Kommunales GIS Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/kommunales-gis/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Tue, 02 Dec 2025 12:19:38 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Kommunales GIS Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/kommunales-gis/ 32 32 Internet-Shop in Essen: Vom Kleinen zum Großen https://www.business-geomatics.com/vom-kleinen-zum-grossen/ Tue, 02 Dec 2025 12:00:11 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=23594 Die Stadt Essen hat einen Internet-Shop für amtliche Geodaten realisiert. In weiteren Schritten soll daraus eine übergreifende Angebots-Plattform für kommunale Dienstleistungen, Daten und Produkte werden. Bei Digitalisierungsstrategien der Öffentlichen Verwaltungen stehen die sogenannten „One-Stop-Shops“ sehr weit oben im Aufmerksamkeitsranking. Wobei „Shop“ ein Ausdruck ist, der die falsche Fährte legen könnte. Denn man verspricht sich nicht […]

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Die Stadt Essen hat einen Internet-Shop für amtliche Geodaten realisiert. In weiteren Schritten soll daraus eine übergreifende Angebots-Plattform für kommunale Dienstleistungen, Daten und Produkte werden.

Die Produktion der ausgegebenen Karte geschieht automatisiert mit den CISS-Werkzeuge. Ein Algorithmus erstellt dabei beispielsweise auch die passende Kartengröße, wenn Flurstücknummern oder Adressdaten eingegeben wurden.
Grafik: ink drop / stock.adobe.com

Bei Digitalisierungsstrategien der Öffentlichen Verwaltungen stehen die sogenannten „One-Stop-Shops“ sehr weit oben im Aufmerksamkeitsranking. Wobei „Shop“ ein Ausdruck ist, der die falsche Fährte legen könnte. Denn man verspricht sich nicht nur mehr Umsätze, vor allem jedoch eine moderne Dienstleistungsinfrastruktur für Wirtschaft und Dienstleister. Die Vision: Daten, Datenprodukte, Mehrwertinformationen oder administrative Dienstleistungen aus dem gesamten kommunalen Ökosystem, von der Verwaltung, über die Versorger bis hin zu Eigenbetrieben oder dem Tourismusmarketing, können hier per Mausklick einfach, rechtssicher und vertraulich bezogen werden. Die Erwartungen sind Bürokratieabbau, Beschleunigung von Planungen oder agilere Entscheidungsstrukturen.

Doch wie eine solche Idee in die Praxis umsetzen? Etwa einen Top-Down-Umsetzungsansatz nach guter alter deutscher Manier? Nein, lieber agiler, vom Kleinen ins Große arbeitend, also Bottom-Up-Strategie – so entschied man sich zumindest in der Stadt Essen. Dort wurde in den letzten 12 Monaten ein Shop umgesetzt, der zunächst in der ersten Phase für die amtlichen Geobasisdaten sowie kostenfreie historische Kartenprodukte realisiert wurde. Der GeoShop ist On-premises beim Essener Systemhaus (ESH) gehostet. „Er erfüllt jetzt schon die vollständigen Anforderungen der amtlichen Katasterauskunft“, sagt Frank Knospe, Leiter des Amts für Geoinformation, Vermessung und Kataster der Stadt.

Fachliche Anforderungen gemeistert

Auch hier musste die aus dem Geodaten-Bereich bekannte fachliche Komplexität gemeistert werden. Dazu gehören die Anbindung des Systems an die katasterführenden Systeme, die Aufarbeitung der Daten sowie die Generierung nutzerfreundlicher Workflows und Produkte. Eine besondere Herausforderung lag beispielsweise im Rechtemanagement. Amtliche Geobasisdaten werden in NRW im Rahmen des Open-Data-Prinzips bereitgestellt (außer den Eigentümerangaben). Daher werden mit differenzierten Vertraulichkeitsstufen im Shop die Zugriffmöglichkeiten geregelt. „Hier steckt ein komplexes, aber sehr wichtiges Verfahren mit vielen Verschiedenen Anwendungsfällen im Rahmen des amtlichen Katasterwesens dahinter“, beschreibt Knospe.

Wichtig und anspruchsvoll zugleich waren hierbei die Identifizierungs- und Authentifizierungsverfahren. So besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit, sich über die BundID im Shop anzumelden. Alle Bürger:innen in Deutschland können sich hier für Online-Verwaltungsleistungen identifizieren und authentifizieren – in etwa nach den Prinzipien, wie sie bei kommerziellen Shops mit ID-Verfahren von Google oder Apple bekannt sind – nur eben im Sinne der Digitalen Souveränität mit einem deutschen Verfahren.

Die Stadt Essen ist bestrebt, die Bund ID zu verwenden, um ein breites Dienstleistungsangebot bereitzustellen und dieses stetig auszubauen. Sie ist aus Sicht der Stadt einfach und standardisiert nutzbar, außerdem ist ein solches, von den obersten Regierungsbehörden initiiertes Identifikationsverfahren in vielen anderen europäischen Ländern bereits selbstverständlich.

Bei dem integrierten Bezahldienst orientiert sich die Stadt Essen an den Prämissen der Digitalen Souveränität (XRechnung etwa soll in Zukunft berücksichtigt werden), aktuell unterstützt die Stadt GiroCheckout (Sparkassen), Debit- und Kreditkartenzahlung sowie PayPal.

Verwaltungsübergreifend abgestimmte Strategie

Für Knospe liegt der wesentliche Erfolgsfaktor des Projekts in den zuvor festgelegten Rollen und Verantwortlichkeiten über die gesamte Kommune hinweg. Wichtig war vor allem die Abstimmung mit den IT-führenden Stellen, allen voran Chief Digital Officers (CDO) Peter Adelskamp. Dabei wurde eine klare, gemeinsame Strategie erarbeitet und Verbindlichkeit hergestellt.

Klar geregelt wurde etwa, welche Abteilung welche Verantwortlichkeit besitzt. Typische IT-Domänen wie Payment oder IT-Infrastruktur wurde in Essen den IT-Experten zugewiesen, sämtlichen fachlichen Aufgaben rund um das Geodatenmanagement dem Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster. „Diese verbindliche, von allen gestützte und demnach auch in der Praxis gelebte Aufteilung war extrem wichtig“, so Knospe, der erfreut ist, wie „niederschwellig und effizient das gesamte Projekt lief“.

Weitere Zielsetzungen

In der zweiten Projektphase geht es nun darum, welche erweiterten Bereiche in den Shop integriert werden sollen, damit dies als digitales Ökosystem für alle kommunalen Akteure zur Verfügung steht. Die Strategie wird demnach neu justiert, ganz im Sinne einer agilen Verwaltungsmodernisierung. Es steht zum Beispiel schon fest, dass das Katasteramt, nachdem es eine Art Kristallisationspunkt für einen übergreifenden Shop gelegt hat, nun Teile der Projektverantwortlichkeit weitergeben und sich auf seine ureigene Fachdomäne konzentrieren wird.

Damit soll auch die Digitalisierungsstrategie der Stadt Essen weiterentwickelt werden. „Wir stehen auch als Großstadt vor der Herausforderung, dass die finanziellen und personellen Kapazitäten in Deutschland beschränkt sind oder sogar nachlassen“, so Knospe. Eine Lösung sieht die Stadt in der Nutzung der Deutschen Verwaltungscloud, was volkswirtschaftlich Kosten senken kann und trotzdem die Teilhabe auch kleinerer Kommunen (per niederschwelligen SaaS-Diensten) verbessern kann.

