INTERGEO 2023 Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/intergeo-2023/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Wed, 18 Oct 2023 12:22:19 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png INTERGEO 2023 Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/intergeo-2023/ 32 32 grit: Was ist ein gTainer? https://www.business-geomatics.com/was-ist-ein-gtainer/ Fri, 15 Sep 2023 08:46:09 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19050 grit stellt seine Entwicklungen seit Jahren auf die Füße der Container-Technologie. Damit versorgt das Unternehmen verschiedene Anwendungsfelder der Geoinformatik.

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grit stellt seine Entwicklungen seit Jahren auf die Füße der Container-Technologie. Damit versorgt das Unternehmen verschiedene Anwendungsfelder der Geoinformatik.

Halle 25 | Stand D25.02

2013 erschien erstmals Docker, eine freie Software, die eine neue Art der Bereitstellung von Anwendungen ermöglicht hat. In IT-Maßstäben gedacht ist Docker also schon mehrere Generationen alt. Seitdem hat die Containerisierung von Software große Fortschritte gemacht. Doch Container stellen Entwickler und Betreiber auch vor neue Aufgaben. Diesen stellt sich der GIS-Spezialist grit GmbH seit Jahren. Im Mittelpunkt des Angebots stehen die gTainer Lösungen.

Die Container-Revolution

Die Idee, Software in Container zu packen, resultierte aus dem Wunsch, die Abhängigkeiten einer Anwendung von ihrer IT-Umgebung aufzulösen. Der Container enthält alle von der Anwendung benötigten Ressourcen einschließlich des Betriebssystems und ist so unabhängig von der übrigen IT-Infrastruktur. Darüber hinaus haben Container technische Vorteile, die eine effizientere Nutzung der Ressourcen erlauben. Der Betrieb der Anwendung wurde daher stabiler, sicherer und effizienter.

Nun ergab sich ein neues Problem: Da jede Anwendung ihren eigenen Container bekam, war eine Vielzahl von Containern zu verwalten. Die nächste Entwicklungsstufe umfasste daher Software, mit denen diese Container-Landschaften administriert und orchestriert werden konnten. Sehr bekannt ist das von Google als Open Source angebotene System Kubernetes.

Betrieb vs. Entwicklung

Die Technik führte so zu einem grundlegenden Paradigmenwechsel beim Betrieb und der Entwicklung von Anwendungen. Durch den Einsatz von Containern kann sich der Softwarebetrieb von den individuellen Erfordernissen der Anwendung lösen. Er handhabt nach außen uniforme Container, die schneller bereitgestellt und nach Bedarf skaliert und verschoben werden können.
Die Softwareentwicklung hingegen kümmert sich nicht nur um die Programmierung der Anwendung, sondern verantwortet nunmehr auch die Abstimmung und Bereitstellung der Ressourcen sowie die Herstellung des Containers – also einen Aufgabenbereich, der bisher dem Softwarebetrieb vorbehalten war.

Das Unternehmen grit bezeichnet seine Container auch “gTainer” (grit-Container). Damit will es klarstellen, dass es für den ganzen Container gerade steht, nicht nur für die Anwendung. Quelle: grit GmbH

Container schonen daher prinzipbedingt nicht nur Personal-, sondern auch technische Ressourcen, da der Kernel des Betriebssystems gemeinsam genutzt wird und nicht genutzte Ressourcen anderen Container zugeordnet werden können.

SBOM, CI/CD, GitOps, LTS

Container mögen von außen gleich aussehen, aber das Innenleben ist sehr unterschiedlich. Es gibt eine Reihe vorkonfektionierter Container, in die hinein die jeweilige Anwendung „deployed“ wird. Aber wer kontrolliert, welche Bestandteile der Container und welche Versionen die einzelnen Komponenten haben? Genau an dieser Stelle setzt der grit-Ansatz an.

