Baumkataster Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/baumkataster/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Fri, 12 Dec 2025 07:59:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Baumkataster Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/baumkataster/ 32 32 EFTAS: Grünflächenmonitoring im urbanen Raum https://www.business-geomatics.com/eftas-gruenflaechenmonitoring-im-urbanen-raum/ Wed, 03 Dec 2025 15:16:41 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=23654 EFTAS hat die auf Fernerkundung und Photogrammetrie basierenden Workflows auch für städtische Grünflächen und Baumbestände stark erweitert. Die Erkennung von Einzelbäumen ist bereits Standard. Grünflächen in Städten haben wichtige Funktionen. Sie kühlen die Umgebung, speichern Regenwasser, fördern die Artenvielfalt und tragen erheblich zur Lebensqualität bei. Gleichzeitig verursachen sie Pflegekosten, denn Rasenflächen, Böschungen oder Parkanlagen müssen […]

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EFTAS hat die auf Fernerkundung und Photogrammetrie basierenden Workflows auch für städtische Grünflächen und Baumbestände stark erweitert. Die Erkennung von Einzelbäumen ist bereits Standard.

Die Einzelbaumerkennung auf Basis von Luftbildern gehört für EFTAS zu den Standards bei der KI-gestützten Bilddatenauswertung.
Foto: EFTAS

Grünflächen in Städten haben wichtige Funktionen. Sie kühlen die Umgebung, speichern Regenwasser, fördern die Artenvielfalt und tragen erheblich zur Lebensqualität bei. Gleichzeitig verursachen sie Pflegekosten, denn Rasenflächen, Böschungen oder Parkanlagen müssen regelmäßig gemäht oder kontrolliert werden. Wer diese Flächen effizient bewirtschaften will, braucht eine verlässliche Datengrundlage. Genau hier setzt die EFTAS GmbH aus Münster an. Mit Fernerkundung, künstlicher Intelligenz und photogrammetrischen Methoden werden kommunale Grünflächen digital erfasst und klassifiziert.

Vom Orthophoto zum 3D-Stadtgrün
Der typische Workflow eines Grünflächenkatasterprojekts beginnt bei EFTAS mit der Eingangskontrolle der Bildflugdaten und der Aero-
triangulation, die die geometrische Genauigkeit der Luftbilder sicherstellt. Darauf folgt die Erstellung eines Orthophotomosaiks, das als visuelle Grundlage dient. Die eigentliche Erfassung erfolgt in der 3D-Stereoumgebung. Dabei werden Punkt-, Linien- und Flächenobjekte von Einzelbäumen über Rasenflächen bis zu versiegelten Wegen lagerichtig aufgenommen.
Wo Luftbilder an ihre Grenzen stoßen, unterstützt künstliche Intelligenz die Auswertung. KI-Modelle erkennen Baumkronen, klassifizieren Vegetationshöhenmodelle und liefern zusätzliche Strukturen. „Wir setzen auf eine Kombination aus maschineller Auswertung und fachlicher Prüfung“, erklärt Joachim Peyker, von EFTAS. „Alle Ergebnisse werden im Vier-Augen-Prinzip geprüft, ergänzt um automatisierte Plausibilitäts- und Geometriechecks und, falls nötig, Feldvergleiche“, so der Projektleiter.

Bei der photogrammetrischen Erfassung kommunaler Grünflächen sind Luftbilder nicht immer ausreichend, so dass Wege, Spielgeräte oder Sitzbänke unter dichten Baumkronen oft unsichtbar bleiben. Um solche verborgenen Strukturen zuverlässig zu kartieren, sind Feldvergleiche nötig, die bisher meist mit klassischer oder modernster Vermessungstechnik wie Real-Time Kinematik Basisstationen (RTK) oder tragbaren Laserscannern durchgeführt werden.
EFTAS setzt inzwischen auch die Nahbereichsphotogrammetrie ein. Dabei filmen Mitarbeitende mit einer smartphonebasierten 3D-Scanner-App und einem Gimbal gezielt Bereiche, in denen Luftbilder keine eindeutige Sicht bieten, etwa unter Baumkronen. Aus diesen Videosequenzen berechnet eine Cloud-Software ein texturiertes 3D-Modell, das anschließend georeferenziert und im GIS ausgewertet wird. „Wir können die Lage von Objekten in sichttoten Räumen bestimmen und das ganz ohne teures Messequipment“, zeigt Joachim Peyker die Vorteile des Verfahrens auf, das in Münster erprobt wurde und bereits in verschiedenen Projekten zum Einsatz kommt. „Damit sparen Kommunen Zeit und Geld.“
Die Nahbereichsphotogrammetrie ergänzt die klassische Luftbildauswertung und liefert überall dort, wo Vegetation Strukturen verdeckt, den nötigen „Röntgenblick“. Die Genauigkeit hängt von der Verfügbarkeit natürlicher Passpunkte abseits der störenden Baumkronen ab und erreicht eine Größenordnung von ein bis drei Bildpixeln.

Quelle: EFTAS

Durch Nutzung der terrestrischen Nahbereichsphotogrammetrie werden Details wie Wege, Spielgeräte oder Sitzbänke auch unter den Bäumen sichtbar.
Quelle: EFTAS

Von Cop4ALL zum Digitalen Zwilling
Neben der detaillierten Erfassung einzelner Grünflächen arbeitet EFTAS auch auf übergeordneter Ebene an der Analyse von Landbedeckungen. Mit Cop4ALL steht eine bundesweite Lösung bereit, die Landbedeckungen in 15 Klassen – von Versiegelung bis Vegetation – automatisiert klassifiziert und so eine konsistente Datenbasis für kommunale Berichterstattung und Klimaanalysen liefert. Auf dieser Grundlage wurde der Ansatz im Projekt „DigiTal Zwilling 4D“ der Stadt Wuppertal gezielt weiterentwickelt und in KI-gestützten Prozessen Einzelbäume erfasst und klassifiziert. „Wir haben Cop4ALL um Deep-Learning-Verfahren ergänzt, um einerseits die räumliche Auflösung bis zum einzelnen Baum zu erhöhen, andererseits diesen spezifischer beschreiben zu können“, erklärt Dr. Sönke Müller, Projektleiter bei EFTAS.
Die in Cop4ALL enthaltene Unterscheidung in Laub- und Nadelbäume wird weiter bis zur Baumart bzw. Baumartengruppe spezifiziert. „Künftig wollen wir auch Vitalitätsindikatoren aus Sentinel-Daten einbinden, etwa zur Einschätzung von Trockenstress.“ So entsteht ein Baumkataster mit deutlich mehr als 1 Mio. Einzelbäumen, das nicht nur Bestände abbildet, sondern auch ökologische und planerische Analysen ermöglicht.
Digitale Basis für das Stadtgrün von morgen
Mit der Kombination aus Fernerkundung, KI und Nahbereichsphotogrammetrie hat EFTAS einen integrierten Ansatz geschaffen, der Grünflächenmanagement präziser und effizienter macht. Die Verfahren lassen sich flexibel skalieren von kleineren Katasterprojekten bis zu digitalen Zwillingen ganzer Städte. „Wir liefern Kommunen Daten, die wirklich nutzbar sind“, fasst Sönke Müller zusammen. „Sie können damit beispielsweise baumartenspezifische Pflegeeinsätze deutlich einfacher planen, Vitalität nahezu in Echtzeit monitoren oder kleinräumige Klimaanalysen durchführen.“ So liefert EFTAS die entscheidenden Geodaten für das Stadtgrün der Zukunft als Grundlage für nachhaltige Planung, effiziente Pflege und klimaresiliente Städte.
www.eftas.de

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Aktives Baummanagement von der Pflanzung bis zur Fällung https://www.business-geomatics.com/aktives-baummanagement-von-der-pflanzung-bis-zur-faellung/ Tue, 02 Dec 2025 13:12:27 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=23630 Das Unternehmen d.b.g. Datenbankgesellschaft ist Generalist beim Aufbau eines Grün- und Freirauminformationssystems und verfolgt auch beim Baummanagement einen ganzheitlichen Ansatz. Stadtbäume leben einerseits unter sehr schwierigen Umweltbedingungen, andererseits gelten sie auch als Hoffnungsträger. Sie erhalten starke mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit – trotz der Abkühlung ökologischer Grundthemen im politischen Raum. Ihre Bedeutung für die Temperaturregulierung, als […]

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Das Unternehmen d.b.g. Datenbankgesellschaft ist Generalist beim Aufbau eines Grün- und Freirauminformationssystems und verfolgt auch beim Baummanagement einen ganzheitlichen Ansatz.

Stadtbäume leben einerseits unter sehr schwierigen Umweltbedingungen, andererseits gelten sie auch als Hoffnungsträger. Sie erhalten starke mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit – trotz der Abkühlung ökologischer Grundthemen im politischen Raum. Ihre Bedeutung für die Temperaturregulierung, als Feuchtigkeits- und Schattenspender sowie ihr ästhetischer und städtebaulicher Wert können kaum unterschätzt werden. In der Vergangenheit wurden Bäume vor allem unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherungspflicht betrachtet. Das Klima konnte diesen „einseitigen“ Blick sogar verstärken. Denn Stadtbäume leiden besonders unter Dürre und Schadstoffen, die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten steigt und in der Folge auch die für Gefahren für Fahrzeuge und Passanten durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste. Neben der Verkehrssicherung sind Stadtbäume in den letzten Jahren noch stärker ins öffentliche Interesse geraten. Problemfälle wie etwa der Eichenprozessionsspinner traten häufiger auf und haben die öffentliche Aufmerksamkeit noch verschärft. Die niederschlagsarmen Jahre, insbesondere zwischen 2017 und 2020, haben zudem das Mitgefühl gegenüber den leidenden Bäumen wachsen lassen. Kurzum: Der Stadtbaum ist interessanter denn je.

Digitalisierung der Baumverwaltung
Kein Wunder, dass auch die Digitalisierung rund um Baumpflege und -kontrolle einen Schub erhielt. Als Baumkataster spielt die geografische Dokumentation des Baumbestandes in der Stadt eine herausragende Rolle. Im Bereich der Grünflächenbewirtschaftung gibt es eine Reihe von Werkzeugen, die auf die Planung und das Management der entsprechenden Tätigkeiten sowie auf die Ausstattung der oft externen Baumpfleger ausgerichtet sind. In den letzten Jahren hat die luftgestützte Photogrammetrie mit hochauflösenden Bildern und UAVs neue Impulse geschaffen. Ebenso haben viele Städte Baumkataster veröffentlicht, die den Bürgern interessante Formen des Infotainments bieten.

Prozesse rund um das aktive Baummanagement beim d.b.g.-Baumkataster auf Basis des d.b.g. itreo-Webservices. Quelle: d.b.g.

