Friedhof- & Grünflächenkataster Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/friedhof-gruenflaechenkataster/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Thu, 25 Aug 2022 09:05:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Friedhof- & Grünflächenkataster Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/friedhof-gruenflaechenkataster/ 32 32 Interview mit IÖR-Forschungsbereichsleiter Meinel: „Neue Wege beim Monitoring” https://www.business-geomatics.com/interview-mit-ioer-forschungsbereichsleiter-meinel-neue-wege-beim-monitoring/ Thu, 25 Aug 2022 09:05:40 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=14350 Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR), eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit Sitz in Dresden, gibt seit Jahren den IÖR-Monitor heraus. Damit betreibt das Institut eine Forschungsdateninfrastruktur, die Informationen zur Flächennutzungsstruktur und deren Entwicklung sowie zur Landschaftsqualität für die Bundesrepublik Deutschland bereitstellt. Darin enthalten sind auch viele Indikatoren zu Grünflächen in der Stadt. Sie finden sich […]

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Einzelbaummodellierung für die Stadt Dresden. Foto: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR)

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR), eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit Sitz in Dresden, gibt seit Jahren den IÖR-Monitor heraus. Damit betreibt das Institut eine Forschungsdateninfrastruktur, die Informationen zur Flächennutzungsstruktur und deren Entwicklung sowie zur Landschaftsqualität für die Bundesrepublik Deutschland bereitstellt.

Darin enthalten sind auch viele Indikatoren zu Grünflächen in der Stadt. Sie finden sich in drei Indikatorkategorien verteilt: Bei Stadtgrün sind es sechs Indikatoren, bei Ökosystemleistungen vier und bei Siedlungen zwei Indikatoren. In Letzterer wird die Entwicklung der Siedlungsfreifläche, die im Wesentlichen aus Grünflächen besteht, dargestellt. Die Indikatorwertentwicklungen zeigen, dass diese in den meisten Städten zunehmen.

Im Forschungsprojekt „Wie grün sind bundesdeutsche Städte?“ wurde die Grünausstattung im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) vergleichend für alle deutschen Städte ermittelt und bewertet. In einer Broschüre für Städte wurde unter anderem auch dargestellt, wie sie ihr Grünvolumen hochauflösend auf Basis von Laserscan- oder Stereoluftbilddaten ermitteln können.

Der Bedarf an umweltbezogenen Daten im Bereich Stadtentwicklung und kommunaler Verwaltung steigt beständig. Ebenso bietet die Geoinformatik immer bessere Methoden zur Erfassung der Daten. Vor diesem Hintergrund soll der IÖR-Monitor erweitert werden. BUSINESS GEOMATICS-Chefredakteur Stefan Grebe sprach mit Dr.-Ing. Gotthard Meinel, Forschungsbereichsleiter „Raumbezogene Information und Modellierung“ im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, über Inhalt und Bedeutung des Monitors.

Dr.-Ing. Gotthard Meinel ist Forschungsbereichsleiter „Raumbezogene Information und Modellierung“ beim Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung. Foto: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR)

Der IÖR-Monitor steht für einen daten- und wissenschaftsgetriebenen Ansatz bei der Stadtentwicklung. Welchen Einfluss kann er auf politische und planerische Fragestellungen ausüben?

Gotthard Meinel: Unsere Daten geben Städten, Stadtplanern und Entscheidungsträgern Auskunft zum Zustand und zur Entwicklung insbesondere hinsichtlich der Flächennutzung. Darüber informieren auch Indikatoren zum Stadtgrün. Neben der Visualisierung im interaktiven IÖR-Viewer, veröffentlichen wir diese auch via OGC-Geodienste (WMS, WCS, WFS), sodass sie in eigene Geoinformationssysteme eingebunden werden können. Zur Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse mit Wissenschaft und Praxis laden wir jährlich zum Dresdner Flächennutzungssymposium (DFNS) ein. Natürlich hoffen wir, dass auch Politik und Politikvorbereitung umfassend Gebrauch machen von unserem offenen, kostenfreien Datenangebot.