„Die Zusammenstellung und Konfiguration der Softwarekomponenten muss stimmen, die Lizenzmodelle der Softwarekomponenten müssen zueinander passen und natürlich müssen die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit der Quellen gewährleistet sein, auch und insbesondere bei Open Source-Software“, sagt Brit Schnegelsberg, Geschäftsführerin der grit GmbH. Daher sei die Nutzung von Containern Vertrauenssache.
Deshalb nennt grit ihre Container auch “gTainer” (grit-Container). Damit will das Unternehmen klarstellen, dass es „für den ganzen Container gerade steht, nicht nur für die Anwendung“, so Schnegelsberg. Ein gTainer beruhe auf vielen Jahren Erfahrung sowie auf hochprofessionellen Arbeitsweisen. So verwendet grit bevorzugt Docker Official Images sowie Long Term Support-Versionen (LTS) der Komponenten, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Ein gTainer wird mit einer Software Bill of Materials (SBOM) sowie einer Manifestdatei ausgeliefert, in der gemäß BSI-Standard die Netzwerkverbindungen beschrieben werden. Er wird einem Vulnerability Scan unterworfen und erst nach bestandenem Test über eine automatisierte CI/CD-Pipeline unter entsprechender Nutzung von GitOps-Prozessen ausgeliefert.
gTainer erfüllen eine weitere Anforderung: „Geo-IT ist keinesfalls so ‘selbsterklären‘ wie andere Domänen“, so Schnegelsberg. Entwickler müssen die Anforderungen des Kunden ebenso gut kennen wie die Eigenschaften der jeweils genutzten Software. Erst dann könne der Container so gebaut werden, dass ein skalierbarer und sicherer Betrieb – On-Premise oder Off-Premise durch grit – wirklich möglich ist.

Beispiele aus Thüringen

Das Unternehmen grit legt Wert darauf, dass es die Domäne und die Herausforderungen der Kunden sehr gut kennt, langfristige Kundenbeziehungen pflegt und dieses Verhältnis auch bei Konzeptionierung und Entwicklung der Lösungen pflegt.
Ein Beispiel hierfür ist der „Thüringen Viewer” des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft. Der Thüringen Viewer wurde auf Basis des Masterportals entwickelt.

Mit der Weiterentwicklung wurde auch das Betriebskonzept geändert: Der Thüringen Viewer wird containerisiert betrieben. Die Containerisierung ermöglicht zudem ein flexibles Baukastenprinzip. „So wurde beispielsweise ein standardisierter Masterportal-Container entwickelt, dem während der Erstellung individuell Masterportal-Add-Ons hinzugefügt werden können“, beschreibt Schnegelsbberg.
Die zusammen mit dem Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (TLBG) entwickelte Katasterauskunft “ONLIKA” ist ebenfalls auf der Basis des Masterportals entstanden. Sie ist nicht nur an die Service-Plattform angebunden und ermöglicht so eine Authentifizierung über das Service-Konto, sondern verfügt über eine moderne Benutzeroberfläche, die viele Funktionen bereithält, u.a. die Suche von Flurstücken nach Geometrie, eine Personensuche, Bestellmöglichkeiten amtlicher Nachweise und ALKIS-Auszüge. Die Lösungen sind alle Open Source und entsprechend lizenzkostenfrei.

Universeller Ansatz

Doch nicht nur deegree.PRO und Masterportal samt Add-Ons finden sich in gTainern wieder: Auch die xPlanBox oder MapServer werden von grit entsprechend “verpackt” und lieferfertig bereitgestellt. „Mit dem Konzept eines gTainers schafft die grit ein Angebot, das allen Behörden einen einfachen, effizienten und sicheren Zugang zu einer Technologie eröffnet, welche die Bereitstellung von Fachverfahren im Rahmen des OZG revolutioniert hat und entsprechend zukunftsweisend ist“, fasst Schnegelsberg zusammen.

www.grit.de

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Zoller + Fröhlich: Die Zukunft der digitalen Realität https://www.business-geomatics.com/die-zukunft-der-digitalen-realitaet/ Fri, 15 Sep 2023 08:34:42 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19046 Zoller + Fröhlich zeigt neue Lösungen für Mobile Mapping. Dabei wird der firmeneigene Anspruch an die High-end-Präzision der Datenerfassung beibehalten.