Bäume in allen Lebenslagen
Ein Anbieter mit einem besonders breiten Ansatz ist die d.b.g. Datenbankgesellschaft mbH. Diese gilt als Generalist beim Aufbau von Grün- und Freirauminformationssystemen. „Mit unserer Software verfolgen wir seit Jahren den Ansatz, Grünflächen und auch Bäume aus einer umfassenden Perspektive und auch einer wirtschaftlich nachhaltigen Bewirtschaftung zu betrachten“, sagt Jana Schultze, Geschäftsführerin des Unternehmens, denn ein Baum erfordert in Siedlungsgebieten über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg einen hohen und vielschichtigen Bewirtschaftungsaufwand. Er wird bestellt, transportiert, gepflanzt, gepflegt, gegossen und irgendwann auch einmal gefällt und einer weiteren Verwendung zugeführt.

Ganzheitlicher Ansatz
Ein Baum wird also auch als finanzielles und im kommunalen Sinne auch als doppisches Thema behandelt. Jörg Schmidt, ebenfalls Geschäftsführer der d.b.g., sagt: „Eine solche Perspektive ist in der deutschen Verwaltung noch immer nicht überall verankert beziehungsweise wird nicht wahrgenommen.“ Dabei ist eine rationalistische Analyse, die den Aufwand der Baumbewirtschaftung sehr genau benennt und objektiviert, ein wirksamer und allgemeingültiger Ansatz – insbesondere, wenn der politische Druck zur Begrünung einer Stadt größer ist als die finanziellen Mittel es zulassen.

„Unsere Software deckt alle Themen rund um den Baum ab, und das über den gesamten Lebenszyklus von der Bepflanzung bis zur Fällung“, beschreibt Schmidt. Die d.b.g. bezeichnet ihren Ansatz auch als aktives Baummanagement, bei dem der gesamte Prozess erfasst wird und bei dem auch die kartenbasierte Visualisierung eine Schlüsselkomponente darstellt. Alle Bereiche sind erfasst: Pflanzung/Bestandsentwicklung, Verkehrssicherheit/Baumkontrollen, Bewässerung, Naturschutz, Steuerung der Baumpflege, Ausschreibung/Vergabe, Leistungsabnahme, Kostenkontrolle bis hin zu Berichtswesen und medialer Transparenz. „Unser Ziel ist es, die effiziente Organisation sämtlicher Abläufe rund um das Thema Baum – von der Datenerfassung und -haltung über Recherche und Reports zu unterstützen“, so Schmidt.

Die Baumkontrollen und Pflegemaßnahmen werden FLL-regelkonform erfasst und gerichtsfest gespeichert. Fotos und Dokumente wie Gutachten und andere Unterlagen werden baumbezogen gespeichert.

Zudem gibt es ein umfangreiches Berichtswesen zur Auswertung und Darstellung der Daten: von Arbeitsaufträgen über die durchgeführte Baumpflege bis hin zu Fällanträgen. Kurzgutachten und Statistiken sind ebenfalls möglich.

Mit der d.b.g. GIS-Toolbar gibt es auch ein Konzept zur Integration in ein grafisches Informationssystem. Vorrangig wird QGIS benutzt. „Es ermöglicht einen bidirektionalen Datenaustausch mit dem Baumkataster und aus den Baumdaten können thematisch unterschiedliche Karten generiert werden“, sagt Schmidt. Die Darstellung ist thematisch flexibel. Sie beginnt mit offenen Pflegemaßnahmen und umfasst Vitalität, Entwicklungsphase, die nächste Kontrolle und sogar die Ermittlung des Überschirmungsgrads der Baumkrone in QGIS.

Das d.b.g.-Dashboard dient dem schnellen Überblick über Daten und Kennzahlen in Form von Diagrammen, Tabellen und Indikatoren. Wie immer ist eine individuelle Konfiguration durch den Anwender sowie die Integration von Wetterdaten der meteorologischen Stationen im Umkreis möglich.

Beispiel für die webbasierte Bereitstellung von Aufträgen für die Baumpflege und -kontrolle via
vitreo-Webservice.
Quelle: d.b.g. Datenbankgesellschaft

Mobilität
Eine Schlüsselstellung nimmt dabei der d.b.g. itreo-Webservice ein. Dies ist die zentrale Webservice-Plattform von d.b.g., über die alle an den Prozessen Beteiligten eingebunden sind – egal, ob sie intern oder extern sind. Grundlage ist das d.b.g. Baumkataster als Datenbank für alle Baumdaten.

Auch Pflegekolonnen und andere mobile Mitarbeitende können mobil darauf zugreifen. Schon in der Planung können sie dann zum Beispiel erkennen, wie die direkte Umgebung eines Baums ist und welche Hilfsmittel man dort einsetzen kann. Die d.b.g.-Software ist offlinefähig, das heißt die mobilen Teams können auch bei vorübergehendem Verlust der Mobilfunkverbindung Daten nutzen und editieren, ohne dass der Arbeitsprozess gestört wird.

Ausblick
Auch zukünftige Entwicklungen folgen dem ganzheitlichen d.b.g.-Ansatz. Eine wesentliche Rolle spielt dabei KI. Konkret kann das KI-Projekt „BlueGreenCity-KI“ zur Schaffung eines Bewässerungsmanagement- und -steuerungssystems genannt werden, ebenso wie eine KI-unterstützte Tourenplanung zur Ausführung der Pflegemaßnahmen oder eine KI-unterstützte Baumkontrolle.

www.datenbankgesellschaft.de

 

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Flächige Baumbestände per App erfassen https://www.business-geomatics.com/flaechige-baumbestaende-per-app-erfassen/ Mon, 13 Nov 2023 13:35:30 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19574 Die mobile Erfassung von Daten zu Einzelbäumen ist heute üblich. Aber was macht man mit Flächen voller kleiner, junger Bäume und Gehölzwildlingen, die noch nicht kontrollrelevant sind? Eine aufwändige Erfassung von Einzelbäumen wäre hier tatsächlich nicht sinnvoll. So dachte auch der Baumsachverständige Ingo Kessler aus Stuttgart so und machte sich vor rund 10 Jahren auf […]

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Die mobile Erfassung von Daten zu Einzelbäumen ist heute üblich. Aber was macht man mit Flächen voller kleiner, junger Bäume und Gehölzwildlingen, die noch nicht kontrollrelevant sind? Eine aufwändige Erfassung von Einzelbäumen wäre hier tatsächlich nicht sinnvoll. So dachte auch der Baumsachverständige Ingo Kessler aus Stuttgart so und machte sich vor rund 10 Jahren auf die Suche nach einer modernen App, mit der die Planung und Vergabe von Aufträgen rund um die Jungbäume auch per grober Erfassung möglich ist. Mit seinem Baumsachverständigen-Büro Kessler wandte er sich an das Unternehmen „EineStadt“ mit der Idee, flächige Baumbestände in der Anwendung erfassen zu können. Seit dem Jahr 2015 nutzt er die gleichnamige Software EineStadt.

„Eine Einzel-Erfassung von sämtlichen Gehölzwildlingen oder Jungbäumen zwischen bereits erfassten, größeren Bäumen ist sowohl in Bezug auf den Aufwand als auch finanziell oft vollkommen überzogen und schwer vermittelbar“, berichtet der Baumexperte. Die Erfassung flächiger Baumbestände „gibt bessere Übersicht über den gesamten Gehölzbestand und ermöglicht eine einfache Vergabe von Maßnahmen“, so Kessler.

Mit der App können Bäume auch flächenmäßig erfasst werden. Quelle: EineStadt Solutions GmbH

Dieser Ansatz bietet die erforderliche Flexibilität, Jungbäume und Gehölze, deren Zustände und pflegerisch sinnvolle Empfehlungen in derselben App zu verwalten. So können sich Maßnahmen übersichtlich digital planen lassen.

Kessler beschreibt die Möglichkeiten so: “Ich kann viele Einzelbäume zu einer Fläche zusammenfassen, in die Karte einzeichnen und dann den ungefähren Anteil der Baumarten angeben – beispielsweise: 50% Buchen, 30% Ahorn und 20% gemischt“ (siehe Screenshot). Danach können für die gesamte Fläche geltende Maßnahmen eingetragen werden, wie Erziehungsschnitte, frühzeitige Freistellungen, Reparaturarbeiten oder die Entfernung von Baumstützen.”

All diese Daten können nun in der App, bezogen auf die Gesamtfläche eines Gehölzbestandes, schnell digital in den dafür vorgesehenen Eingabefeldern (siehe Screenshot) festgehalten werden – effizient per Stift- oder Spracheingabe.

Auch die Grundfunktionen der Anwendung unterstützen den Arbeitsalltag: „Der Einsatz von elektronischen Plaketten (NFC-Chips) ermöglicht uns eine schnelle und eindeutige Identifizierung eines Einzelbaumes“, so Kessler. Die Plakette wird hierfür ganz einfach durch Berühren mit dem Smartphone oder Tablet ausgelesen, das Datenblatt des betroffenen Baumes öffnet sich dabei automatisch. Nun können neue Informationen über den Baum eingetragen und in Echtzeit an alle Nutzer des Systems übertragen werden. „Sobald die elektronische Plakette berührt wird, kann außerdem nachgewiesen werden, dass ich vor Ort war und die Erfassung aller Baumdaten sowie die Regelkontrolle zur Verkehrssicherung durchgeführt habe“ bestätigt Ingo Kessler. Auch externe Mitarbeitende lassen sich direkt in die Software einbinden.

www.baum-kessler.de

www.einestadt.com

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Was kostet ein Stadtbaum? https://www.business-geomatics.com/was-kostet-ein-stadtbaum/ Mon, 13 Nov 2023 13:25:17 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19570 Die Digitalisierung des Managements von Stadtbäumen wird inzwischen nicht nur vor dem Hintergrund der Verkehrssicherungspflicht vorangetrieben.

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Die Digitalisierung des Managements von Stadtbäumen wird inzwischen nicht nur vor dem Hintergrund der Verkehrssicherungspflicht vorangetrieben.

Bäume in der Stadt stehen vor allem wegen der Verkehrssicherungspflicht im Mittelpunkt des kommunalen Interesses. Der Gesetzgeber verpflichtet sie zu kontrollieren und Schäden durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu verhindern. Die Kontrolle von Bäumen an Straßen und in Parks ist daher ein fest verankerter Aufgabenbereich in den Kommunen, in dem auch die Digitalisierung seit Jahren voranschreitet. Lösungen für Baumkataster zeigen nicht nur die Standorte der Bäume an, sondern speichern auch alle Informationen zu deren Zustand, zur Kontrolle und weitere Sachdaten. Man kann durchaus von digitalen Zwillingen des städtischen Baumbestandes sprechen. Moderne Software zeigt schon heute, wohin die digitale Reise einmal gehen wird: Smartphones und deren Bilderkennung ermöglichen eine schnelle Pflanzenbestimmung auf Knopfdruck. Google Lens ist sicherlich die bekannteste Lösung, die nicht nur Baumarten erkennt, sobald man sie „fotografiert“, sondern auch einen bestimmten Krankheitsbefall. Es gibt weitere Anbieter von Pflanzenerkennungssystemen, die alle auf KI basieren.