Was kann eine Geo-Modellierung von morgen noch zusätzlich leisten?

Dank Laserscandaten mit hoher Punktdichte ist heute die Vermessung und Modellierung jedes einzelnen Stadtbaums – nicht nur der im öffentlichen Grün – möglich. Planer und Bürger können sich damit ein realistisches, visuelles Bild des vorhandenen Großgrüns machen. Wir haben dieses beispielhaft für München und Dresden gezeigt. Dank neuer hochauflösender Satellitendaten, wie dem Start-Up constellr, aus dem Bereich der Satellitenfernerkundung, wird eine tägliche Oberflächentemperaturmessung möglich und die Ableitung von Trockenstressindikatoren als Grundlageninformation für die städtische Grünbewässerung.

Wie können Spatial Data Science oder Geospatial Artificial Intelligence (GeoAI) das Monitoring konkret verbessern?

Ohne deren Werkzeuge und Methodenentwicklungen der letzten Zeit wäre die schnelle, meist teilautomatisierte Prozessierung der immer größeren Datenmengen nicht möglich. Beispielhaft soll hier nur die automatisierte Klassifikation von Ortholuftbilddaten genannt werden, die durch Convolutional Neuronal Networks, gegebenenfalls noch angewendet in Ensembletechnologien, zu einer immer höheren Klassifikationsgüte führt.

Wie können mit Geo-Methoden alternative Zukunftsszenarien räumlicher Entwicklungen generiert werden?

Ausgangspunkt ist immer ein Modell des Status quo und mögliche Entwicklungsszenarien. Diese umfassen in der Regel die Szenarien „weiter so“, „wünschenswert“ oder „problematisch“. Dafür müssen Regeln aufgestellt werden (Variablenentwicklung, räumliche Gunst- bzw. Restriktionsflächen), die durch räumliche Modellierung wie mit dem Land Use Scanner kleinräumig auf die Fläche übertragen werden.

Wie wird das IÖR-Informationssystem in Zukunft weiterentwickelt?

Wir werden ab 2023 ein IÖR-Forschungsdatenzentrum (IÖR-FDZ) aufbauen. Dieses wird neben dem Ausbau und der FAIR-gerechten (findable, accessible, interoperable, reusable) Gestaltung des IÖR-Monitors zur Einbindung in die entstehende Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zusätzliche Geodatenbanken zum Städtischen Einzelbaumbestand – etwa die Baumcloud – beziehungsweise zum Gebäudebestand enthalten. Daneben werden Informationssysteme (unter anderem zum Stand von Transformationsprozessen) und Services aufgebaut. Mit Letzterem sollen die Nutzer noch besser über die Datennutzungsmöglichkeiten informiert werden, diese aber auch im Sinne eines Co-Design-Prozesses zum Beispiel in die Indikatorenentwicklung einbeziehen.

Nutzen Sie auch Citizens Science-Ansätze zur Datengewinnung?

Ja, derartige Ansätze sind unverzichtbar, denn viele Daten lassen sich nicht durch Fotos oder Sensoren erheben, sondern brauchen den Menschen. So haben wir zum Beispiel mit Hilfe von Bürgern Stadtgründaten im Rahmen des Projekts meinGrün erhoben und bieten diese nun allen in der gleichnamigen App an. Diese informiert Bürger über optimale grüne Wege und die Eignung von Stadtgrünflächen hinsichtlich der von ihnen gewünschten Aktivitäten.

Wie können die Daten, Informationen und Instrumente verfügbar gemacht werden?

