BIM Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/bim/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Mon, 19 May 2025 10:52:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png BIM Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/bim/ 32 32 BIM-Datenbank für die Autobahn GmbH https://www.business-geomatics.com/bim-datenbank-fuer-die-autobahn-gmbh/ Mon, 19 May 2025 10:52:29 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=22206 Die Werkbank IT GmbH hat den Zuschlag für die Implementierung einer umfassenden BIM-Objektdatenbank der Autobahn GmbH des Bundes erhalten. Das neue System „cockpit.infrastructure“ wird künftig rund 500 Mitarbeitenden der Autobahn GmbH als zentrale Datenplattform dienen, um BIM-Objekte sowie deren Merkmale und Eigenschaften strukturiert zu managen. Besonderer Fokus liegt auf der intelligenten Verwaltung von Projektanforderungen in […]

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Die Werkbank IT GmbH hat den Zuschlag für die Implementierung einer umfassenden BIM-Objektdatenbank der Autobahn GmbH des Bundes erhalten. Das neue System „cockpit.infrastructure“ wird künftig rund 500 Mitarbeitenden der Autobahn GmbH als zentrale Datenplattform dienen, um BIM-Objekte sowie deren Merkmale und Eigenschaften strukturiert zu managen. Besonderer Fokus liegt auf der intelligenten Verwaltung von Projektanforderungen in Form von Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) und BIM-Abwicklungsplänen (BAP). Der Auftrag, der im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben wurde, hat eine Laufzeit von vier Jahren.

 

Digitale Kommunikation

Das neue Objektdatenbank-Systems der Autobahn GmbH soll das theoretische BIM-Konzept in die Praxis überführen.
Quelle: Die Werkbank IT GmbH

Im Zentrum des Projekts steht die Optimierung der digitalen Kommunikation zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern bei Infrastrukturprojekten. Die neue Datenbank-Lösung „cockpit.infrastructure“ adressiert dabei ein Kernproblem großer Infrastrukturvorhaben: die fehlende Transparenz und Standardisierung bei digitalen Liefergegenständen. „Oft werden zwar Anforderungen zu CAD-Formaten oder digitalen Zwillingen formuliert. Die eigentliche Herausforderung liegt aber in der Prüfung und Sicherstellung, dass die gelieferten Daten tatsächlich den Anforderungen entsprechen“, erklärt Matthias Uhl, Geschäftsführer der Werkbank IT GmbH. „An dieser Stelle können tausende Arbeitsstunden verloren gehen – Zeit, die mit unserem System eingespart wird.“

Das neue System erfasst und verwaltet präzise, welche Merkmale und Eigenschaften an welchen Bauteilen vom Auftragnehmer gepflegt und an die Autobahn GmbH zurückgeliefert werden müssen. Diese Liefergegenstände sind im Kern nichts anderes als strukturierte Daten wie etwa: Status einer Baustelle, Material eines Brückenwiderlagers, Ausprägung und Ausführungsstand einer Fahrbahn.

„Es geht darum, dass der Auftraggeber jederzeit transparenten Einblick in Bauvorhaben erhält und diese mit anderen Projekten vergleichen kann“, betont Uhl. Die vertragliche Grundlage dafür bilden der BIM-Abwicklungsplan (BAP) und die Auftraggeberinformationsanforderungen (AIA). Sie regeln im Detail, was der Auftragnehmer wann und in welcher Form zu liefern hat. Cockpit.infrastructure dient als zentrales Werkzeug, um diese vertragsrelevanten Anforderungen zu definieren, zu managen und ihre Einhaltung zu überwachen.

BIM in der Praxis

Für Matthias Uhl, Geschäftsführer der Werkbank IT GmbH liegt die eigentliche Herausforderung bei BIM und Digitalen Zwillingen in der Prüfung und Sicherung der eingehenden Informationen.
Quelle: Die Werkbank IT GmbH

Mit der Implementierung setzt die Autobahn GmbH das BIM-Konzept in eine praktische Anwendung. Das System dient dabei als zentraler Hub für den Informationsaustausch zwischen allen Projektbeteiligten. „Wir stellen die digitale Kommunikation auf ein funktionierendes Fundament“, sagt Uhl. „Während in modernen Autos Digitalanwendungen heute Standard sind, hinkt die Infrastruktur noch hinterher. Unser System sorgt dafür, dass nicht mehr lange über Digitalisierung geredet wird nach dem Motto ‚man müsste, man könnte, man sollte‘ – sondern dass man hat, man kann, man darf und man tut.“

 

Prozessorientiertes LOIN-Management

Das cockpit.infrastructure basiert auf einem klar strukturierten Vier-Schritte-System, das auf dem Level of Information Need (LOIN)-Konzept aufbaut:

  1. Merkmalmanagement: Erfassung und Pflege aller relevanten Eigenschaften und Attribute von Bauteilen in einem zentralen Merkmalspool, der anschließend zu Merkmalsklassen und Klassifikationen organisiert wird
  2. LOIN-Objektmanagement: Gruppierung dieser Eigenschaften zu konkreten Bauteilen wie Brückenwiderlager oder Fahrbahnen gemäß verschiedener Informationsstufen (LOIN 100 bis LOIN 500). Dadurch wird sichergestellt, dass in jeder Projektphase genau die benötigten Informationen vorliegen
  3. LOIN-Objektgruppenmanagement: Zusammenfassung der Einzelobjekte zu funktionalen Einheiten wie kompletten Brücken, was eine ganzheitliche Betrachtung komplexer Bauwerke ermöglicht
  4. Projektzuordnung: Integration der Objektgruppen in konkrete Bauvorhaben mit individuellen AIA- und BAP-Anforderungen

Dadurch wird wird ein bedarfsgerechter Datenfluss aufgebaut – projektübergreifend und projektspezifisch. Zu jedem Zeitpunkt stehen genau die richtigen Informationen in der benötigten Detailtiefe zur Verfügung – und zwar für alle 500 Nutzer der Plattform, die jeweils über ein differenziertes Rollen- und Rechtesystem auf die Daten zugreifen. Das System berücksichtigt dabei, dass für unterschiedliche Projektphasen unterschiedliche Informationstiefen erforderlich sind, und vermeidet so unnötige Datenredundanz.

 

Integrationen

Fokus des BIM-Projekts liegt auf der Verwaltung von Projektanforderungen in Form von Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) und BIM-Abwicklungsplänen (BAP).
Quelle: Die Werkbank IT GmbH

Bei der Ausschreibung setzte sich die Lösung von Die Werkbank IT vor allem durch zwei zentrale Vorteile durch. Erstens: Die intuitive Benutzeroberfläche, die einen geringen Schulungsaufwand verspricht. Zweitens: Die umfassende Anschlussfähigkeit an bestehende und künftige Systeme durch flexible Integrationen.

„Wir bieten eine offene, flexible Architektur mit standardisierten Programmierschnittstellen, die sich nahtlos in das digitale Ökosystem der Autobahn GmbH des Bundes integrieren lässt“, erläutert Uhl. „In einer Welt, in der sich Softwarelösungen immer dynamischer entwickeln, wird die Anschlussfähigkeit in alle Richtungen zum wesentlichen Erfolgsfaktor.“

Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei die Integration in das BIM-Portal der Initiative BIM Deutschland. Darüber hinaus sind Integrationen in spezielle Infrastruktur-Planungssoftware wie Civil 3D und Allplan geplant. Diese Integrationen werden als Plugins realisiert, die künftig an Auftragnehmer der Autobahn GmbH lizenziert werden können. Das System ist zudem bereits für die Anbindung an das Common Data Environment (CDE) der Autobahn GmbH vorbereitet.