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Zoller + Fröhlich zeigt neue Lösungen für Mobile Mapping. Dabei wird der firmeneigene Anspruch an die High-end-Präzision der Datenerfassung beibehalten.

HALLE 25 | STAND C25.53

Der Begriff „Digitaler Zwilling“ hat sich in verschiedenen Branchen etabliert und verfolgt das ehrgeizige Ziel, die physische Welt in digitaler Form abzubilden. Diese Transformation gilt bisher als zeitaufwendig und kostenintensiv. Die alleinige Aufnahme würde viele Jahre in Anspruch nehmen, die Aktualisierung wird vermutlich eine Ewigkeitsaufgabe werden, denn ohne Digitale Zwillinge sind die meisten Geschäftsprozesse und technischen Abläufe überhaupt nicht realisierbar.

Der Z+F PROFILER 9020C auf einer Mobile Mapping Plattform. Quelle: Zoller & Fröhlich GmbH

Daher ist es von entscheidender Bedeutung, effiziente Wege zu finden, um diese Realität zu digitalisieren. Mobile Mapping ist dafür ein entscheidendes Instrument. Mit verschiedenen Trägersystemen können Umgebungen schneller und kostengünstiger erfasst werden als mit statischen Lösungen. Allerdings muss unter der Bewegung auch die notwendige Datenqualität gewährleistet werden.

Zudem sind mobile Systeme meist an bestimmte Plattformen gebunden. Um hier mehr Flexibilität zu gewährleisten, hat die Zoller + Fröhlich GmbH neue Produkte entwickelt. „Der Anspruch ist kein geringerer als eine maximale Flexibilität zwischen den Systemen zu schaffen und gleichzeitig sehr hohe Genauigkeiten zu erreichen, die bisher bei mobilen Messungen nicht möglich waren“, sagt Steffen Oesterle von dem Unternehmen aus Wangen im Allgäu. Hier stelle die Vielseitigkeit der Anwendungen eine große Herausforderung dar. Die Voraussetzungen in einer Industriehalle zu scannen seien grundverschieden von den Umgebungsbedingungen auf Straßen oder auf Schienen. „Daher müssen Lösungsansätze, die Zoller + Fröhlich mit den Systemen Z+F FlexScan und Z+F PROFILER anbietet, auf die Unterschiedlichkeiten angepasst sein“, ergänzt der Software-Entwickler, Franz Härt.

Mobile Mapping SLAM-Plattform

Genauigkeit erfordert oft statische Scans aus verschiedenen Blickwinkeln. Mobile Lösungen hingegen konzentrieren sich auf die Erfassungseffizienz. Die Z+F FlexScan-Plattform von Zoller + Fröhlich soll die Vorteile statischer Scans mit der Effizienz mobiler Systeme vereinen. „Dies ist ideal für zeitkritische oder groß angelegte Projekte in den Bereichen Architektur, Facility Management, Prozessindustrie, Kulturerbe und Forensik“, sagt Christoph Held, Applikationsingenieur für mobile Anwendungen bei Zoller + Fröhlich.
Die Flexibilität des Z+F FlexScan 22 ermöglicht den Einsatz auf verschiedenen Trägersystemen, sei es als Rucksack für schwer zugängliche Gebiete, auf fahrbaren Systemen für einfachere Umgebungen oder auf Stativen für statische Scans. Das System verfügt über eine Panoramakamera, um mobile Scandaten farblich darzustellen, und bietet eine nahtlose Integration in die Software Z+F LaserControl oder den Export in Standardformate für Drittsoftware.

Die Vermessungsgenauigkeit des Z+F FlexScan 22 profitiert von der Qualität des statischen High-End-Scanners Z+F IMAGER 5016 und erreicht im SLAM-Ergebnis nach Angaben des Herstellers eine Genauigkeit von bis zu 2,5 mm. Mit 10.000 Punkten pro Scanprofil werden feinste Details in 3D-Darstellungen erfasst, und durch die Hinzufügung von Kontrollpunkten können auch höchste Genauigkeitsanforderungen erfüllt werden.