Wir begrüßen den Trend zu Open Data. Zum Glück gehen der Bund, immer mehr Bundesländer und viele Städte diesen Weg.Forschung, Lehre und Praxis werden so die Entwicklung und Erprobung neuer Verfahren zum Nutzen aller ermöglicht. Denn auch die Datenhalter haben einen Gewinn – etwa durch Verbreitung und Nutzung der Produkte, Fehlerhinweise durch Transparenz mit der Möglichkeit laufender Qualitätsverbesserungen, Veredelung der Daten und so weiter. Die Daten des IÖR-Monitors sind schon immer Open Data und auch die des entstehenden IÖR-FDZ werden als Open Data zur Verfügung stehen. (sg)

www.ioer-monitor.de

www.cc-landstrad.de

www.bbsr.bund.de

https://meingruen.org

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Wie die Digitalisierung der Friedhofsverwaltung den Einsatz von GIS fördert https://www.business-geomatics.com/wie-die-digitalisierung-der-friedhofsverwaltung-den-einsatz-von-gis-foerdert/ Thu, 11 Feb 2021 12:12:30 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=10815 Trauerstätte, Erholungsraum, Parkanlage oder „Grüne Lunge“ der Stadt – Friedhöfe unterliegen seit einigen Jahren einer Neubewertung. Dabei rücken flächenbasierten Verwaltungsansätze in den Fokus. Galt lange Zeit der Einsatz von GIS-basierten Lösungen als überflüssig und übertrieben, haben sich heute entsprechende Lösungen etabliert. Von der Navigations-App für Parkfriedhöfe bis hin zum digitalen Kartenservice für Trauernde – heute […]

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Trauerstätte, Erholungsraum, Parkanlage oder „Grüne Lunge“ der Stadt – Friedhöfe unterliegen seit einigen Jahren einer Neubewertung. Dabei rücken flächenbasierten Verwaltungsansätze in den Fokus. Galt lange Zeit der Einsatz von GIS-basierten Lösungen als überflüssig und übertrieben, haben sich heute entsprechende Lösungen etabliert. Von der Navigations-App für Parkfriedhöfe bis hin zum digitalen Kartenservice für Trauernde – heute gibt es bereits viele Leuchtturmprojekte, die zukunftsweisenden Charakter haben.

Auch vor Friedhofsverwaltungen macht die Digitalisierungswelle keinen Halt: Immer mehr Kommunen und Städte wollen ein digitales Friedhofskataster entwickeln und aufbauen. Welche Vor- und Nachteile hat der virtuelle Friedhofsplan? Foto: picture alliance// blickwinkel/H. Blossey | H. Blossey

Welchen Stellenwert der Friedhof gesamtgesellschaftlich hat, zeigt sich mit Blick auf eine Entwicklung im März 2020: Seitdem klassifiziert die UNESCO die Friedhofskultur in Deutschland als „Immaterielles Kulturerbe“ – ein Indiz dafür, dass der Friedhof in der öffentlichen Wahrnehmung mehr ist als ein reiner Bestattungsort. Dabei hob die UNESCO insbesondere das „Wissen und die Fertigkeiten in den Bereichen Bestattung, Landschaftsplanung, Gärtnern und im Steinmetzhandwerk“ hervor, die (nicht nur) hierzulande eine weitreichende Tradition aufweisen können.

Gleichzeitig ist der Friedhof auch Quelle kommunaler Einnahmen. Im Jahr 2019 zum Beispiel machten die Friedhofsgebühren etwa ein Drittel der gesamten Bestattungskosten aus. Dabei sind die Bestattungs- und Friedhofsgebühren zwar auf kommunaler Ebene geregelt, jedoch unterliegen sie von Kommune zu Kommune sowie von Friedhof zu Friedhof großen Schwankungen. Zudem tritt in diesem Zusammenhang ein scheinbar paradoxes Phänomen auf: finanzstarke Kommunen sind in Sachen Bestattungsgebühren oft günstig, während finanzschwächere im Bundesvergleich eher hohe Gebühren verlangen. Während Strom-, Gas- oder Abwassergebühren stark in der öffentlichen Diskussion stehen, ist dies bei den Kosten rund um Begräbnis und Trauer noch nicht geschehen.