Die generische Ausrichtung des Systems soll es ermöglichen, Bedürfnisse anderer öffentlicher Bauherren einfach anzupassen. „Eine der größten Herausforderungen ist die disziplinenübergreifende Harmonisierung“, erklärt Uhl. „Wenn eine Brücke über eine Wasserstraße oder Schiene gebaut wird, müssen alle Beteiligten die gleiche Sprache sprechen. Unser System kann hier einen wertvollen Beitrag leisten.“

Eine Besonderheit von cockpit.infrastructure liegt im Umgang mit Datenstandards. Anstatt auf einen allgemeingültigen Datenstandard zu warten – ein Ansatz, der angesichts der Komplexität und Individualität von Infrastrukturprojekten kaum realisierbar erscheint – setzt die Lösung auf intelligentes Daten-Mapping. „Wir müssen akzeptieren, dass es nicht einem einzelnen Software- oder BIM-Akteur gelingen wird, das universelle Tool für alle Bauschaffenden zu entwickeln“, betont Uhl. „Daher setzen wir auf smarte Mapping-Features, die verschiedene Merkmale, Einheiten und Strukturen dynamisch aufeinander abbilden können, ohne einen starren Standard zu erzwingen.“

Ein fortschrittlicher Aspekt zeigt sich auch in der Haltung zur Datentransparenz: Die Autobahn GmbH des Bundes plant, die mit cockpit.infrastructure verwalteten BIM-Objekte öffentlich zugänglich zu machen, sodass sie von möglichst vielen Nutzern für die Generierung von AIA-Anlagen verwendet werden können – ein Vorgehen, das Uhl als „absolut moderne Einstellung der Handelnden“ würdigt.

 

Zeitplan: Produktivstart im Herbst 2025

Nach der Auftragsvergabe Mitte Februar 2025 konzentriert sich die Zusammenarbeit zunächst auf Customizing und Integration. Der Produktivstart ist für den Spätsommer oder Herbst geplant. Anschließend werden die ersten konkreten Projekte mit dem neuen System umgesetzt, bevor es in den regulären Betrieb übergeht. Die Werkbank IT wird das System über die gesamte Vertragslaufzeit von vier Jahren betreuen und weiterentwickeln.

www.diewerkbank.eu

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CaliforniaX mit Version 25 https://www.business-geomatics.com/californiax-mit-version-25/ Thu, 07 Nov 2024 09:17:46 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21475 Die Verarbeitung von E-Rechnungen und der neue Regelmanager für BIM2AVA sind die wichtigsten Neuerungen neben grundlegenden Optimierungen in der AVA- und Baukostenmanagementsoftware CaliforniaX Version 25, die die G&W Software AG auf der BAU 2025 vorstellt. Vor dem Hintergrund der mit dem Wachstumschancengesetz eingeführten Pflicht zur E-Rechnungs-Pflicht bietet die Version 25 von CaliforniaX einen neuen Prozess […]

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G&W hat bei der Entwicklung der neuen Version Wert darauf gelegt, dass Änderungen schnell und einfach durchgeführt. werden können.
Quelle: G&W

Die Verarbeitung von E-Rechnungen und der neue Regelmanager für BIM2AVA sind die wichtigsten Neuerungen neben grundlegenden Optimierungen in der AVA- und Baukostenmanagementsoftware CaliforniaX Version 25, die die G&W Software AG auf der BAU 2025 vorstellt. Vor dem Hintergrund der mit dem Wachstumschancengesetz eingeführten Pflicht zur E-Rechnungs-Pflicht bietet die Version 25 von CaliforniaX einen neuen Prozess zur Verarbeitung von Rechnungen nach DIN EN 16931 an. Eine neu entwickelte Webanwendung ermöglicht die integrierte Visualisierung elektronischer Rechnungen in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD. Damit erfolgt die Zuordnung zum Bauprojekt sowie die Möglichkeit der direkten Weiterverarbeitung der rechnungsbegründenden Anlagen wie X31- oder EXCEL-Daten in der CaliforniaX-Rechnungsprüfung. Die eingebettete Webanwendung Invoice-Viewer bietet den Vorteil einer geräteunabhängigen Browsertechnologie und verarbeitet alle Rechnungsdaten lokal auf dem Gerät des Nutzers. Sie ist auch unabhängig von CaliforniaX verfügbar. Der Invoice-Viewer lässt sich als App installieren und auch offline nutzen. G&W stellt den Invoice-Viewer kostenlos unter https://invoice-viewer.de zur Verfügung.

Der neue Regelmanager für BIM2AVA erleichtert erheblich die Automatisierung bei der Verarbeitung von IFC-Modellen. Eine mitgelieferte Standard-Zuordnung enthält Regeln zur automatischen Filterung und Gruppierung gleichartiger Bauteile. Durch die benutzerfreundliche Oberfläche lässt sich die Zuordnung leicht an individuelle Anforderungen anpassen und Ergebnisse werden sofort visualisiert. Eigene Gruppierungsregeln können gespeichert und als alternative Vorlagen verwendet werden. In diese Neuentwicklung sind viele Kundenanregungen eingeflossen, G&W optimiert mit der Version 25 des AVA- und Kostenplanungssystems CaliforniaX auch weiterhin den BIM-Prozess. G&W ist auf der BAU in Halle C3, Stand 115 vertreten.

www.gw-software.de

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Trimble: Neuer Reality Capture Platform Service nutzt Trimble Connect https://www.business-geomatics.com/trimble-neuer-reality-capture-platform-service-nutzt-trimble-connect/ Tue, 22 Oct 2024 08:08:30 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21452 Trimble hat eine neue Trimble Reality Capture Platform Service angekündigt, der eine effektivere Zusammenarbeit und den sicheren Austausch umfangreicher Reality Capture-Datensätze ermöglicht, die mit 3D-Laserscanning-, Mobile Mapping- und UAV-Systemen erfasst wurden. Der Dienst ist als Erweiterung von Trimble Connect verfügbar, einer Cloud-basierten gemeinsamen Datenumgebung und Plattform für die Zusammenarbeit, die bisher mehr als 30 Millionen […]

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Trimble hat eine neue Trimble Reality Capture Platform Service angekündigt, der eine effektivere Zusammenarbeit und den sicheren Austausch umfangreicher Reality Capture-Datensätze ermöglicht, die mit 3D-Laserscanning-, Mobile Mapping- und UAV-Systemen erfasst wurden. Der Dienst ist als Erweiterung von Trimble Connect verfügbar, einer Cloud-basierten gemeinsamen Datenumgebung und Plattform für die Zusammenarbeit, die bisher mehr als 30 Millionen Nutzer*innen zählt. Dieser Service ist die jüngste Ergänzung des Trimble-Ökosystems für vernetzte Arbeitsabläufe, die physische und digitale Welt miteinander verbindet.

Neuer Reality Capture Platform Service nutzt Trimble Connect, um die vernetzte Nutzung von Geodaten via Cloud zu verbessern.
Quelle: Trimble

Erschließung von Geodaten im großen Maßstab

Der Trimble Reality Capture-Plattformdienst bietet eine webbasierte Lösung für Punktwolken und 360-Grad-Bilder, um die Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Bauunternehmern, Vermessungsingenieuren und anderen zu verbessern. Fachleute aus den Bereichen Hochbau, Vermessung, Verkehrsinfrastruktur, Versorgung, Energie, Bergbau und anderen Bereichen sollen so schneller und einfacher an komplexen Reality Capture-Projekten zusammenarbeiten, ohne Datenintegrität oder die ursprünglichen Genauigkeit der daten zu verlieren.

„Der neue Service der Trimble Reality Capture Plattform ermöglicht unseren Mitarbeiter*innen einen einfacheren Zugriff auf Daten und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Baustelle und Büro, was zu zusätzlichen Effizienzen in unserem gesamten Betrieb führt“, so Christopher Pynn, Digital Leader bei Laing O’Rourke für Eastern Freeway – Burke to Tram Alliance. „Ein einziger Ort, an dem Planer, Ingenieure und andere Beteiligte Projektdaten überprüfen und kontrollieren können, ist ein echter Fortschritt.“

Bereitstellung eines vernetzten Ökosystems

Dieser neue Dienst ermöglicht einen sicheren und barrierefreien Zugang zu Reality-Capture-Daten, einschließlich umfangreicher Datensätze, die durch mobile Vermessung mit terrestrischen Laserscannern wie der Trimble MX-Serie und dem Trimble X9 erfasst werden. Ebenso werden Daten von Drittanbieter-Hardware unterstützt. Dieser neue Service nutzt die Erweiterbarkeit von Trimble Connect, das Daten aus allen angeschlossenen Softwarelösungen von Trimble integriert, darunter die Baumanagement-Software Trimble ProjectSight, das 3D-Modellierungstool SketchUp und die BIM-Software Tekla Structural, sowie Systemintegratoren von Drittanbietern.