An Ideen mangelt es nicht. Es gibt bereits einen bunten Blumenstrauß, der „immer wieder überraschend ist, wenn man erstmal anfängt zu sammeln“, so Knospe. Sozialdienstleistungen, Abfallmanagement, Baulastenverzeichnis, soziale Ferienprogramme, Straßenzwillinge, Zustandsdaten von Straßen und vor allem – im vom Strukturwandel betroffenen Ruhrgebiet extrem wichtig –, die Auskunft über Altlasten. Für viele solcher Themen gibt es bereits Insellösungen, die nun langfristig im GeoShop abgebildet werden können. Die Vision in Essen geht sogar noch weiter in Richtung dynamischer Daten, also in Echtzeit von Sensoren gelieferte Zustandsdaten zu Hitze, Umweltbelastungen, Wasserqualität etc. Schon heute gibt es etwa sensorbasierte Verkehrsdaten, die nun zur Veredelung über Portale bereitgestellt werden könnten. „Unser Amt kann so maßgeblich zur Beschleunigung von bürokratischen Prozessen in Deutschland beitragen“, sagt Knospe und verweist damit auf eine der wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland.

www.essen.de

www.essen.de/dasistessen/geoportal/

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Sichere Räume für Kinder https://www.business-geomatics.com/sichere-raeume-fuer-kinder/ Wed, 02 Jul 2025 09:16:39 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=22303 Mit der GIS-basierten Lösung für die Spielplatzverwaltung verspricht RIWA Kommunen Vorteile für Sicherheit, Dokumentation und Wirtschaftlichkeit Spielplätze sind wichtige Orte des Freizeitvergnügens und der Begegnung und somit wesentliche Bestandteile der sozialen Infrastruktur. Um ihre Attraktivität und Sicherheit zu gewährleisten, müssen Kommunen regelmäßige Kontrollen durchführen sowie eine umfassende Dokumentation und strukturierte Planung von Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen […]

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Mit der GIS-basierten Lösung für die Spielplatzverwaltung verspricht RIWA Kommunen Vorteile für Sicherheit, Dokumentation und Wirtschaftlichkeit

Spielplätze sind wichtige Orte des Freizeitvergnügens und der Begegnung und somit wesentliche Bestandteile der sozialen Infrastruktur. Um ihre Attraktivität und Sicherheit zu gewährleisten, müssen Kommunen regelmäßige Kontrollen durchführen sowie eine umfassende Dokumentation und strukturierte Planung von Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen erstellen. „Angesichts der Vielzahl an Spielgeräten, Ausstattungselementen und gesetzlichen Vorgaben wie der Verkehrssicherungspflicht ist das Spielplatz-Management ohne digitale Unterstützung kaum noch effizient zu bewältigen“, sagt Reinhard Kofler, COO bei der RIWA GmbH. Der GIS-Spezialist mit sieben Standorten in Bayern bietet im Rahmen seines breiten, GIS-basierten Portfolios auch eine Lösung für das Spielplatz-Management inklusive einer Spielplatzkontroll-App für Außendienstmitarbeiter.

 

Digitalisierung der Spielplatzverwaltung

Spielplatzkontroll-App von RIWA im Einsatz eines Außendienstmitarbeiters: Die App ist Teil einer umfassenden Lösung für das Spielplatz-Management. Quelle: RIWA

Basis der Anwendung ist ein detailliertes digitales Kataster aller Spielplätze und deren Ausstattung. Dabei können die einzelnen Flächen, Geräte und Ausstattungsobjekte – etwa Parkbänke oder Mülleimer – übersichtlich in einer Karte dargestellt und verwaltet werden. Die Strukturierung nach Ortsteilen, Kostenstellen oder Trägern sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Zudem können die Verantwortlichen zu jedem Objekt spezifische Informationen wie Typ, Hersteller, Garantiezeiten, Eignungsalter oder empfohlene Wartungsintervalle hinterlegen. Auch die Erfassung von Fallschutzbereichen ist digital möglich.

Ein zentrales Element des modernen Systems ist das integrierte Kontrollen- und Maßnahmenmanagement. Hierüber werden alle vorgeschriebenen Sicht- und Funktionskontrollen sowie Hauptuntersuchungen geplant, dokumentiert und archiviert. „Durch die Vergabe von Kontrollintervallen und automatischen Erinnerungen lässt sich sicherstellen, dass keine Prüfung versäumt wird“, sagt Kofler. Festgestellte Mängel und notwendige Maßnahmen können direkt im System erfasst, priorisiert und deren Abarbeitung überwacht werden. Ein integriertes Auftragsmanagement unterstützt zudem bei der Ausschreibung und Vergabe von Reparatur- oder Wartungsaufträgen und erlaubt die lückenlose Dokumentation der entstehenden Kosten.

 

Kombination mit mobiler App

Besonders relevant für die Praxis ist die mobile Anbindung über eine App. Diese ermöglicht es Außendienstmitarbeitenden, Kontrollen und Wartungsarbeiten direkt vor Ort papierlos durchzuführen – selbst ohne Internetverbindung. Die Daten lassen sich offline erfassen und später mit dem zentralen System synchronisieren. Die Kontrolleure können vor Ort Fotos von Spielgeräten, Mängeln oder erledigten Maßnahmen hinzufügen, was die Nachvollziehbarkeit und Beweissicherung erheblich verbessert. Über GPS kann die genaue Lage neuer Spielgeräte oder Ausstattungselemente erfasst werden, während offene Maßnahmen auf einer Karte hervorgehoben werden. Verschiedene Suchfunktionen erleichtern den schnellen Zugriff auf relevante Informationen, sei es für die Vorbereitung von Kontrollen, die Bearbeitung offener Aufgaben oder die Erstellung von Berichten.

 

Gesteigerte Effizienz

„Die digitale Verwaltung von Spielplätzen bringt zahlreiche Effizienzgewinne: Arbeitsabläufe werden optimiert, Fehlerquellen reduziert und die Zusammenarbeit zwischen Innen- und Außendienst deutlich verbessert“, ist Kofler überzeugt. Alle relevanten Daten stehen jederzeit aktuell zur Verfügung, was nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie der DIN EN 1176 erleichtert, sondern auch die Kommunikation mit Auftragnehmern, Eltern und anderen Interessengruppen vereinfacht. Die Möglichkeit, Kostenkalkulationen durchzuführen und Berichte zu generieren, unterstützt zudem die transparente Mittelverwendung und langfristige Budgetplanung.

„Über kurz oder lang erweist sich die Digitalisierung der Spielplatzverwaltung als Notwendigkeit. Sie ist erforderlich, um die steigenden Anforderungen an Sicherheit, Dokumentation und Wirtschaftlichkeit zu erfüllen. Nur so lassen sich Spielplätze als sichere, attraktive und nachhaltige Räume für Kinder und Familien auf Dauer erhalten“, resümiert Kofler.

www.riwa.de

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Recklinghausen: KI erkennt versiegelte Flächen automatisch https://www.business-geomatics.com/recklinghausen-ki-erkennt-versiegelte-flaechen-automatisch/ Thu, 04 Apr 2024 09:39:54 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20820 Eine besondere Auszeichnung vom europäischen Institut für öffentliche Verwaltung geht an ein Projekt, das die Kreisverwaltung Recklinghausen gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule (WH) umgesetzt hat: Eine neu entwickelte Software erkennt automatisch versiegelte Flächen und stellt sie in einer Karte dar. Prämiert wurde das Projekt in der Kategorie „Green Transition and Sustainability“ mit einem Good-Practice-Zertifikat. „Der […]

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Die Karte zeigt den Grad der Versiegelung in Recklinghausen zwischen 2018 und 2022 dargestellt, aggregiert auf die Geometrie von Flurstücken. Je röter eine Fläche eingefärbt ist, desto größer ist der prozentuale Anteil an versiegelter Fläche.
Quelle: Kreis Recklinghausen

Eine besondere Auszeichnung vom europäischen Institut für öffentliche Verwaltung geht an ein Projekt, das die Kreisverwaltung Recklinghausen gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule (WH) umgesetzt hat: Eine neu entwickelte Software erkennt automatisch versiegelte Flächen und stellt sie in einer Karte dar. Prämiert wurde das Projekt in der Kategorie „Green Transition and Sustainability“ mit einem Good-Practice-Zertifikat.

