INTERGEO 2022 Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/intergeo-2022/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Fri, 15 Sep 2023 11:31:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png INTERGEO 2022 Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/intergeo-2022/ 32 32 BIM-Tage Deutschland auch auf INTERGEO integriert https://www.business-geomatics.com/bim-tage-deutschland-auch-auf-intergeo-integriert/ Tue, 09 May 2023 13:22:36 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15699 Die BIM-Tage Deutschland finden in diesem Jahr zum insgesamt vierten Mal in Berlin und online statt. Zeitraum ist der 9. bis 12. Oktober, wobei das Vortragsprogramm der Hybrid-Veranstaltung am 10. und 11.10. auf der INTERGEO auf einer speziellen Bühne innerhalb der INTERGEO EXPO stattfindet.

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Die BIM-Tage Deutschland finden in diesem Jahr zum insgesamt vierten Mal in Berlin und online statt. Zeitraum ist der 9. bis 12. Oktober, wobei das Vortragsprogramm der Hybrid-Veranstaltung am 10. und 11.10. auf der INTERGEO auf einer speziellen Bühne innerhalb der INTERGEO EXPO stattfindet. Der erste Tag am 9.10. wird rein digital via Life-Streams abgehalten. Am finalen 12.10. wird der physische Teil wie im letzten Jahr im Kongresszentrum AXICA direkt am Brandenburger Tor ausgetragen. Dort werden auch die Green-BIM Awards vergeben, die mit Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) ausgelobt wurde. Auf der INTERGEO wird es auch im Umfeld der BIM-Hauptbühne einen speziellen Ausstellungsbereich (BIM-AREA) zu dem Thema geben.

Das exklusive Kongresszentrum AXICA direkt am Brandenburger Tor ist Schauplatz des vierten Tags der BIM Tage Deutschland, die zum vierte Mal stattfinden. An diesem Tag fokussiert das Programm vor allem auf die politischen Aspekte rund um BIM. Quelle: AXICA / Ein Unternehmen der DZ BANK

Die BIM Tage Deutschland setzten ihre Tradition als hybrider Event fort, neu ist dabei die Kooperation mit der INTERGEO, der weltweit größten Geospatial-Plattform. Dort ist eine BIM-Hauptbühne an den zwei Tagen jeweils mit einem Themenschwerpunkt präsent: Am Dienstag heißt es „Scan2BIM“, am Mittwoch „InfraBIM“. Die Vorträge auf der INTERGEO sind als Life-Stream auch online zugänglich, auch nach der Messe.

Durch die Kooperation der beiden Event-Plattform versprechen sich die Veranstalter diverse Synergien. „Die INTERGEO ist durch das geballte Know-how der Hersteller von Scanning-Devices ein idealer Treffpunkt für die weltweite Elite der Scan2BIM-Branche“, so Dr. Josef Kauer, Präsident der BIM-Tage Deutschland. „Wir kombinieren unsere Messe mit dem Netzwerk und Programm der BIM-Tage Deutschland, weil wir mit dieser übergreifenden Perspektive auf eine wachsende gemeinsame Schnittmenge von interessierten Teilnehmern treffen“, so Christiane Salbach, Geschäftsführerin vom DVW, der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. Der DVW e. V. ist Veranstalter der INTERGEO.

Die Innenräume des AXICA. Quelle: AXICA / Ein Unternehmen der DZ BANK

Das Programm für „InfraBIM“ wird unterstützt vom Leonhard Obermeyer Center. Eröffnet wird „InfraBIM“ von Prof. Dr. Steffen Warmbold, Verband der Beratenden Ingenieure, der auch das Thema ESG, also Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance), in den Mittelpunkt rückt. „In der Wertschöpfungskette Bau liegt der Schlüssel in der intelligenten Optimierung und insbesondere dem ganzheitlichen Management der Planungs-, Bau- und Betriebsdaten für nachhaltigere Projekte. Ob im Hochbau oder bei der Straßen-, Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur sind pfiffige Lösungen auch zur Erreichung der ESG-Kriterien gefragt“, so Warmbold. Der VBI plädiere für einen raschen Schritt – raus aus den analogen Datensilos. „Wir müssen in der Wertschöpfungskette Bau so zügig wie möglich medienbruchfrei von der Planung und Genehmigung, dem Bau und Betrieb digital und wertstromorientiert kollaborieren. Die BIM-Tage Deutschland und die INTERGEO bieten nicht zuletzt den Raum für alle Stakeholder des Planen und Bauens Ihre digitalen Innovationen vorzustellen und bilden damit das Fundament für konstruktive und patente Lösungen zur Nachhaltigkeit.“

www.bimtagedeutschland.de

www.intergeo.de

 

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Intensiver Fachaustausch in Essen https://www.business-geomatics.com/intensiver-fachaustausch-und-positive-netzwerkatmosphaere/ Thu, 10 Nov 2022 13:10:50 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14717 Rund 14.000 Fachbesucher:innen aus 102 Ländern und insgesamt 457 Aussteller aus 31 Ländern sind nach Angaben der HINTE Messe- und Ausstellungs GmbH vom 18. bis zum 20. Oktober zur hybriden INTERGEO 2022 nach Essen gekommen. Darüber hinaus haben laut HINTE circa 1.000 Konferenzteilnehmer:innen am internationalen Vortragsprogramm mit mehr als 120 Speakern teilgenommen und etwa 1.800 […]

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Rund 14.000 Fachbesucher:innen aus 102 Ländern und insgesamt 457 Aussteller aus 31 Ländern sind nach Angaben der HINTE Messe- und Ausstellungs GmbH vom 18. bis zum 20. Oktober zur hybriden INTERGEO 2022 nach Essen gekommen. Darüber hinaus haben laut HINTE circa 1.000 Konferenzteilnehmer:innen am internationalen Vortragsprogramm mit mehr als 120 Speakern teilgenommen und etwa 1.800 Besucher:innen die digitale Veranstaltung genutzt. „Die Ergebnisse übertreffen damit unsere Erwartungen deutlich”, kommentiert Prof. Dr. Hansjörg Kutterer, Präsident des Veranstalters DVW e.V., Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement.

Rund 14.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt haben sich vom 18. Bis 20. Oktober in Essen zur INTERGEO 2022 eingefunden. Foto: HINTE Messe- und Ausstellung GmbH

Aussteller sowie Messe- und Kongressteilnehmer:innen betonten gegenüber dem INTERGEO-Ausrichter HINTE Messe- und Ausstellungs GmbH gleichermaßen, wie sehr sie den intensiven, persönlichen Fachaustausch und die positive Netzwerkatmosphäre genossen haben. „Die Menschen haben die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, um ihr Netzwerk zu pflegen, neue Kontakte zu gewinnen und Lösungen der Geospatial-Branche live zu erleben. Die diesjährige INTERGEO ist der Beweis: Wir sind im Aufbruch in die post-pandemische Zeit“, so Kutterer.

Fokus: Digitaler Zwilling

Einen besonderen Fokus legten die Veranstalter in diesem Jahr auf Digitale Zwillinge. Digitale Zwillinge gelten als die Werkzeuge, um statische und dynamische bis hin zu Echtzeitinformationen zu vereinen und als Spiegelbild der Realität wichtige Aufgaben zu erfüllen. Maßgeblich für das Gelingen der Digitalisierung von Stadt, Land und Raum sind Kooperation, Kollaboration und das Teilen von Informationen. „Digital Twins bieten Daten- und faktenbasierte Informationen für nachhaltige Entscheidungen. Das ist gerade heute in einer Umgebung hoher Komplexität elementar“, so Kutterer. Zu den weiteren Schwerpunkten der INTERGEO gehörten in diesem Jahr Smart Cities, Building Information Modelling (BIM), Nachhaltigkeit, Mobilität und Klimawandel.

Die EXPO präsentierte außerdem ein breit aufgestelltes Portfolio der Geospatial-Industrie: neben terrestrischer Erfassung und luftgestützten Lösungen wie Drohnen, stellten Aussteller auch automatisierte Lösungen zur Erfassung des Raums vor. Geoinformationssysteme und BIM-Lösungen demonstrieren außerdem ihre Potenziale in der Datenanalyse, Monitoring und Entscheidungsunterstützung.

Internationale Konzerne zeigten genauso Flagge wie der Mittelstand und Start-ups. „Wir freuen uns sehr über die drei neuen Gemeinschaftsstände aus der chinesischen Provinz Zhejiang, aus Südkorea und der Ukraine“, so Daniel Katzer, Geschäftsführer des EXPO-Organisators HINTE Expo & Conference GmbH. Das Feedback der ausstellenden Wirtschaft sei laut Katzer dabei durchweg positiv ausgefallen. Auch präsentierten Aussteller auf zwei Stages praxisorientierte Anwendungen. „Die Stages waren durchgängig voll besetzt. Die Besucher:innen haben großes Interesse an anwendungsorientiertem Content und Best-Practice-Lösungen für ihren beruflichen Alltag gezeigt“, so Katzer.