Der mobile 2D-Laserscanner mit integrierten Kameras

„Der Z+F PROFILER 9020C ist ein 2D-Laserscanner, der flexibel auf unterschiedlichsten mobilen Plattformen installiert werden kann, die für Straße und Schiene vorgesehen sind. Zudem ist er der weltweit erste mobile 2D-Laserscanner mit integrierten Kameras“, so Markus Mettenleiter, Entwicklungsleiter bei Zoller + Fröhlich. Mit vier 5-Megapixel-Kameras, die den gesamten 360°-Scanbereich abdecken, können farbige Punktwolken ohne externe Kameras generiert werden. Die Aufnahmen zeichnen sich durch hohe Farbtreue und einen hohen Dynamik-
umfang aus.

Die Installation ist einfach und erfordert nur ein USB-3-Kabel für die Datenübertragung und Steuerung. Weniger Kabel bedeuten weniger Fehleranfälligkeit und mehr Datensicherheit. Die Kameras sind vollständig kalibriert und perfekt auf den Scanner abgestimmt, was die Genauigkeit weiter verbessert. Der Z+F PROFILER 9020C liefert 267 Profile pro Sekunde, 2 Millionen Punkte pro Sekunde, besitzt eine Reichweite von 182 Metern und ein 360°-Sichtfeld.

Fazit

Zoller + Fröhlich ist überzeugt, dass Mobile Mapping die Zukunft der digitalen Realität gestalten kann. Flexibilität und Genauigkeit bei mobilen Messungen gehören zu den Leitideen für die Entwicklung neuer Produkte. Die neuen Lösungen des Unternehmens, darunter der Z+F FlexScan 22 und der Z+F PROFILER 9020C, ermöglichen eine effiziente und präzise Erfassung von Umgebungen in verschiedenen Anwendungsbereichen. „Diese Entwicklungen tragen dazu bei, den Digitalen Zwilling unserer Welt Schritt für Schritt zu verwirklichen und neue Möglichkeiten für Forschung, Planung und Innovation zu eröffnen“, so Dr.-Ing. Christoph Fröhlich, Geschäftsführer von Zoller + Fröhlich.

www.zofre.de

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GGS: Integrierte Sensorsysteme https://www.business-geomatics.com/integrierte-sensorsysteme/ Fri, 15 Sep 2023 08:02:20 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19042 GGS stellt die neusten Lösungen für die luftgestützte Vermessung vor. Neben Multi-Sensor-Integration gibt es erste Entwicklungen für eine Smart–Gimbal Generation.

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GGS stellt die neusten Lösungen für die luftgestützte Vermessung vor. Neben Multi-Sensor-Integration gibt es erste Entwicklungen für eine Smart–Gimbal Generation.

Intergeo: Halle 1.2 | Stand B1.036

Bei dem Unternehmen GGS GmbH aus Speyer gibt es am Messestand verschiedene Entwicklungen für integrierte Sensorsysteme zu sehen. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung von Gesamtsystemen für die luftgestützte Vermessung spezialisiert. Auf der INTERGEO stellt das Unternehmen dabei nicht nur seine beiden Produktfamilien OIS (Oblique Imaging System) und SAM (System for Aereal Mapping) vor, die Lösungen in unterschiedlichsten Leistungsgrößen- und Gewichtsklassen darstellen. Kunden können dabei entweder auf die Standardkonfigurationen zurückgreifen oder kundenindividuelle Bestellungen in Auftrag geben. „Etwa die Hälfte aller Kunden entscheidet sich dabei für Letzteres“, berichtet Kemper. Diese reichen von leichten Änderungen gegenüber dem Standard und gehen hin zu völlig neuen Entwicklungen. So hat die Firma Siemens beispielsweise eine Lösung für das Korridor-Mapping bestellt, bei dem insgesamt 12 Sensoren verbaut waren, davon auch 5 * 100 MP metrische Kameras, LiDAR, Corona- und Thermalsensoren.