„Der Klimawandel schreitet leider noch immer mit großen Schritten voran. Das spüren wir auch im Kreis Recklinghausen deutlich. Politik und Verwaltung tun alles, dem so gut es geht entgegenzuwirken“, sagt Landrat Bodo Klimpel. Versiegelte Flächen seien für die klimatische Entwicklung von großer Bedeutung, denn diese seien oftmals Grund dafür, dass sich Wärmeinseln bilden würden oder Niederschläge bei langanhaltendem Regeln nicht versickern könnten, erklärt Klimpel. „Die von meinen Kollegen und der WH entwickelte Software nutzt künstliche Intelligenz, um eine Versiegelungskarte zu erstellen. Diese Karte bietet eine gute Datengrundlage, um mit gezielten Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels vorzugehen.“

Auszeichnung für Software-Projekt
Jürgen Vahlhaus, Fachdienstleiter Kataster und Geoinformation beim Kreis Recklinghausen, nahm die Auszeichnung in Maastricht entgegen.
Quelle: Kreis Recklinghausen

In der Vergangenheit wurden Versiegelungsflächen anhand von Bildauswertung manuell erfasst. Das war nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Mit der neu entwickelten Software gelingt es nun, diese Auswertung automatisiert vorzunehmen. Dazu nutzt sie Bilddaten, zum Beispiel hochauflösende Luftbildaufnahmen, und bei Befliegungen ebenfalls erfasste Infrarot-Werte.

Die fertige Software stellen die Projektpartner als Open-Source-Produkt zur Verfügung. Perspektivisch ist es auch denkbar, sie weiterzuentwickeln, indem weitere Daten beispielsweise aus Oberflächenmodellen hinzugenommen werden.
„Die Auszeichnung ist eine tolle Anerkennung unserer Arbeit und zeigt, dass wir auch auf lokaler Ebene innovative Projekte voranbringen können“, berichtet Jürgen Vahlhaus, Fachdienstleiter Kataster und Geoinformation beim Kreis Recklinghausen, der den Preis in Maastricht entgegennahm. „Wir waren das einzige Projekt aus Deutschland, das eine Auszeichnung bekommen hat. Das macht mich und mein Team natürlich doppelt stolz.“
Die ermittelten Ergebnisse können an verschiedenen Stellen genutzt werden, wie den Kataster-, Stadtplanungs- und Umweltämtern. Über einen längeren Zeitraum kann es auch die Entwicklung von versiegelten Flächen aufzeigen.
www.regioklima.de

www.kreis-re.de

 

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Mit Open Data zum High-End-Produkt https://www.business-geomatics.com/mit-open-data-zum-high-end-produkt/ Wed, 16 Dec 2020 15:19:23 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=10428 Die Point Cloud Technology GmbH stellt mit 3DPointHub eine webbasierte Lösung zur Verfügung, mit der auch scheinbar komplexe Massendaten aus Open-Data-Beständen einfach und schnell für konkrete Aufgaben eingesetzt werden können. Über Open GeoData wurde lange Zeit intensiv diskutiert. Die Daten stehen in vielen Bundesländern kostenfrei zur Verfügung und können von Büros, Unternehmen und Kommunen genutzt […]

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Die Point Cloud Technology GmbH stellt mit 3DPointHub eine webbasierte Lösung zur Verfügung, mit der auch scheinbar komplexe Massendaten aus Open-Data-Beständen einfach und schnell für konkrete Aufgaben eingesetzt werden können.

Über Open GeoData wurde lange Zeit intensiv diskutiert. Die Daten stehen in vielen Bundesländern kostenfrei zur Verfügung und können von Büros, Unternehmen und Kommunen genutzt werden. Und das nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch: Denn in den letzten Jahren sind auch IT-Werkzeuge entwickelt worden, mit denen diese Daten einfach, schnell und zuverlässig in Wert gesetzt werden können. Dies ermöglicht beispielsweise die Lösung 3DPointHub von Point Cloud Technology GmbH (PCT) aus Potsdam. Aus großen Massendatensätzen, etwa mit ALS (Airborne Laserscanning) oder aus Bilddaten erzeugten Punktwolken, können die Anwender eine stadtweite Identifikation plus Lokalisierung von Objekten und Strukturen, wie z.B. von Einzelbäumen, generieren. Ein sehr konkreter Mehrwert also für kommunale Katasteranwendungen.

KI und High-Performance Computing

Um diese Einzelstandorte zu erhalten, nutzt 3DPointHub einen KI-basierten Algorithmus, der aus den reinen Punktdaten einer 3D-Punktwolke auch natürliche Objekte wie Bäume erkennt und dieses Verfahren auch auf beliebig große Datensätze skalieren kann. Die Punktdaten können dabei entweder aus Stadt- oder Landesbefliegungen stammen, aber auch von Landesvermessungsämtern oder von Open Data-Portalen wie open.nrw oder geobasis-bb.de. „Nutzer können damit beispielsweise automatisch aus einem stadtweiten Datensatz alle Objekte georeferenziert lokalisieren und diese ohne manuellen Aufwand in das passende Kataster überführen“, erklärt Dr. Rico Richter, Geschäftsführer von PCT. Dazu erfasst der KI-basierte Algorithmus wichtige Kennzahlen wie z.B. bei der Einzelbaumerkennung die Baumhöhe, die Kronendurchmesser oder die Baumdichteverteilung. „Unsere Vegetationsanalyse dient damit sowohl ästhetischen als auch funktionalen und analytischen Zwecken“, führt Richter aus.

Point-Cloud-Technology-GmbH

Mit der Veränderungsanalyse können Anwender mit 3DPointHub von der Point Cloud Technology GmbH Veränderungen in einer Punktwolke einfach erfassen. In dem Beispiel wurde eine alte Aufnahme (oben) mit einer neueren Aufnahme (unten) verglichen. Alle signifikanten Unterschiede sind mit Rot hervorgehoben. Die 3D-Punktwolken wurden von der Firma Aerowest bereitgestellt und mit Dense Image Matching aus Luftbildern erzeugt. Grafik: Point Cloud Technology GmbH

Weitere Möglichkeiten zur Analyse mit der PCT-Lösung ergeben sich etwa im Bereich des stadtwirtschaftlichen Managements. Es können automatisiert auch Verkehrsschilder, Fahrbahnmarkierungen und Bebauungen kategorisiert werden. Dies ist sehr hilfreich, um z.B. die Wartung von Straßen besser überwachen zu können. Sind Punktwolkendaten aus mehreren Zeitpunkten verfügbar oder werden Bebauungen systematisch in bestimmten Abständen erfasst, kann die PCT-Plattform auch Veränderungen automatisiert erkennen. Das hat einen großen Mehrwert insbesondere in der Überprüfung von z.B. Baufortschritten oder Abrissen. In Bezug auf Forstwirtschaft kann Baumwachstum genauer berechnet werden, anstatt es anhand empirischer Stichproben zu schätzen. „Da die Analyse dabei beliebig skalierbar ist, können problemlos die Flächen ganzer Bundesländer bearbeitet werden“, erklärt Richter. Die Erfahrungen in diesem Zusammenhang würden zeigen, dass mit der automatischen Auswertung manuelle Prozesse signifikant beschleunigt werden können und die Ergebnisse auch wesentlich verlässlicher sind.

Einfacher Zugang

„Das Potenzial von 3D-Punktwolken ist enorm, oftmals aber noch ungenutzt“, sagt Jens Garbang von der Widemann Systeme GmbH, die mit IRIS Baumkataster eine webbasierte Lösung für Kommunen bietet. Das Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren gemeinsam mit PCT, um Mehrwerte beim Kunden zu schaffen. „Der Aufwand für die manuelle Erfassung der Bäume ist hoch, daher kann 3DPointHub unsere Lösung in der Praxis auf ein völlig neues Qualitätsniveau heben“, so Garbang. Kommunen müssten nur erkennen, wie klein der Schritt sein kann, um das Potenzial von Open Data für die eigenen Belange zu nutzen. „Viele Anwender wissen außerdem nicht, dass das Angebot wirklich kostenfrei zugänglich ist“, so Garbang. Neu eingeführte Baumkataster können so sehr schnell mit Daten komplettiert werden, anstatt auf aufwändige Erfassungsprogramme zu warten.