„Der neue Service der Trimble Reality Capture Plattform ermöglicht unseren Mitarbeitern einen einfacheren Zugriff auf Daten und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Baustelle und Büro, was zu zusätzlichen Effizienzen in unserem gesamten Betrieb führt“, so Christopher Pynn, Digital Leader bei Laing O’Rourke für Eastern Freeway – Burke to Tram Alliance. „Ein einziger Ort, an dem Planer, Ingenieure und andere Beteiligte Projektdaten überprüfen und kontrollieren können, ist ein echter Fortschritt.“

Vernetztes Ökosystem

Der neue Dienst ermöglicht einen sicheren und demokratischen Zugang zu Reality-Capture-Daten, einschließlich umfangreicher Datensätze, die durch mobile Kartierung mit terrestrischen Laserscannern wie der Trimble MX-Serie und dem Trimble X9(öffnet in einem neuen Fenster) erfasst werden, sowie Daten von Drittanbieter-Hardware. Dieser neue Service nutzt die Erweiterbarkeit von Trimble Connect, das Daten aus allen angeschlossenen Softwarelösungen von Trimble integriert, darunter die Baumanagement-Software Trimble ProjectSight, das 3D-Modellierungstool SketchUp® und die BIM-Software Tekla® Structural, sowie Systemintegratoren von Drittanbietern. Dies ermöglicht den Projektbeteiligten, fundiertere Entscheidungen zu treffen und die betriebliche Effizienz zu steigern, indem die Baustelle mit dem Büro verbunden wird, um ein durchgängiges Management während des gesamten Lebenszyklus eines Projekts zu ermöglichen.

Entwickelt für Big Data

Trimble hat Microsoft Azure Data Lake Storage und Azure Synapse Analytics integriert, um den Zeitaufwand für die Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung großer Datensätze zu reduzieren. Der Dienst wurde entwickelt, um Daten jeder Größe zu optimieren und zu synthetisieren.

„Dieser neue Service wendet die Cloud-Technologie auf eine neue Art und Weise für große Datenpakete an und ermöglicht es den Nutzern, die Leistung deutlich zu skalieren und den Wert der Daten zu maximieren“, sagt Boris Skopljak, Vice President, Geospatial bei Trimble. „Jeder kann jetzt über eine einfache Webschnittstelle auf komplizierte Reality-Capture-Daten zugreifen. Damit ist es einfacher denn je, Geodaten zu nutzen, um in jeder Phase des Lebenszyklus von Planung, Bau und Betrieb bessere Ergebnisse zu erzielen. Mit dieser Markteinführung sind wir einen Schritt näher dran, lebendige digitale Zwillinge und Anwendungen der künstlichen Intelligenz in großem Maßstab zu realisieren.“

„Die Nutzung der Leistungsfähigkeit und der mehrschichtigen, integrierten Sicherheitskontrollen von Microsoft Azure in Kombination mit den Reality-Capture-Funktionen von Trimble verändert die Scan-Workflows und verkürzt die Zeit für die Analyse von Punktwolken von Stunden auf Minuten“, sagt Wangui McKelvey, General Manager, Azure Data Analytics bei Microsoft.

Der Trimble Reality Capture-Plattformdienst ist als Abonnementdienst verfügbar. Anwender greifen auf ihre Reality Capture-Daten über eine nahtlos integrierte Erweiterung in Trimble Connect zu. Der Reality Capture-Plattformdienst ist ab sofort über die Vertriebspartner von Trimble Geospatial und Trimble Building Construction erhältlich.

www.geospatial.trimble.com/en/products/software/trimble-reality-capture

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BIM-Planung mit Allplan: Stützwand-Erneuerung einer Bahntrasse https://www.business-geomatics.com/bim-planung-mit-allplan-stuetzwand-erneuerung-einer-bahntrasse-2/ Mon, 09 Sep 2024 10:45:48 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21313 Nach weit über 90 Jahren hat die Stützwand in der Turnerstraße in Osnabrück ausgedient. Den Neuabau planen KREBS+KIEFER mit Allplan.

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Nach weit über 90 Jahren hat die Stützwand in der Turnerstraße in Osnabrück ausgedient. Den Neuabau planen KREBS+KIEFER mit Allplan.

Stützwände sind zwar im Vergleich zu vielen anderen Bauwerken besonders langlebig, doch halten auch sie nicht ewig. Für ein Stützbauwerk in Osnabrück ist daher nun nach über 90 Jahren langsam das Ende seines Lebenszyklus angebrochen. Die etwa 273 Meter lange Schwergewichtswand wurde 1928 erbaut und sichert seither auf der südwestlichen Seite den Geländesprung zwischen der Turnerstraße und dem Bahndamm der zweigleisigen Strecke Löhne-Rheine (Streckennummer 2992, km 133,995 bis 134,268). Auf der Bahnstrecke ist eine Menge los: Neben Inter-City-Verbindungen und regionalem ÖPNV dient sie als Hauptstrecke im europäischen Schienengüterverkehrskorridor North Sea-Baltic.

Nach weit über 90 Jahren im Dienst des Schienenpersonen- und -güterverkehrs erhält die alte Schwergewichtswand in der Turnerstraße in Osnabrück einen Ersatzneubau. Bild: KREBS+KIEFER

Die Stützwand geht am südöstlichen Ende in den Flügel eines Brückenwiderlagers über, während sich am nordöstlichen Ende eine Böschung zur Sicherung des Geländesprunges anschließt. Wegen ihres mittlerweile schlechten baulichen Zustands bedarf es einer Erneuerung. Die Vorbereitungen hierzu laufen seit 2021. Mit der BIM-, Objekt- und Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1-4) wurde das Ingenieurbüro KREBS+KIEFER von der DB InfraGO AG beauftragt. Leistungsphasen 1 und 2 sind bereits abgeschlossen.

BIM-Anwendungsfälle

Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen für Baumaßnahmen des Bundes im Infrastrukturbereich erfolgt die Durchführung des Projekts unter Anwendung von Building Information Modeling (BIM). Für KREBS+KIEFER gilt es dabei insgesamt sieben BIM-Anwendungsfälle umzusetzen. Diese umfassen neben der Modellierung des Bestandsbauwerks (ergänzende Nachmodel- lierung der Stützwand) und der Erstellung eines BIM-Modells des Ersatzneubaus einen Variantenvergleich, Visualisierung, Planungskoordination, das Generieren von 2D-Plänen aus dem BIM-Modell sowie die Termin- und Bauphasenplanung.

Bestandsmodellierung und BIM-Modell des Ersatzneubaus

Als Grundlage für die Bestandsmodellierung diente ein Bestandsmodell des verantwortlichen Vermessungsbüros. Darin war die Vorderseite der Stützwand bereits per Laserscan genau erfasst worden, die Rückseite jedoch lediglich angenommen. Um ein vollständiges exaktes Modell zu erhalten, nahmen KREBS+KIEFER daher auf Basis von Erkundungsbohrungen, statischen Untersuchungen sowie Erfahrungswerten eine ergänzende Nachmodellierung in Allplan vor. Ebenso wurde das BIM-Modell für den Ersatzneubau in Allplan erstellt. Die 3D-Modellierung erfolgte hier mithilfe von Architekturbauteilen, gefolgt von einer ergänzenden Modellierung als freie 3D-Objekte. Da spezielle IFC-Elementtypen für die Geotechnik derzeit noch nicht existieren, wurden kurzerhand – analog zum Hochbau – Elemente wie IfcWall, IfcFooting und dergleichen verwendet.

Parametrisches Modellieren mit den Add-ons

Beim Modellieren der Anker kamen den Modelliererinnen die Add-ons Bodenanker und 3D-Raster besonders zugute. Mithilfe des Bodenanker-Tools lassen sich diese sehr viel schneller und effizienter als üblich erstellen und anpassen. Dabei werden lediglich beim ersten Anker oder Nagel die Parameter eines Objekts wie Attribute (System, Stahlgüte, Litzen), Länge, Verankerungsbereich etc. festgelegt. Bei Änderungen am Objekt werden dann alle identischen Elemente automatisch mit angepasst. Über das Add-on 3D-Raster können wiederum Objekte an eine gewünschte Stelle in einem Raster verlegt werden, wodurch sich diese effizient vervielfältigen lassen. Dank der integrierten Spezial-Tools ließ sich also sowohl die Modellierung als auch die Editierbarkeit der Verankerungselemente (Anker, Nägel) im Fachmodell erheblich optimieren.