Welchen Nutzen ein digitalisierter Friedhof hat

Doch das Umdenken hat längst begonnen – auch bei der Wahl der Bestattungsform. Heutzutage machen Urnenbestattungen zum Beispiel rund zwei Drittel aller Bestattungen aus. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die mitunter aufwändige Grabpflege beim klassischen Sargwahlgrab wird von den Hinterbliebenen mehr und mehr als Belastung angesehen und die Kosten für Pflege und Instandhaltung sind enorm. Zumal der Friedhof im Gesamten von vielen anderes wahrgenommen wird als noch vor einigen Jahren. Vielerorts wird dementsprechend diskutiert, ob der Friedhof als Ort der Ruhe, Erholung und auch der alternativen Nutzung für sanfte Freizeitaktivitäten genutzt werden kann. Mal ganz davon abgesehen, müssen Friedhöfe rein objektiv als Grün- bzw. Waldflächen betrachtet werden, die ein entscheidender Faktor für eine klimaorientierte Smart City darstellen.

Was ein Begräbnis kostet

Der Bund der Steuerzahler hat für Städte in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 60.000 Einwohnern ermittelt, was jeweils ein Sargwahlgrab mit 30-jähriger Nutzungsdauer und ein Urnenreihengrab (Ruhefrist 15 bis 30 Jahre) mit Grabnutzung, Grabbereitung und Benutzung der Trauerhalle kosten. Die dabei aufgetretenen Unterschiede sind enorm: Beim Sargwahlgrab ermittelte der Steuerzahlerbund für 2019 eine Preisspanne von 5152 Euro (Kerpen) und 1934 Euro (Gütersloh). Der Landesdurschnitt liegt demnach bei 3150 Euro. Bei Urnenreihengräbern wurden 2019 zwischen 2004 Euro (Herford) und 531 Euro (Gütersloh) verlangt, im Landesdurchschnitt 1352 Euro.

Die zuständigen Ämter, also etwa Friedhofsverwaltungen, Grünflächenämter, katholische Rendanturen oder andere Gewerke haben also großen Druck, ihre Verwaltung zu digitalisieren, und demnach auch die Flächen und Infrastruktur zu geografisch zu erfassen. Das Einscannen von papiergebunden Altplänen, bei den Katasterverwaltungen einst der erste Schritt der Digitalisierung, stößt aber meist aufgrund der überalterten Pläne an Grenzen. Die Basiskartierung erfolgt meist aus Luftbildern, zunehmend werden aber ergänzende terrestrische Verfahren genutzt, um Detailinformationen zu Grabstätten, Grabsteinen, dem Zustand der Gräber oder dem Überwucherungszustand zu bekommen. Oft werden auch mobile Messfahrzeuge, die photogrammetrische Aufnahmeverfahren nutzen, herangezogen, um einen Friedhof „systematisch“ zu befahren. Vor einigen Jahren wurde ein ähnliches Vorgehen von einigen Kommunen bereits bei den asphaltierten Wegen umgesetzt, um diese in das kommunale Vermögen (Stichwort Doppik) aufzunehmen.

Leuchtturmprojekt in Hamburg Ohlsdorf

Welchen Nutzen Verwaltung und auch Kunden von einem digitalisierten Friedhof haben können, zeigt etwa der Friedhof Ohlsdorf in Hamburg. Hier können sich Interessierte per Mausklick ihre letzte Ruhestätte reservieren und buchen. Dabei bietet der Friedhof vor der Buchung die Möglichkeit, sich das Friedhofsgelände – der Ohlsdorfer Friedhof gilt mit 389 Hektar und über 200.000 Gräbern als der größte Parkfriedhof der Welt – online zu begehen. Auf diese Weise sollen sich Interessierte genau die Ruhestätte aussuchen können, die ihnen zusagt. „Häufig entdecken Angehörige nach der Beisetzung Ecken, die ihnen viel besser gefallen hätten. Dann ist es aber zu spät“, berichtet Hedda Scherres, Pressesprecherin des Friedhofs Ohlsdorf. „Andere sind friedhofsscheu, nehmen überfordert irgendwas. Das kann mit unserem neuen Angebot nicht passieren.“