Die universelle Nutzung der Daten ist einfach, weil 3DPointHub als Internet-Dienst genutzt werden kann. Die Anwendung ist auch in der Lage, die großen Datenmengen schnell und intuitiv zu visualisieren. Nutzer können Messungen und Inspektionen durchführen, ohne vor Ort zu sein. „Analysen und ausgewertete Daten stehen ebenso schnell zur Verfügung“, weiß Garbang. Auch verschiedene Datensätze können nach Angaben von PCT einfach verschmolzen und homogenisiert werden.

Alle Daten werden auf Servern in Deutschland gehostet und gespeichert. „Darüber hinaus ermöglicht das dedizierte Rechtemanagementsystem die Zusammenarbeit im Team, auch mit eingeschränktem Zugang“, erklärt der PCT-Geschäftsführer und verweist auch auf den betriebswirtschaftlichen Aspekt der Cloud-Infrastruktur: Da Speicherung und Datenverarbeitung komplett auf Webservern erfolgen und so auch der Arbeitsaufwand für das Rendering reduziert wird, könnten die Ressourcen insgesamt effizient und wirtschaftlich genutzt werden. Wie wichtig das ist, zeigt sich mit Blick auf die Zukunft: „Die Verfügbarkeit von 3D-Punktwolken wird in den nächsten Jahren zunehmen. Der einfache Zugang und eine automatisierte Auswertung werden daher immer wichtiger, um eine breite Nutzung für verschiedenste Aufgaben und Anwendungen zu ermöglichen“, resümiert Richter. (jr, sg)

www.pointcloudtechnology.com
www.3dpointhub.com
www.widemann.de

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Szenenapplaus für die Transparenzen https://www.business-geomatics.com/szenenapplaus-fuer-die-transparenzen/ Fri, 27 Oct 2017 07:14:45 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=3947 Auf der Kundenveranstaltung in Leipzig wurde deutlich, wie CAIGOS den Weg in Zukunft gemeinsam mit seinen Anwendern geht. Rekorde sind bei jedem Unternehmen gerne gesehen – vor allem, wenn man sie in Zahlen messen kann. Beim GIS-Anbieter CAIGOS GmbH wurde der Rekord bei der jährlichen Kundenveranstaltung erreicht, wo man im September in Leipzig mehr als […]

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Auf der Kundenveranstaltung in Leipzig wurde deutlich, wie CAIGOS den Weg in Zukunft gemeinsam mit seinen Anwendern geht.

Rekorde sind bei jedem Unternehmen gerne gesehen – vor allem, wenn man sie in Zahlen messen kann. Beim GIS-Anbieter CAIGOS GmbH wurde der Rekord bei der jährlichen Kundenveranstaltung erreicht, wo man im September in Leipzig mehr als 360 Teilnehmer begrüßen konnte – was fast die geplanten Kapazitäten sprengte. „Wir haben natürlich mit großem Interesse gerechnet, aber das hat uns dann doch auch überrascht“, sagt Geschäftsführer Dirk Weidemann.

Frank Leibrock (Leiter Vertrieb), Dirk Weidemann (Geschäftsführer), Michael Demmer (Leiter Support), Thomas Willmes (Leiter Entwicklung) und Norbert Wagner (Geschäftsführer der IDS-Gruppe Holding) (v.l.n.r.) beim CAIGOS-Anwendertreffen in Leipzig. Foto: CAIGOS

Frank Leibrock (Leiter Vertrieb), Dirk Weidemann (Geschäftsführer), Michael Demmer (Leiter Support), Thomas Willmes (Leiter Entwicklung) und Norbert Wagner (Geschäftsführer der IDS-Gruppe Holding) (v.l.n.r.) beim CAIGOS-Anwendertreffen in Leipzig. Foto: CAIGOS

Die Rahmenbedingungen waren auch besonders günstig, schließlich tut sich einiges bei dem inzwischen seit über 30 Jahren bestehenden saarländischen Unternehmen mit einer Niederlassung auch in Leipzig. Zum einen hatte Weidemann die Geschäftsführung im März übernommen und den Staffelstab vom Gründer Lothar Bubel erhalten. So lockte nicht nur Weidemanns Premiere zum Kundentag, Bubel nutzte auch im Rahmen der Abendveranstaltung die Gelegenheit, um sich in einem atmosphärisch angemessenen Rahmen von den Kunden, von denen viele dem Unternehmen seit Jahrzehnten treu sind, zu verabschieden. Zum anderen hatte das Unternehmen für Dezember 2017 die Fertigstellung und Freigabe der neuen Version CAIGOS 2016 R3 angekündigt – die Berichte der Pilotkunden wurden natürlich mit Spannung erwartet. Die wachsende Kundenbasis von CAIGOS tat ihr Übriges für die prall gefüllten Veranstaltungsräume.

Bereits seit 2011 gehört das Unternehmen zur IDS-Unternehmensgruppe. Norbert Wagner, Geschäftsführer der IDS-Gruppe Holding GmbH, nutzte die Gelegenheit, um den Kunden die Rolle von CAIGOS innerhalb der IDS-Gruppe deutlich zu machen. „CAIGOS hat einen äußerst wichtigen Stellenwert für die strategische Ausrichtung“, so Wagner. Da die Holding mit mehr als 20 Unternehmen und Landesgesellschaften das Leitthema Digitalisierung vorantreibt, sei der Bereich GIS außerordentlich wichtig, vor allem auch mit Blick auf die Versorgungsnetze und die zahlreichen kommunalen Aufgaben. In diesem Themensegment bildet die IDS-Gruppe mit seinen über 700 Mitarbeitern die gesamte Wertschöpfungskette ab, was nach Aussage von Wagner kein anderes Unternehmen in Deutschland vorweisen kann.

Unternehmensziele

Dirk Weidemann stellte in seinem Einführungsvortrag die Ziele des Unternehmens für die nächsten Jahre vor, die sich ganz entscheidend aus den weiterhin wachsenden Herausforderungen ableiten, denen die Kunden aus dem öffentlichen Sektor und der Energie- und Wasserwirtschaft gegenüber stehen. „CAIGOS als unternehmens- bzw. verwaltungsweite Geo-IT-Plattform kann einen wesentlichen Beitrag zur Bereitstellung einer sicheren und verlässlichen Infrastruktur leisten, die unsere Kunden aus der öffentlichen Verwaltung und der Energie- und Wasserwirtschaft den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen“, so Weidemann. „Aus diesem Anspruch leiten sich auch unsere Leitlinien und Ziele der weiteren Entwicklung ab, wie zum Beispiel der noch einfacheren Integration in andere IT-Systemen unserer Kunden, das klare Bekenntnis zu den Zielen und Standards des OGC-Konsortiums, die zusätzliche Fokussierung auf mobile Lösungen auf Basis unseres neuen App-Konzeptes und auch die ständige Weiterentwicklung unserer Weblösungen. Wir verfolgen damit eine klare Idee einer übergreifenden Geo-Plattform für alle Arbeitsaufgaben mit Raumbezug und richten unsere Aktivitäten an den Leitlinien aus, die wir auf Basis zahlreicher Kundengespräche und gemeinsamer Projekte mit Kunden und Partnerunternehmen erarbeitet haben“, ergänzt Weidemann, der im Rahmen des Kundenkongresses auch erläuterte, wie sich die in Leipzig vorgestellten Neuerungen in die Leitlinien einfügen.