Herausragende Bäume wie hier die 1000jährige Linde in Kirchberg in Niederösterreich sind auch Bestandteil von Baumkatastern. Vor allem sind Stadtbäume seit einigen Jahren aber als Faktor für das Stadtklima interessant. Quelle: Wikipedia/Steindy

Gerade Stadtbäume unterliegen aber auch einem Imagewandel. Sie werden nicht mehr nur als technisches „Inventar“ der Stadt gesehen, sondern als produktiver und heilsamer Bestandteil der Ökosphäre. Aber Bäume sind schön. Sie wecken positive Emotionen. Bäume reinigen die Luft. Bäume kühlen. Bäume speichern Wasser und spenden Leben. Gerade in der Stadt bilden Bäume ein neues Feld für Interessenskonflikte. Denn Bäume kosten auch Geld. Von der Pflanzung bis zur Fällung brauchen sie ein umfassendes Management. Das Modell des Life-Cycle-Managements, wie es in der Industrie längst üblich ist, hat sich in der gesamten Grünflächenbewirtschaftung noch kaum durchgesetzt. Neue Parks, Grünflächen und Baumstandorte werden heute zwar mit viel Enthusiasmus und öffentlichem Zeremoniell gefeiert, aber welcher Aufwand für die Stadtverwaltung damit verbunden ist, ob die notwendigen Ressourcen vorhanden sind und welche Kosten entstehen, wird noch zu wenig diskutiert. Die Kommune wird es schon richten, so eine weit verbreitete Annahme, die oft auf wenig ökonomischer Realität beruht. Die Digitalisierung gilt als wesentlicher Schlüssel, um die Baumpflege effizienter zu gestalten, nachhaltiger zu planen, zu überwachen und als objektive Informationsbasis für rechtliche Auseinandersetzungen zu mobilisieren.

Doch wo stehen die Kommunen heute beim Einsatz eines Baumkatasters? „Aufgrund der Notwendigkeit des Nachweises notwendiger Baumkontrollen verfügen heute die allermeisten – zumindest größeren – Kommunen über ein Kataster. Die inhaltliche Qualität ist jedoch unterschiedlich“, sagt Dieter Fuchs, Leiter des Geschäftsbereich Stadtgrün der Bundesstadt Bonn. Grundvoraussetzung sollte aber sein, dass eine regelmäßige Baumkontrolle und die Beseitigung von dabei festgestellten Schäden nachgewiesen wird.

Und wie viel kostet das „Asset“ Baum? Noch gibt es keine etablierten Methoden, um die Kosten im Lebenszyklus eines Baumes abzubilden. Aber es gibt Untersuchungen und Forschungen zu den Ökosystemleistungen von Stadtbäumen“, sagt Fuchs. Obwohl das Thema sehr komplex ist und erst in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen hat, gebe es noch wenige Quellen. Dabei sei das Interesse in den Städten groß, die Kosten von Bäumen zu quantifizieren, so Fuchs, der seit 2021 den Arbeitskreis Stadtbäume der GALK (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz) leitet.

Der Arbeitskreis, ein Zusammenschluss der kommunalen Grünflächenverwaltungen, hat dazu Erhebungen und Umfragen initiiert. Demnach verursacht ein Straßenbaum nach einer ersten groben Schätzung durchschnittlich rund 80 Euro Kosten pro Jahr. Darin sind die Kosten für Ersatzpflanzungen nicht enthalten. Bei Bäumen in Parks und Gärten werden die Kosten etwas geringer ausfallen. „Eine detaillierte Erhebung dazu ist mir nicht bekannt“, so Fuchs.

Amtliche Geodaten und mobile GIS-Lösungen spielen daher für die Baumpflege eine große Rolle. „Für die Optimierung eines Baumkatasters sind diese Daten unabdingbar“, so Fuchs. Wenn eine Baumkontrolle nach den Richtlinien der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V.) durchgeführt werden soll, müssen diese Daten vorhanden sein.

Enge Verzahnung besonders wichtig

Ebenso wichtig ist die Verzahnung von Baumkataster (Managementebene) und Baumpflege (mobile Systeme). „In der Regel sollten die Ergebnisse der Kontrollen, insbesondere wenn sich daraus Handlungsbedarf ergibt, in der Baumpflege umgesetzt werden“, so Fuchs. Die Dringlichkeit hat mit dem Klimawandel zugenommen. Die starke Reaktion der Bäume auf die letzten trockenen und heißen Jahre hat zu einem Sorten- und Artenwechsel bei den gepflanzten Bäumen geführt. Es wird Neues ausprobiert (vor allem stressresistente Sorten), überall wird versucht, optimale Standorte zu finden und auch die Pflege zu intensivieren oder zu optimieren“, so Fuchs. Bei vielen Versuchen sei aber noch unklar, welche langfristigen Folgen sie haben.

Dieter Fuchs ist Leiter des Geschäftsbereichs Stadtgrün der Stadt Bonn. Er wurde 2023 mit dem Goldenen Ginkgo ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt die GALK besonderes Engagement und herausragende Leistungen bei der Entwicklung und Gestaltung des öffentlichen Raumes. Fuchs ist außerdem Mitglied im erweiterten Präsidium der Gartenamtsleiterkonferenz, zweiter Vizepräsident und Schatzmeister der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau (FLL) sowie Vertreter der kommunalen Arbeitgeber bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Quelle: Bundesstadt Bonn

Dazu sei eine genaue Dokumentation des Bestandes und seiner Entwicklung über den gesamten Lebenszyklus notwendig. Das Konzept des digitalen Zwillings des Stadtbaumbestandes, wie es in Ansätzen bereits existiert, könnte hier seine Vorteile ausspielen. Ziel ist es, daraus Rückschlüsse für eine lange Lebensdauer trotz ungünstiger werdender Wachstumsbedingungen zu ziehen. „Es ist auch eine tägliche Herausforderung, die Raumansprüche insbesondere der Straßenbäume gegenüber anderen und neuen Nutzungsansprüchen (Wohnungsbau, Radwege, Ausbau erneuerbarer Energien) zu verteidigen“, so Fuchs.

Bäume in der wassersensiblen Stadt

Den Baum als Faktor im urbanen Wasserkreislauf zu sehen, ist ebenso neu wie wichtig. Im Zuge neuer Konzepte wie der wassersensiblen Stadtentwicklung (z.B. Schwammstadt) werden z.B. immer wieder Baumrigolen, ein Begriff den Fuchs problematisch findet, genannt, die den Abfluss von Regenwasser reduzieren bzw. verzögern. Kombiniert mit der Verdunstungsleistung eines Straßenbaumes könnte sich ein positiver Effekt für Grundwasser, Klima und Hochwasserschutz ergeben. Entscheidend für den Baum ist jedoch die Versorgung mit Wasser und Luft. „Beides muss gewährleistet sein, damit man von einem geeigneten Baumstandort sprechen kann“, so Fuchs. In einem Positionspapier zur wassersensiblen Straßenraumgestaltung der GALK (www.galk.de/component/jdownloads/send/3-positionspapiere/859-flyer-positionspapier-wassersensible-strassenraumgestaltung-2023) wird diese Auffassung beschrieben. Darin betont die GALK, dass verschiedene Fachgebiete in der Nutzung von Baumstandorten zur Versickerung eine Win-Win-Situation sehen, dies aber im Zusammenhang mit der Notwendigkeit den Bäumen schadstofffreies Wasser und Luft zur Verfügung zu stellen, verfrüht sei. Die Neupflanzung von Bäumen sollte daher „frühzeitig baumfachlich begleitet werden“, heißt es in dem Positionspapier.

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Florian – Der Blühende https://www.business-geomatics.com/florian-der-bluehende/ Mon, 13 Nov 2023 13:18:17 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19565 Mit Florian präsentiert der GIS-Spezialist Moskito eine neue Baum-App, die den neuesten Stand der Software-Entwicklung nutzt.

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Mit Florian präsentiert der GIS-Spezialist Moskito eine neue Baum-App, die den neuesten Stand der Software-Entwicklung nutzt.

Der Name Florian lässt sich auf das lateinische Wort für Blühen zurückführen und ist nicht zuletzt deshalb ein beliebter Jungenname im deutschen Sprachraum, auch wenn der Höhepunkt seiner Beliebtheit in den 1980er Jahren lag.

Der heilige Florian ist zudem auch der Schutzpatron der Gärtner und daher ist dieser Name auch der Hauptgrund für eine neue App, die von der Moskito GIS GmbH, einem Spezialisten für GIS-Anwendungen im Energie- und Kommunalbereich, auf den Markt gebracht wurde. Florian ist eine Browser-App für Android, Desktop und iOS und gehört in den Bereich des Baumkatasters. Sie richtet sich an Kommunen zur Verwaltung von Straßenbäumen, aber auch an private Unternehmen im Bereich der Liegenschaftsverwaltung. Um einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten der neuen Software zu geben, kann eine Vorabversion unter baum.moskito-gis.de aufgerufen und ohne Installation auf Tablet, Handy oder Desktop genutzt werden. „Unser Ziel ist es, für diesen in den Kommunen immer wichtiger werdenden Aufgabenbereich eine Software zu entwickeln, die auf dem neuesten Stand der Technik basiert. Kommunen können so ihren Verpflichtungen zur Verkehrssicherung der Bäume nachkommen“, so Horst Wessel, Geschäftsführer des Unternehmens. Der Einstieg ist kostenlos, erst die späteren Funktionen zur Verwaltung von Teams will Moskito kostenpflichtig zur Verfügung stellen.

Ansicht der Startmaske bei der Erfassung von Bäumen. Die App funktioniert auch ohne Mobilfunkempfang. Quelle: Moskito GmbH

Was kann die neue Software?

Moskito wird die Baum-App Florian in zwei Versionen anbieten, einer Tablet-App und einer Desktop-App. Mit der Tablet-App können die Baumerfassung und die vorgeschriebenen Kontrollen überall ohne Netz durchgeführt werden. „Es ist keine Online-Verbindung nötig und mehrere Außendienstmitarbeiter können gleichzeitig arbeiten“, sagt Diplom-Informatiker Wessel. „Sind die Mitarbeiter wieder an ihrem Schreibtisch, werden die Daten mit der Cloud synchronisiert.“

Die Daten aus der Cloud können mit der Managementversion in der Desktop-Anwendung weiterverarbeitet werden. Damit lassen sich Analysen durchführen, Aufträge erstellen und Stammdaten wie z.B. eigene Baumarten definieren.

Übersicht über eine Auswahl von Stadtbäumen in der App Florian. Quelle: Moskito GmbH

Zeitplan

Die Tablet-App ist fertig und kann bereits für die Erfassung und Kontrolle verwendet werden. Diese Umgebung ist auf ein Gerät beschränkt und ein Datenaustausch ist in der Testversion nicht vorgesehen.

Nach einer kostenlosen Registrierung als User von Florian steht die Möglichkeit der lokalen Sicherung und Wiederherstellung der erfassten Bäume und Kontrollen zur Verfügung. Alle weiteren Funktionen, wie die Sicherung in der Cloud, die Bearbeitung im Team und Funktionen zur Verwaltung von Stammdaten sind kostenpflichtig.

Um die Software zu testen, können die User einfach ein Tablet (oder auch ein Handy oder einen stationären Rechner) nehmen und dort die Produktseite für Moskito Baum (baum.moskito-gis.de) aufrufen. Auf der Seite befindet sich der Link zur Browser-Applikation, die dann geladen werden kann.