Daher gilt die Verwaltung in Ohlsdorf bei der Gestaltung des Friedhofs als einer der Vorreiter in Deutschland: Die klassische geometrisch, rechtwinklige und gerade Anordnung der Grabreihen wurde in Ohlsdorf durch eine themenorientierte, parkähnliche Formensprache abgelöst. Neben dem klassischen Sargwahlgrab gibt es seit langem verschiedene alternative Bestattungsformen, etwa den Begräbniswald, die Paaranlage an den Wasserspielen, die Krypta, den Wildblumengarten oder den großen Apfelhain – eine Entwicklung, die auf nahezu allen städtischen Friedhöfen eingesetzt hat. Zumal alternative Angebote wachsen: Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Bestatter finden aktuell in etwa einstelliger Prozentzahl Bestattungen zu See, in Bestattungswäldern oder auch Weinbergfriedhöfen statt. Tendenz steigend. Die kommunalen beziehungsweise kirchlichen Friedhöfe treten also, rein wirtschaftlich gesehen, auch in einen stärkeren Wettbewerb ein.

Für die online-basierten Dienste und Services nutzt der Friedhof Ohlsdorf eine ausgeprägte Datenbasis. Hier sind alle Informationen rund um Bestattungen per Mausklick für den Friedhofsmitarbeiter abrufbar. Diese Informationen können zudem per App (im Google PlayStore erhältlich) an die Hinterbliebenen weitergeleitet werden, die dann wiederum mit einer kartenbasierten Anwendung innerhalb der App etwa den genauen Weg zur gewünschten Grabstelle finden können. Auch können über die App Gräber zur eigenen Nutzung ausgewählt und digital besichtigt werden: Moderne Services, die GIS-Daten als Grundlage haben.

Basis: Friedhofskataster

Der Friedhof Ohlsdorf hat demnach ein Friedhofskataster entwickelt und aufgebaut. Die Grundlage bildet die detailgenaue Digitalisierung des Friedhofs, beispielsweise mittels einer Vermessung mit Drohnen und anschließender Auswertung. Dabei können Wege, Grabstellen, Gebäude und Nebenflächen mit zentimetergenauen Orthofotos aufgenommen werden.

Auf dieser Basis können vielfältige Nutzungsmöglichkeiten erschlossen werden: Etwa die vereinfachte Verwaltung von Grabstellengebühren. Oder die Grabstellen-Suche für Besucher oder Bestatter. „Besuche der Gräber vor allem von jungen, mobilen Menschen werden aus Zeitmangel und aufgrund oft weit entfernt liegenden Wohnorten seltener“, berichtet Elke Herrnberger, Pressesprecherin des Bundesverbandes Deutscher Bestatter. „Neue Services, um zum Beispiel das Auffinden von Gräbern zu erleichtern, könnten da ein gutes Angebot sein.“ Es bedarf also neuer Werkzeuge, um das Auffinden von Gräbern zu unterstützen – zum Beispiel mit einem kartenbasierten Übersichtsplan auf der Homepage des Friedhofs, der Gemeinde, der Kommune oder in einer App. Bestatter, Trauerfloristen sowie Hinterbliebene lassen sich auf diese Weise einfach virtuell zur gesuchten Grabstelle leiten. (sg, jr)

www.bestatter.de

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Bestattungs- und Friedhofsprozess komplett digital abbilden https://www.business-geomatics.com/kompletten-bestattungs-und-friedhofsprozess-digital-abbilden/ Wed, 10 Feb 2021 15:53:04 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=10793 Stirbt ein Mensch, müssen Hinterbliebene nicht nur den Tod betrauern, sondern auch erhebliche Kosten tragen und einen organisatorischen Marathon hinlegen. Letzteres gilt umso mehr für Friedhofsverwaltungen. Mittels einer GIS-Fachanwendung für Friedhöfe will Hexagon Geospatial diesen Verwaltungsaufwand nun reduzieren. Über 800.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland. Das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl von Frankfurt am Main. Mit den […]