„Mit Allplan lassen sich Ingenieurbauwerke schnell und effizient modellieren. Gerade die parametrischen Add-ons Bodenanker und 3D-Raster führen bei der Modellierung von Ankern zu einer enormen Effizienzsteigerung“, sagt Michael Sklorz, leitender Ingenieur bei KREBS+KIEFER.

Bild: KREBS+KIEFER

Entwicklung von Varianten und Ableitung von 2D-Plänen

Dieses flexible, parametrische Modellieren mit den integrierten Add-ons erwies sich insbesondere bei der Entwicklung verschiedener Varianten als großer Vorteil. Insgesamt wurden drei Varianten durchgespielt. Variante 1 ist eine aufgelöste Bohrpfahlwand als Vorsatzschale. Der Ersatzneubau liegt dementsprechend vor der Stützwand. Dies ist auch bei Variante 2 – einer Vorsatzschale mit Rückverhängung – der Fall. Die Rückverhängung der flach gegründeten Vorsatzschale erfolgt dabei mithilfe von Einstabankern. Bei der dritten Variante handelt es sich um eine überschnittene Bohrpfahlwand, die in der Lage der ursprünglichen Stützwand errichtet wird. Dank der Modellierung in Allplan konnte sich der Auftraggeber ein genaues Bild von den Varianten machen und gemeinsam mit KREBS+KIEFER deren jeweilige Vor- und Nachteile abwägen. Die Fachmodelle wurden hierzu per IFC-Schnittstelle in eine Koordinationssoftware geladen und in das BIM-Koordinationsmodell integriert. Auf Basis von Schnittableitungen wurden schließlich die erforderlichen 2D-Pläne aus dem Fachmodell abgeleitet.

Visualisierung mit Twinmotion

Für die Visualisierungen der neuen Stützwand nutzten KREBS+KIEFER die Spezialsoftware Twinmotion. Mit dem Programm lassen sich – unter anderem dank einer umfangreichen Objektbibliothek – hochwertige Renderings mit sehr geringem Aufwand erstellen. Ab Version 2023-1 verfügt Allplan über einen Direct Link für Twinmotion, der die Visualisierungssoftware direkt in das BIM-Programm integriert. Dadurch wird nicht nur der Datenaustausch zwischen den Programmen entscheidend vereinfacht, sondern auch eine Synchronisation zwischen Allplan-Modell und Twinmotion-Visualisierung ermöglicht.

www.kuk.de

www.allplan.com

www.dbinfrago.com

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card_1 Version 10.1 steht zum Download zur Verfügung https://www.business-geomatics.com/card_1-version-10-1-steht-zum-download-zur-verfuegung/ Tue, 07 May 2024 12:12:15 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20884 07.05.2024 – Die IB&T Software GmbH gibt das Release der Version 10.1 der Softwarelösung card_1 bekannt. Die neue Version, die zum Download zur Verfügung steht, bietet eine Vielzahl von Verbesserungen und neuen Funktionen, die die Infrastrukturplanung effizienter und komfortabler gestalten. Das Release umfasst neben einer modernisierten Druckausgabe und einem neuen Kontaktkatalog zum Verwalten projektbezogener Ansprechpartner […]

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Mit der Ergänzung für den neuen Straßenentwurf generieren Anwender:innen Ein- und Ausfahrten automatisiert unter Berücksichtigung aktueller Regelwerke.
Quelle: IB&T GmbH

07.05.2024 – Die IB&T Software GmbH gibt das Release der Version 10.1 der Softwarelösung card_1 bekannt. Die neue Version, die zum Download zur Verfügung steht, bietet eine Vielzahl von Verbesserungen und neuen Funktionen, die die Infrastrukturplanung effizienter und komfortabler gestalten. Das Release umfasst neben einer modernisierten Druckausgabe und einem neuen Kontaktkatalog zum Verwalten projektbezogener Ansprechpartner folgende Erweiterungen: Der Start eines neuen Projektes wird mit dem Projekteinstiegsassistenten deutlich vereinfacht. Nach der Auswahl der passenden Region werden dem Anwender automatisch die geeigneten Koordinatensysteme angeboten. Im nächsten Schritt wird die passende Hintergrundkarte geladen, aus der ein Projektausschnitt gewählt wird. Das vereinfacht die Orientierung. Der Neue Straßenentwurf ist das Herzstück der card_1 Version 10. Mit ihm generieren die Anwender Straßen mit nur wenigen Klicks automatisiert und richtlinienkonform. Mit der card_1 Version 10.1 wurde der Neue Straßenentwurf um Ein- und Ausfahrten erweitert. Die Basis für die card_1 10er Reihe ist die smart infra-modeling technology, der auch der Neue Straßenentwurf zugrunde liegt. Eine weitere leistungsstarke Komponente dieser neuartigen Technologie ist der smarte Konstruktionsbaukasten. Dieser ermöglicht Anwendern die integrierte fachliche Konstruktion von Bauteilen. In Version 10.1 definieren Anwender komplexe Querschnitte, aus denen sie entlang von Leitlinien langgestreckte 3D-Bauteile, wie Muldenrinnen oder Amphibienleiteinrichtungen, erzeugen. Das Modul Visualisierung bietet eine umfassende Bibliothek aus 3D-Symbolen für die Vegetation, Verkehrszeichen und vieles mehr. Anwender haben die Option, selbst erstellte 3D-Symbole in den card_1 Symbolkatalog zu importieren. Mit card_1 Version 10.1 erstellen Anwender für projektübergreifende Vorgaben eigene Regelwerke für Katalogeinträge, Zeichnungsvereinbarungen oder Skripte. Diese Regelwerke vereinfachen die thematische Abgrenzung und die Pflege, da sie zentral verwaltet und einfach aktualisiert werden. Eine deutliche Leistungssteigerung in der 3D-Projektansicht und bei der Arbeit mit Punktwolken sorgt für eine flüssigere Darstellung.

Weitere Informationen zu den neuen Funktionalitäten, auch im Zusammenspiel mit den Lösungen DESITE BIM, Bluebeam Revu, Kosten AKVS/elKe und RZI Schleppkurve SmartTurn sowie zur Ausgabe von Planungsdaten im XPlan-Format, erhalten Interessierte beim kostenfreien infraTag am 13. Juni 2024 von 9:00 bis 16:30 Uhr online. Anmeldung und weitere Informationen auf: https://www.card-1.com/aktuell/card-1-infratage

 

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BIM: California unterstützt Umbruch im Abrechnungsprozess https://www.business-geomatics.com/bim-california-unterstuetzt-umbruch-im-abrechnungsprozess/ Wed, 27 Mar 2024 08:53:09 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20806 War bisher die Abrechnung der Mengen nur nach den VOB-Regeln üblich, so hält ab sofort die Digitalisierung des Bauwesens Einzug in die VOB. Durch die Einführung einer generellen Öffnungsklausel für die allgemeine technische Vorschrift für Mengenermittlung und Abrechnung wurde die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen erweitert und vereinfacht. Das bedeutet, dass Architekten und Ingenieure heute […]

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Einfache Übernahme des vom Auftragnehmer erstellten IFC-Modells in die Abrechnung.
Quelle: G&W Software AG