Erfahrungen mit CAIGOS 2016

Beim letztjährigen Kundenevent in Kassel hatte CAIGOS die Version 2016 seines GIS vorgestellt. Die neue Version brach mit einigen bisherigen Basistechnologien und stellt diese auf neue Beine. So wurde unter anderem das Datenmanagement auf SQL-fähige Datenbanksysteme umgestellt, dementsprechend war dies ein in die Zukunft weisendes, aber auch ein eher technisches Release. Pilotkunden wie die Stadt Norden hatten sich schon letztes Jahr bereit erklärt, den Schritt proaktiv mitzugehen. Helmut Kramer, EDV- und GIS-Leiter der Stadt, ließ es sich nicht nehmen, seine Erfahrungen auf dem diesjährigen Treffen in Leipzig kund zu tun, doch vier Powerpoint-Folien mussten dafür reichen: Begrüßung, Einleitung, Titel und Kontaktdaten bildeten das ausnehmend dürre Gerüst, dennoch fesselte er die Teilnehmer mit einer komplett freien Rede, die zudem einen besonderen Spannungsbogen hatte. Denn er begann mit der Darstellung der Geburtswehen, die ein solches Projekt mit technologischen Neuerungen mitbringen kann. Schließlich hat CAIGOS „mit dem sehr technischen und anspruchsvollen Update einen visionären Entwicklungsschritt gemacht“, wie Kramer erläuterte. Obwohl der ursprüngliche Zeitplan von Auslieferung und Abnahme nicht ganz eingehalten werden konnte, war das Resümee umso positiver. „Das GIS ist nun fertig, sprich alle Kunden, die sich jetzt für den Umstieg entscheiden, können die Vorteile unmittelbar nutzen“, so Kramer. Die Version 2016 R3 soll, so verspricht CAIGOS, im Dezember 2017 auslieferungsfähig sein. Weidemann betonte an dieser Stelle, dass auch das nächste Release CAIGOS 2018 bereits terminiert sei für den Oktober nächsten Jahres und auch dieses Release den vorgestellten Leitlinien folgen werde.

Eine dieser „Leitplanken“ für die weitere Entwicklung des CAIGOS-Portfolios ist die Zielsetzung des „Joy of Use“. „Es soll einfach möglichst viel Freude bereiten, mit unseren Lösungen zu arbeiten. Dann erreichen wir das Ziel eines wirklich unternehmens- beziehungsweise verwaltungsweiten Einsatzes der CAIGOS-Plattform umso leichter. Dass wir dieses Ziel konsequent verfolgen, machen auch unsere neuen mobilen Anwendungen sowie unsere Weblösungen deutlich“, ergänzt Weidemann. „Aber auch für unsere Kernsoftware, das CAIGOS-GIS, haben wir Ideen zur weiteren Vereinfachung der Bedienung, einige davon konnten wir bereits umsetzen und in Leipzig vorstellen.“

Über 360 Teilnehmer sorgten für einen voll besetzten Saal. Foto: CAIGOS

Über 360 Teilnehmer sorgten für einen voll besetzten Saal. Foto: CAIGOS

Gerade im Bereich der Geo-IT spielen sich natürlich viele Prozesse im Raum ab, quasi vor der Haustür im Stadtgebiet oder im Versorgungsnetz eines Netzbetreibers. Dementsprechend bietet auch CAIGOS mit der neuen Produktfamilie „CAIGOS mobil“ neuerdings fokussierte und leicht zu bedienende Apps zur Unterstützung konkreter Arbeitsprozesse im mobilen Einsatz an. „Die CAIGOS-Apps sind sowohl online als auch offline einsatzbereit und vereinfachen für unsere Kunden die täglichen Aufgaben im Außendienst-Einsatz“, so Thomas Willmes, Entwicklungsleiter bei CAIGOS. Vorgestellt wurden in Leipzig die CAIGOS-Auskunfts-App zur generellen mobilen Beauskunftung, die CAIGOSM4- App für den Instandhaltungs- und Wartungsprozess von Netzen und Anlagen sowie die neue CAIGOS-Baumkontroll-App. Weitere Apps sind bereits in der Planung und werden unabhängig vom Releasezyklus des CAIGOS-GIS flexibel zur Verfügung gestellt. Auch das bereits etablierte und bekannte Web-GIS von CAIGOS, der CAIGOS-Globe, wurde in einer neuen Version vorgestellt. Es besitzt nun ein nochmals modernisiertes Layout und ein noch weiter vereinfachtes Bedienkonzept. Kunden, die einen langsamen Übergang bevorzugen, können auch die neue Version mit dem alten Layout nutzen und dann sukzessive umsteigen. Bei CAIGOS-Globe gibt es zudem funktionale Erweiterungen wie etwa Tabellenansichten oder auch die Einzeilen-Suche, die die Suche nach Informationen enorm vereinfacht. Szenenapplaus im Publikum gab es sogar für die neuen Möglichkeiten der Transparenzdarstellungen im GLOBE.

Entwicklungsschwerpunkte

Wichtige Schwerpunkte der neuen Entwicklungen liegen auch auf dem Themenfeld Analysen, Statistiken und Reports. „Wir möchten, dass unsere Kunden noch einfacher und effizienter als bisher aus ihren Daten Erkenntnisse gewinnen können“, so Dirk Weidemann. Neu ist zum Beispiel die neue Fachanwendung CAIGOS- Statistik. Sie ermöglicht es, dass Abfragen etwa durch die Bundesnetzagentur oder den DVGW weitgehend automatisiert beantwortet werden können. „Das GIS emanzipiert sich so immer stärker vom Experten-Tool zu einem Werkzeug für alle Mitarbeiter“, sagt Weidemann. „Das ist wichtig, denn der einfache Zugriff auf verlässliche Geoinformationen ist für nahezu alle Verwaltungen und Unternehmen eine Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf vieler ihrer Arbeitsprozesse.“

Auch die weitere Unterstützung der OGC-Standards fließt in die Entwicklung ein. „Sie sind von herausragender Bedeutung für die Umsetzung systemübergreifender Prozesse bei unseren Anwendern, daher werden wir auch weiterhin Dienste sehr eng am OGC ausrichten. Die vom OGC definierten Standards und Dienste sind eine wichtige Voraussetzung für die gewinnbringende Nutzung der CAIGOS-Plattform im gesamten Unternehmen. Wir ermöglichen damit letztlich auch die effiziente Zusammenarbeit von Mitarbeitern verschiedener Fachabteilungen, da diese auf einen homogenen und gemeinsamen Datenpool zugreifen können und Entscheidungen auf Basis klarer und eindeutiger Fakten treffen können“, so Weidemann. In Leipzig wurden folgerichtig Neuerungen und Weiterentwicklungen im Bereich WMS, WMTS und WFS vorgestellt.

Auf der weiteren Agenda stehen zudem neuartige Mensch-Maschine-Interfaces und damit ergonomischere Arbeitsmethoden, wie zum Beispiel eine Sprachsteuerung oder auch Anwendungen unter Nutzung von Augmented Reality beziehungsweise Virtual Reality. Zukunftsthemen, die CAIGOS im Visier hat. Kunden und Interessenten werden vermutlich auch im Jahr 2018 genügend Gründe haben, wieder den Anwendertag zu besuchen.

www.caigos.de

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Netzberechnung im GIS https://www.business-geomatics.com/netzberechnung-im-gis/ Fri, 11 Aug 2017 07:52:18 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=3489 Mit GISMobil NECAL können Energieversorger und Netzbetreiber die Netzberechnungen der Nieder-und Mittelspannungsnetze direkt im GIS ausführen sowie Probleme und Veränderungen im Netz simulieren und grafisch darstellen. Die SPIE InfoGraph GISMobil GmbH bietet speziell für Stadtwerke und Stromnetzbetreiber die GIS-basierte modulare Netzberechnungslösung GISMobil NECAL an, mit der das gesamte Nieder- und Mittelspannungsnetz berechnet und Veränderungen simuliert […]

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Mit GISMobil NECAL können Energieversorger und Netzbetreiber die Netzberechnungen der Nieder-und Mittelspannungsnetze direkt im GIS ausführen sowie Probleme und Veränderungen im Netz simulieren und grafisch darstellen.