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Stirbt ein Mensch, müssen Hinterbliebene nicht nur den Tod betrauern, sondern auch erhebliche Kosten tragen und einen organisatorischen Marathon hinlegen. Letzteres gilt umso mehr für Friedhofsverwaltungen. Mittels einer GIS-Fachanwendung für Friedhöfe will Hexagon Geospatial diesen Verwaltungsaufwand nun reduzieren.

Hochauflösendes Luftbild eines Friedhofs inklusive als Punktobjekte dargestellte Gräber. Bild: GMSC-K Beispielprojekt Kommunal-Consult Becker AG

Über 800.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland. Das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl von Frankfurt am Main. Mit den Todesfällen einher gehen menschliche Tragödien, viel Trauer und Leid – und ein gehöriger Verwaltungsaufwand für Städte und Kommunen. Denn die müssen gezwungenermaßen mit dem Tabuthema Tod auf organisatorische Art und Weise umgehen. Festgeschrieben ist das unter anderem in den länderspezifischen Bestattungs- und Friedhofsgesetzen sowie in kommunalen Friedhofssatzungen. Unter dem Strich bedeutet das für das jeweilige Friedhofsmanagement jede Menge Arbeit, um den kompletten Bestattungs- und Friedhofsprozess abzubilden.

Digitale Fachanwendung als Schlüssel

„Friedhofsverwaltungen sollten ihre jeweiligen Aufgaben nicht singulär denken, sondern den ganzheitlichen Einsatz einer organisationsweiten und zugleich digitalen Fachanwendung in Betracht ziehen“, betont Benjamin Schnitzer, Vertrieb und Partnermanagement für den Bereich Öffentliche Verwaltungen in Deutschland bei Hexagon Geospatial. Was er damit meint: Je digitaler ein Friedhof aufgestellt ist, desto weniger Arbeit und Zeit muss auf Verwaltungsaufgaben aufgewendet werden. Die vermehrte Digitalisierung der Friedhofspläne sei der Schlüssel dazu. „Zielführend ist außerdem die Integration einer solchen Friedhofsfachanwendung in das bestehende Geoinformationssystem (GIS) der jeweiligen Stadt oder Kommune“, führt Schnitzer aus.

Für den Anwender liegt der Vorteil digitaler Friedhofsprozesse außerdem darin, dass er einen vollständigen Überblick der Friedhofsdaten erhalten kann: entweder in Form von Sachdatenlisten oder einer grafischen Darstellung des Lageplans ergänzt um die notwendigen Funktionen für eine effektive Bewirtschaftung und Verwaltung der Friedhöfe. Insbesondere Letzteres wird künftig wichtig werden. Denn: Viele Friedhöfe sollen in Zukunft in ihrer Funktion gewandelt werden. Sie sind dann nicht mehr nur die letzte Ruhestätte der Toten, sondern sollen als Begegnungsstätten für Menschen dienen. Auch ist schon jetzt ein Trend zu neuen Bestattungsformen wie Friedwälder oder Baumgräber ersichtlich.