War bisher die Abrechnung der Mengen nur nach den VOB-Regeln üblich, so hält ab sofort die Digitalisierung des Bauwesens Einzug in die VOB. Durch die Einführung einer generellen Öffnungsklausel für die allgemeine technische Vorschrift für Mengenermittlung und Abrechnung wurde die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen erweitert und vereinfacht. Das bedeutet, dass Architekten und Ingenieure heute reale Mengen nach dem BIM-Modell abrechnen können. Dazu vereinbaren die Architekten und Ingenieure mit dem Auftraggeber, die Planung und Abrechnung des Projektes nach den realen Modellmengen. Arbeiten die Kostenplanenden mit dem durchgängigen AVA- und Baukostenmanagementsystem California der G&W Software AG, können sie den BIM-orientierten Ansatz schon in einer frühen Phase der Kostenplanung einsetzen. Das Modell dient den ausführenden Unternehmen, ein Angebot auf Basis der real geplanten Menge zu erstellen und bei Auftragsvergabe exakte Mengen der Materialien zu bestellen. Bei Fortschreiten der Bauausführung können sie im Modell die fertiggestellten Arbeiten markieren, so dass aufgrund dessen nach Absprache mit dem Bauherren fakturiert und die Bezahlung initiiert werden kann. Eine aufwändige Erstellung des Aufmaßes entfällt somit. Als Nebeneffekt der dazu notwendigen exakten Planung und sich daraus ergebenen real Mengen, stehen den Planenden Werte für eine CO2-Bilanz oder ein Ressourcen-Register zur Verfügung.

www.gw-software.de

 

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Pilotprojekt in Hamburg: Reallabor Digitaler Zwilling https://www.business-geomatics.com/pilotprojekt-in-hamburg-reallabor-digitaler-zwilling/ Thu, 29 Feb 2024 11:10:39 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20428 BMDV und Stadt Hamburg treiben den Einsatz von Digitalen Zwillingen für Brückenbauwerke voran. Ziel ist unter anderem die Verlängerung der Lebensdauer. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) startet in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg das „Reallabor Digitaler Zwilling“. Grundlage ist das Pilotprojekt smartBRIDGE Hamburg – ein virtuelles Abbild der Hamburger Köhlbrandbrücke. Unter wissenschaftlicher Begleitung […]

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BMDV und Stadt Hamburg treiben den Einsatz von Digitalen Zwillingen für Brückenbauwerke voran. Ziel ist unter
anderem die Verlängerung der Lebensdauer.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) startet in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg das „Reallabor Digitaler Zwilling“. Grundlage ist das Pilotprojekt smartBRIDGE Hamburg – ein virtuelles Abbild der Hamburger Köhlbrandbrücke. Unter wissenschaftlicher Begleitung soll das Potenzial Digitaler Zwillinge für die Erhaltung und den Betrieb einer Brücke unter Realbedingungen gehoben werden. Von den Digitalen Zwillingen erwartet das BMDV in der Verkehrsinfrastruktur eine vorausschauende und nachhaltige Instandhaltung sowie eine Verlängerung der Lebensdauer von Brücken unter Beibehaltung der Verkehrssicherheit.
Das BMDV verspricht sich von Digitalen Zwillingen von Infrastrukturbauwerken, dass sie aussichtsreiche Methoden ermöglichen, um unsere Verkehrsinfrastruktur besser, effizienter und zielgerichteter zu planen, zu sanieren und zu erhalten. Über Sensoren, die am Bauwerk installiert sind, bekommt das virtuelle Modell bei dem Konzept Echtzeitdaten zu Zustand und Verhalten. Hinzu kommen die Daten aus der regelmäßigen Bauwerksprüfung und -diagnostik. Durch das digitale Zusammenspiel dieser Informationen soll schnell erkannt werden, wie stark die Belastung ist, an welchen Stellen Schäden drohen und wo rechtzeitig instandgesetzt werden muss. So kann schneller reagiert werden, weil das Verhalten der Brücke prognostizierbarer wird.

Lebensdauer erhöhen
Die Köhlbrandbrücke, eines der Wahrzeichen Hamburgs, wurde am 20. September 1974 eingeweiht. Doch ihre Zukunft ist ungewiss. Eine Untersuchung der Technischen Universität Hamburg-Harburg aus dem Jahr 2008 führte auf, dass sich die Instandsetzung nicht mehr lohne und ein Neubau erforderlich sei. Spätere Untersuchungen belegten dies, vor allem, weil die Verkehrsbelastung heute wesentlich höher ist, als in der Planungsphase kalkuliert. Im Jahr 2012 wurde dann ein Neubau beschlossen, während man von einer Restnutzungszeit von 20 Jahren ausging. Seitdem wird diskutiert, ob ein Brückenneubau oder ein Tunnel gebaut werden soll. Ein geplanter Tunnelneubau ab dem Jahr 2026 ist inzwischen vom Tisch. Die Nutzungszeit der Brücke muss sich also zwangsläufig verlängern. Der Digitale Zwilling soll dies unterstützen.
Quelle: Quelle: Nils Heiliger / stock.adobe.com

Reallabor fordert zum Mitmachen auf
Mit dem Start des Reallabors veröffentlicht das BMDV zugleich ein umfassendes Dokument mit dem Titel „Digitaler Zwilling von Brücken“. In enger Kooperation mit der Hamburg Port Authority dokumentiert der Beitrag einen vielversprechenden Ansatz zur vorausschauenden Instandhaltung. Die Basis ist das Pilotprojekt smartBRIDGE Hamburg, das die Potenziale der Digitalisierung anhand der Zustandsbeurteilung der Köhlbrandbrücke erläutert. „Einem interdisziplinären Team aus Bau- und Verkehrsingenieuren sowie IT-Spezialisten ist es gelungen, eine digitale Abbildung der Brücke zu erstellen, die nicht nur aktuelle Zustandsdaten und Befunde, sondern zu erwartende Wartungsmaßnahmen und Risikoeinschätzungen zusammenführt. Das virtuelle Modell ist mit dem realen Bauwerk vernetzt“, meldet das Ministerium. Im Ergebnis kann zum Beispiel auch die Nutzungsdauer der Konstruktionen verlängert werden.
Die Herleitung und Einordnung der Methode, die die Grundlage zur Ausweitung des Digitalen Zwillings auf die Sanierung des gesamten Bundesfernstraßennetzes schaffen möchte, bilden den roten Faden des Dokuments. Dabei arbeitet das BMDV eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. Etwa 20 deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen werden im Rahmen des Projekts einbezogen.
Das BMDV stellt Interessenten einen kostenfreien Testzugang zum Reallabor bereit. Die Testversion ermöglicht einen interaktiven Einblick in die Funktionsweisen der Methode anhand der Hamburger Köhlbrandbrücke.

 

Pilotprojekt Nibelungenbrücke in Worms

Unter dem Titel „Digitaler Zwilling – Neue Level der Digitalisierung unserer Infrastruktur“ fand am 24.01.2024 die Onlineveranstaltung des BMDV mit Bundesminister Dr. Wissing und Senatorin Dr. Leonhard (FHH) statt. In der Onlineveranstaltung wurde das Reallabor Digitaler Zwilling durch Bundesminister Dr. Wissing freigeschaltet, das in enger Kooperation zwischen dem BMDV und BIM.Hamburg entwickelt wurde. Die Referenten gaben interaktive Einblicke in die vielversprechende Methode, konkrete Projektbeispiele sowie die Einordnung des Digitalen Zwillings in eine Gesamtstrategie des BMDV.
Professor Dr.-Ing. Gero Marzahn, Leiter des Referats StB 24 Ingenieursbauwerke beim BMDV, stellte im Rahmen der Online-Veranstaltung auch den Digitalen Zwilling der Nibelungenbrücke in Worms vor.
Diese Ikone des deutschen Brückenbaus, der ersten Spannbetonbrücke über den Rhein aus dem Jahr 1953, ist ebenfalls als Entwicklungs- und Testfeld für Digitale Zwillinge definiert. Sie fungiert als Pilotprojekt für eine digital unterstützte Bauwerkserhaltung. Auch hier steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Nutzungszeit von Brücken verlängert werden kann, ohne dabei Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen.
Zu diesem Thema gibt es neue Forschungsmethoden, die auf dem Digitalen Zwilling basieren. Dabei wird über den Digitalen Zwilling der Brücke dauerhaft und in Echtzeit der Zustand berechnet. So wird erkannt, wo es sinnvoll, ist die Lebensdauer der Brücke mit kleineren Baumaßnahmen zu verlängern, um die alternde Infrastruktur weiter sicher und wirtschaftlich zu nutzen. Anhand eines detaillierten FE-Modells werden Einflüsse auf Durchbiegungen und Dehnungen infolge variierter Parameter identifiziert. So wird eine prädiktive Instandhaltung durchgeführt. Die Forschung zu den Methoden erfasst, verknüpft und bewertet alle Daten zu Geometrie, Material, Beanspruchung und Alterung. Das Konzept des digitalen Zwillings erlangt in diesem Kontext eine völlig neue Bedeutung.
In dem Projekt wurde deutlich, dass
Bestandsaufnahmeverfahren wie terrestrisches Laserscanning oder Photogrammetrie die Datenlage deutlich verbessern und die Modellbildung unterstützen können. Auch Drohnen tragen zur Automatisierung der Zustandserfassung von Bauwerken bei.