Ausblick auf 2023

Schon jetzt hat sich ein großer Teil der Aussteller nach Angaben der HINTE Messe- und Ausstellungs GmbH ihre Präsenz auf der INTERGEO 2023 in Berlin gesichert. „Bereits vor Ort haben viele Aussteller für das kommende Jahr gebucht. Wir blicken erwartungsvoll auf Berlin. Die Branche gewinnt mit der Digitalisierung an Bedeutung. Das spiegelt sich in einem Branchenwachstum, vielen neuen Start-ups und einem innovativen Unternehmensumfeld wider“, so der EXPO-Verantwortliche Katzer. (jr)

www.intergeo.de

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Neue Dienste für die INSPIRE Good Practice https://www.business-geomatics.com/neue-dienste-fuer-die-inspire-good-practice/ Tue, 11 Oct 2022 12:34:48 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14662 Zur Intergeo stellt rasdaman neue Datenwürfel-Dienste vor. In Halle 3, Stand 3.138, präsentiert das rasdaman Team die nächsten Innovationen; so ermöglicht es ein neuartiges Dashboard jetzt auch Nutzern ohne Programmierkenntnissen mit analysefertigen Daten zu arbeiten. Sie heißen Cube2Go, Cube@Home, MyCube und Cube4All – vier neue standardisierte Dienste, die es erlauben, grenz- und ebenenübergreifende Datensätze flächendeckend […]

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Zur Intergeo stellt rasdaman neue Datenwürfel-Dienste vor. In Halle 3, Stand 3.138, präsentiert das rasdaman Team die nächsten Innovationen; so ermöglicht es ein neuartiges Dashboard jetzt auch Nutzern ohne Programmierkenntnissen mit analysefertigen Daten zu arbeiten.

Sie heißen Cube2Go, Cube@Home, MyCube und Cube4All – vier neue standardisierte Dienste, die es erlauben, grenz- und ebenenübergreifende Datensätze flächendeckend und harmonisiert bereitzustellen.

Die neue Dienste-Vielfalt schafft mehr Spielraum und Möglichkeiten, um auf individuelle Nutzer-Anforderungen einzugehen, und dies ohne die Verpflichtung zu Lizenzkauf und Installation. Das 360° Datenwürfel-Angebot umfasst:

  1. den betreuten Cloudservice MyCube,
  2. die maßgeschneiderte On-Premise Lösung Cube@Home,
  3. den Zugriff auf 140+ Petabyte öffentlich zugänglicher Daten mit Cube2Go,
  4. die Nutzung und Einbindung in die ortstransparente Föderation EarthServer mit dem Dienst Cube4all: dem Zusammenschluss sind mehr als 10 internationale Datenzentren und DIAS-Plattformen (Data and Information Access Services) angeschlossen.

rasdaman ist die anerkannte INSPIRE Good Practice. Erst jüngst validierte die Europäische Kommission rasdaman WCS als ersten und einzigen INSPIRE-konformen Download-Dienst, der die Anforderungen der EU unter Verwendung des WCS (Web Coverage Service) vollständig erfüllt.

www.rasdaman.com

Advertorial – für den Inhalt verantwortlich: rasdaman GmbH

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Laserscanning für die Gewässervermessung https://www.business-geomatics.com/laserscanning-fuer-die-gewaesservermessung/ Thu, 06 Oct 2022 10:14:54 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14598 2010 gegründet führte die Airborne HydroMapping GmbH die laserbasierte Gewässervermessung in den Markt ein. Nun hat das Unternehmen mit einer neuen Auswerte­methode das nächste Level für die Kombination aus Flachwasser-Bathymetrie und Topographie erreicht. Kooperation mit RIEGL LMS „10 Jahre AHM bedeuten ebenfalls eine vertrauensvolle Kooperation mit RIEGL LMS, die über den technischen Support bei Messkampagnen […]

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2010 gegründet führte die Airborne HydroMapping GmbH die laserbasierte Gewässervermessung in den Markt ein. Nun hat das Unternehmen mit einer neuen Auswerte­methode das nächste Level für die Kombination aus Flachwasser-Bathymetrie und Topographie erreicht.

Die Bathymetrie in flachen Gewässern kann seit über zehn Jahren per luftgestütztem Laserscanning systematisch durchgeführt werden. Foto: AHM GmbH

Kooperation mit RIEGL LMS

„10 Jahre AHM bedeuten ebenfalls eine vertrauensvolle Kooperation mit RIEGL LMS, die über den technischen Support bei Messkampagnen weit hinausgeht“, so Steinbacher. AHM ist seit 2011 regelmäßiger Mitausteller am Messestand von RIEGL auf der Intergeo und pflegt eine enge Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung im Bereich des topo-bathymetrischen Laserscannings, die mit der FFG-geförderten Sensorentwicklung 2007 begann.  Seitdem arbeiten die Unternehmen immer wieder bei Forschungsprojekten zusammen, etwa in den Jahren 2014 bis 2016 bei dem ebenfalls FFG-geförderten Projekt Alpine Airborne Hydro Mapping, bei dem alpine Flüsse untersucht wurden. Dabei geht es immer wieder darum, den gesamten Workflow der Datenverarbeitung zu verbessern und so sowohl bei Hardware als auch Software die bestehenden Potenziale zu heben. „Das Potenzial der FWF-basierten Datenanalyse schafft enorm viele Perspektiven für Forschung und Anwendung“ ist Steinbacher überzeugt. So sei eine grüne Zukunft mit Unterstützung der Blue Economy möglich. (sg)

Wer eine Marktlücke findet, der hat eine gute Chance darauf, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Was wie eine Binse klingt, ist für Technologieunternehmen eine entscheidende, aber herausfordernde Aufgabe: Es gilt, die Technologieentwicklung auf breiter Ebene im Blick zu haben und die besagte Lücke genau zu identifizieren. Genau dies gelang dem österreichischen Unternehmen Airborne HydroMapping (AHM) GmbH im Jahr 2010. Die Lücke bestand damals in der Flachwasserbathymetrie. Während bei Wassertiefen über 20 Metern das Echolot das Messmittel der Wahl war, konnten geringere Tiefen an Küsten und in Binnengewässern nur händisch gemessen werden. Eine systematische, flächendeckende Vermessung war damals nicht möglich. Zu Lande kannte man zwar bereit das Airborne Laserscanning (ALS), doch die damaligen Laser waren nicht in der Lage, Wasser zu durchdringen.

Pionierarbeit in Innsbruck

Die Wurzeln der Idee liegen bereits im Jahr 2007. Damals startete die Universität Innsbruck, Arbeitsbereich Wasserbau, ein Forschungsprojekt zusammen mit den Lasermesstechnik-Experten RIEGL LMS in den Laboren des Wasserbauinstituts. Mit dabei war Frank Steinbacher, damals noch als Student: „Zunächst ging es noch darum, den Laser für den Blick unter Wasser zu entwickeln“, so der heutige AHM-Geschäftsführer. Auf Grundlage dieser Idee wurde der RIEGL VQ-820 G entwickelt, ein Laser, der auf einem grünem – und nicht wie bis dahin üblich auf einem rotem – Laser basierte und so Wasser bis knapp unterhalb der Sichttiefe durchdringen konnte.

So entwickelte AHM erstmals das luftgestützte topo-bathymetrische Laserscanning zur Erhebung hochaufgelöster 3D-Gewässerdaten an Flüssen, Seen oder Küsten einschließlich dem angrenzenden Land-, Küsten- oder Ufergebiet. Die Datenlücke zwischen Echolot für die tieferen Gewässerbereiche und dem klassischem topographischen ALS wurde also geschlossen. Erstmals wurden großflächige 3D-Modelle von Gewässersohlen erstellt, die zum Beispiel für hydraulische Modellierung, Hochwassersimulationen und vielerlei Forschungsfragen genutzt werden konnten. Zuvor gab es nur Querprofile in größeren Abständen, die für solche Aufgaben interpoliert wurden.

Die Entwicklung schreitet voran

AHM wurde dann 2010 gegründet, der VQ 820 G erstmals 2011 auf der Intergeo in Nürnberg offiziell am Stand von RIEGL vorgestellt. Die Technologie wurde durch RIEGL LMS in den letzten zehn Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Mit dem VQ-880-NG als Nachfolger (2015) wurde nicht nur die Messrate von 245 kHz auf 550 kHz erhöht, sondern die sogenannte Full Waveform (FWF) wird standardmäßig für jeden Laserpuls aufgezeichnet. FWF heißt, dass der Sensor das komplette reflektierte Signal des Laserpulses in seinem zeitlichen Verlauf innerhalb einer Wellenform speichert.

Zuvor hat der Laserscanner dies vereinheitlicht und in Form eines Messpunktes gespeichert, um so die Rechen- und Speicherkapazität des Lasers nicht zu überlasten. Dieses Verfahren wird Online Waveform Processing (OWP) genannt und erzeugt eine fertige Punktwolke direkt im Laser. Beim VQ-820 G wurde nur bei jedem vierten Puls die volle Wellenform gespeichert.

Befliegungsprojekt an der Elbe: Die Punktwolke durch die topo- bathrymetrische Befliegung liefert Daten zu Wassertiefen und zur Ufervegetation. Foto: AHM GmbH

„In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass in der FWF ein wesentlicher Mehrwert für die Datenauswertung steckt“, sagt Dr. Ramona Baran, Projektleiterin bei AHM. Das zeigt sich zum einen bei der Eindringtiefe des Lasers ins Wasser und demnach bei der Messtiefe. Mit FWF wird die Eindringtiefe von nominell 1.5x auf bis zu 2,5x Secchi verbessert. Mit der Einheit Secchi wird die Sichttiefe von Gewässern erfasst – der neue Laser kann also 2,5fach tiefer Messen als das menschliche Auge sehen kann. „In Flüssen wie dem Rhein erreicht man so eine Messtiefe von bis zu drei Metern“, sagt Baran. In klaren Gewässern wie etwa an der Grönlandküste, wo AHM bereits Projekte realisiert hat, sind es bis zu 15 Meter.