Mit CIRCUIT erhält der Nutzer Einblick in die Trafostation und kann dort verschiedene Schaltzustände simulieren. Foto: pixabay (WerbeFabrik)

Mit CIRCUIT erhält der Nutzer Einblick in die Trafostation und kann dort verschiedene Schaltzustände simulieren. Foto: pixabay (WerbeFabrik)

Die SPIE InfoGraph GISMobil GmbH bietet speziell für Stadtwerke und Stromnetzbetreiber die GIS-basierte modulare Netzberechnungslösung GISMobil NECAL an, mit der das gesamte Nieder- und Mittelspannungsnetz berechnet und Veränderungen simuliert werden können. Anstatt Netzberechnungen als Auftrag an externe Ingenieurbüros zu vergeben, können Stadtwerke oder Netzbetreiber mit dieser Lösung die Netzinformationen, Kennzahlen und Schaltzustände direkt in das GIS einpflegen, in dem die einzelnen Netzabschnitte kartografisch dargestellt sind. Auf Grundlage dieser Kennzahlen berechnet NECAL den aktuellen Lastfluss und schreibt die Berechnungsergebnisse direkt an die betroffenen Objekte. „Will zum Beispiel ein Anwohner eine PV-Anlage auf seinem Dach installieren, kann der zuständige Mitarbeiter des Stadtwerks das Haus im GIS aufrufen und die entsprechenden Werte eingeben. NECAL berechnet dann die Netzauslastung im Falle einer Installation“, erklärt Arno Brück, verantwortlich für Entwicklung und Vertrieb bei SPIE InfoGraph GISMobil. „Der Mitarbeiter kann also eine Simulation vornehmen und daraufhin entscheiden, ob das Netz noch genug Kapazitäten hat und eine zusätzliche Einspeisung möglich ist.“

Als Kombination aus GIS und Netzberechnung ist GISMobil NECAL laut Arno Brück einer der Vorreiter auf dem Markt. „Es gibt natürlich noch andere große Anbieter von Netzberechnungssoftware. Diese bieten zwar ähnliche Berechnungen an, allerdings werden dort die Ergebnisse als separate Datensätze und nicht grafisch aufbereitet im eigenen GISMobil Datenbestand angezeigt“, so der Ingenieur. Aktuell ist GISMobil laut SPIE InfoGraph bei rund 190 Kunden in Deutschland und Österreich, sowie als Projektlösung in Tschechien, der Slowakei, Polen, Kroatien und Ghana im Einsatz. „Insgesamt haben wir rund 9.500 Lizenzen für die Erfassung, Fortführung, Auskunft und WEB vergeben“, so Brück.

NECAL Produktfamilie

Die NECAL Produktfamilie setzt sich aus den beiden Basismodulen CIRCUIT und NECAL-E, sowie den Zusatzmodulen NECAL-P, NECAL-K und NECAL-M zur Berechnung von PV-Anlagen, Kurzschlüssen und der Mittelspannung zusammen. CIRCUIT ist das Simulationsmodul, mit dem Stromkreise, Innenverschaltungen, Netzschaltungen, Schaltprozesse und -zustände in Trafos und Kabelverteilern grafisch dargestellt werden. Es kann sowohl eigenständig als auch parallel zu den anderen NECAL Modulen verwendet werden. „Mit CIRCUIT kann der Nutzer interaktiv die entsprechenden Trafos schalten und sich direkt das Ergebnis dieser Simulation anzeigen lassen“, erklärt Brück. Temporäre und Regel-Schaltzustände können dabei abgespeichert werden, um die Verwaltung zu erleichtern.

NECAL-E basiert auf den Schaltungen in CIRCUIT und ermöglicht die Lastflussberechnung der Niederspannungsnetze. NECAL-P ist das Modul für die Erfassung von Photovoltaikanlagen. Es berechnet die möglichen Auswirkungen der Anlage auf das Stromnetz. Ein Mitarbeiter des Stadtwerks kann mit NECAL-P prüfen, ob die Kapazität der entsprechenden Betriebsmittel ausreichend ist, um eine PV-Anlage anzuschließen. Das Modul erfasst außerdem die unterschiedliche Einspeiseleistung in den drei Phasen und stellt die Einspeisung als farbiges Symbol in der Gebäudefläche dar. NECAL-K ist das Modul zur Kurzschlussberechnung für Niederspannungsnetze für ein- und mehrpolige Kurzschlüsse sowie größte und kleinste Kurzschlussströme. Mit NECAL-M kann der Netzbetreiber die Lastflussberechnung für Mittelspannungsnetze vornehmen. Dabei lassen sich auch untergelagerte Niederspannungsnetze ad hoc berechnen oder für weitere Rechenläufe speichern.

Netzberechnung mit NECAL und CIRCUIT

Detaildarstellung: Visualisierung der Schaltkreise & Schalterstellung. Foto: SPIE InfoGraph GISMobil GmbH

Detaildarstellung: Visualisierung der Schaltkreise & Schalterstellung. Foto: SPIE InfoGraph GISMobil GmbH

CIRCUIT und NECAL werden beispielsweise beim Wartungsmanagement von Trafos eingesetzt. „Soll ein Trafo gewartet werden, muss er eventuell vorübergehend vom Netz genommen werden“, erklärt Brück. „Mit NECAL lassen sich die Auswirkungen auf den entsprechenden Netzbereich berechnen. Zudem kann der Nutzer mit CIRCUIT simulieren, von welchen anderen Trafos die Häuser dann vorübergehend versorgt werden können, ohne dass es zu Störungen kommt.“ Die Netzberechnung mit NECAL geht sehr schnell. Im Falle eines typischen Niederspannungs- Netzgebietes liegt die Berechnung im Sekundenbereich. „Um eine Netzberechnung durchzuführen, muss der Nutzer lediglich die gewünschte Leitung im GIS auswählen. NECAL ermittelt dann automatisch den Netzbereich und visualisiert die Ergebnisse“, erklärt Brück. Zeigt der Nutzer mit der Maus auf das entsprechende Objekt, erscheint ein Tooltip mit Detailinformationen für Leitungsabschnitt, Verbraucher und Spannungsquelle. Die Auslastung der Leitungen und Trafos wird direkt an den betroffenen Objekten und Leitungen in Form eines Ampelschemas angezeigt. Wenig belastete Netzbereiche sind grün eingefärbt, grenzwertig belastete Netzbereiche beziehungsweise unterversorgte Hausanschlüsse (90% bis 100%) orange und überlastete Leitungen im Netzbereich sowie unterversorgte Hausanschlüsse rot. „So lässt sich eine mögliche Überlastung oder Unterversorgung von Leitung, Haushalt oder Trafo leicht verständlich und gut sichtbar darstellen“, so Brück weiter. „Da nicht jedes Stromnetz gleich ist, sind sowohl die Darstellung als auch die Grenzwerte parametrierbar, das heißt die einzelnen Parameter können individuell angepasst werden.“ Die Ergebnisse der Lastflussberechnungen können als zeitliche Momentaufnahme in Excel exportiert werden.

www.gismobil.com

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NGIS: Priorität für Open Data https://www.business-geomatics.com/ngis-prioritaet-fuer-open-data/ Fri, 11 Aug 2017 07:47:33 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=3487 Im vierten Geo-Fortschrittsbericht liegt der Schwerpunkt auf einer Nationalen Geoinformationsstrategie und der offenen, kostenfreien Bereitstellung von Geodaten. Der vierte Geo-Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Entwicklung des Geoinformationswesens im nationalen, europäischen und internationalen Kontext wurde Mitte Juni veröffentlicht. Darin äußert sich die Bundesregierung positiv über den aktuellen Status der INSPIRE-Richtlinie. Weiterer Handlungserfolg sei unter anderem die Änderung […]

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Im vierten Geo-Fortschrittsbericht liegt der Schwerpunkt auf einer Nationalen Geoinformationsstrategie und der offenen, kostenfreien Bereitstellung von Geodaten.

Der vierte Geo-Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Entwicklung des Geoinformationswesens im nationalen, europäischen und internationalen Kontext wurde Mitte Juni veröffentlicht. Darin äußert sich die Bundesregierung positiv über den aktuellen Status der INSPIRE-Richtlinie. Weiterer Handlungserfolg sei unter anderem die Änderung des Geodatenzugangsgesetzes (GeoZG), wodurch Geodaten des Bundes weitgehend kostenfrei bereitgestellt werden können. Als Erfolg wertet der Bericht das Nationale Copernicus Maßnahmenprogramm, den Vertrag des Bundesministerium des Innern (BMI) mit dem DLR, um für die Bundesbehörden speziell ausgewertete Satellitendaten bereitzustellen, sowie die Einrichtung des Dienstleistungszentrums für Geodaten im Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und den Geokodierungsdienst.