Ab diesem Zeitpunkt können die User auch offline arbeiten. Die Firma Moskito empfiehlt, den Kartenbereich, der die Bäume enthält, noch online zu scrollen und zu zoomen, da dann die OSM-Hintergrunddaten für die Offlinenutzung geladen werden.

Die Version zur Erfassung und Kontrolle mit einem Gerät ist kostenlos. Die Version zur lokalen Sicherung der Erfassung und Kontrolle von Bäumen ist ebenfalls kostenlos, erfordert aber eine Registrierung als User der App.

Für die Arbeit in Teams oder mit mehreren Geräten ist die Speicherung der Daten in der Cloud notwendig. Die Einstiegsversion ist hier nach Angaben von Moskito für einen jährlichen Preis ab 99,- Euro zu erhalten. Dazu können die Module Bürgerview, Auftragsverwaltung und Stammdatenverwaltung gebucht werden.

Die Startseite der App Florian. Sie steht sowohl für iOS als auch für Android zur Verfügung.
Quelle: Moskito GmbH

Weitere Entwicklungen

Als nächsten Schritt plant Moskito, die Funktionen für Teams sowie die Auswertungsfunktionen freizuschalten. User können dann eigene Baumarten anlegen, Bäume und Kontrollen zwischen mehreren Mitarbeitenden synchronisieren und Aufträge zur Pflege erstellen. „Und natürlich werden dann auch Vorschläge eingearbeitet, falls wir mal etwas umständlich gedacht haben oder die Praxis andere Arbeitsabläufe erfordert“, so Herr Wessel.

baum.moskito-gis.de

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Krankenakte des Patienten Baum https://www.business-geomatics.com/krankenakte-des-patienten-baum/ Thu, 28 Oct 2021 10:27:15 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=12847 Baumkataster sind die Sammelstelle für alle wesentlichen Informationen über die Vegetation, von der Baumgröße und -dimensionierung bis hin zum Gesundheitszustand. Damit dienen die digitalen Fachschalen insbesondere dem Schutz des Stadt- und Waldgrüns. Deutschland gilt als das waldreichste Land Mitteleuropas. Aktuell sind nach Angaben des Deutschen Forstwirtschaftsrats e.V. (DFWR) etwa 11,4 Millionen Hektar mit Wald bedeckt. […]

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Baumkataster sind die Sammelstelle für alle wesentlichen Informationen über die Vegetation, von der Baumgröße und -dimensionierung bis hin zum Gesundheitszustand. Damit dienen die digitalen Fachschalen insbesondere dem Schutz des Stadt- und Waldgrüns.

Bäume an Straßen müssen im Sinne der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig kontrolliert werden. Dabei helfen kann ein digitales Baumkataster, in dem alle wesentlichen Informationen gespeichert werden. Foto: Pixabay/herbert2512

Deutschland gilt als das waldreichste Land Mitteleuropas. Aktuell sind nach Angaben des Deutschen Forstwirtschaftsrats e.V. (DFWR) etwa 11,4 Millionen Hektar mit Wald bedeckt. Das entspricht knapp einem Drittel der Gesamtfläche Deutschlands. Dank einer nachhaltigen Bewirtschaftung hat die Waldfläche trotz einer intensiven wirtschaftlichen Nutzung seit dem 2. Weltkrieg stetig zugenommen. Erfolgsrezept dafür war laut DFWR die Verwirklichung des Prinzips „Schützen durch Nutzen“: durch eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung und die Öffnung für gesellschaftliche Interessen wie Erholung, Freizeit und Sport gewann der Wald in den Augen der Menschen an Wert. Im deutschen Wald stehen jetzt circa 90 Milliarden Bäume, das sind über 1.000 Bäume pro Einwohner.

Wichtiges Infrastrukturelement

Auch in Städten und urbanen Gebieten gelten Bäume damit als wichtiges Infrastrukturelement. Denn sie filtern die Luft von Schadstoffen, haben eine regulative Funktion für das Klima und steigern sowohl in psychischer als auch sozialer Hinsicht die Lebensqualität der Menschen. Dadurch gelten Bäume als besonders schützenswert – und das ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Denn das Stadtgrün ist heute besonderen Gefahren ausgesetzt: die Trockenzeiten im Sommer werden länger und intensiver, die Temperaturen steigen und es breiten sich auch in urbanen Gebieten Schädlinge wie Borkenkäfer oder Eichenprozessionsspinner aus. Darüber hinaus sind sie Schadstoffimmissionen sowie Urin- und Salzbelastungen ausgesetzt und müssen Beschädigungen im Wurzel-, Stamm- und Kronenbereich tolerieren.

Um insbesondere den Baumzustand und die Vitalität im Blick behalten zu können, kommen daher in vielen Städten und Kommunen Baumkataster zum Einsatz. Diese fungieren als Krankenakte des Patienten Baum, in der alle wesentlichen Informationen gesammelt werden: beispielsweise zur Gattung bzw. Baumart, zum Alter, zum Besitzer, zum Kontrollintervall oder zur Risikoeinschätzung im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht. Insbesondere Letzteres gilt im Sinne der Baumkontrollrichtlinie der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) als anerkanntes Regelwerk.

Digitale Verfahren rücken in den Fokus

Zwar hat sich das FLL-Regelwerk in den vergangenen Jahren nur geringfügig verändert, die eingesetzten Technologien und Methoden hingegen entwickeln sich stetig weiter. So ist es in Kombination mit modernen Softwarelösungen mittlerweile problemlos möglich, den Baumbestand mit handelsüblichen Smartphones oder Tablets zu kontrollieren – und das sogar dann, wenn kein Mobilfunkempfang und in der Folge keine Verbindung mit dem Internet besteht. Grundlage dafür ist meist ein Geografisches Informationssystem (GIS), oftmals angereichert durch weitere Geodaten oder 3D-Punktwolken aus Befliegungen und als Kartenapplikation visualisiert.

Welchen Nutzen die digitalen Fachkataster im Sinne des Baumbestands sowie der Verkehrssicherungspflicht haben, ist in der Praxis längst bekannt. Beim Arbeitskreis Stadtbäume bei der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) heißt es beispielsweise: „Analoge Verfahren und selbstgestrickte Softwarelösungen können den heutigen Anforderungen nicht mehr standhalten und sind daher nicht mehr zeitgemäß. Folglich rücken digitale Verfahren immer mehr in den Fokus.“ Insbesondere die politische Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema sei in den letzten Jahren spürbar angestiegen, wohl auch aufgrund der sich verändernden klimatischen Gegebenheiten.

Weiter heißt es beim GALK: „Heute muss keine Kommune mehr von Null und in Eigenregie anfangen, vielmehr haben sich ausgereifte Lösungen am Markt etabliert.“ Entscheidend sei die Sorgsamkeit, denn die Erfahrungen zeigen, dass ein in der Anschaffung kostengünstiges Produkt langfristig nicht immer die günstigste Lösung sein muss – insbesondere mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht. So gibt es bereits heute KI-basierte Softwarelösungen, mit denen 3D-Punktwolken aus Befliegungen so ausgewertet werden können, dass Bäume automatisch identifiziert und präzisen Geokoordinaten zugeordnet werden können. Auf diese Weise können bis zu 95 Prozent aller Bäume in einer Massenauswertung in ein Baumkataster überführt werden. Klar ist dabei aber auch:  die Grenzen eines solchen Verfahrens finden sich, wenn man spezifische Aussagen zu einem einzelnen Baum treffen will. Zwar können sich, abhängig von der Genauigkeit der 3D-Punktwolke bzw. des Orthofotos, Aussagen zur Kronengröße oder Baumhöhe treffen lassen, zum Baumzustand kann diese Methode jedoch in keinem Fall Informationen liefern. Dieser Parameter lässt sich nach wie vor ausschließlich mit einer genauen Untersuchung der einzelnen Bäume erfassen.

Werkzeug für Green Cities

Darüber hinaus gelten Baumkataster auch als moderne Werkzeuge für die Entwicklung nachhaltiger, klimafreundlicher Städte. Schon 2017 hatte das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz im Weißbuch „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ Stadtverwaltungen dazu aufgefordert, die bestehende Stadtflora besser zu schützen und zu pflegen – unter anderem durch das Führen eines digitalen Baumkatasters. Als Beispiel lässt sich hier unter anderem die Analyse des Mikroklimas in Städten anführen, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ebenso können Areale für Neuanpflanzungen von Bäumen bestimmt und Konzepte für den Umweltschutz und die Anpassung an den Klimawandel entwickelt werden.

Und noch einen ganz praktischen, bürgernahen Nutzen haben digitale Baumkataster: viele Städte und Kommunen leiten aus ihrem Baumkataster ein webbasiertes Informationssystem für Bürger ab, welches die Identifikation der Bürger mit der Stadtvegetation fördern soll. Ziel ist es, möglichst barrierefreie Informationen zum Beispiel über das Alter, die Höhe und Art des Baumes zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können sich Interessierte beispielsweise die zehn ältesten Bäume ihrer Stadt auf einer praktischen Karte anzeigen lassen. (jr)

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Älter als 150 Jahre https://www.business-geomatics.com/aelter-als-150-jahre/ Thu, 28 Oct 2021 08:50:37 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=12839 Mit IRIS 3 Baum hat Widemann Systeme eine neue Version seiner webbasierten Software zur Erfassung, Verwaltung und Kontrolle von Baumbeständen vorgestellt In Großstädten kann die Anzahl der Bäume schon mal in die Millionen gehen. Und selbst bei großen Parks, Friedhöfen oder Unternehmensgeländen ist die Wahrung der Verkehrssicherheit keine Aufgabe, die nebenbei gemacht werden kann. Die […]

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Mit IRIS 3 Baum hat Widemann Systeme eine neue Version seiner webbasierten Software zur Erfassung, Verwaltung und Kontrolle von Baumbeständen vorgestellt

Thematische Karten zu aktuellen Zustandsdaten, beispielsweise zur Verkehrssicherheit, Kontrollfälligkeit oder Baumvitalität können in IRIS 3 Baum abgerufen werden. Auch sind hier Baumkronen- und Stammdimensionen darstellbar. Foto: Widemann Systeme GmbH / Stadt Köln

In Großstädten kann die Anzahl der Bäume schon mal in die Millionen gehen. Und selbst bei großen Parks, Friedhöfen oder Unternehmensgeländen ist die Wahrung der Verkehrssicherheit keine Aufgabe, die nebenbei gemacht werden kann. Die Nachweisbarkeit der durchgeführten Kontrollen und Pflegemaßnahmen ist wichtig, gerade auch für den Fall, dass Schäden etwa durch Sturm entstanden sind, und gerichtliche Auseinandersetzungen drohen. Entsprechende Lösungen für die Verwaltung sind dementsprechend hoch im Kurs. Die Ansprüche erhöhen sich folglich permanent.