Da Flüsse und Seen im Winter weniger organische Substanzen enthalten und so mehr Sichttiefe haben, erstreckt sich die Befliegungssaison in der Regel über die Wintermonate, wo auch die nahe Vegetation geringer ausfällt.

Aber nicht nur die Messtiefe wird mit FWF besser. Im Vergleich zur OWP-Punktwolke erzielt AHM auch eine deutlich bessere räumliche Abdeckung. Die Punktwolke wird dichter, fehlerfreier und genauer. Das gilt für die Gewässersohle, aber auch für die Geländeabdeckung, etwa, wenn dichte Vegetation in Ufer- und Küstenzonen erfasst wird. „Über die FWF kann zum Beispiel auch die Trübung des Gewässers quantitativ parametrisiert werden, da Licht in trübem Wasser stärker gedämpft wird als in klarem Wasser“, so Baran.

In diesem Jahr hatte AHM ein Projekt durchgeführt, in dem der Mehrwert der FWF-Erfassung und -Auswertung gegenüber konventionellen, bathymetrischen Ansätzen systematisch belegt wurde. „Damit werden Auswertungen für Schifffahrt, Küstenschutz und Aquakultur in den Flachwasserbereichen besser und belastbarer“, sagt Steinbacher.

Spezielle Aufgaben für die Software HydroVISH

AHM hat ein eigenes Flugzeug (Tecnam P2012 Traveller) mit ausgestattetem Sensorsystem und realisiert Projekte in ganz Europa (und auch darüber hinaus). Bisher wurden über 6.000 Kilometer Fluss- Seeufer- bzw. Küstenlinie erfasst. Die Flughöhe beträgt in der Regel rund 400 Meter, die Messstreifenbreite ungefähr 350 Meter. Für die Befliegung der Elbe etwa werden so vier Flugstreifen benötigt.

Neben der Erhebung der topo-bathymetrischer LiDAR-Daten liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Prozessierung, Analyse, Auswertung bis hin zur Modellierung und Verschneidung mit weiteren Datensätzen.

Hintergrund ist, dass Topo-bathymetrische Daten komplex sind. Zum einen entstehen zwei Datensätze, einerseits die 3D-Punktwolke der OWP-Verarbeitung und zum anderen die zeitlichen Amplitudenverläufe der FWF als Rohdaten. Diese sind sehr voluminös. Für die Befliegung der Elbe in Deutschland mit 600 Kilometern Länge generierte AHM zum Beispiel 5.5 Terabyte Daten. „Bisherige Softwarelösungen stoßen hierbei an ihre Prozessierungsgrenzen oder führen zu einer Zergliederung der Daten“, so Baran.

Der Laserscanner Riegl VQ-880 G ist das aktuell Modell mit „grünem“ Laser, der Wasser bis weit unter-halb der Sichttiefe durchdringen kann. Foto: RIEGL GmbH

Die Anforderung an sensor-unabhängige Softwarelösungen zur flexiblen Datenprozessierung und -analyse stelle hier einen Schlüssel zum Erfolg dar. Eine Reihe weiterer Parameter müssten, so Baran, berücksichtigt werden, um Ergebnisse (semi)-automatisierter Analysen der Punktwolken und FWFs zu verbessern. Dazu gehören etwa RGB-Werte aus Luftbildern, räumliche Informationen zu Sediment- und Bodentyp, Gewässersohldaten aus Echolotungen und viele andere.

Bereits in dem Innsbrucker Forschungsprojekt wurde die Entwicklung von HydroVISH begonnen. Die AHM-Softwarelösung verarbeitet die Daten unabhängig von Datenformat und Menge an Datenattributen. Für die durchgehende Datenspeicherung wird ein HDF5-basiertes Datenformat aus dem Bereich des High Performance Computing verwendet, dass verschiedenste raumzeitliche Parameter in einem einheitlichen Datenmodell ermöglicht. So können beispielsweise Punktwolken, Netze, Bilder und Linien in der gleichen Datei zu verschiedenen Zeitpunkten und in unterschiedlichen Koordinatensystemen abgespeichert werden. Zudem ist es, so Baran, zugleich offen, flexibel und effizient.

Der HydroVISH-Ansatz erlaubt also den Aufbau einer durchgehenden Pipeline zur Datenprozessierung vom Originaldatensatz direkt nach der Befliegung über die klassifizierte und refraktierte Punktwolke bis zum daraus abgeleiteten hydraulischen Modell mit den wesentlichen Prozessierungsschritten zu FWF-Auswertung, Streifenabgleich, Klassifizierung, Refraktion, Modellierung und zur Qualitätskontrolle. „Zudem kann die Urache für aufgetretene Fehler durch Rückverfolgung der Arbeitsschritte einfacher gefunden und korrigiert werden“, so Baran. (sg)

www.ahm.co.at

www.riegl.com

 

 

 

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Zehn Zoll für alle Fälle https://www.business-geomatics.com/zehn-zoll-fuer-alle-faelle/ Thu, 06 Oct 2022 09:40:33 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14592 Panasonic bietet mit seinem neuen TOUGHBOOK G2 eine neue Generation robuster Tablets, die für alle Anforderungen bei GIS- & BIM-Anwendungen geeignet ist. Panasonic gilt mit seinen TOUGHBOOK-Geräten als Marktführer für robuste Endgeräte, die dem rauen Arbeitsalltag bei Vermessung, Positionierung, Kartierung und Inspektion gewachsen sind. In der Full-Ruggedized-Schutzklasse, das heißt bei Modellen, die sogar sturzfest mit […]

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Panasonic bietet mit seinem neuen TOUGHBOOK G2 eine neue Generation robuster Tablets, die für alle Anforderungen bei GIS- & BIM-Anwendungen geeignet ist.

Das Panasonic TOUGHBOOK G2 im Vermessungsalltag. Foto: Panasonic Connect Europe GmbH

Panasonic gilt mit seinen TOUGHBOOK-Geräten als Marktführer für robuste Endgeräte, die dem rauen Arbeitsalltag bei Vermessung, Positionierung, Kartierung und Inspektion gewachsen sind. In der Full-Ruggedized-Schutzklasse, das heißt bei Modellen, die sogar sturzfest mit MIL-STD-810G Zertifizierung sowie resistent gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz mit IP-Zertifizierung sind, gibt es eine Reihe von Geräten, die weit verbreitet sind. Mit dem Panasonic TOUGHBOOK G2 hat das Unternehmen im letzten Jahr ein Modell auf den Markt gebracht, das als Nachfolger verschiedener Produktreihen fungiert.

Kompatibilität und Peripherie für vielseitigen Einsatz

Wie bei TOUGHBOOK Hardware üblich ist auch beim TOUGHBOOK G2 der Anschluss zu älteren Peripherie-Geräten und die Zubehör-Kompatibilität gewährleistet. „Es stellt trotzdem eine komplett neue Gerätegeneration im Vergleich zum TOUGHBOOK G1 dar“, so David Müller von Panasonic. Zu den Neuerungen gehören eSIM und Wireless-Kommunikationsfunktionen für das mobile Arbeiten unterwegs. Neben einem Mehr an Rechenleistung gibt es verdoppelten Arbeitsspeicher (RAM) und mehr Speicherplatz. Das Tablet ist als Microsoft Secured-Core PC eingestuft und unterstützt so eine erhöhte Sicherheit auf Business-Niveau. Enthalten ist ein Intel Core-Prozessor (Quad Core) der 10. Generation mit Intel vPro-Technologie und 16 GB RAM (wahlweise 32 GB). Die Bildausgabe in 4K Auflösung ist auch auf zwei externen Bildschirmen möglich. Eingedockt in einer optionalen Desktophalterung ersetzt das TOUGHBOOK G2 problemlos einen Desktop-PC in Baustellenbüros und vereint so zwei Geräte in einem. Auch die Bildschirmhelligkeit wurde nochmals verbessert, schließlich ist die gute Sichtbarkeit auch in hellen Umgebungen eine der wichtigsten Eigenschaften des Outdoor-Tablets. Zusätzliche Steckplätze für Erweiterungsmodule sollen die Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit erhöhen. Hier können bei Bedarf unter anderem kontaktgebundene  und kontaktlose Smartcard-Reader hinzugefügt werden. Am vorderen Rahmen des Displays befinden sich außerdem drei in- dividuell anpassbare Schnellwahl-Tasten.

Das TOUGHBOOK G2 ist als Standard- und als Quick-Release-SSD-Modell erhältlich. Bei der „Quick Release“ Variante lässt sich die SSD einfach aus dem Gerät nehmen – was wichtig für datensensible Bereiche wie Rettungsdienste, Polizei, Verteidigung und auch Versorgerunternehmen ist. Optional kann das Tablet mit einer Tastatur samt Hintergrundbeleuchtung ausgestattet werden, die zusätzlich einen USB Typ-A- und einen Typ-C-Anschluss bietet.

Das TOUGHBOOK G2 Tablet mit Leica Zeno FLX100 Smartantenne ist eine Sonderlösung von PWA speziell für Vermessungsaufgaben. In dem YouTube-Video (QR-Code) sind die Features erläutert. Foto: Panasonic Connect Europe GmbH

Mit den modularen Erweiterungsoptionen und einer umfangreichen Zubehörpalette lässt sich das neue Tablet exakt auf die Anforderungen in den jeweiligen Einsatzbereichen anpassen. Dazu gehören u. a. Fahrzeug-Halterungen mit oder ohne Tastatur, Handschlaufen, Schultergurte und desinfizierbare Gehäuse. Kunden, die bereits ein TOUGH­BOOK G1 oder TOUGHBOOK 20 besitzen, können größtenteils das vorhandene Zubehör einschließlich der Fahrzeug-Halterungen mit dem neuen TOUGHBOOK G2 weiter nutzen.

