lösung und herkömmlichen Vermessungsmethoden mit Totalstationen, bei denen eine Kombination aus elektronischem Theodolit und Distanzmesser zum Einsatz kommen, sei quasi unmöglich, so Santos. „Natürlich steigert der Einsatz von Drohnen die Sicherheit unserer Mitarbeiter, da sie sich nicht mehr in Steinbrüche begeben müssen, bei denen oft die Gefahr von Erdrutschen, Steinschlägen oder Abstürzen droht. Gleichzeitig haben wir es hier mit einer Datenqualität zu tun, die unvergleichlich ist. Wenn wir die gleiche Datendichte und -menge mit klassischen Methoden extrahieren müssten, kämen wir schnell auf einen für jedes Unternehmen untragbaren Preis.“ (jr)

www.microdrones.com

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