Die Firma Widemann Systeme ist seit Jahren mit einer entsprechenden Lösung im deutschen Markt. Nun hat das Unternehmen mit IRIS 3 Baum eine neue Generation am Markt vorgestellt. „Darin sind viele Anforderungen auch von Metropolen eingegangen, die ihre Bäume nicht nur vor dem Hintergrund der Verkehrssicherungspflicht erfassen und managen““, sagt Jens Garbang, Geschäftsstellenleiter NRW.

Online-FachSTUNDE mit Baumkatastern im Fokus

Am 30. November 2021 führt die Firma Widemann Systeme eine Online-FachSTUNDE durch. Der kostenfreie Live-Event hat das Thema „Digitales Baumkataster und 3D-Punktwolken“. Anmeldung unter www.widemann.de/of

Berücksichtigung der FLL ist wichtig

In der webbasierten Lösung lassen sich Ersterfassungen, Kontrollen und Pflegemaßnahmen FLL-konform planen, eintragen und nachvollziehen. Durch komfortable Abfragen und Erinnerungsfunktionen können unter anderem notierte Baumschäden, die eine Verkehrsgefährdung zur Folge haben können, leicht im Blick behalten werden. So können rechtzeitig Pflegemaßnahmen zur Beseitigung der potentiellen Gefahrensituationen angewiesen werden. Vor Neuplanungen lässt sich schnell ermitteln ob zum Beispiel geschützte Tierarten in Bäumen verzeichnet sind und die Planung beeinflussen.

Die FLL-Baumkontrollrichtlinie, die vom GALK-Arbeitskreis angeregt wurde, zielt auf die Vereinheitlichung einer qualifizierten Pflege des städtischen Baumbestands. „Die komplette Berücksichtigung der Richtlinie etwa in Form von FLL-konformen Benutzerdialogen ist enorm wichtig und praxisrelevant“, sagt Garbang. Sie dient als Grundlage, „auch bei unterschiedlichen Strukturen und Verantwortlichkeiten qualitativ vergleichbare Ergebnisse in der Baumkontrolle zu erzielen“, so heißt es in der Baumrichtlinie.

Da in der Praxis eine große Anzahl von Bäumen durch Inaugenscheinnahme vom Boden aus kontrolliert und innerhalb weniger Minuten unter anderem mögliche Gefahren für die Verkehrssicherheit erkannt und entsprechende Maßnahmen festgelegt werden müssen, sind Funktionen für Baumerfassung und die Eingabe von Kontrollergebnissen in IRIS 3 Baum nicht nur richtlinienkonform, sondern die mobile Datenerhebung ist ergonomisch optimiert. Bäume können sowohl einzeln als auch flächenhaft erfasst, kontrolliert und protokolliert werden.

Die Anwendung läuft in einem Standard-Webbrowser und speichert die Daten auf einem gesicherten, zentralen Server. Hier fließen die Daten aus Begehungen oder weiteren Quellen, zum Beispiel 3D-Punktwolken aus Befliegungen, weitere Geodaten, Rasterdaten oder Planungsdaten zusammen.

KI-basierte Ansätze

Apropos Geodaten aus weiteren Quellen: Das Angebot an digitalen Geodaten erweitert sich ständig und die Daten stehen in vielen Bereichen kostenfrei für die Anwendung zur Verfügung. Das Schlagwort dafür ist OpenGeoData, wie sie zum Beispiel unter www.opengeodata.nrw.de oder www.geobasis-bb.de bereitstehen. „Besonders interessant sind auch die Aufbereitung und Auswertung solcher Daten durch den Einsatz von KI“, sagt Garbang. Die Verfahren dazu werden beständig weiterentwickelt und lernen, wie der Name schon sagt, auch selbst dazu. „Heute unterscheidet die KI etwa Bäume klar von Laternenmasten, erkennt Straßenschilder und Straßenmobiliar und benennt diese“, beschreibt Garbang.

Die IRIS 3-Anwendung läuft in einem Standard-Webbrowser und speichert die Daten auf einem gesicherten Server Hier fließen auch die Daten aus Begehungen oder weiteren Quellen, zum Beispiel 3D-Punktwolken aus Befliegungen, zusammen. Foto: Widemann Systeme GmbH

Die Datenerfassung sei damit viel schneller und automatisch auch viel treffsicherer möglich als noch vor wenigen Jahren. Widemann Systeme nutzt für die automatisierte Auswertung von Geodaten und 3D-Punktwolken die Technologie des Unternehmens Point Cloud Technology GmbH aus Potsdam. Die Stadt Köln beispielsweise wird diese Lösung für ihr neues Baumkataster IRIS 3 einsetzen.

Praktische Funktionen

„In IRIS 3 Baum unterstützen zeitsparende Navigations- und Suchwerkzeuge sowie eine hohe Performance das schnelle Finden von Objekten“, so Garbang. Einen schnellen Überblick bieten auch die thematischen Karten. Sie können zu aktuellen Zustandsdaten (etwa zur Verkehrssicherheit, Kontrollfälligkeit oder Baumvitalität) abgerufen werden. Auch Baumkronen- und Stammdimensionen sind in der Karte darstellbar.

Geometrien von Bäumen und Flächen können selektiert, bearbeitet und ausgewertet werden. „Ein Abfragemanager macht die Kombination von Abfragekriterien einfach. Die Kombinationen können gespeichert und immer wieder verwendet werden“, berichtet der Softwareexperte. So ist es beispielsweise einfach, Bäume zu selektieren, die älter als 150 Jahre sind. Auch Kalender und Erinnerungsfunktionen unterstützen die Planung. Eine Historie informiert über ausgeführte Aktionen zur rechtlichen Dokumentation.

Und nicht zuletzt bietet IRIS 3 Baum eine barrierefreie Programmoberfläche durch Kontrastoptionen, Eingabehinweise und Tastaturbefehle. Die Oberfläche ist „schlank“ gehalten und zeigt Personen oder Gruppen nur die Funktionen und Daten, die den administrativ erteilten Benutzerrechten entsprechen.

www.widemann.de/baumkataster

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Massenbetrieb im Außendienst: Baumkontrolle mobil und offline https://www.business-geomatics.com/massenbetrieb-im-aussendienst-baumkontrolle-mobil-und-offline/ Wed, 18 Dec 2019 14:13:50 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8688 Um die Baumkontrolle im Massenbetrieb für die Außendienstmitarbeiter zu erleichtern, hat die Hansa Luftbild AG ihr WebGIS ExperMaps um eine Baumkomponente erweitert. Frankfurt am Main, Düsseldorf, Essen – bereits seit 1976 erfasst die Hansa Luftbild AG für etliche Kommunen, Städte und Immobilienunternehmen Millionen von Wald- und Straßenbäumen in Baumkatastern. Angefangen in Freiburg – noch unter […]

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Um die Baumkontrolle im Massenbetrieb für die Außendienstmitarbeiter zu erleichtern, hat die Hansa Luftbild AG ihr WebGIS ExperMaps um eine Baumkomponente erweitert.

Frankfurt am Main, Düsseldorf, Essen – bereits seit 1976 erfasst die Hansa Luftbild AG für etliche Kommunen, Städte und Immobilienunternehmen Millionen von Wald- und Straßenbäumen in Baumkatastern. Angefangen in Freiburg – noch unter Nutzung von damals hochmodernen Color-Infrarot-Aufnahmen – hat sich das Unternehmen aus Münster im Laufe der Jahrzehnte unter anderem auf die Baumerfassung und -kontrolle spezialisiert und dafür zahlreiche Mitarbeiter ausgebildet.

Seitdem hat sich technologisch viel getan. Zwar hat sich die Kontrolle von Bäumen auf die notwendige Verkehrssicherheit nur geringfügig verändert und nach wie vor gilt die Baumkontrollrichtlinie der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) hier als anerkanntes Regelwerk. Doch die fortschreitende Digitalisierung schafft auch für die Baumerfassung und -kontrolle neue Möglichkeiten.

Der Weg zur Praxistauglichkeit

„Für unsere Entwicklungen ist es wichtig, gleichermaßen die Bedürfnisse der Grundstückseigentümer als auch der Baumfachleute abzudecken“, sagt Hans-Christoph Tielbaar, bei der Hansa Luftbild AG für den Vertrieb von Geo-Informationen und Marketing zuständig. Daher ist die Arbeit in Gremien, Verbänden oder Vereinen sehr wichtig. Seit Anfang der 2000er Jahre ist Hansa Luftbild beispielsweise Mitglied des BTÜB e.V. (Biologisch-Technische Überprüfung Baum). Dort arbeitet das Unternehmen außer in der Softwareentwicklung vor allem im Erfahrungsaustausch zwischen den Baumkontrolleuren und -sachverständigen einerseits und der Öffentlichen Hand andererseits. „Die dort diskutierten Problemstellungen und Herausforderungen lassen wir dann direkt in unsere Softwareentwicklung einfließen“, so Tielbaar.

Wenn noch kein Baumkataster vorliegt, bietet sich die Erstellung mit einem Grünflächenkataster an. Die geometrischen Grundlagen zu beiden werden stereoskopisch aus Luftbildern erfasst und vor Ort geprüft und ergänzt. Hier am Beispiel des Stadtgartens von Emmendingen. Foto: Hansa Luftbild AG

Wenn noch kein Baumkataster vorliegt, bietet sich die Erstellung mit einem Grünflächenkataster an. Die geometrischen Grundlagen zu beiden werden stereoskopisch aus Luftbildern erfasst und vor Ort geprüft und ergänzt. Hier am Beispiel des Stadtgartens von Emmendingen. Foto: Hansa Luftbild AG

Wie zum Beispiel bei der mobilen Baumerfassung. „Beim BTÜB – aber auch von unseren eigenen Mitarbeitern – wurde immer wieder bemängelt, dass die Softwarelösungen für den Außendienst im Massenbetrieb nur bedingt geeignet sind. Und das, obwohl stellenweise bereits auf brauchbare Hardware, beispielsweise robuste 8 Zoll-Tablets mit auswechselbaren Akkus, gesetzt wird.“ Daher hat Hansa Luftbild seine Plug-in-App „ExperMaps Baum“ (EMB) entwickelt. EMB basiert auf Open Source-Produkten, läuft derzeit auf dem Android-Betriebssystem und ist fokussiert auf die Massendatenerfassung im Außendienst. „Im ersten Schritt war dafür eine übersichtliche und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche notwendig. Gleichzeitig sollte aber auch die Möglichkeit geschaffen werden, Baumbestände offline zu erfassen, eine Schnellerfassungsmaske für Profis zu erstellen und das Gerät trotz Handschuhen oder klammen Fingern gut bedienen zu können“, berichtet Tielbaar.

Basis für das EMB-Plug-in ist das WebGIS ExperMaps (EM), das Hansa Luftbild als Auskunfts- und Editier-Lösung erstmals 2013 am Markt vorgestellt hat. „EM ist als Lösung für Nicht-Experten ohne Spezialkenntnisse entworfen worden und damit für jedermann anwendbar“, erklärt Tielbaar. Zu den Standardfunktionalitäten gehören bereits Abfragen, Zeichen-, Druck- und Messfunktionen oder der Excel-Export. „Darüber hinaus gehören die Einbindung unterschiedlicher Datenformate und online verfügbarer Datendienste ebenso wie eine Benutzerverwaltung, mit der alle Daten, Funktionen und Editierrechte beliebigen Nutzern des Systems zugewiesen werden können, zu den Kernfunktionen des Systems“, berichtet der Vertriebler.