Partner sorgen für Vertikalisierung

Ein Modell für alle Fälle, so lautet das Motto des Herstellers, der damit den Kunden größtmögliche Einfachheit, aber auch gleichermaßen Flexibilität bieten möchte. „Der Funktionsreichtum ist so groß, dass mit einem Gerät der größte Teil aller Anforderungen erfüllt wird“, so Müller. Außerdem sorgen die Partnerunternehmen dafür, dass die Geräte für die einzelnen vertikalen Branchen angepasst werden. Zahlreiche Vermessungsexperten wie Leica Geosystems vertreiben ihre Bundle-Lösungen mit TOUGHBOOK Hardware. Als Spezialist im Bereich Vermessung und mobile GIS-Datenerfassung bietet die frox IT Fabrik Komplettlösungen bereits mit dem 10“ großen TOUGHBOOK und Leica GNNS Antennen an.

Für den Bereich Vermessung, Kartierung und GIS ist es vor allem der zertifizierte Panasonic Service- und Vertriebspartner PWA Electronic GmbH, der Spezialanfertigungen und Eigenentwicklungen tätigt. Diese ermöglichen Vermessungen im GPS-Submeter- und -Zentimeter-Bereich. So rüstet PWA etwa das TOUGHBOOK G2 mit einer Leica Zeno FLX100 Smartantenne aus. „Durch die Integration der Leica Smartantenne ist das Vermessungssystem innerhalb von kürzester Zeit messbereit und ermöglicht eine genaue Datenerfassung mittels RTK-Technologie“, so Müller.

Die modular im TOUGHBOOK-Tablet integrierte Kompaktantenne ermöglicht die Anbindung des Tablets über größere Distanzen (bis zu 500 Metern) an alle marktgängigen Totalstationen – etwa Leica Geosystems oder Trimble. Diese TOUGHBOOK G2-Speziallösung des Partners PWA sorgt, so Müller, „für reibungslose Abläufe auch unter widrigsten Bedingungen und höchste Präzision bei Positionierungs- und Vermessungsaufgaben.“

www.business.panasonic.de

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Permanent in Alarmstimmung https://www.business-geomatics.com/permanent-in-alarmstimmung/ Thu, 06 Oct 2022 09:33:35 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14587 Mit InfraGuard stellt Senceive ein neues System für die drahtlose Zustandsüberwachung vor, das auf einer permanenten Überwachung inklusive Alarmmanagement basiert.   In regelmäßigen Abständen präzise messen, damit nichts passiert und Folgeschäden vermieden werden können – das ist der Grundgedanke von Langzeitüberwachungen von Bauwerken und Verkehrsinfrastruktur. Verformt sich eine Spundwand oder droht ein Hang zu rutschen, […]

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Mit InfraGuard stellt Senceive ein neues System für die drahtlose Zustandsüberwachung vor, das auf einer permanenten Überwachung inklusive Alarmmanagement basiert.

Überwachung von Hangrutschungen mit smarten Sensoren, die drahtlos miteinander kommunizieren und sofort melden, sobald Erdbewegungen eintreten. Foto: Senceive

 

In regelmäßigen Abständen präzise messen, damit nichts passiert und Folgeschäden vermieden werden können – das ist der Grundgedanke von Langzeitüberwachungen von Bauwerken und Verkehrsinfrastruktur. Verformt sich eine Spundwand oder droht ein Hang zu rutschen, beginnt dies meist schon mit kleinen Deformationen, die im Rahmen einer Überwachungsmaßnahme auffallen sollten. Gegenmaßnahmen können auf diese Weise schnell und effizient in die Wege geleitet werden. Problematisch wird es jedoch, wenn auch plötzliche Veränderungen an der Bausubstanz unmittelbar erkannt werden sollen. Für diese Art der lückenlosen Überwachung benötigt man eine Sensorik, die ständig „wach“ ist und Messwerte verarbeitet. Erst dann kann zu entsprechenden Punkten Alarm ausgelöst und schnell reagiert werden.

Auf der INTERGEO stellt das Unternehmen Senceive, Spezialist für drahtlose Überwachungssysteme mit Hauptsitz in Großbritannien, mit InfraGuard ein System vor, das genau diese Eigenschaft besitzt. Es kann dabei nicht nur Messdaten mit einem festgelegten Intervall erfassen, etwa so wie das im Markt bereits bekannte FlatMesh-System von Senceive. Das seit 2018 auf dem Markt befindliche InfraGuard-System ist vielmehr dazu in der Lage, auch „im schlafenden Zustand mit einem Auge wach zu sein“, beschreibt Markus Rennen, Business Development Manager von Senceive in Deutschland.

Genau wie das FlatMesh, das gleichzeitig die technologische Basis darstellt, kann InfraGuard Infrastrukturen einfach, ohne großen Installationsaufwand und demnach im Vergleich zur geodätischen High-end-Überwachung kostengünstig sehr lange (Laufzeit bis zu 20 Jahre) automatisiert überwachen, einschließlich dem dazugehörigen Alarmmanagement. Denn bei InfraGuard geht es darum, Alarmierungssysteme für Deformationen, Hangrutschungen, Abbrüche oder sonstige Schäden zu installieren – und das mit dem gewohnt geringen Aufwand. InfraGuard ist weltweit bereits oft (mit mehr als 2.000 Sensoren) im Einsatz. In Deutschland gibt es bisher noch keine installierten Systeme.

Die lückenlose Alarmierung systemrelevanter Infrastrukturanlagen basiert dabei auf speziellen Sensoren, die einerseits robust, langlebig, genau, einfach zu installieren und energiesparend sind, gleichzeitig aber permanent ihre Tätigkeit ausführen. Bei Bedarf (Überschreitung von festzulegenden Schwellenwerten) kommunizieren sie über das Senceive-Netzwerk (WiFi-Basis auf der Frequenz 2,4 GigaHz) und setzen so das System in Betriebsbereitschaft. Über verschiedene Schwellen für Messwerte können jeweilige Aktionen definiert werden.

„So kann beispielsweise eine Kamera ein Bild der Gesamtsituation machen und dies gemeinsam mit der Meldung an die festgelegten Entscheidungsträger senden“, beschreibt Rennen. Bei höheren Schwellwerten kann ein einzelner Sensor auch veranlassen, dass alle im Netzwerk befindlichen Messknoten aktiv werden. Natürlich könne das System darüber hinaus auch Meldungen generieren, wenn nichts passiert. „InfraGuard hat das gleiche Funktionsspektrum wie FlatMesh, nur eben ergänzt durch Echtzeitmessung und Alarmmanagement“, betont Rennen. Die Vorteile von FlatMesh liegen im Vergleich zu vermessungsbasierten Systemen zur Zustandsüberwachung darin, dass es einfach, schnell zu installieren, robust und langlebig ist, dafür aber vergleichsweise günstig. (sg)

www.senceive.com

 

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Automatisierte 3D-Integration im Digitalen Zwilling https://www.business-geomatics.com/automatisierte-3d-integration-im-digitalen-zwilling/ Thu, 06 Oct 2022 09:29:48 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14583 Das Berliner Unternehmen Virtual City Systems präsentiert auf der INTERGEO ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten rund um den Datenstandard XPlanung. Insbesondere die Übertragung von 2D-Anwendungen in den 3D-Bereich steht im Fokus des Messeauftritts. Der IT-Planungsrat, das zentrale politische Steuerungsgremium bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland, hat bereits im Jahr 2017 die verbindliche Einführung […]

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Das Berliner Unternehmen Virtual City Systems präsentiert auf der INTERGEO ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten rund um den Datenstandard XPlanung. Insbesondere die Übertragung von 2D-Anwendungen in den 3D-Bereich steht im Fokus des Messeauftritts.

3D-Stadtmodell inklusive georeferenziertem Bebauungsplan in 2D und Infobox zu XPlan-Attributen eines Objektes (z.B. Rechtscharakter, Bauweise, GFZ, GRZ, Höhen- bzw. Stockwerksangaben). Foto: Virtual City Systems

Der IT-Planungsrat, das zentrale politische Steuerungsgremium bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland, hat bereits im Jahr 2017 die verbindliche Einführung des Standards XPlanung beschlossen, für dessen Weiterentwicklung und Pflege die XLeitstelle bundesweit als zentrale Geschäfts- und Koordinierungsstelle zuständig ist. Ziel des XPlanung-Datenstandards ist es, den verlustfreien Transfer von Bauleitplänen, Raumordnungsplänen und Landschaftsplänen zwischen unterschiedlichen IT-Systemen sowie die internetgestützte Bereitstellung von Plänen zu ermöglichen.