Die Wormser Nibelungenbrücke von 1953 gilt als Meilenstein der Brückenbaugeschichte. Heute ist sie Pilotprojekt zu Digitalen Zwillingen.
Quelle: Aquarius / stock.adobe.com

Neu ist auch der Einsatz neuester Sensoren, die eine hochgenaue (3D-)Strukturerfassung kompletter Objekte ermöglichen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei digitale optische Systeme (z. B. Laserscanner, Videotachymeter, 3D-Kameras etc.) für die Aufnahme und Überwachung dreidimensionaler Geometrien. Hier liegt der Forschungsfokus auf den verteilten Sensorsystemen zur kooperativen Erfassung und der Erarbeitung von stationären oder mobilen Multi-Sensor-Systemen.
Mittels selbstlernender Algorithmen oder Computer Vision werden aufgenommene Bilder verarbeitet. Die semantischen Informationen werden unter anderem mit Hilfe von bildbasierten künstlichen neuronalen Netzen (KNN) in den Bildern gekennzeichnet.

Laut den Erfahrungen in dem Pilotprojekt gibt es noch deutliche Forschungslücken im Bereich „Digitale Modelle“, die sich in der automatisierten Verarbeitung von heterogenen, analogen Bestandsunterlagen und vor allem in deren Verknüpfung mit den Ergebnissen digitaler Bauaufnahmeverfahren zeigen. Zudem fehlen bisher wissenschaftliche Methoden für die Verarbeitung der relevanten heterogenen Informationen zu Zustandsindikatoren.

https://digital.hamburg.de

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KI für die CAD-Recherche https://www.business-geomatics.com/ki-fuer-die-cad-recherche/ Thu, 01 Feb 2024 08:50:29 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20010 Viele Konstrukteure kennen es: Wenn ein neues CAD-Projekt umgesetzt werden soll, stehen häufig mehrere adäquate CAD-Applikationen zur Auswahl. Durch Künstliche Intelligenz (KI) könnte das in Zukunft anders werden: Die Online-Plattform CADSOMA stellt mit dem CADSOMA Workflow Assistant einen Chatbot im GPT-Store von OpenAI zur Verfügung, der mithilfe des KI-Sprachmodells GPT die passende Software ausgibt. Dabei […]

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Viele Konstrukteure kennen es: Wenn ein neues CAD-Projekt umgesetzt werden soll, stehen häufig mehrere adäquate CAD-Applikationen zur Auswahl. Durch Künstliche Intelligenz (KI) könnte das in Zukunft anders werden: Die Online-Plattform CADSOMA stellt mit dem CADSOMA Workflow Assistant einen Chatbot im GPT-Store von OpenAI zur Verfügung, der mithilfe des KI-Sprachmodells GPT die passende Software ausgibt.

Dabei baut CADSOMA GPT auf der bekannten generativen KI ChatGPT auf. Auch die Funktionsweise ist die gleiche: Anwender tippen ihre Anfrage einfach in das Chatfenster ein, die KI sucht nach den passenden Antworten und gibt sie nach wenigen Sekunden an den Fragesteller zurück. Die herkömmlichen Funktionalitäten reichen allerdings nicht aus, wenn es um hochspezielle Fragen aus der CAD-Konstruktion oder der Industrie geht. Das hinter ChatGPT stehende Unternehmen OpenAI hat deshalb die Möglichkeit für Unternehmen geschaffen, eigene GPTs zu bauen und über ChatGPT anzubieten.

Im Januar hat Open AI den GPT-Store vorgestellt, bei dem gleich zu Beginn der Plattform 3.000.000 GPT-Applikationen verfügbar waren. Für den Zugriff auf die Applikationen benötigen Nutzer einen Premium-Account von ChatGPT. CADSOMA hat mit dem Workflow Assistant einen Algorithmus für ChatGPT entwickelt, der Konstrukteuren in verschiedenen Branchen bei ihren Fragen weiterhilft.

CADSOMA GPT unterstützt Anwender bei der Auswahl der richtigen CAD-Software und der entsprechenden Erweiterungen. Tippt ein Anwender etwa ein, dass er Werkzeug zur Planung von Rohrleitungen auf der Basis des etablierten CAD-Programms CADprofi benötigt, gibt der Workflow Assistant die CADprofi-Erweiterung HVAC & Piping aus. In einer Liste folgen weitere infrage kommende Softwares.

Die Plattform CADSOMA basiert auf den langjährigen Erfahrungen des Wiesbadener Distributors MERViSOFT, der mit dem Portal cad-deutschland.de ein Portal für die CAD-Community in Deutschland betreibt. 2013 wurde CADSOMA in eine eigenständige GmbH ausgegründet. Der CADSOMA Workflow Assistant steht ab sofort Premium-Nutzern von ChatGPT über den GPT-Store von OpenAI zur Verfügung.

www.cadsoma.com

Der CADSOMA Workflow Assistant erweitert die Funktionalität von ChatGPT im Bereich der CAD-Konstruktion.
Quelle: MERViSOFT GmbH

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Fraunhofer IPM: Laserbasierte Messsysteme für Bauwerke https://www.business-geomatics.com/fraunhofer-ipm-laserbasierte-messsysteme-fuer-bauwerke/ Wed, 31 Jan 2024 16:28:11 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20006 Verborgene Fehlstellen konnten bisher nur mit dem sogenannten Hammerschlagtest nachgewiesen werden. Sichtprüfungen sind noch immer eine weit verbreitete Methode, um den Zustand von Bauwerken zu beurteilen. Was aber, wenn sich Schäden unter der Oberfläche bilden? Verborgene Hohlstellen oder Materialablösungen (Delaminationen) sind oft ein erster Hinweis auf sich anbahnende größere Schäden. Sie möglichst früh zu entdecken, […]

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Verborgene Fehlstellen konnten bisher nur mit dem sogenannten Hammerschlagtest nachgewiesen werden. Sichtprüfungen sind noch immer eine weit verbreitete Methode, um den Zustand von Bauwerken zu beurteilen. Was aber, wenn sich Schäden unter der Oberfläche bilden? Verborgene Hohlstellen oder Materialablösungen (Delaminationen) sind oft ein erster Hinweis auf sich anbahnende größere Schäden. Sie möglichst früh zu entdecken, ist Teil einer vorausschauenden Instandhaltung von Tunneln, Brücken, Staumauern, Kanälen und anderen Infrastrukturbauwerken. Bereits heute kommen Laserscanner zum Einsatz, um die Geometrie von Bauwerken zu messen und Oberflächenschäden zu detektieren. Bei der Bauwerksinspektion messen sie schnell, präzise und liefern digitale Messdaten. In Zukunft wird es möglich sein, auch tieferliegende Schadstellen mithilfe von Lasern aufzuspüren. Aber auch für kritische Baumaßnahmen wie etwa den Rückbau von Atomkraftwerken spielen Integritätsprüfungen eine wichtige Rolle. Ein Forschungsteam am Fraunhofer IPM hat ein System entwickelt, das zerstörungsfreie Delaminationsprüfungen mithilfe eines gepulsten Lasers ermöglicht.