Ein System, drei Komponenten

Das EMB-Plug-in unterstützt die Arbeit der Baumsachverständigen und sichert diese im Sinne der Verkehrssicherungspflicht rechtlich ab. Dafür besteht das System aus drei wesentlichen Komponenten: Mobile App, Disponenten-Modul und Kataster.

Die Android Mobile-App ist dabei ein Werkzeug für die FLL-konforme Baum(erst)erfassung und -kontrolle im Feld. „Das Besondere an unserer Mobile App ist, dass sie auch ohne Netzverbindung genutzt werden kann“, sagt Tielbaar. Sämtliche zur Kontrolle notwendigen Daten sind offline auf dem Tablet verfügbar. Sobald wieder eine Internetverbindung verfügbar ist, werden die Bestände dann aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Das Disponenten-Modul hingegen richtet sich vorzugsweise an Sachverständigenbüros und ist ein serverbasiertes Backend-System zum Management beliebig vieler, parallellaufender Erfassungs- und Kontrollprojekte. Das Modul bietet darüber hinaus den bidirektionalen Online-Datenaustausch zwischen dem eigentlichen Baumkataster und den auf mobilen Tablets zu kontrollierenden Baumdaten.

„Als wichtige Serverkomponente in EMB fungiert das Kataster“, berichtet Tielbaar. „Es bietet neben der eigentlichen Datenhaltung ein Auskunfts- und Verwaltungssystem, mit dem alle Bäume und fallweise zugehörige Maßnahmen nach verschiedenen Selektionskriterien angezeigt werden können.“ Vor Ort durchgeführte Maßnahmen zu Bäumen können so auf „erledigt“ gesetzt und damit einhergehend die Wiedererlangung der Verkehrssicherheit der Bäume aktualisiert werden. „Dieses Modul ermöglicht so zum Beispiel Analysen der Baumbestände oder auch die Anlage neuer Aufträge für Kontrollen der Baumpflegearbeiten und der nächsten Routinekontrollen“, erklärt Tielbaar. Gefilterte und selektierte Bäume können in die Formate Excel und PDF exportiert werden.

Bislang wird EMB beispielsweise bereits von Hafenverwaltungen, BTÜB-Mitgliedern, Immobilienunternehmen, Kommunen und Baumerfassern genutzt. Wichtig für Hansa Luftbild ist es, sich als neutrale Instanz zwischen den Grundstückseigentümern und -bewirtschaftern einerseits und Baumpflegeunternehmen andererseits zu positionieren. „Auf diese Weise können wir treuhänderisch für unsere Auftraggeber unterwegs sein. Damit tragen unsere Kunden nicht das potenzielle Risiko einer Interessenkollision“, berichtet Tielbaar. „Die Auftraggeber müssen also nicht befürchten, dass wir den Baumbestand schlechter bewerten, nur um für Umsatz durch nicht notwendige Baumpflegemaßnahmen zu sorgen.“ Genau diesen Ansatz will Hansa Luftbild auch für andere dem Baumkataster verwandte Themen adaptieren. „In Zukunft wollen wir beispielsweise die Spielplatzkontrolle angehen“, verweist Tielbaar auf die interne Entwicklungs-Roadmap. (jr)

www.hansaluftbild.de

 

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Rechtssicher überwachen: Mobile Technik unterstützt Baumkontrollen https://www.business-geomatics.com/rechtssicher-ueberwachen-mobile-technik-unterstuetzt-baumkontrollen/ Wed, 18 Dec 2019 14:11:07 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8685 Mit den ARCHIKART-Softwarelösungen Baumverwaltung und Spielplatzverwaltung können Anwender Bäume und Spielplätze rechtssicher überwachen und die Daten bei Bedarf schnell ausspielen. Der Herbst ist überstanden – und mit ihm die für die Nachsommerzeit typischen Sturmtiefs. Den-noch: „Die Verkehrssicherheit von Bäumen bleibt ein brandaktuelles Thema“, weiß Jana Fritz, Fachberaterin Baum- und Grünflächenverwaltung bei der ARCHIKART Software AG. […]

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Mit den ARCHIKART-Softwarelösungen Baumverwaltung und Spielplatzverwaltung können Anwender Bäume und Spielplätze rechtssicher überwachen und die Daten bei Bedarf schnell ausspielen.

Der Herbst ist überstanden – und mit ihm die für die Nachsommerzeit typischen Sturmtiefs. Den-noch: „Die Verkehrssicherheit von Bäumen bleibt ein brandaktuelles Thema“, weiß Jana Fritz, Fachberaterin Baum- und Grünflächenverwaltung bei der ARCHIKART Software AG. „Auch im Winter können Bäume und auch Spielplätze natürlich von Wetterkapriolen – etwa Glätte, Schneeböen oder enormen Schneemengen – beeinflusst werden.“ Daher sei die Kontrolle und Überwachung des Gesamtzustandes und dabei insbesondere die Baumkontrolle eine durchgängige, wichtige Aufgabe, so die Fachberaterin.

Der Grund ist so einfach wie logisch: Sind einmal tatsächlich Schäden an Bäumen oder auf Spielplätzen aufgetreten, ist ein Nachweis von rechtssicher und regelmäßig durchgeführten Kontrollen erforderlich. „Mit unserem digitalen Baumkataster sind unsere Kunden dabei auf der sicheren Seite“, sagt Fritz. „Denn mit den ARCHIKART-Softwarelösungen Baumverwaltung und Spielplatzverwaltung können die Anwender schnell auf die geforderten Daten zugreifen – und somit den Nachweis erbringen, dass die Kontrollen ordnungsgemäß vollzogen wurden.“

Durch die mobile Kartenunterstützung mit Digitalisierfunktion lassen sich notwendige Standorterfassungen oder -anpassungen schnell und einfach durchführen. Foto: Archikart Software AG

Durch die mobile Kartenunterstützung mit Digitalisierfunktion lassen sich notwendige Standorterfassungen oder -anpassungen schnell und einfach durchführen. Foto: Archikart Software AG

Die Erfassung der Kontrolldaten erfolgt dabei mittels mobilem Endgerät und einer intelligenten Kontroll-App. „Neben der Verwendung von einem außen-diensttauglichen Notebook oder Handheld geht der Trend dabei seit einigen Jahren auch zur Nutzung von Tablet-PCs und Smartphones“, berichtet Fachberaterin Fritz. Aus diesem Grund bietet ARCHIKART entsprechende Apps an, die auf allen gängigen Mobilgeräten einsetzbar sind. Aktuelle Kataloge für Baumkontrollen nach FLL- oder Spielplatzkontrollen nach DIN 1176-Vorgaben werden zudem von den ARCHIKART-Softwarelösungen standardmäßig mitgeliefert.

„Dabei können Änderungen in der FLL (Baumkontrollrichtlinie, Anm. d. Red.) sowie Anpassungen an den frei definierbaren Kontrollmerkmalen jederzeit berücksichtigt werden“, erklärt Fritz. Auch lassen sich durch mobile Kartenunterstützung notwendige Standorterfassungen oder -anpassungen durchführen. Fritz ergänzt: „Der Nutzer profitiert durch unsere Softwarelösungen außerdem von einer Zeitersparnis durch die geringe Nachbearbeitung der Kontrollen.“

Wie mobile Baumkontrollen einfach und schnell durchgeführt werden können, zeigt ARCHIKART zudem im kostenfreien Webinar zum Thema „Vereinfachung von Baumkontrollen mittels App und Mobilgerät“, das auf der Unternehmenswebseite zu finden ist. (jr)

www.archikart.de

 

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Erfassung und Identifikation einzelner Bäume: Neue Perspektiven für Baumkataster https://www.business-geomatics.com/erfassung-und-identifikation-einzelner-baeume-neue-perspektiven-fuer-baumkataster/ Wed, 18 Dec 2019 14:09:14 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8682 Point Cloud Technology ermöglicht mit seinen Analyseverfahren die Erfassung und Identifikation einzelner Bäume aus großflächigen 3D-Punktwolken. Die Forstwirtschaft macht es bereits vor. Die Auswertung von 3D-Punktwolken aus Befliegungen mit Laserscannern ergänzt, beziehungsweise ersetzt sogar die Waldinventur. Die großen Datenbestände liefern Statistiken oder sogar Biomassebestimmungen von großflächigen Waldbeständen. Solche Vorteile der Digitalisierung können auch Kommunen bei […]

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Point Cloud Technology ermöglicht mit seinen Analyseverfahren die Erfassung und Identifikation einzelner Bäume aus großflächigen 3D-Punktwolken.

Die Forstwirtschaft macht es bereits vor. Die Auswertung von 3D-Punktwolken aus Befliegungen mit Laserscannern ergänzt, beziehungsweise ersetzt sogar die Waldinventur. Die großen Datenbestände liefern Statistiken oder sogar Biomassebestimmungen von großflächigen Waldbeständen. Solche Vorteile der Digitalisierung können auch Kommunen bei Baumkatastern und der Grünflächenbewirtschaftung nutzen. Moderne, KI-basierte Auswerteverfahren sorgen dafür, dass diese Massendaten in sehr hoher Qualität ausgewertet werden können. Genau dies leistet die Firma Point Cloud Technology GmbH (PCT) aus Potsdam. Deren seit etwa fünf Jahren entwickelte Technologie schafft im Kern eine KI-basierte Möglichkeit zur Auswertung, Analyse und Visualisierung von hochvolumigen 3D-Punktwolken.

Damit können Baumstandorte und dazugehörige Parameter automatisch für große Gebiete errechnet werden. Städte können so beispielsweise Informationen zu allen einzelnen Bäumen auf dem Stadtgebiet erhalten und diese dann in GIS- und Speziallösungen für das Baumkataster überführen. Wichtigen Kenngrößen wie die Baumhöhe, der Kronendurchmesser, die Baumdichteverteilung und zeitliche Veränderungen werden dabei mit generiert.

Punktwolke und daraus abgeleitete Baumstandorte: Point Cloud Technology ermöglicht es, über 90 Prozent der Bäume einer Stadt automatisiert zu erfassen. Foto: Point Cloud Technology

Punktwolke und daraus abgeleitete Baumstandorte: Point Cloud Technology ermöglicht es, über 90 Prozent der Bäume einer Stadt automatisiert zu erfassen. Foto: Point Cloud Technology

Zumal die erforderliche Datengrundlage der Anwendung, nämlich eine 3D-Punktwolke auf Basis von Airborne Laserscanning (ALS) oder Luftbildern (Image-Matching) der Stadtfläche, in der Regel vorhanden ist: Kommunen können sie einfach von den Landesvermessungsämtern beziehen, entweder als Open-Data oder im Rahmen von Vereinbarungen zu attraktiven Konditionen.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass mit der automatischen Auswertung über 90 Prozent aller Einzelbäume in urbanen Gebieten erfasst werden können. In Vorstädten kommen wir bei dichten Punktwolken sogar auf einen Wert von mehr als 95 Prozent“, stellt Dr. Rico Richter, Geschäftsführer von PCT, heraus. Dafür genügen Messdaten mit einer Dichte von fünf Punkten pro Quadratmeter. Stand der Technik sind inzwischen Daten, die mehr als 25 Punkte pro Quadratmeter besitzen.