„XPlanung legt dabei lediglich einen Datenstandard und keine IT-Lösung fest“, betont Elisa Schröter, Project Managerin / XPlanung bei der Virtual City Systems GmbH. „Daher gilt es nun, Softwarelösungen zu entwickeln, die es ermöglichen, XPlanGML-konforme Daten zu erzeugen, bereitzustellen und letztlich in Anwendung zu bringen.“ Denn für das Berliner Unternehmen bietet die digitale und standardisierte Umsetzung von Bauleitplänen – und damit der XPlanung-Standard im Generellen – das Potenzial, auch komplexe 2D-Planzeichnungen automatisiert in eine 3D-Visualisierung zu überführen und so eine intuitiv verständliche Ansicht von Bauvorschriften im dreidimensionalen Raum zu ermöglichen. „Die wesentliche Grundlage hierfür ist eine Technologie, die das kollaborative und fachübergreifende Arbeiten in der Stadtentwicklung verbessert und transparente Kommunikation fördert“, kommentiert Schröter und führt aus: „Mit unseren Lösungen VC View und VC Suite entsteht durch die Nutzung von 3D-Stadtmodellen und Digitalen Zwillingen eine zukunftsweisende Plattform, die dem Management urbaner Ressourcen und Infrastrukturen dient.“ Dabei sollen Integration und Vernetzung heterogener Daten, wie zum Beispiel XPlanGML-konforme Bauleitpläne, CityGML-Daten des Gebäudebestands und BIM- beziehungsweise CAD-Modelle von Architekturentwürfen, Analysen und Simulationen der bebauten Umgebung ermöglichen und somit für nachhaltige und informierte Entscheidungen sorgen.

XPlanung in VC View

Zwar werden Geometrien im XPlanung-Standard grundsätzlich nur zweidimensional repräsentiert. Jedoch sind viele Objekte mit 3D-relevanten Attributdaten versehen, die sich beispielsweise auf Höhenbeschränkungen oder -vorgaben zu Gebäuden beziehen, stockwerksabhängige Vorschriften beinhalten oder konkrete Höhenangaben zu technischen Angaben festlegen. Aus diesen Attributdaten können dann schließlich dreidimensionale Darstellungen generiert werden.

3D-Stadtmodell inklusive Visualisierung der im Bebauungsplan enthaltenen 3D-relevanten Attributdaten.Foto: Virtual City Systems

„Dazu müssen in einem ersten Schritt die von der öffentlichen Verwaltung bereitgestellten Daten in unsere Viewerlösung VC Map integriert werden“, berichtet Henry Willem Farr, Sales und Marketing Manager bei Virtual City Systems.  „Für die Bereitstellung werden häufig Lösungen eingesetzt, die den Zugriff auf die XPlan-Dokumente über offene Schnittstellen ermöglichen.“ In diesem Zusammenhang bieten Lösungen wie die xPlanBox der lat/lon GmbH oder hale»connect von wetransform beispielsweise die Möglichkeit, XPlan-Dokumente als Web Map Services (WMS) und Web Feature Services (WFS) zu veröffentlichen. „Über eine neue Erweiterung in der VC Map können Nutzer:innen diese Dienste direkt anfragen. Daraufhin erfolgt zunächst die Anzeige aller Geltungsbereiche der darin enthaltenen Pläne“, erklärt Farr. Per Mausklick auf den jeweiligen Bereich können Anwender:innen zudem einen spezifischen Datensatz anfragen, um hinterlegte Metadaten abzurufen und referenzierte PDF-Anhänge zu öffnen.

Außerdem soll sich laut Virtual City Systems in der VC Map-Erweiterung die teil- bzw. vollvektorielle Detaildarstellung des ausgewählten Plans abrufen lassen. „Auf Basis des WFS werden die Daten nach 3D-relevanten Inhalten gefiltert, diese in eine 3D-Darstellung überführt und auf dem 2D-Basislayer platziert. Dies bietet Nutzer:innen beispielsweise die Möglichkeit, das maximale Volumen der überbaubaren Grundstücksfläche, geplante oder zu erhaltende Anpflanzungen und sogar unterirdische Elemente eines Bebauungsplans, etwa geplante Tiefgaragen, in 3D anzuzeigen“, so Schröter.

XPlanung im Digitalen Zwilling

Zudem erweitert die automatische Übersetzung von XPlan-Objekten in die 3D-Umgebung eines Digitalen Zwillings einer Stadt die Möglichkeiten bei der Analyse eines Planungsgebietes sowie der zulässigen Objekte. „Auf dieser Grundlage sind eine Vielzahl von Anwendungsszenarien denkbar“, betont Dr. Lutz Ross, Geschäftsführer von Virtual City Systems, und ergänzt: „Sobald alle relevanten Informationen, die in ein XPlan-Dokument eingebettet sind, in den Digitalen Zwilling integriert wurden, kann die Planungsgrundlage im Hinblick auf das städtische Umfeld betrachtet werden.“ Dadurch lasse sich viel besser verstehen, wie neue Bauvorhaben sich in das bestehende Stadtbild eingliedern.

„Zusammenfassend ist in der Integration der XPlanungsdaten in Digitale Zwillinge von Städten bereits heute ein dreifacher Mehrwert erkennbar: Objekte mit 3D-Relevanz können visualisiert und analysiert werden, Bebauungspläne hinsichtlich der städtischen Umgebung können ganzheitlich betrachtet werden und Stadtverwaltung, Architekt:innen, Stadtplaner:innen und Projektentwicklung bekommen ein digitales Verarbeitungswerkzeug an die Hand“, so Ross. Zudem sei die Integration als Einstieg in ein automatisiertes Baugenehmigungsverfahren zu sehen, das geplante Objekte mit den für das Gebiet definierten Planungsregeln abgleicht. „Digitale Zwillinge sind ein Mittel gegen eine segregierte Stadtplanung, da sie verschiedene Funktionen für die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten bieten. Fachübergreifend können Behörden sowie die Öffentlichkeit und Drittparteien Planungsszenarien im Digitalen Zwilling abrufen, um Fortschritte oder Änderungen besser zu verstehen und bei Bedarf durch die in der VC Map integrierten Kommentarfunktion Meinungen zu teilen“, resümiert Virtual City Systems-Geschäftsführer Ross. „Der Digitale Zwilling bietet sich somit auch für die Umsetzung des Standards XPlanung als ergänzendes Werkzeug an, um bestehende Verfahren der Stadtplanung und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.“ (jr)

www.vc.systems

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Modulare Smart City-Lösung https://www.business-geomatics.com/modulare-smart-city-loesung/ Thu, 06 Oct 2022 09:26:38 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14579 Die Asseco BERIT GmbH zeigt auf der INTERGEO unter anderem ihre Asset Management-Lösung SAMO, die die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voranbringen soll. Außerdem im Gepäck: Mawis Photo, eine innovative Lösung für das Baustellenmanagement. Viele Unternehmen aus den Bereichen Energieversorgung, Abfallwirtschaft und Industrie befinden sich derzeit in der digitalen Transformation. Auf der INTERGEO 2022 in Essen zeigt […]

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Die Asseco BERIT GmbH zeigt auf der INTERGEO unter anderem ihre Asset Management-Lösung SAMO, die die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voranbringen soll. Außerdem im Gepäck: Mawis Photo, eine innovative Lösung für das Baustellenmanagement.

Im SAMO-Cockpit erhalten Anwender:innen auf einen Blick alle relevanten Informationen zu ihren Geschäftsprozessen. Abbildung: Asseco BERIT GmbH

Viele Unternehmen aus den Bereichen Energieversorgung, Abfallwirtschaft und Industrie befinden sich derzeit in der digitalen Transformation. Auf der INTERGEO 2022 in Essen zeigt die Asseco BERIT GmbH daher live, wie ihre Asset Management-Lösung SAMO die Digitalisierung von Geschäftsprozessen – etwa die Instandhaltung, das Fehler- oder das Workforce Management – unterstützen und damit die Smart City voranbringen kann. Die neue Generation von SAMO wurde dabei speziell in Zusammenarbeit mit Anwender:innen entwickelt, um deren Bedürfnisse befriedigen zu können.

Dabei ist das Enterprise Asset Management-System modular aufgebaut. Die einzelnen SAMO-Module sollen so einen koordinierten Ablauf von Wartungs- und Reparaturarbeiten ermöglichen, beim optimalen Ressourceneinsatz unterstützen, Vorgaben für Inspektionen festlegen, Arbeitsabläufe von Investitionsprojekten verwalten und darüber hinaus viele weitere Funktionen zur Optimierung der Betriebsprozesse bilden. Zusätzlich zu diesen operativen Modulen können die Daten in SAMO beispielsweise für Risikobewertungen, Asset Integrity und Betriebsoptimierungen genutzt werden. Für Analysen, Simulationen, Vorhersagen und die Erstellung interaktiver Berichte integriert die Lösung dabei heterogene Datenquellen in eine homogene Informationsbasis.

Tool für das Baustellenmanagement

Der modulare Aufbau von SAMO ermöglicht es dem System, vorhandene Benutzeranwendungen in die Enterprise Asset Management-Lösung zu integrieren oder nur einzelne SAMO-Module zu implementieren, die zusätzlich mit anderen modularen Lösungen zu einer Funktionseinheit verschmolzen werden können. Weitere SAMO-Module sind das Geografische Informationssystem (GIS) und die Betriebsmittelverwaltung SAMO LIDS, die Workforce-Management-Lösung SAMO Workforce sowie die Portallösung SAMO Portal, die beispielsweise für Planauskünfte und Hausanschlüsse eingesetzt werden kann.