Customized- und Standard-Produkte

Die OIS-Produkte erfassen zusätzlich Schrägaufnahmen. „Die Nachfrage steigt hier rasant“, sagt Kemper. Vor allem sei den Auftraggebern inzwischen bewusst, dass die Erfassung von Daten in einem einzigen Flug Befliegungen wesentlich effektiver macht. Mit den Schrägaufnahmen gewinnt man Informationen über die Fassaden, Nadir-Bilder liefern präzise Ortho- und True-Orthophotos für Kartierungszwecke, Nahinfrarotdaten zum Umweltmonitoring und Thermaldaten, die von Sonneneinstrahlung und Stadtklima beeinflusst werden. Die Lösungen der OIS-Familie beinhalten immer die Update-Möglichkeit.

Die Kamera OIS-XL++ WA im Einsatz in Taiwan. Die neue Kamera ermöglicht die flexible Einstellung des Aufnahmewinkels. Quelle: GGS

Das Flaggschiff der Familie ist die OIS. XL++, die bei der 3D-Erfassung Daten über 5-Band ermöglicht, inklusive Umweltüberwachung mit NDVI-, CIR- und Thermaldaten. Dies liefert Informationen über das Stadtgrün und dessen Auswirkungen auf das Stadtklima.
Eine neue Entwicklung, die GGS auch mit auf die INTERGEO nach Berlin bringt, ist das OIS-XL++ WA. WA steht für Wide Angle und bezeichnet die Möglichkeit bei den Oblique-Kameras, den Aufnahmewinkel zu verstellen. „Je nachdem, ob Beflieger auf die 3D-Modellierung oder auf hochaufgelöste Orthofotos fokussieren, kann dabei der Winkel verstellt werden“, sagt Kemper. Dies erhöht die Flexibilität bei der Anwendung. So kann beispielweise auch die Aufnahmebreite für das Korridor-Mapping anforderungsgerecht eingestellt werden. Ein erstes System hat GGS dieses Jahr bereits nach Taiwan ausgeliefert.

Ein weiteres Beispiel für eine Neuentwicklung ist eine Lösung für die Firma Swissdrones für deren benzingetriebenen VTOL (vertical take-off and landing) System, das bei einer Payload von bis zu 40 Kilogramm drei Stunden Flugzeit ermöglicht.

Die GGS-Lösung hat einen Riegl-Laserscanner (VUX120 Lidar) und eine PhaseOne-Kamera (IXM-100) integriert. „Die Kombination von LiDAR-Scanner und Kamera gehört seit ein paar Jahren zu den am meisten nachgefragtesten Aufgabenstellungen“, sagt Kemper. In dem Fall kommt sie in Australien für ein Korridor-Mapping-Projekt zum Einsatz, das von der Firma Explorate durchgeführt wird. „Das System kann BVLOS-Fliegen, also außerhalb der Sichtweite, was in Europa grundsätzlich nicht erlaubt ist. Derzeit realisiert GGS ein Projekt in Ungarn, bei dem sogar zwei Laserscanner und eine Kamera integriert werden. Durch die Hohe Traglast gibt es zwar Einschränkungen bei der Flugzeit, „in diesem Projekt liegt der Schwerpunkt aber auf hoher Auflösung, was mit dieser Konfiguration perfekt möglich ist“, so Kemper.
Nicht zuletzt aufgrund der hohen Anzahl an Flugzeug-Typen, die heute für Vermessungsaufgaben eingesetzt werden (können), ergeben sich viele Aufgabengebiete für GGS. In Indien kommt beispielsweise ein adaptiertes SAM auf einem Helikopter zum Einsatz. Die Lösung nennt sich SAM.MM. MM steht für Meeker Mount, ein aus den USA stammender Standard für Helikopter-Mounts. „Je nach Land und Region sind die Unterschiede an die Systeme unterschiedlich, in Indien beispielsweise gibt es viele Helikopter“, beschreibt Kemper den Hintergrund des Projekts.