Modernes Friedhofsmanagement

Um die vielfältigen Aufgaben im Rahmen eines modernen Bestattungs- und Friedhofsmanagement abzubilden, setzt Hexagon Geospatial mit GeoMedia Smart Client Kommunal (GMSC-K) auf eine spezielle Fachanwendung für die moderne Organisation von Friedhöfen. Die Lösung ermöglicht die digitale Abbildung des kompletten Prozesses – vom Erfassen über die Verwaltung bis hin zur Analyse und Auswertung der jeweiligen Friedhofsdaten. Diese reichen von Informationen zu verstorbenen Personen über Grabstätten, Aufbewahrungsplätze und Trauerhallen bis hin zu Gebührenorganisation und Bescheiden. „Mithilfe der Fachanwendung Friedhof ist somit eine umfassende und zugleich satzugskonforme Organisation möglich – von der Bestattung bis zum Versand der Gebührenbescheide“, führt Schnitzer aus. Hinzu kommen weitere Funktionen zur Unterstützung der Verwaltungsprozesse, beispielsweise bei der Umbettung oder Räumung einer Grabstätte oder der Pflege von Basisinformationen wie der Grabgröße, der Nutzungsdauer oder der Ruhefristen.

Beispiel zweier Abteilungsflächen inkl. belegter und freier Grabstätten und Grabstellen. Bild: GMSC-K Beispielprojekt Kommunal-Consult Becker AG

Die Lösung steht sowohl als Fachanwendung für die GMSC-K als auch als „Software-as-a-Service“ (SaaS) zur Verfügung. Zudem bietet Hexagon im Verbund mit Partnerfirmen einen umfassenden Digitalisierungsservice im Bereich des Friedhofskatasters an. Die Bandbreite erstreckt sich dabei vom Befliegen der Anlage mittels UAV über eine semi-automatische Erfassung und Klassifizierung der Friedhofsanlage bis zur Digitalisierung der analogen Akten. „Dank der Fachanwendung GMSC-K – Friedhof können Verwaltungen ihre Digitalisierungsbestrebungen einfach und effizient umsetzen“, betont Schnitzer und resümiert: „Damit haben wir einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung einer Gesamtstrategie der Digitalisierung kompletter Friedhofsprozesse erreicht.“ (jr)

www.hexagongeospatial.com

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Durch ProOffice: Digitalisierung revolutioniert Friedhofsverwaltung https://www.business-geomatics.com/friedhof-ganz-digital/ Wed, 19 Dec 2018 08:16:18 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=6382 Duisburg setzt mit ProOffice von AED-SYNERGIS eine moderne Friedhofsverwaltung um. Die Digitalisierung revolutioniert auch die Arbeitsabläufe rund um die Friedhofsverwaltung. Eine zeitgemäße Verwaltungssoftware kann helfen, Personalressourcen optimal zu nutzen und die komplexen Anforderungen an eine moderne Verwaltung fehlerfrei und effizient umzusetzen. Das zeigen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, die seit 2014 auf die Softwarelösungen ProOffice Friedhof und […]

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Duisburg setzt mit ProOffice von AED-SYNERGIS eine moderne Friedhofsverwaltung um.

Die Digitalisierung revolutioniert auch die Arbeitsabläufe rund um die Friedhofsverwaltung. Eine zeitgemäße Verwaltungssoftware kann helfen, Personalressourcen optimal zu nutzen und die komplexen Anforderungen an eine moderne Verwaltung fehlerfrei und effizient umzusetzen. Das zeigen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, die seit 2014 auf die Softwarelösungen ProOffice Friedhof und ProOffice Krematorium von AED-SYNERGIS setzen. Die Wirtschaftsbetriebe betreiben ein Krematorium und insgesamt 17 Friedhöfe im Duisburger Stadtgebiet mit etwa 250.000 Grabstätten. Jährlich werden etwa 3.500 Bestattungen durchgeführt.