Ergänzt wird das SAMO-Lösungsangebot von Asseco BERIT darüber hinaus durch Mawis Photo, einer innovativen Lösung für das Baustellenmanagement. Dabei soll das Tool durch die Nutzung von handelsüblichen Smartphones die Bauüberwachung und -dokumentation modernisieren können, indem es aus Videos präzise 3D-Modelle von Baustellen erstellt. Als digitaler Dienst ermöglicht es Mawis Photo somit, Baustellen mithilfe von 3D-Modellen zu dokumentieren und zu teilen, aus welchen wiederum reale Längen, Flächen und Volumen gemessen werden können. Auch lassen sich aus den 3D-Modellen hochauflösende, georeferenzierte 2D-Rasterdaten ableiten, die eine präzise Basis für die Änderungsdokumentation darstellen. (jr)

www.asseco-berit.de

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Mit der Zeit gegangen https://www.business-geomatics.com/mit-der-zeit-gegangen/ Thu, 06 Oct 2022 09:24:42 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14576 Die Freiburger Northrop Grumman LITEF GmbH hat sich unter anderem auf die Entwicklung von inertialen Sensoren für die Vermessungs- und Bauindustrie spezialisiert. Beispiele dafür sind unter anderem das LCI-200, das LiPAD®-100 sowie der Drill-Pilot® NG. Eine Rolle bei der Entwicklung der Systeme spielen neben dem fachlichen Know-how auch Kundenerfahrungen sowie künftige Technologietrends. Als die Northrop […]

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Die Freiburger Northrop Grumman LITEF GmbH hat sich unter anderem auf die Entwicklung von inertialen Sensoren für die Vermessungs- und Bauindustrie spezialisiert. Beispiele dafür sind unter anderem das LCI-200, das LiPAD®-100 sowie der Drill-Pilot® NG. Eine Rolle bei der Entwicklung der Systeme spielen neben dem fachlichen Know-how auch Kundenerfahrungen sowie künftige Technologietrends.

Bei Bohrarbeiten in Tunneln oder Minen kann der kompakte und robuste LiPAD®-100-Kreiselkompass eingesetzt werden, da das Gerät keinen GNSS-Empfang benötigt. Foto: Northrop Grumman LITEF GmbH

Als die Northrop Grumman LITEF GmbH (LITEF) im Jahr 2012 den Geschäftsbereich Industrial Solutions gründete, wollte das Freiburger Unternehmen damit erste Schritte in der Entwicklung von Systemen für die Vermessungs- und Bauindustrie gehen. Basis dafür sollen LITEFs Erfahrungen aus der kommerziellen und militärischen Luftfahrt sein, in der das Unternehmen bereits seit der Gründung im Jahr 1961 aktiv ist. „Wir nutzen im Industrial Solutions-Bereich zudem vielfältige Synergien. So ist es uns gelungen, Systeme zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Kundensysteme auf den Markt zu bringen, die auf hochkomplexen inertialen Sensoren basieren“, berichtet Dr. Andrea Dahlhoff, Leiterin der Business Unit Industrial Solutions bei LITEF.

Beispiele aus der Praxis

Ein Beispiel für eine solche Sensorlösung ist die LCI-200 von LITEF, der Weiterentwicklung der inertialen Messeinheit (IMU) LCI-100 in FOG-Technologie. „Die LCI-200 hat zwar dieselben Funktionalitäten wie das Vorgängermodell LCI-100, doch hat sie ein deutlich kleineres Volumen, ist vibrationsunempfindlicher und robuster“, so Dr. Dahlhoff. Einsatzfelder der neuen IMU-Einheit seien der Geschäftsbereichsleiterin zufolge unter anderem Systeme für das Mobile Mapping, zur Navigation und Positionierung oder Photogrammetrie. „Hier liefert die IMU wichtige Informationen für die Kundensysteme, wie z.B. die Lagewinkel und Geschwindigkeiten“, führt Dr. Dahlhoff aus. Durch die nach Herstellerangaben hohe Vibrationsunempfindlichkeit eigne sich die LCI-200 darüber hinaus auch für Anwendungen im Baumaschinenbereich oder der Gleisvermessung – also dort, wo in herausfordernden Umgebungsbedingungen robuste Technologien erforderlich sind, die zuverlässig qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern.

Auf Baustellen, bei denen Erd- und Gesteinsbohrungen oft bereits im Vorfeld präzise eingemessen werden müssen und klassische Methoden oftmals an ihre Grenzen stoßen, weil sie auf einen ausreichenden GNSS-Empfang angewiesen sind, zu lange dauern, zu kostspielig oder nicht präzise genug sind, kommt hingegen das LiPAD®-100 von LITEF zum Einsatz. „Vermessungen, die sonst Tage dauern, können mit unserem Gyrokompass schnell und in Echtzeit durchgeführt und direkt dokumentiert werden“, berichtet Dr. Dahlhoff und führt aus: „Das LiPAD®-100 ist leicht und ohne spezielles Fachwissen zu handhaben. Außerdem ist es robust und benötigt keinen GNSS-Empfang – darum eignet es sich beispielsweise auch für tiefe Baugruben oder für den Einsatz untertage.“

Das LiPAD®-100 ist batteriebetrieben und dadurch im Einsatz mobil. Die aufgenommenen Daten zu Neigungs-, Azimut- und Roll- bzw. Kippwinkel können dann in Echtzeit an ein Handheld geschickt und in der LITEF-App visualisiert werden. Foto: Northrop Grumman LITEF GmbH (LITEF) 

Doch nicht nur das Einmessen der Bohrung, sondern auch und insbesondere die präzise Ausführung des Bohrvorgangs selbst ist in der Baubranche entscheidend. Hier gelte es zudem, Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen zu erfüllen, so Dr. Dahlhoff. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat LITEF die robuste Lösung Drill-Pilot® NG entwickelt. Dr. Dahlhoff dazu: „Einfach hinter dem Bohrkopf installiert, liefert der Drill-Pilot® NG Positions- und Lagedaten, ermöglicht eine ständige Kontrolle der Bohrung – und eine einfache Vermessung bereits existierender Bohrlöcher. Sowohl das LiPAD®-100 als auch der Drill-Pilot® NG basieren auf hochpräziser, inertialer Sensorik und sorgen auf Baustellen für Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen.“

Der Entwicklungsprozess

Bei der Entwicklung der verschiedenen Lösungen setzt LITEF neben dem beim Freiburger Unternehmen gesammelten Know-how aus der kommerziellen und militärischen Luftfahrt aus den vergangenen fünf Jahrzehnten auch auf eine agile Arbeitsweise, die „den Geschäftsbereich Industrial Solutions auszeichnet“, so Dr. Dahlhoff. Darüber hinaus befinden sich Produktentwicklung und Fertigung unter einem Dach. „Zudem arbeiten wir bei Systementwicklungen eng mit unseren Kunden zusammen und entwickeln neue Lösungen in mehreren Iterationsschleifen. Verbesserungen können somit schnell in die Produktentwicklung einfließen und wir lernen aus der praktischen Anwendung bei den Kunden“, so die Geschäftsbereichsleiterin.

Auch hat das Unternehmen zukünftige Trends sowie veränderte Anforderungen der Kunden im Blick. Miniaturisierung und Robustifizierung der inertialen Sensoren spielen hier eine ebenso große Rolle wie die Entwicklung smarter Lösungssysteme. „Themen wie Virtual Reality (VR), das Internet of Things (IoT), Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und Deep Learning (DL) sind weiter auf dem Vormarsch. Wir greifen diese Trends auf und statten unsere Systeme mit entsprechenden Technologien und Funktionen aus“, betont Dr. Dahlhoff und resümiert: „Damit tragen wir dazu bei, die Erfolge unserer Kunden mit passgenauen Lösungen zu unterstützen.“ (jr)

www.litef.de

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Bauarbeiten am und im Portal https://www.business-geomatics.com/bauarbeiten-am-und-im-portal/ Thu, 06 Oct 2022 09:22:32 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14573 Die infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH aus Berlin zeigt auf der INTERGEO in Essen Neuentwicklungen rund um das infrest Leitungsauskunftsportal sowie den Baustellenatlas. Mehr als 13.500 hinterlegte Infrastrukturbetreiber und mehr als 770.000 versendete Leitungsanfragen und Meldungen im Jahr 2021 – die infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH hat sich als wichtiger Partner der deutschen Bauwirtschaft etabliert, […]

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Die infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH aus Berlin zeigt auf der INTERGEO in Essen Neuentwicklungen rund um das infrest Leitungsauskunftsportal sowie den Baustellenatlas.

Die genaue Kenntnis der Lage von unterirdischen Versorgungsleitungen ist für Bauunternehmen von essentieller Bedeutung, um Schäden an Kabeln, Rohren und Co. zu vermeiden und damit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Foto: sig Media GmbH & Co. KG

Mehr als 13.500 hinterlegte Infrastrukturbetreiber und mehr als 770.000 versendete Leitungsanfragen und Meldungen im Jahr 2021 – die infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH hat sich als wichtiger Partner der deutschen Bauwirtschaft etabliert, wenn es um das Thema sicherer Tiefbau geht. Nun baut das Berliner Unternehmen seine portalbasierten Lösungen rund um das Auskunftsportal sowie den Baustellenatlas weiter aus. Auf der INTERGEO in Essen zeigt die infrest unter anderem Lösungen zur vollautomatischen Erteilung von Leitungsauskünften für Infrastrukturbetreiber sowie zur Anbindung digitaler Genehmigungsverfahren über das infrest Leitungsauskunftsportal. Außerdem hat das Unternehmen den kürzlich in Richtung Verkehrsplanung erweiterten infrest Baustellenatlas zur Koordinierung der Planung und Durchführung von Tiefbauarbeiten mit im Gepäck.