Die Bundesregierung nennt außerdem Maßnahmen für die Umsetzung der Nationalen Geoinformationsstrategie (NGIS); eine gemeinsame Vision zur optimalen Wertschöpfung von Geoinformationen. Eine Umsetzung der Ziele der NGIS sei seitens des Lenkungsgremiums GDI-DE bis zum Jahr 2025 geplant. Allerdings räumt die Regierung im Bericht ein, dass „angesichts der Strukturen, der Zuständigkeit und der Kompetenzen der verschiedenen Akteure (…) die hier aufgeführten Maßnahmen nicht den Anspruch erheben können, eine vollständige Umsetzung aller NGIS Ziele zu erreichen.“ Daher wurden die NGIS Ziele gemäß dem Handlungsbedarf in drei Prioritätsstufen eingeteilt: Maßnahmen, die einer offenen Bereitstellung von Geodaten dienen, haben höchste Priorität. (A) Dazu gehört die Bereitstellung von Geoinformationen der öffentlichen Verwaltung mit fach- und organisationsübergreifendem Nutzungspotenzial über Geoportale – und zwar vorrangig nach dem Open-Data-Prinzip mittels Lizenzen oder öffentlich-rechtlicher Widmung. Nach Möglichkeit soll dies auch für Geoinformationen von Wirtschaft, Wissenschaft und gesellschaftlichen Interessengruppen gelten.

Darüber hinaus sollen Geoinformationen und sonstige Fachinformationen auf Grundlage räumlich- und fachlich übergreifender Geschäftsprozesse gemeinsam erfasst und modelliert werden. Prioritätsstufe (B) beinhaltet unter anderem die nutzerspezifische, fachliche Aufbereitung der Geoinformationen, eine Nationale Geodatenbasis, standardisierte Datenformate, die versionierte Langzeitspeicherung und -archivierung von nicht mehr verwendeten Geoinformationen, regelmäßige Bedarfserhebungen zu den Anforderungen der Nutzer, sowie gesicherte Netze für die Bereitstellung von Geoinformationen für sicherheitskritische Aufgaben. Unter Priorität C sind Maßnahmen zur allgemeinen Nutzung von Geodaten in der Schul- und Hochschulbildung, insbesondere ein Grundmodul zur Geoinformation in der Ausbildung der öffentlichen Verwaltung, aufgelistet. Auch sollen über verschiedene Kanäle die Mehrwerte dieser Daten herausgestellt und veröffentlicht, transparente Metadaten erstellt und ein einheitlicher Raumbezug durch geodätische Referenzsysteme sichergestellt werden. Die IT-Infrastrukturen sollen zudem INSPIRE-konform bereitgestellt und die fachübergreifenden technischen und organisatorischen Strukturen der GDI-DE finanziell, dauerhaft und in erforderlichem Umfang von Bund und Ländern abgesichert werden.

Weitere Maßnahmen sind Aktionen im Rahmen der Teilnahme Deutschlands an Open Government Partnership (OGP), sowie die Vernetzung der geobezogenen Fachportale des Bundes mit dem zentralen Geoportal.de und das Ausrichten der europäischen INSPIRE Konferenz im September 2017 in Kehl/Straßburg.

www.bmi.bund.de

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Landkreis Gifhorn: Einheitliches GIS für Gemeinden https://www.business-geomatics.com/landkreis-gifhorn-einheitliches-gis-fuer-gemeinden/ Fri, 11 Aug 2017 07:37:52 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=3484 Der IT-Verbund Landkreis Gifhorn arbeitet seit Anfang des Jahres daran, eine gemeinsame GIS-Nutzung aller Mitgliedsgemeinden zu etablieren. ARC-GREENLAB unterstützt den Verbund beim Ausrollen des WebOffice Systems. Der Landkreis Gifhorn hat zusammen mit den Gebietseinheiten Stadt Wittingen, Gemeinde Sassenburg, Samtgemeinde Brome, Samtgemeinde Isenbüttel und Samtgemeinde Meinersen zum Jahresbeginn den IT-Verbund Landkreis Gifhorn gegründet. Alle EDV-Aufgaben werden […]

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Der IT-Verbund Landkreis Gifhorn arbeitet seit Anfang des Jahres daran, eine gemeinsame GIS-Nutzung aller Mitgliedsgemeinden zu etablieren. ARC-GREENLAB unterstützt den Verbund beim Ausrollen des WebOffice Systems.

Gifhorn ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Osten des Landes Niedersachsen und eine selbstständige Gemeinde. Foto: pixabay/razpaz

Gifhorn ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Osten des Landes Niedersachsen und eine selbstständige Gemeinde. Foto: pixabay/razpaz

Der Landkreis Gifhorn hat zusammen mit den Gebietseinheiten Stadt Wittingen, Gemeinde Sassenburg, Samtgemeinde Brome, Samtgemeinde Isenbüttel und Samtgemeinde Meinersen zum Jahresbeginn den IT-Verbund Landkreis Gifhorn gegründet. Alle EDV-Aufgaben werden seitdem zentral vom IT Verbund wahrgenommen. Durch den Zusammenschluss ergab sich eine sehr heterogene Softwarelandschaft. So galt es alleine sechs unterschiedliche GIS-Lösungen parallel zu warten und die Nutzer zu betreuen, was sich auf Dauer als sehr aufwändig darstellte. Schon vor dem IT Zusammenschluss stand den Mitarbeitern des Landkreises Gifhorn ein ArcGIS Server und WebOffice in Verbindung mit ProOffice zur Verfügung. Der Landkreis Gifhorn arbeitet bereits seit 2012 mit WebOffice. Das System wurde mit der Unterstützung von ARC-GREENLAB aus Berlin eingerichtet und in den Folgejahren betreut und erweitert.

So konnte sich WebOffice als Auskunfts- und Bearbeitungssystem bei den Mitarbeitern des Landkreises etablieren. Zu den Hauptnutzern zählen die Fachbereiche Natur und Umwelt, Demografie, Wirtschaftsförderung und Bauwesen. Das System wird in Verbindung mit ProOffice ALKIS.buch und dem WebOffice mobile Client insbesondere im Außendienst intensiv genutzt.

Gemeinsame GIS Nutzung

Die Anmeldung der Nutzer im WebOffice erfolgt automatisiert über das Active Directory des Landkreises. Daher war der erste Schritt zu einer gemeinsamen Nutzung des GIS ein gemeinsames Active Directory für eine komfortable Anmeldung und Rechtevergabe. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Arbeiten am Active Directory voraussichtlich Juli/August 2017 abgeschlossen sein, danach soll das Ausrollen des WebOffice/ProOffice an die Gebietseinheiten mit Hilfe von ARC-GREENLAB erfolgen. Anschließend erfolgt eine Verwaltung durch den IT Verbund selbst, der damit auch zentraler Ansprechpartner für die Gebietseinheiten bei der Neuanlage von WebOffice- Projekten sein und ebenso Erste Hilfe bei Problemen der täglichen GIS-Arbeit leisten wird.

Chancen und Herausforderungen

Der IT-Verbund erwartet signifikante Verbesserungen von der Vereinheitlichung der GIS Softwarelösungen. So soll durch die Verringerung der Zahl unterschiedlicher Systeme die Anwenderbetreuung effizienter werden. Auch der Abbau von Softwareschranken soll die Zusammenarbeit im IT-Verbund vereinfachen. So können beispielsweise ALKIS und Kartendaten zentral beschafft werden und auch bei gemeinsamen Projekten wie dem Breitbandausbau, der Raumordnung und Demographie können die Mitglieder des IT-Verbunds von der engen Zusammenarbeit profitieren. Die Ablösung der parallelen Systeme verringert zudem die Wartungskosten. Durch die Erhöhung der Nutzerzahl kann die Wirtschaftlichkeit des im Landkreis Gifhorn bereits bestehenden Systems auch bei der Lizensierung neuer Module weiter gesteigert werden.