Schäden an Betonbauwerken verbergen sich oft unter der Oberfläche. Mit laserinduziertem Körperschall lassen sich diese Fehlstellen effizient aufspüren und automatisiert auswerten – genauer als dies mit der heute üblichen Hammerschlagmethode möglich ist. Messungen zeigen, dass dies auch unter realen Bedingungen in einem Tunnel (hier Untertageforschungsanlage ZaB, Österreich) funktioniert.
Quelle: Jannis Gangelhoff / Fraunhofer IPM

Quantifizierbare Messdaten für eine vorausschauende Instandhaltung

Um verborgene Fehlstellen wie zum Beispiel Delaminationen aufzuspüren, ist bis heute der sogenannte Hammerschlagtest das Mittel der Wahl. Dabei wird die gesamte zu prüfende Oberfläche von Hand mit einem speziellen Prüfhammer abgeklopft. Als Sensor dient beim Hammerschlagtest das menschliche Ohr, das die durch den Schlag angeregten Resonanzschwingungen wahrnimmt. Die Prüfmethode ist nicht nur langwierig und damit kostspielig; sie liefert überdies keine objektiv quantifizierbaren Messergebnisse. Vergleiche über lange Zeiträume hinweg, die auf sich anbahnende Defekte hindeuten, sind daher nur schwer möglich. Für ein zeitgemäßes Zustandsmonitoring im Sinne des Building Information Modeling (BIM) sind zudem digitale Messdaten nötig.

Das am Fraunhofer IPM entwickelte berührungslose Verfahren nutzt einen starken gepulsten Laser, der den mechanischen Hammerschlag imitiert. Der Laser erzeugt einen Plasmablitz unmittelbar vor der Objektoberfläche, ohne diese zu schädigen. Verbergen sich Delaminationen, Hohlräume oder Defekte unter der Oberfläche, regt die plasmainduzierte Schockwelle charakteristische resonante Schwingungen der Oberfläche an – ähnlich wie beim Hammerschlag. Die Vibrationen werden mithilfe eines zweiten Lasers detektiert: Ein Laser-Doppler-Vibrometer (LDV) misst die mechanische Schwingung der Betonoberfläche direkt über die Frequenzverschiebung des rückgestreuten Lichts, die interferometrisch ausgewertet wird. Amplitude und Frequenz der Schwingungen geben Aufschluss über die Größe und Tiefe der Hohlräume und Defekte. Ein motorisierter Spiegel lenkt den Laserstrahl entlang zweier Achsen über die zu prüfende Fläche ab.

Mit dem aktuellen System können die Forschenden rund 100 Quadratmeter mit einem Messraster von 10 Zentimeter innerhalb von nur 17 Minuten prüfen; bei geringerer Auflösung entsprechend schneller. Durch Parallelisierung und Optimierung von Systemkomponenten lässt sich der Aufnahmeprozess zusätzlich beschleunigen.

Zuverlässige Messungen aus mehreren Metern Abstand möglich

Probemessung an einem Betonkörper von 50 cm × 50 cm Kantenlänge: Eine am Fraunhofer IGP entwickelte Software identifiziert KI-basiert auffällige Messpunkte, grenzt Schadensbereiche ein und visualisiert die Ergebnisse direkt. Sichtbar sind einzelne Messpunkte; deren Farbe gibt Aufschluss über die Stärke der Schwingung. Helle Bereiche weisen auf eine Delamination in der Mitte des Probekörpers hin. Jedes Messsignal kann zudem in Form eines Graphen detailliert angezeigt werden.
Quelle: Fraunhofer IGP

Bei Evaluierungsmessungen an einem Betonquader aus zwei Metern Entfernung war das laserbasierte System dem klassischen Hammerschlagtest überlegen: Mithilfe des laserinduzierten Körperschalls wurden Fehlstellen mit einer Größe von bis zu wenigen Zentimetern sicher detektiert, die mit der mechanischen Methode unentdeckt blieben. Um das System unter praktischen Bedingungen zu prüfen, wurden Messungen in mehreren ausgewählten Tunnelbauwerken gemacht. Nun arbeiten die Forschenden daran, das System für den praktischen Einsatz aufzurüsten und ein produktives System aufzubauen.

Das Projekt »LaserBeat Hammerschlagtest mit Licht – berührungslose und flächenhafte Inspektion von Tunneln auf Basis laserinduzierten Körperschalls« wurde mit Fraunhofer-internen Mitteln finanziert und in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP bearbeitet.

www.ipm.fraunhofer.de

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Outdoor-Drucken per Roboter https://www.business-geomatics.com/outdoor-drucken-per-roboter/ Thu, 02 Nov 2023 09:12:59 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19483 Mit dem SitePrint bringt HP einen mobilen Drucker auf den DACH-Markt, der von einer Totalstation gesteuert lagegenau auf glatte Böden auf der Baustelle drucken kann.

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Mit dem SitePrint bringt HP einen mobilen Drucker auf den DACH-Markt, der von einer Totalstation gesteuert lagegenau auf glatte Böden auf der Baustelle drucken kann.

Beim Thema große Papierpläne denken viele an den Hersteller HP, der in diesem Bereich marktführend ist. Egal ob Schwarz-Weiß, Farbe, Bilder oder Pläne ¬ noch immer herrscht das Medium Papier bei Planern und Bauausführenden vor, wenngleich immer mehr digitale Daten direkt auf der Baustelle genutzt werden. Nun hat HP mit dem SitePrint eine neue Technologie vorgestellt, wie Plan- oder virtuelle Bestandsdaten in der Realität genutzt werden können. Und zwar mit einem Druckroboter, der die Pläne in „freier Wildbahn“ drucken kann. Gesteuert von Totalstationen macht er dies lagegenau. Layouts oder unterirdische Leitungen werden dann etwa auf Betonuntergründe „gezeichnet“, bevor mit dem Bauprozess gestartet werden kann. Damit wird der Layout-Prozess automatisiert.

Der HP Druckroboter SitePrint druckt Layouts auf glatte Böden auf der Baustelle. Ein integrierter Scanner und die Kommunikation mit einer Totalstation sorgen für Orientierung im Raum. Quelle: HP

Der Druckroboter SitePrint kann Konstruktionspläne auf Beton, Terrazzo oder andere Bodenbeläge drucken. Zur Auswahl stehen Tinten in verschiedenen Farben, für unterschiedliche Haltbarkeiten und Arten des Untergrunds. Aufgrund der internen Sensorik kann der Roboter mit seinen drei Rädern Hindernisse autonom umfahren.

Für die Orientierung des mobilen Druckers sorgt eine Totalstation, die im Umfeld installiert ist und mit der eine Kommunikation besteht. Derzeit gibt es dafür vier kompatible Geräte, die Leica-Modelle TS16 und iCON iCR80, den Topcon Layout Navigator LN-150 sowie die Trimble RTS 573. Anwendungsgebiete sieht HP beim Rohbau zur Visualisierung der Innenwände, aber auch Leitungen für Elektrik, Wasser, Gas und Klimatechnik. Ein konkretes Beispiel ist etwa der Innenausbau von Ladengeschäften.

Die notwendige Tinte ist in 400-Milliliter-Tanks gefüllt. In einer Stunde schafft der SitePrint eine Strecke von 900 Metern. Er kann alle Linien-basierten Inhalte drucken, also neben Linien und Kurven auch Punkte und vor allem Texte. So können die gezeichneten oder dargestellten Inhalte auch beschriftet werden, etwa, welche Leitungen sich an der Stelle im Untergrund befinden. HP gibt die Laufzeit für einen Batteriesatz mit vier Stunden an.

Geeignet für den „Outdoor-Druck“ sind alle glatten Oberflächen (auch polierte), aber auch poröse und raue Untergründe. Dazu stehen Tinten mit unterschiedlichen Eigenschaften und Farben zur Verfügung. Die Tinten gibt es in den Varianten semi-permanent und lösungsmittelbasiert, je nachdem, welche Haltbarkeit der Anwender wünscht.