Vollautomatische Planauskunft

„Mit unseren Lösungen können auch solche Netzbetreiber, die kein eigenes Planauskunftssystem im Einsatz haben, ihren Anlagenbestand aber in einem webbasierten Geoinformationssystem (GIS) verwalten wollen, eine vollautomatische Planauskunft über eine Systemkopplung mittels WebMappingService (WMS) einrichten“, berichtet Jürgen Besler, Geschäftsführer bei infrest. Die Leitungsauskünfte werden dann mittels eines WMS-Aufrufes automatisiert erstellt und den Auskunftssuchenden samt zugehörigen Unterlagen wie Leitungsschutzanweisung oder Legende im infrest Leitungsauskunftsportal zum Download zur Verfügung gestellt. „Der Netzbetreiber erhält dabei einen Zugang zum infrest Leitungsauskunftsportal, über den er jederzeit und von jedem Ort aus Einsicht in alle eingegangenen Anfragen und Auskünfte erhält“, führt Besler aus.

Darüber hinaus hat die infrest gleich mehrere Schnittstellen zu bekannten Fachverfahrensherstellern – zum Beispiel zu Archikart, Caigos oder Dr. Haller – entwickelt, mittels derer Kommunen ihre Antragsverfahren für Tiefbauarbeiten im Bereich der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur über das Leitungsauskunftsportal konform zum Onlinezugangsgesetz (OZG) digitalisieren können. Kommunen sollen somit Bescheide medienbruchfrei inklusive dem Nachforderungsmanagement umfassend digital übermitteln können. „Einige Bundesländer haben diesen Mehrwert bereits für sich erkannt“, so Besler. So werden beispielsweise in Berlin Genehmigungs- und Antragsverfahren zur Verlegung von Telekommunikationsleitungen sowie zur Sondernutzung bereits digital abgewickelt. „Weitere digitale Antragsverfahren starten demnächst in Teilen von Brandenburg und Rheinland-Pfalz.“

Baustellenatlas: Koordination von Tiefbau- und Verkehrsplanung

Ebenso hat die infrest ihren Baustellenatlas weiterentwickelt. Die Lösung wurde ursprünglich für die Planungs- und Baukoordination in Berlin entwickelt, ist inzwischen auch in Köln, Düsseldorf, Brandenburg an der Havel, Gelsenkirchen sowie auch im vom Hochwasser betroffenen Landkreis Ahrweiler im Einsatz. Der Baustellenatlas versetzt Infrastrukturbetreiber in die Lage, ihre Tiefbaumaßnahmen gemeinsam mit den Kommunen bereits weit vor Beginn der Bauarbeiten zu koordinieren. „Das sorgt bei allen Beteiligten für eine höhere Planungssicherheit“, so Besler. Schließlich gehen Tiefbauarbeiten innerhalb der Verkehrsflächen immer mit Verkehrseinschränkungen einher, die in den Verkehrsfluss eingerechnet werden müssen.

Um mehr Transparenz in dieser Hinsicht zu schaffen und die Planungen neuer Baumaßnahmen zu erleichtern, hat das Berliner Unternehmen den webbasierten Baustellenatlas kürzlich in Richtung Verkehrsplanung erweitert. Damit können Infrastrukturbetreiber beziehungsweise die von ihnen beauftragten Verkehrsplaner nun auch die für die Baumaßnahmen notwendigen Verkehrsänderungen inklusive möglicher Umleitungen in der Lösung hinterlegen. Die Erweiterung stelle, so Besler, einen Meilenstein in der Entwicklung dar, denn „demnächst können auch Bauabschnitte bei umfänglicheren Maßnahmen dezidiert angegeben werden“.

Störungsfreier Schienenverkehr

Ähnliches gilt für den Schienenverkehr, wie der Geschäftsführer erläutert: „Um zu vermeiden, dass die Planung neuer Baumaßnahmen den fahrplanmäßigen Verkehrsfluss im Schienenverkehr behindert, können die Verkehrsbetriebe die Baumaßnahmen sowie den dadurch notwendigen Schienenersatzverkehr ebenfalls im Baustellenatlas hinterlegen.“ Auf diese Weise lassen sich zur besseren Planung unter anderem Informationen zur Staugefährdung, zur Anzahl der betroffenen Fahrspuren sowie der Art der betroffenen Verkehrsteilnehmer (ÖPNV, Fahrradfahrer, Fußgänger etc.) angeben. Werden nun neue Tiefbaumaßnahmen auf der Umleitungsstrecke geplant, informiert die infrest-Lösung die verantwortlichen Planer und Verkehrsunternehmen automatisch. Diese können dann gemeinsam eine Lösung entwickeln, um zusätzliche Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.

Über eine Schnittstelle können Informationen aus dem Baustellenatlas zudem in den nationalen MobilitätsDatenMarktplatz (MDM) übertragen werden. Besler resümiert: „Mit den realisierten Erweiterungen im Baustellenatlas haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht, der für alle Beteiligte mehr Transparenz schafft und eine engere Verzahnung der Tiefbau- und Verkehrsplanung ermöglicht. Er reiht sich in das Produktportfolio der infrest zum digitalen Baustellenmanagement ein.“ (jr)

www.infrest.de

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Automatische Klassifikation https://www.business-geomatics.com/automatische-klassifikation/ Thu, 06 Oct 2022 09:15:30 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14570 Die Pointly GmbH zeigt mit der aktuellen Version ihrer Cloud Plattform die neueste Stufe KI-basierter Punktwolken-Auswertung. Seit neuestem stehen nun auch Standard Classifier für Boden (Ground) und für luftbasierte Punktwolken (Airborne Laser Scans) zur Verfügung. Alle Gebäude oder Bäume innerhalb einer 3D-Punktwolke von großflächigen Gebieten automatisiert  klassifizieren und farblich einfärben: Eine solche automatisierte Auswertung ist […]

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Die Pointly GmbH zeigt mit der aktuellen Version ihrer Cloud Plattform die neueste Stufe KI-basierter Punktwolken-Auswertung. Seit neuestem stehen nun auch Standard Classifier für Boden (Ground) und für luftbasierte Punktwolken (Airborne Laser Scans) zur Verfügung.

Die Nutzeroberfläche des Dienstes Pointly. Durch den Ground Classifier ist es möglich, Boden automatisch zu segmentieren und daraufhin weitere Objekte einfach manuell zu klassifizieren. Foto: Pointly GmbH

Alle Gebäude oder Bäume innerhalb einer 3D-Punktwolke von großflächigen Gebieten automatisiert  klassifizieren und farblich einfärben: Eine solche automatisierte Auswertung ist ein Alleinstellungsmerkmal der neuen Version des Cloud-Dienstes Pointly. Er kann aus 3D-Punktwolken verschiedenster Herkunft automatisch Objekte identifizieren und klassifizieren. „Wir erreichen damit Werte von um die 90 Prozent bei der automatisierten Erkennung der Objekte“, berichtet Sid Hinrichs, Leiter Geschäftsentwicklung bei der Berliner Firma. Damit reduziert das Unternehmen den Aufwand manueller Auswertungen um erhebliche Faktoren. Kunden bezahlen für die Nutzung (Subscription-Modell) des Dienstes, wobei es verschiedene Stufen an Datenvolumen (=Anzahl der Punkte) gibt, die pro Preisklasse verarbeitet werden können.

Klassifizieren anhand von Katalogen

Die Nutzung ist – wie bei SaaS-Diensten üblich – einfach. Die Nutzer stellen ihre Daten (oder auch verfügbare Open Data) dem Cloud-Dienst zur Verfügung (LAS-Format) und innerhalb kürzester Zeit bekommen sie eine farbkodierte, klassifizierte Punktwolke. Auf Wunsch verarbeitet das Unternehmen die Daten auch weiter, etwa zur Generierung von vektorisierten Modellierungsdaten. Kunden können auch eigene Kataloge mit den gewünschten Objektklassen erstellen. Die KI wird dann entsprechend von Pointly trainiert. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Services, mit denen maßgeschneiderte KI-Pipelines – also automatische Workflows von der Dateneinspeisung bis zur Lieferung der fertigen Datenprodukte – erstellt werden. Alle Pointly Classifier können auch per API oder als lokales Klassifizierungstool zur Verfügung gestellt werden.

Die Plattform läuft auf der Cloud Microsoft Azure und wird von Pointly gemanaged. Den Dienst Pointly gibt es bereits seit August 2020, damals noch angeboten von der gleichen Firma unter der alten Firmierung Supper & Supper. Neu an der aktuell auf der INTERGEO erstmals vorgestellten Version sind die Möglichkeiten der automatischen Klassifikation und demnach die Option, verschiedene Classifier für die Anwendung einzusetzen.

Werkzeuge

Diese Classifier erzeugen die gewünschte Klassifizierung. Sie sind für bestimmte Datentypen und Anwendungsfälle trainiert. Dabei gibt es einen festgelegten Katalog von Objektklassen, anhand dessen klassifiziert wird (etwa Gebäude, Vegetation, Autos etc.). Es besteht die Möglichkeit, die Standard Classifier mit einem Free Account (https://pointly.ai/#freeaccount) mit eigenen Daten zu testen. Aktuell gibt es die beiden Standard Classifier Ground Classifier und Airborne Laser Scans (ALS) Classifier.