Für einen reibungslosen Umstieg in WebOffice wird derzeit zusammen mit ARC-GREENLAB ein Schulungskonzept erarbeitet. Geplant ist ein eintägiger Workshop, der auf die alltägliche Arbeit mit dem System zugeschnitten sein wird. Eine weitere Herausforderung ist laut ARC GREENLAB die Migration der vorhandenen GIS-Datenbestände in WebOffice. Eine Arbeitsgruppe wird sich mit dem jeweiligen Datenbestand einer Gebietseinheit auseinandersetzen, damit eine reibungslose Migration in das neue System gewährleistet ist und die Arbeit in der Verwaltung ohne große Verzögerungen fortgesetzt werden kann. Da die Systeme allerdings sehr ähnlich sind, werden keine Hürden bei der Datenmigration erwartet.

Geplanter Ablauf und aktueller Status

Der IT-Verbund leistet zunächst die technischen Vorarbeiten. Er wird bei der Planung und Durchführung stark durch die jeweilige Gebietseinheit unterstützt werden, damit regionale Besonderheiten Berücksichtigung finden können. Der Arbeitsmehraufwand in der Einführungsphase soll sich mittelfristig durch einen verringerten Wartungsaufwand aufgrund der Verringerung der zu betreuenden Systeme amortisieren. Um die Einführung und den damit verbundenen Arbeitsaufwand überschaubar zu halten, ist eine aufeinanderfolgende Umstellung des GIS bei den jeweiligen Gebietseinheiten vorgesehen. Die Umstellungen werden also mit kurzen zeitlichen Abständen erfolgen, so dass den Beteiligten gegebenenfalls noch die Möglichkeit für Korrekturarbeiten bleibt.

Die größte organisatorische Herausforderung ist laut ARC-GREENLAB, das Workshopwissen in den Gebietseinheiten sämtlichen zukünftigen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Denn die Anzahl der betroffenen Personen übersteige die Schulungsressourcen des IT-Verbundes. Vorgesehen ist nun die Ausbildung von Mediatoren (Mitarbeiter der Gebietseinheiten), die bei ARC-GREENLAB geschult werden und dann das Wissen in den jeweiligen Gebietseinheiten verbreiten sollen.

www.arc-greenlab.de

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Mobil ohne Medienbruch https://www.business-geomatics.com/mobil-ohne-medienbruch/ Fri, 11 Aug 2017 07:27:42 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=3480 TOPO graphics bietet erstmals eine Komplettlösung für das mobile GIS. Bestandteile sind die Hardware des neuen Partners Hi-Target aus China und eine hauseigene mobile GIS-Lösung. Eine Marktlücke ist das Bedürfnis der Menschen nach einem Angebot, das es derzeit so auf dem Markt noch nicht gibt. So lautet die lexikalische Erklärung für eine Produktkategorie, die mit […]

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TOPO graphics bietet erstmals eine Komplettlösung für das mobile GIS. Bestandteile sind die Hardware des neuen Partners Hi-Target aus China und eine hauseigene mobile GIS-Lösung.

Mitarbeiter der Stadt Herne begutachten die mobile Lösung von TOPO graphics im Rahmen einer Vorführung. Inzwischen befindet sie sich bereits im praktischen Einsatz. Foto: TOPO graphics Geoinformationssysteme GmbH

Mitarbeiter der Stadt Herne begutachten die mobile Lösung von TOPO graphics im Rahmen einer Vorführung. Inzwischen befindet sie sich bereits im praktischen Einsatz. Foto: TOPO graphics Geoinformationssysteme GmbH

Eine Marktlücke ist das Bedürfnis der Menschen nach einem Angebot, das es derzeit so auf dem Markt noch nicht gibt. So lautet die lexikalische Erklärung für eine Produktkategorie, die mit hohen Ansprüchen in den Markt startet. Genau dies macht jetzt die TOPO graphics Geoinformationssysteme GmbH aus Meckenheim bei Bonn. Das Unternehmen stellt eine mobile Komplettlösung für die Erfassung und Verarbeitung von hochgenauen Vermessungsdaten, die einerseits autonom und medienbruchfrei arbeitet, andererseits aber auch eine zentimetergenaue Datenerfassung zu Preisen weit unter dem üblichen Marktniveau ermöglicht. Dazu ist das Unternehmen zum einen eine neue Partnerschaft mit dem chinesischen Vermessungsspezialisten Hi-Target eingegangen und baut einen ersten systematischen Vertrieb für dessen mobile GIS-Lösung auf. Zum anderen hat das Unternehmen mit TGControl eine Softwarelösung entwickelt, die die Datenverarbeitung auf dem Desktop, dem Server und dem mobilen Gerät durchgängig ermöglicht.

TOPO graphics fokussiert seit 20 Jahren auf den Bereich Desktop- und Server-basierter GIS-Installationen für Intranet und Internet und wollte sein Portfolio um eine mobile Lösung ausbauen. Nach langer Marktuntersuchung traf das Unternehmen die Entscheidung für den asiatischen Hersteller Hi-Target, der bis dato im europäischen Markt noch nicht bekannt war. „Wir haben eine Gerätekombination gesucht, bei der der Nutzer keine externe Antenne und gleichzeitig ein Tablet oder einen externen Controller mit sich führen muss.“ Ein smartes mobiles GIS sei nur dann smart, wenn der User wie mit einem Block oder Klemmbrett arbeiten kann, ohne Akrobatik vollführen zu müssen, so Werner Probst, Geschäftsführer von TOPO graphics.

Zusammen mit der Archikart AG aus Lauchhammer hat TOPO graphics nun den Vertrieb der HI-Target-Produktlinie für mobiles GIS (QpadX5) für Deutschland übernommen. Der Anschaffungspreis liegt nach Angaben des Unternehmens bei rund 6.000 Euro. „Er bietet trotzdem Leistungsspezifika, die derzeit kein anderer Hersteller anbieten kann“, ist Probst überzeugt. Zur INTERGEO sollen die Unternehmen ein weiteres Gerät vorstellen, das „einen Technikschock bei Mitbewerbern und Kunden auslösen kann“, verspricht Probst. Vor diesem Hintergrund sollen in der DACH- und der BeNeLux-Region eine strukturierte Distribution aufgebaut werden.

Durchgängige Lösung: Die Software TGControl und das rugged Tablet Qpad X5 von Hi-Target bilden zusammen eine universelle mobile GIS-Lösung. Foto: TOPO graphics Geoinformationssysteme GmbH

Durchgängige Lösung: Die Software TGControl und das rugged Tablet Qpad X5 von Hi-Target bilden zusammen eine universelle mobile GIS-Lösung. Foto: TOPO graphics Geoinformationssysteme GmbH

Mit TGControl bietet TOPO graphics gleichzeitig eine App an, die auf iOS und Android läuft und zu einer Applikationssuite gehört, zu der auch Desktop und/oder Serverbausteine zählen. Zusammen ermöglichen die Bausteine von TGControl den vollständig autarken Betrieb des mobilen Gerätes ohne GSM-Netz-Verbindung im Feld. Nur eine Lokalisierung im Zentimeterbereich bedarf nach Angaben des Unternehmens eine G3 oder LTE Verbindung. Außer dem Korrektursignal werden aber keine Daten übertragen, nur im Büro steuert die App die drahtlose Übertragung der neu erfassten Daten und der neuen Auftragsdaten. Ebenso erstellt die TGControl-Serversuite einen Report und macht definiert Instandhaltungsaufträge, die an den Bauhof oder externe Dienstleister vergeben werden können.

TGControl kann für vielfältige Aufgaben konfiguriert werden. „Es spielt keine Rolle, ob Bäume, Spielgeräte oder Straßen, Hydranten und Schächte kontrolliert werden müssen, die Applikationssuite ist so flexibel, dass sogar bereits existente Fremdanwendungen, die auf Standard- Datenbanken basieren, gekoppelt werden können“, berichtet Probst.

TGControl ist auch mit ArcGIS für Desktop und Server einsetzbar. Für Systeme wie GeoNIS bestehen bereits Datentransfer-Plugins. „Für die Einbindung in weitere Systeme ist nur wenig Aufwand notwendig“, erläutert der Geschäftsführer.

www.topographics.de
www.conterra.de

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