Gedruckt werden kann mit einer Breite von bis zu rund fünf Zentimetern. Die Positionierungsgenauigkeit gibt HP mit bis zu drei Zentimetern an, sofern der Abstand zur Totalstation nicht 30 Meter übersteigt.

www.hp.com/de-de/printers/site-print/layout-robot.html

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buildingSMART mit Whitepaper zu BIM- und GIS-Integration https://www.business-geomatics.com/buildingsmart-mit-whitepaper-zu-bim-und-gis-integration/ Thu, 27 Jul 2023 08:05:23 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=18656 Ein neues Whitepaper des beschreibt Ziele und Vorgehen bei der Integration von BIM- und GIS-Anwendungen. Erstellt wurde es von der Fachgruppe BIM- und GIS-Integration des Kompetenznetzwerks buildingSMART Deutschland. Enthalten sind dabei auch Vorstandardisierung zur Integration von Daten. Hintergrund ist der Bedarf für Interoperabilität beider Systemwelten, um Nutzungskonflikte in der Planung, Bauausführung, dem Betrieb und Recycling […]

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Ein neues Whitepaper des beschreibt Ziele und Vorgehen bei der Integration von BIM- und GIS-Anwendungen. Erstellt wurde es von der Fachgruppe BIM- und GIS-Integration des Kompetenznetzwerks buildingSMART Deutschland. Enthalten sind dabei auch Vorstandardisierung zur Integration von Daten. Hintergrund ist der Bedarf für Interoperabilität beider Systemwelten, um Nutzungskonflikte in der Planung, Bauausführung, dem Betrieb und Recycling von Bauwerken zu minimieren. BIM und GIS müssen, so die Fachgruppe, bei der Umwelt- und Landschaftsplanung gemeinsam genutzt werden, wobei dies aktuell nach Auffassung des Whitepapers noch nicht in der Praxis realisiert ist.

Besonders relevant sei dies im Rahmen von Umweltprüfungen, vor allem der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), einem Zulassungsverfahren für Infrastruktur- und andere Projekte, bei denen mit besonderen Umweltauswirkungen zu rechnen ist. Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Whitepapers ist die Georeferenzierung, weil diese praktisch bei allen Anwendungsfällen für Verknüpfung von Modellen und Örtlichkeit notwendig ist, aufgrund der Heterogenität der einzelnen Standards aber anspruchsvoll ist. Erhältlich ist das Whitepaper im Verlagsshop von buildingSMART Deutschland oder per E-Mail an bSD Verlag (bsdverlag@buildingsmart.de).

www.bsde-tech.de

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Automatisch modellieren mit V10 https://www.business-geomatics.com/automatisch-modellieren-mit-v10/ Wed, 12 Apr 2023 13:47:46 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15502 Die neue Version 10.0 der Verkehrswegeplanungssoftware card_1 steht im Mittelpunkt der Veranstaltungsserie card_1 infraTage von IB&T Als smart inframodeling technology bezeichnet der Hersteller IB&T Software GmbH die Basis seiner neuen Version 10.0 des weit verbreiteten Programms zur Planung und zum Bau von Verkehrswegen. Die neue Version stellt nach Angaben des Unternehmens ein „großes Release“ dar, […]

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Die neue Version 10.0 der Verkehrswegeplanungssoftware card_1 steht im Mittelpunkt der Veranstaltungsserie card_1 infraTage von IB&T

Als smart inframodeling technology bezeichnet der Hersteller IB&T Software GmbH die Basis seiner neuen Version 10.0 des weit verbreiteten Programms zur Planung und zum Bau von Verkehrswegen. Die neue Version stellt nach Angaben des Unternehmens ein „großes Release“ dar, was vor allem an dem neuartigen Straßenentwurf liegt, der mit der smart infra-modeling technology möglich ist. Die smart inframodeling technology vereint das Wissen um die einschlägigen Regelwerke, das Entwurfs-Know-how des Ingenieurs und die aktuellen Marktanforderungen wie BIM und 3D-Modellierung in einem intelligenten Expertensystem. Konkret geht es darum, dass die Modellierung wesentlich stärker automatisiert wird: Planer:innen legen „lediglich“ den Trassenverlauf sowie die Typologie des Verkehrswegs fest, card_1 fügt dann die notwendigen Fachobjekte automatisiert nach den aktuell gültigen Richtlinien beispielsweise für die Anlage von Landstraßen 2012 (RAL) ein, ermöglicht aber auch eine freie Konfiguration. „Das erleichtert und beschleunigt die Arbeit enorm und schafft damit auch die notwendigen kreativen Freiräume für die Anwenderinnen und Anwender“, sagt Uwe Hüttner, Geschäftsführer von IB&T. Daneben geht es auch um die Kompensation des Fachkräftemangels, denn es ist davon auszugehen, dass weniger Fachleute in Zukunft immer mehr leisten müssen. Dafür sind hochentwickelte Werkzeuge und Softwarelösungen unabdingbar.

Die intelligenten Fachobjekte, fachliche Konstruktionsverfahren und die bessere Einbindung in BIM-Prozesse sollen dies stützen. Daneben stellt der Hersteller auch eine verbesserte Performance in Aussicht, beispielsweise für die Bearbeitung und Visualisierung von 3D-Punktwolken und Rasterbildern, die heutzutage in Projekten standardmäßig verwendet werden und deren Datenumfang immer weiterwächst.

Planung einer Kreuzung mit card_1 in der Version 10. Die Entwurfsplanung ist weitestgehend automatisiert, wobei Planer jederzeit individualisieren können.
Quelle: IB&T GmbH

card_1 infraTage im Juni

Im Rahmen seiner card_1 infraTage im Juni stellt das Unternehmen seine neue Version in Hamburg, Mittweida, Ulm und Frankfurt am Main detailliert und praxisnah vor. Die Beta-Version von card_1 V10 wurde bereits im Sommer ausgeliefert, das Rollout der Standardlösung begann dann im November. Viele Kunden haben sie bereits eingeführt, unter anderem die Autobahn GmbH, die nicht nur wichtiger Kunde von IB&T ist, sondern vor allem auch vor der Herausforderung des Neubaus von Bundes- und Landstraßen steht.

„Mit dem Neuen Straßenentwurf bekommt man komplette regelbasierte Entwürfe von Neubaustrecken über die Eingabe weniger Definitionen wie etwa dem Straßentyp und bekommt in Sekundenschnelle einen durchgehenden, regelkonformen Entwurf des gesamten Bauwerkskörpers“, beschreibt der Geschäftsführer des Unternehmens. Durchläuft die Trasse beispielsweise ein Wasserschutzgebiet, werden automatisch alle regelkonformen Maßnahmen wie etwa eine geschlossene Wasserabführung mitgeplant.

Beispiel Kreuzungen

Ein konkretes Beispiel für die neuen Modellierungsverfahren sind Einmündungen, Zufahrten und Kreuzungen. Auch hier werden nach Eingabe der Vorgaben alle Objekte von der Software automatisch generiert, wobei Nutzer:innen nach Belieben Anpassungen vornehmen können. Die automatische Ausformung der Knotenpunkte basiert auch hier auf den RAL-Richtlinien. Abbiege- und Zufahrtstypen werden automatisch bestimmt und vorschriftenkonform ausgebildet. Der Kreuzungstyp wird sogar automatisch anhand der beteiligten Straßen erkannt.

Alle Teilobjekte des Knotenpunktes, wie Linksabbieger, Rechtsabbieger, Tropfen oder Dreiecksinseln, sind parametrisiert und können im weiteren Entwurfsprozess bearbeitet und optimiert werden. Die Geometrien der fachlichen Objekte werden in Abhängigkeit von der Höhengeometrie der über- und untergeordneten Straße erzeugt. Auch Details wie Beschilderungen oder Markierungen werden automatisch und detailliert berücksichtigt.

Individuell Planen

Mit dem neuen Konstruktionsbaukasten (ConKit) werden lokale Besonderheiten berücksichtigt und Anpassungen durchgeführt, mit ihm werden also alle individuellen Planungen maßgeschneidert.

Neben der Modellierung gibt es weitere wesentliche Neuerungen. Zum Beispiel auch das Zufügen von fachlichen Merkmalen zu einzelnen Objekten, die sogenannte Attributierung. In der Version 10.0 gibt es dazu eine neu entwickelte Attributverwaltung, mit der Merkmale automatisch erzeugt und einfacher verwaltet werden.

Außerdem gibt es in der neuen Version eine ganze Reihe von 3D-Symbolen, also hochaufgelöste, texturierte 3D-Modelle etwa von Schildern, Lichtanlagen, Vegetation oder Fahrzeugen.. Dies dient auch dem Zugewinn von Realitätsnähe der Fachplanungen, etwa indem Fahrzeuge (Lkw, Kfz, Fahrräder etc.) mit in die Modellierung integriert werden können – was beispielsweise bei Architektur oder Stadtplanung schon lange Usus ist.

www.card-1.com

 

 

 

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