Die Objekte werden anhand der angewendeten Objektklassen farblich kodiert. Jeder einzelne Messpunkt erhält dabei einen Indexwert. Foto: Pointly GmbH

Der Ground Classifier ist optimiert für Airborne Laser Scans. Er segmentiert den Boden einer Punktwolke, aus dem beispielsweise sehr einfach ein Digitales Geländemodell generiert werden kann. Zudem gilt: „Sobald der Boden klassifiziert ist, wird auch die Klassifizierung anderer Objekte mit den Klassifizierungswerkzeugen von Pointly viel einfacher“, so Hinrichs. Die Bodenklasse kann im Viewer auch gesperrt werden, sodass Autos, Gebäude oder Vegetation einfach sichtbar und mit wenigen Polygonen klassifiziert werden können.

Der ALS-Classifier ist am ASPRS-Standard orientiert. Er hat derzeit 10 Klassen, darunter Boden, Vegetation, Gebäude, Fahrzeuge, Stromleitungen, Straßeninventar. Die Genauigkeit bestimmter Objektklassen steigt durch die Basisentwicklung von Pointly ständig. Genauso werden immer wieder neue Objektklassen eingeführt. Insgesamt gehen die Arbeiten von Pointly weiter in Richtung Automatisierung der gesamten Pipeline. Ebenso sind weitere Standard Classifier geplant, etwa für mobile Kartierung in Städten und auf Autobahnen.

Kundenaufträge

Pointly trainiert auf Wunsch einen Classifier speziell für den Kunden und stellt diesen exklusiv als Custom Classifier in der Pointly Plattform zur Verfügung. „Zum Beispiel können bestehende Standard Classifier durch Transfer Learning schnell auf die Kundendaten angepasst werden“, so Hinrichs. Das Unternehmen erstellt auch Klassifikatoren im Auftrag mit vollständig anpassbaren Klassen, die für die Datenspezifikationen des Auftraggebers optimiert sind. (sg)

www.pointly.ai

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Die Umwelt im Blick https://www.business-geomatics.com/die-umwelt-im-blick/ Thu, 06 Oct 2022 09:11:52 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14567 Die GeoFly GmbH erweitert ihr Produktportfolio um die Thermografiebefliegung. Auf ihrer Basis sollen unter anderem Schadstellen an Fernwärmeleitungen ermittelt, Wärmekataster für Gebäude erstellt oder das Stadtklima analysiert werden können. Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg hat eine bewegte Geschichte in der deutschen Luftfahrt: im Jahr 1908 unternahm der Motorbauer und Flugpionier Johannes Grade auf dem alten Flugplatz auf […]

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Die GeoFly GmbH erweitert ihr Produktportfolio um die Thermografiebefliegung. Auf ihrer Basis sollen unter anderem Schadstellen an Fernwärmeleitungen ermittelt, Wärmekataster für Gebäude erstellt oder das Stadtklima analysiert werden können.

Durch die Erstellung von Thermalkarten – hier eine Industriehalle am Tag (links) und bei Nacht (rechts) – können Temperaturentwicklungen jederzeit analysiert und nachvollzogen werden. Fotos: GeoFly GmbH

Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg hat eine bewegte Geschichte in der deutschen Luftfahrt: im Jahr 1908 unternahm der Motorbauer und Flugpionier Johannes Grade auf dem alten Flugplatz auf dem Cracauer Anger den ersten Motorflug Deutschlands. Zwar wurde der historische Flughafen bereits vor Jahrzehnten stillgelegt, mit dem Flugplatz Magdeburg/City (Business Airport Magdeburg) wurde eine Alternative innerhalb der Stadtgrenzen geschaffen, an der sich gleich mehrere Unternehmen aus dem Bereich der kommerziellen und privaten Luftfahrt niedergelassen haben.

So auch die GeoFly GmbH, ein national und international agierendes Bildflugunternehmen. „Aus den von uns durchgeführten Luftbild- und Laserscanbefliegungen entstehen qualitativ hochwertige photogrammetrische Produkte – und das immer State-of-the-Art“, betont Aicke Damrau, Geschäftsführer der GeoFly GmbH. Das Unternehmen hat dabei langjährige Erfahrungen in der Erstellung und Auswertung von Luftbilddaten und bietet darüber hinaus eine Qualitätsgarantie durch ISO-zertifizierte Arbeitsabläufe. „Von der Flugplanung über die Erfassung, Produktion und Verwertung bis hin zur Veredelung der Geoinformationen sind wir schon seit Jahren ein fester Bestandteil der Branche. Der Firmensitz am Business Airport Magdeburg und die eigene Flugzeugflotte vor Ort sowie eine qualifizierte Crew aus Piloten, Kameraoperateuren und Ingenieuren macht uns zu einem zuverlässigen und versierten Partner für alle Arten von Luftbildbefliegungen“, führt Damrau aus.

Neues Anwendungsgebiet erschlossen

Mit Saisonstart 2022 hat die GeoFly GmbH ihr Leistungsspektrum um einen weiteren Themenbereich erweitert, der insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen, globalen Entwicklungen immer mehr an Bedeutung gewinnt: die Thermografie. Damrau erklärt: „Die Thermografiebefliegung der Erdoberfläche bietet eine Vielzahl möglicher Produkte, die Antworten auf dringende Fragen im Umweltbereich geben können. Denn der Klimawandel stellt besondere Anforderungen an unseren Umgang mit extremeren Temperaturen in Städten –sowohl im Winter als auch im Sommer.“

Eines der wesentlichen Themen, welche durch GeoFly in diesem Rahmen abgebildet werden, ist das Temperaturmonitoring von Städten sowie dessen Interpretation. Wie verteilt sich die Wärme in der Stadt? Welche Gebäude weisen eine unzureichende Dämmung im Winter auf? Und wo befinden sich Schwachstellen im Fernwärmenetz der Stadt? Solche Fragen rund um die Temperatursituation in urbanen Gebieten können durch die thermografische Befliegung in spezifischen Wetterperioden abgeleitet werden. „Diese Aufnahmen bilden damit eine wesentliche Grundlage für weiterführende Maßnahmen auf dem Weg zu klimaresilienten Städten“, betont Damrau. Und sie sind ein weiterer Schritt auf dem Weg, Deutschland bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu machen. Besonderes Augenmerk von GeoFly liegt dabei auf der Befliegung von Fernwärmeleitungen zur Detektion von Leckagen. „Das ist insbesondere in Zeiten der aktuellen Energiekrise eine wichtige Aufgabenstellung“, so der GeoFly-Geschäftsführer, der ausführt: „Üblicherweise finden thermografische Befliegungen in den Wintermonaten statt. Auch im Jahr 2022 sind sie die schnellste und effizienteste Methode zur Erfassung dieser Daten.“

Aber auch in nicht-urbanen Gebieten bietet die Thermografiebefliegung einen Mehrwert. So lehrte nicht zuletzt der Sommer 2022, dass mit den sich verändernden Temperaturen und der sinkenden Niederschlagsmenge weitere Aufgaben und Hürden auf Kommunen und Verwaltungen zukommen. Insbesondere die Gefahr großflächiger Brände durch zunehmende Versteppung der Landschaft – insgesamt 660.000 Hektar sind nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in den Sommermonaten 2022 allein in europäischen Waldgebieten abgebrannt – stellt ganz Europa vor bisher nicht dagewesene Herausforderungen. „Mit unserer Thermografiebefliegung können solche Krisensituationen schnell und sicher aus der Luft aufgeklärt werden und in akuten Lagen zur Organisation der Einsatzkräfte in der Brandbekämpfung beitragen“, erklärt Damrau. Was er damit meint: vor, während und nach Vegetationsbränden können Brandherde, Glutnester und allgemeine Ausbreitung durch die thermografische Auswertung von Luftbilddaten großflächig identifiziert und abgebildet werden – und das, ohne Mensch und Maschine zu gefährden.

Umweltfreundliche Technologien und Produkte

Um das neue Produkt anbieten zu können, hat die GeoFly GmbH die Leistungen der SCANDAT Gesellschaft für innovative Fernerkundungstechnologien mbH übernommen. „Mit diesem Schritt erweitert das Magdeburger Bildflugunternehmen sein Leistungsspektrum im Bereich der Thermografiebefliegung um ein Vielfaches“, so Damrau. Als offizielle Unternehmensnachfolge agiert die SCANDAT GmbH nun unter dem Dach der GeoFly GmbH. „Mit dieser Entscheidung verdeutlicht sich unser innovativer und verantwortungsvoller Ansatz im Umgang mit gesellschaftlichen Themen. Die Expertise von SCANDAT vereint mit dem Know-how der GeoFly versprechen eine erfolgreiche Synergie“, berichtet der GeoFly-Geschäftsführer und führt aus: „Diese Erfahrung in Kombination mit der neusten Technologie in der Datenerfassung sowie der Auswertung und Interpretation der Daten bietet einen enormen Mehrwert bei der Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren.“

Die Umwelt steht bei GeoFly jedoch nicht nur bei ihren Produkten im Fokus, auch im Einsatz von energieeffizienten Flugzeugtechnologien zeigt sich das Magdeburger Unternehmen innovativ. Mit zwei weiteren Flugzeugen vom Typ DA62 SurveyStar des österreichischen Flugzeugbauers Diamond Aircraft Industries erweitert GeoFly ihre Bestandsflotte auf nunmehr drei Flugzeuge dieser Art. Die DA62 zeichnet sich dabei durch einen geringen Treibstoffverbrauch aus, womit der CO2-Footprint pro Flugzeug laut Herstellerangaben mehr als halbiert wird. „Das ist nicht nur Ausdruck von Verantwortung gegenüber der Umwelt, sondern auch dem Auftraggeber und der Gesellschaft gegenüber“, so Damrau. „Und das ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung von GeoFly.“ (jr)

www.geofly.eu

 

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