Das Krematorium am Waldfriedhof Duisburg. Die komplette Friedhofsverwaltung ist über das webbasierte System vernetzt. Foto: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Bereits im Jahr 2005 kamen die beiden Projektpartner ins Gespräch. Seit 2008 konnte AED-SYNERGIS die damaligen Anforderungen der Wirtschaftsbetriebe an eine „netzwerkfähige“ Verwaltungssoftware über das Projekt Webfriedhof abbilden. Als der Wunsch aufkam, zusätzlich Termine von Bestattungen und Trauerfeiern digital aufzunehmen und zu verarbeiten, entschied man sich für eine vollständige Neuentwicklung des Webfriedhofs als Bestandteil der ProOffice-Software von AED-SYNERGIS. Inzwischen stehen mit ProOffice Friedhof und ProOffice Krematorium zwei eigenständige Module zur Verfügung. Damit werden die Anforderungen von Friedhofsverwaltungen unterschiedlicher Größe individuell abgedeckt. In Duisburg wurden weitere Funktionalitäten, die für das tägliche Arbeiten unverzichtbar waren, im vergangenen Jahr zusätzlich implementiert.

Mit ProOffice Friedhof werden neben der Verwaltung der Grabfelder, Grabstellen und -stätten sämtliche Vorgänge, Belegungen und Personenzuordnungen gepflegt. Ergänzt werden die Sachdaten durch die visuelle Darstellung der Grabstätten im GIS-Widget durch Anbindung des WebOffice-Projektes, welches seit einigen Jahren bei der Stadt Duisburg sowie den Wirtschaftsbetrieben im Einsatz ist.

Besonders angetan sind die Wirtschaftsbetriebe davon, dass für das mobile Arbeiten keine separate Lösung erforderlich ist. Das erspart mühsames Vor- und Nachbereiten. „Wir sind mit ProOffice Friedhof nun in der Lage, alle Vorgänge zentral zu steuern. So haben alle Mitarbeiter die Sachdaten immer aktuell im Blick, alle sind auf dem gleichen Stand. Das bringt deutliche qualitative Verbesserungen“, freut sich Sebastian Centamore von den Wirtschaftsbetrieben. Insbesondere das Führen aufwändiger Excel-Listen habe nun ein Ende. „Das spart jede Menge Zeit und vermeidet so manchen Fehler, der beim Übertragen von einer Liste in die andere nun mal passiert“, ist er sicher. „Das System zeigt beispielsweise übersichtlich an, welche Grabstätten abgeräumt werden müssen. Vor Ort kann der Mitarbeiter das Grab räumen und die Arbeiten direkt im Tablet vermerken. Übertragungszeiten entfallen, die Grabstätte ist direkt freigegeben und alle Informationen sind aktuell.“

In Duisburg ist die mobile Lösung direkt an das Zentralsystem angebunden, sodass keine redundante Datenhaltung entsteht. Foto: Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Sebastian Centamore

Auch die Fotofunktion bringt viele Vorteile: „Wenn es eine Beschwerde über ein ungepflegtes Grab gibt, kann der Mitarbeiter vor Ort den Grabzustand live erfassen. Alle nachfolgenden Schritte, etwa das Anschreiben an die Angehörigen, werden dann automatisch vom System vorgegeben“, so Centamore.

Zunächst wollen die Wirtschaftsbetriebe mit etwa 30 mobilen Endgeräten starten, die an die Friedhofsverwalter vor Ort ausgegeben werden. Diese Geräte sollen aber zugleich helfen, Serverausfälle oder Leitungsstörungen zu überbrücken.

Auch die Terminverwaltung profitiert von der neuen Software: „ Alle relevanten Informationen können direkt digital erfasst werden und stehen für die Nachbearbeitung automatisch zur Verfügung. Aushänge sind per Knopfdruck erledigt“, so Centamore. Und noch einen Vorteil sehen die Wirtschaftsbetriebe: Mit der neuen Software sind alle Außenstellen vernetzt. Je nach Zugriffsrechten können beispielsweise die Termine für Bestattungen eingesehen und bei Anfragen weitergeben werden. Das User-Management der ProOffice-Software ermöglicht individuellen Systembenutzern einen kontrollierten Zugriff auf Inhalte und Eingabemöglichkeiten, ganz im Sinne des Datenschutzes.

www.aed-synergis.de

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