Alle Bäume im Baumkataster

Folglich können Kommunen ihre Baumkataster automatisiert erstellen, vervollständigen oder prüfen. „Viele Bäume entlang von Straßen, etwa an Ausfahrtsstraßen oder in Parkanlagen und Wäldern, sind erfahrungsgemäß überhaupt noch nicht im System abgebildet“, beschreibt Richter. Auch der genaue Baumstandort spiele eine große Rolle, denn mit dem Verfahren können Bäume nach Angaben von PCT mit einer Abweichung von maximal wenigen Metern lokalisiert werden. Dazu pflegt PCT eine Zusammenarbeit mit Widemann Systeme GmbH aus Wiesbaden, deren webbasiertes Baumkataster IRIS die Bäume in einem mit der FLL Baumkontrollrichtlinie konformen Verwaltungssystem darstellt und die weitere Dokumentation der Kontrollgänge und benötigten Maßnahmen ermöglicht. Die automatisiert erfassten Baumstandorte stehen damit direkt im IRIS für die mobile Kontrolle zur Verfügung.

Moderne KI-basierte Auswertungen zu Bäumen sind darüber hinaus auch auf Basis von Luftbildern möglich und kommen ebenso zu verwertbaren Ergebnissen bei der Baumidentifikation. Die Punktwolken liefern jedoch auch Informationen zu der Baumhöhe, was zudem die Auswertung erleichtert. Zudem lassen sich auch Areale mit verschiedener Vegetation bestimmen. „Das Klassifizierungsverfahren ermöglicht eine zuverlässige und automatisierte Differenzierung von Gelände, Vegetation und Bebauung“, stellt der PCT-Geschäftsführer heraus. Als Beispiel lässt sich unter anderem die Analyse des Mikroklimas in Städten anführen, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ebenso können Areale für Neuanpflanzungen von Bäumen bestimmt und Konzepte für den Umweltschutz und die Anpassung an den Klimawandel entwickelt werden.

Das „100-Prozent-Baumkataster“ ist also vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels ein wichtiges Instrument. Für den Befall von Krankheiten können auch Einzelbäume oder verschiedene Areale dokumentiert werden – eine Krankenakte für den Einzelbaum gewissermaßen. Auch Planungen rund um die Bewässerung in Trockenphasen, wie sie besonders in den letzten beiden Sommern akut war, können so besser disponiert und dokumentiert werden. Ein weiterer Punkt ist die Aktualität. Vorausgesetzt, die Grundlagendaten wurden aktualisiert, ermöglicht die PCT-Technologie ein automatisches Change Management. Sprich: Gefällte oder einem Sturm zum Opfer gefallene Bäume werden automatisch ermittelt. Die Kommune hat somit auch ein Instrument, automatisiert ungenehmigte Fällarbeiten zu entdecken. (sg)

www.pointcloudtechnology.com

 

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ProOffice von AED-SYNERGIS: Schäden frühzeitig erkennen https://www.business-geomatics.com/prooffice-von-aed-synergis-schaeden-fruehzeitig-erkennen/ Wed, 18 Dec 2019 14:06:32 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8678 Die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH setzt für den Aufbau eines Baum- und Grünflächenkatasters auf ProOffice von AED-SYNERGIS. Auf den ersten Blick scheinen die Themen Wasserversorgung und Baumpflege nicht viel gemeinsam zu haben. Doch dieser Eindruck täuscht. Bei der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) hat man sich bereits Anfang 2019 dazu entschlossen, ein digitales Baum- und Grünflächenkataster anzuschaffen […]

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Die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH setzt für den Aufbau eines Baum- und Grünflächenkatasters auf ProOffice von AED-SYNERGIS.

Auf den ersten Blick scheinen die Themen Wasserversorgung und Baumpflege nicht viel gemeinsam zu haben. Doch dieser Eindruck täuscht. Bei der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) hat man sich bereits Anfang 2019 dazu entschlossen, ein digitales Baum- und Grünflächenkataster anzuschaffen – und damit das ohnehin im Haus genutzte WebGIS noch effizienter zu nutzen. Bereits seit 2011 nutzt die wvr WebOffice von AED-SYNERGIS als internes GIS-Auskunftssystem, seit 2015 ist darüber hinaus das AED-Liegenschaftskataster ProOffice ALKIS.buch zur Abfrage von Eigentümer- und Grundstücksdaten im Einsatz. Inzwischen greifen beim Versorgungsunternehmen rund 80 Nutzer täglich auf die Online-Anwendungen von AED-SYNERGIS zu – sowohl vom Büro aus als auch mobil im Außendienst.

Die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH ist im Besitz mehrerer hundert begrünter Grundstücke mit Wasserverteilungsanlagen. Hier eine sogenannte Brunnengalerie der wvr. Die begrünten Anlagen müssen auch auf ihre Verkehrssicherheit getestet werden. Dafür nutzt die wvr unter anderem das Baumverwaltungs-Modul von AED-SYNERGIS. Foto: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH ist im Besitz mehrerer hundert begrünter Grundstücke mit Wasserverteilungsanlagen. Hier eine sogenannte Brunnengalerie der wvr. Die begrünten Anlagen müssen auch auf ihre Verkehrssicherheit getestet werden. Dafür nutzt die wvr unter anderem das Baumverwaltungs-Modul von AED-SYNERGIS. Foto: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Dominik Russ, GIS-Administrator bei der wvr, ist also bereits seit mehreren Jahren mit den AED-Softwarelösungen vertraut. Über eine Empfehlung von AED-SYNERGIS wurde er schließlich auf die weiteren Möglichkeiten aufmerksam, welche die ProOffice-Anwendung der wvr bietet. So auch auf die Module Baumkataster und Grünflächenmanagement. „Die Verwaltung von Bäumen und Grünanlagen war bei der wvr ohnehin schon länger im Gespräch, da wir aufgrund unseres großen Versorgungsgebiets im Besitz mehrerer Hundert Grundstücke mit Wasserverteilungsanlagen sind“, berichtet der GIS-Administrator.

Wirtschaftlich sinnvoll

Damit sich die baulichen Anlagen harmonisch in das Landschaftsbild einfügen und der ökologische Ausgleich gewährleistet werden kann, sind diese wvr-Grundstücke begrünt. Die Kontrolle und Pflege der Bepflanzung sei deshalb, so Russ, nicht nur betreiberverantwortlich und verkehrssicherungstechnisch relevant, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung für das Unternehmen. Schäden an den Wasserverteilungsanlagen durch Wurzelwerke von Bäumen könnten beispielsweise frühzeitig erkannt und behoben werden, sofern eine gut organisierte Kontrolle der Pflanzen vorgenommen wird. Darüber hinaus soll die direkte Anbindung an das bereits vorhandene GIS und die dort hinterlegten Flächenangaben der Grundstücke zu einer höheren Genauigkeit bei der Rechnungsstellung für externe Dienstleister führen. „Grünflächen und damit verbundene Pflegeaufwände müssen nicht länger geschätzt werden, da alle Mitarbeiter jederzeit und überall auf dieselben Informationen zugreifen können“, erklärt GIS-Administrator Russ.

Die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz nutzt für das Monitoring ihrer Grünflächen und Baumbestände ProOffice von AED-SYNERGIS. Damit können die Anwender unter anderem Baumbestände auf einer Karte visualisieren. Foto: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz nutzt für das Monitoring ihrer Grünflächen und Baumbestände ProOffice von AED-SYNERGIS. Damit können die Anwender unter anderem Baumbestände auf einer Karte visualisieren. Foto: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Doch warum setzte die wvr auf die ProOffice-Lösung aus dem Hause AED-SYNERGIS? „Das hat einfach am besten zu uns gepasst“, sagt Russ. Die Anwendung sei bereits im Hause etabliert gewesen, die Bedienung einfach und selbsterklärend. „Durch die Anbindung an WebOffice war die Einarbeitungszeit für unsere Mitarbeiter sehr kurz. Zudem stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis“, berichtet der GIS-Administrator. „Die AED-SYNERGIS-Software bringt einige Funktionen mit sich, die wir gut in unsere Unternehmensprozesse einbinden konnten: Sie ist flexibel in der Anpassung an individuelle Kundenanforderungen, hat ein ausgeprägtes Rollen- und Rechtesystem sowie ein feingranulares Benutzercontrolling.“ Darüber hinaus konnte Russ für die Offline-Nutzung die bereits ausrangierten Panasonic Toughbook-Tablets wiederverwenden. „Neu aufgesetzt und aufgerüstet eignen sich diese durch ihre enorme Stabilität bestens für den Außendienst-Einsatz.“

Bäume einfach finden

Mit den ProOffice-Modulen Baumkataster und Grünflächenmanagement können Anwender außerdem erfasste Bäume über ein Baumnummernsystem und nach Grünanlagenstruktur erfassen, Baumbestände als eine Flächeneinheit behandeln und Objekte dank umfangreicher Filtermöglichkeiten einfach finden. Auch können Anwender Bäume in einer auf ArcGIS von Esri basierenden Karte sichtbar machen und damit räumliche Zusammenhänge erkennen. Darüber hinaus unterstützt die Lösung dabei, die erfassten Daten zu überblicken, diese als Bericht zu dokumentieren und auszuwerten.

Bleibt noch die Frage offen, wer die Softwarelösung bedienen und damit die Ersterfassung des Baumbestandes im wvr-Gebiet vornehmen wird. Russ berichtet: „Sobald die grundlegende Struktur der Datenbank festgelegt ist, soll die Bestandsdatenaufnahme ausgelagert werden. Externe Dienstleister werden dann mit den Mobilgeräten der wvr die Ersterfassung vornehmen.“ Die dafür notwendigen Investitionsmittel sind bereits im wvr-Haushalt für das Jahr 2020 berücksichtigt. „Damit steht einer zügigen Projektumsetzung Nichts mehr im Wege“, resümiert Russ. (jr)

www.aed-synergis.de

www.vertigis.com

 

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Mit Baumkatastern zur Green City https://www.business-geomatics.com/mit-baumkatastern-zur-green-city/ Wed, 18 Dec 2019 14:03:03 +0000 http://www.business-geomatics.com/bgx/?p=8675 Digitale Baumkataster auf Basis von GIS finden in Kommunen immer öfter Verwendung. Sie dienen nicht nur der Verkehrssicherung, sondern sind ein wichtiges Tool zur Entwicklung von nachhaltigen und resilienten Städten, bei denen Umwelt und Lebensqualität gleichermaßen im Fokus stehen. Eine nachhaltige Baumkontrolle bedarf zwingend weder eines mobilen digitalen Endgerätes noch einer speziellen Software, einem sogenannten […]

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Digitale Baumkataster auf Basis von GIS finden in Kommunen immer öfter Verwendung. Sie dienen nicht nur der Verkehrssicherung, sondern sind ein wichtiges Tool zur Entwicklung von nachhaltigen und resilienten Städten, bei denen Umwelt und Lebensqualität gleichermaßen im Fokus stehen.

Eine nachhaltige Baumkontrolle bedarf zwingend weder eines mobilen digitalen Endgerätes noch einer speziellen Software, einem sogenannten Baumkataster. Doch in vielen Städten kommen Grünflächenämter, Betriebshöfe und externe Baumpfleger kaum ihrer Arbeit nach. Die vergangenen trockenen Sommer haben den Stadtbäumen massiv zugesetzt, so dass der Krankheitsbefall stark zugenommen hat. Viele Bäume müssen gefällt werden.

Die aktuelle Lage sorgt dafür, dass die Vorteile einer digitalen Transformation auch im Themenumfeld des Stadtgrüns immer stärker in den Vordergrund rücken, vor allem beim Baumkataster, das systematische Daten zum Bestand und zum Zustand aller relevanten Straßenbäume liefert. Es dokumentiert nicht nur die für die Verkehrssicherungspflichten notwendigen und durchgeführten Maßnahmen, sondern bildet auch die Grundlage für eine Krankenakte der zuletzt stark beanspruchten Stadtbäume. Es beantwortet Fragen zur nachhaltigen Stadtplanung. Und es liefert die Planungsgrundlage für außerordentliche Maßnahmen rund um den Baumerhalt wie etwa die Bewässerung in extremen Trockenzeiten.

Beratung für entsprechende Lösungen

Folglich hat der Einsatz von Softwarelösungen gerade in den letzten Jahren einen gehörigen Schub erfahren. „Analoge Verfahren und selbstgestrickte Softwarelösungen können den heutigen Anforderungen nicht mehr standhalten und sind daher nicht mehr zeitgemäß“, sagt Gerhard Doobe, Leiter des Stadtbaummanagements in der Umweltbehörde der Stadt Hamburg. Insbesondere die politische Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema sei in den letzten Jahren stark angestiegen, so das Mitglied im Arbeitskreis Stadtbäume bei der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK).

Als Hamburg in den 1990er Jahren begann, ein digitales Baumkataster aufzubauen, war dies noch Pionierarbeit. Schon damals war die Karte das Grundprinzip des Baumkatasters. „Baumkontrolleure wollen unbedingt mit einer Karte arbeiten und haben daher meist auch Interesse, draußen mit einem möglichst großen Display unterwegs zu sein“, so Doobe.

Heute haben sich ausgereifte Lösungen am Markt etabliert, so dass keine Kommune mehr „von Null und in Eigenregie anfangen muss“, so Doobe, doch bei der Auswahl der passenden Lösung sei Sorgsamkeit gefragt. „Die Erfahrungen zeigen, dass ein in der Anschaffung kostengünstiges Produkt langfristig nicht die günstigste Lösung sein muss“, sagt Doobe. Entscheidend seien vielmehr die Anforderungen aus den jeweiligen Arbeitsabläufen. Die wichtigste Aufgabe bestehe für Kommunen darin, eine sehr genaue Bedarfsanalyse zu machen und daraufhin die Suche nach einem geeigneten Produkt aufzubauen. Erst dann seien beispielsweise Kosten und Nutzen abzuwägen und demnach die wirklich kostengünstigste Lösung zu bestimmen.

Darstellung der Spendenaktion „Mein Baum – meine Stadt“ in Hamburg. Die 2011 gestartete Aktion wird aufgrund des großen Erfolges weitergeführt. Bürger sehen auf der Karte, wieviel Spendengeld pro Baum notwendig ist, bis er gepflanzt werden kann. Foto: www.geoportal-hamburg.de

Darstellung der Spendenaktion „Mein Baum – meine Stadt“ in Hamburg. Die 2011 gestartete Aktion wird aufgrund des großen Erfolges weitergeführt. Bürger sehen auf der Karte, wieviel Spendengeld pro Baum notwendig ist, bis er gepflanzt werden kann. Foto: www.geoportal-hamburg.de

Vor allem sei die Grundstruktur wichtig. „Die Daten müssen frei verfügbar sein, das heißt vom System exportierbar und in weiteren Applikationen nutzbar“, so der Diplom-Biologe. Das sei zwar eigentlich eine Binsenweisheit, aber immer noch ein bei vielen Anschaffungen nicht ernstgenommener Punkt. Arbeitsabläufe sollten genau untersucht und dabei bestimmt werden, welche bestehen bleiben und welche angepasst werden sollen. „Wenn Produkte Arbeitsabläufe vorgeben, besteht das Risiko, die eigene Organisation an solche sogenannten Best Practices anpassen zu müssen“, sagt Doobe. Deshalb sei es wichtig, vorher alle Betroffenen ämter- und bezirksübergreifend an einen Tisch zu holen. Leider zeigen Beispiele in deutschen Großstädten, so Hamburgs Umweltbehörden-Chef, dass nacheinander mehrere Systeme angeschafft werden, deren Einführung und Einsatz dann aber scheitern.

Inzwischen bieten Systeme auch den Online-Einsatz an. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Offline-Fähigkeit, sprich die Möglichkeit, auch bei fehlendem Mobilfunkempfang Daten editieren zu können, die dann automatisch vom Programm aktualisiert werden, wenn wieder Verbindung vorhanden ist. Dieses Feature stellt zwar entwicklungstechnisch für die Softwareanbieter eine große Hürde dar, die aber zumindest von den größeren Anbietern für Baumkataster-Lösungen weitestgehend unterstützt wird. Genauso heiß diskutiert ist das Thema satellitenbasierte Ortung. Der Signalempfang in der Stadt und unter Baumkronen ist kompliziert und wird trotz fortschreitender GNSS-Technologie noch nicht durchgehend gewährleistet. Dennoch ist GNSS eine preiswerte Alternative zu anderen Verfahren der Baumkennung wie etwa mit RFID, die bisher eingesetzt werden.

Klimawandel verändert auch Baumkataster

Die Verkehrssicherungspflicht ist juristisch gesehen ein scharfes Schwert und setzt Kommunen unter Druck. Doch ein Baumkataster leistet mehr als nur die revisionsfeste Dokumentierung der Ergebnisse. Es ist auch ein zeitgemäßes Tool für die Diskussionen rund um nachhaltige, klimafreundliche Städte. „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ ist der Titel eines Weißbuchs Stadtgrün des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz aus dem Jahr 2017, in dem Städte dazu aufgefordert werden, die bestehende Stadtflora besser zu schützen und zu pflegen. Im Zuge des Klimawandels dienen Baumkataster auch dem Patienten Baum. „Man kann gewissermaßen zu jedem Baum eine Krankenakte anlegen“, so Doobe. Im Zuge der trockenen Sommer müssen insbesondere dieses Jahr viele Bäume gefällt werden, doch die Entscheidung, ob dies überhaupt notwendig ist, muss individuell getroffen werden. „So wird vermieden, dass mehr Bäume gefällt werden, als notwendig“, weiß Doobe. An dieser Stelle sei es auch sehr hilfreich, im Vorfeld die Öffentlichkeit zu informieren.

Derzeit gibt es noch keine bundesweite Statistik über das Absterben von Stadtbäumen in Deutschland. Experten wie etwa Somidh Saha vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) fordern daher auch die bundesweite Überwachung des Zustands städtischer Bäume und Wälder. Im Rahmen eines Interviews mit der ESKP (Earth System Knowledge Platform), der Wissensplattform des Forschungsbereichs Erde und Umwelt der Helmholtz-Gemeinschaft, regte er zudem an, alle Stadtbäume in einem digitalen Register zu führen, auch jene in privatem Besitz. Die Diskussion über die massiv steigenden Kosten, die mit solchen Ansätzen verbunden sind, wird derzeit jedoch nur unter vorgehaltener Hand geführt, nur vereinzelt gehört sie im Rahmen der Kommunalpolitik zur Tagesordnung. Sehr groß ist auch die Befürchtung, dass eine aufwändige Kontrollmethodik mit Einzelbaumdokumentation für Flächenbestände gefordert wird, was Kommunen unter massiven finanziellen Druck setzen würde.

Karten unterstützen Spendenaktionen

Es ist wünschenswert, dass sich Bürger auch mit der Vegetation in der Stadt identifizieren und dies gilt insbesondere für Bäume. Dazu ist es förderlich, wenn notwendiges Wissen über die Einzelbäume zur Verfügung steht. Viele Städte leiten aus ihrem Baumkataster auch ein webbasiertes Informationssystem für Bürger ab, das genau diesem Zweck dient. Die Aufgabe ist es, möglichst barrierefrei Informationen etwa über Alter, Höhe und Sorte zur Verfügung zu stellen. Wie dies auch bei speziellen Kampagnen sinnvoll eingesetzt werden kann, zeigt die Aktion „Mein Baum – meine Stadt“ in Hamburg. Im Rahmen der Bürger-Aktion, die im Hinblick der Umwelthauptstadt 2011 in der Hansestadt stattfand, wurden über 2.600 Straßenbäume gepflanzt.

Die Hamburger Grünverwaltung hatte bereits Ende der 90er Jahre ihr Stadtbaummanagement modernisiert und die Baumkontrollen neu ausgerichtet. Dies zeigte aber damals auch einen erheblichen Sanierungsstau im Hamburger Straßenbaumbestand. Die Stadt ist seit Jahren dazu veranlasst, die finanziellen Mittel genau zu evaluieren. Seit 2002 mussten Nachpflanzungen verschoben werden. Insgesamt fehlten in 2010 rund 2.600 Bäume.

Im Jahr 2011, als Hamburg Umwelthauptstadt war, sollte dieses Problem nachhaltig adressiert werden. Dazu wurde die Bürgeraktion „Mein Baum – meine Stadt“ ins Leben gerufen. Die Stadt selbst finanzierte die Pflanzung von 2.011 Bäumen, für die restlichen Exemplare wurden Bürger aufgefordert, mit Spenden zu unterstützen. Man geht von rund 2.000 Euro Kosten für eine Bepflanzung eines Stadtbaums aus.

Dabei konnte in Hamburg ein eigener Wunschbaum im Internet ausgewählt werden, wo die Spendenbäume auf einer interaktiven Karte veröffentlicht wurden. „Alle Bürger wollten ‚ihren‘ Baum haben, dafür hat das Baumkataster im Web wichtige Dienste geleistet“, so Doobe. Man sah auch, wieviel Geld jeweils bis zu den notwendigen 500 Euro pro Baum fehlte und konnte dann gezielt spenden. Ende des Umweltjahres hatten die Hamburger rund 300.000 Euro für neue Bäume gespendet. Damit konnten 600 zusätzliche Straßenbäume gepflanzt werden, denn sobald 500 Euro auf einem Standort eingegangen waren, übernimmt die Stadt den Rest und garantierte so die Pflanzung. Die Baumpflanzaktion in Hamburg wird wegen ihres großen Erfolges auch in den kommenden Jahren fortgesetzt und soll ein fester Bestandteil der Grünunterhaltung mit Bürgerbeteiligung bleiben. (sg)

www.hamburg.de

 

Der Beitrag Mit Baumkatastern zur Green City erschien zuerst auf Business Geomatics.

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