Smart Gimbals

Als einen kommenden Trend beschreibt GGS Smart Gimbals. „Das ist einer der nächsten großen Innovationen in der luftgestützten Photogrammetrie der nächsten Jahre“, ist Kemper überzeugt. Sie bezeichnen Aufhängungssysteme für Sensorsysteme, bei denen die Ausrichtung der Sensoren automatisch nachgeführt wird. So kann die Kamera beispielsweise bei einer Korridorvermessung einer Leitungstrasse beim Vorbeiflug automatisch ein Objekt verfolgen – etwa einen Strommast –, um ein genaues 3D-Modell zu erstellen. Bisher gibt es solche Smart Gimbals für Vermessungsaufgaben nur in prototypischen Versuchsanordnungen. „Die Anfragen in diesem Bereich steigen aber stark an und es ist davon auszugehen, dass man in den nächsten Jahren von immer mehr Anwendungen hören wird“, sagt Gerhard Kemper. Auch dazu gibt es Informationen am Messestand, vor allem zu ersten Projekten, die das Unternehmen durchführt.

Erste Projekte dieser Art hat GGS bereits gestartet, etwa bei der Nutzung eines Luftschiffes für photogrammetrische Aufgaben. Ebenso gebe es Anfragen von Fernleitungsbetreibern. Bei dieser Entwicklung kommt es darauf an, das mechanische, elektrische und softwaretechnische System perfekt aufeinander abzustimmen“, beschreibt Kemper, das genau ist die Kernkompetenz von GGS.

Die Gimbaltechnologie kommt mittlerweile aber auch auf Feuerwachtürmen mit 6 Farbkanälen zum Einsatz um automatisch Feuer oder Rauchsäulen zu detektieren und zu lokalisieren. Hierzu wird mit Universitäten an einer KI gearbeitet.

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VertiGIS auf der INTERGEO auch mit Live-Demos https://www.business-geomatics.com/vertigis-auf-der-intergeo-auch-mit-live-demos/ Wed, 27 Sep 2023 10:35:40 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16202 VertiGIS ist mit einem großen Messestand (G27.40) auf der INTERGEO in Berlin vertreten. Das Unternehmen zeigt Lösungen aus den Bereichen Cloud & SaaS, Landmanagement, Raumplanung, Management von Netzinfrastrukturen, Facility und Asset Management sowie smarte Lösungen für digitale Zwillinge. Außerdem ist die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenStadtBauWohn) mit einer eigenen Demoposition am Stand […]

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VertiGIS ist mit einem großen Messestand (G27.40) auf der INTERGEO in Berlin vertreten. Das Unternehmen zeigt Lösungen aus den Bereichen Cloud & SaaS, Landmanagement, Raumplanung, Management von Netzinfrastrukturen, Facility und Asset Management sowie smarte Lösungen für digitale Zwillinge. Außerdem ist die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenStadtBauWohn) mit einer eigenen Demoposition am Stand der VertiGIS und zeigt live den VertiGIS Managed Service für das AFIS-ALKIS-ATKIS-Verfahren in der Open Telekom Cloud (OTC). VertiGIS ist auch mit mehreren Beiträgen Vortragsprogramm auf der Stage und auf der Conference dabei:

Dienstag, 10:00 – 11:30 Uhr, Stage 1 (Halle 1.2):

Hubert Fünfer: „Das Katasteramt in der Cloud – Managed Services effizient und BSI-konform“

 

Dienstag, 17:00 – 18:00 Uhr, Conference-Raum II:

Elmar Happ: „Digitale Souveränität für die Lösungen des amtlichen Vermessungswesens“

 

Donnerstag, 10:00 – 11:00 Uhr, Stage 2 (Halle 5.2):

Christopher Schäfer: „Effiziente Bereitstellung von Urban Twin Daten“

 

Donnerstag, 13:30 – 14:15 Uhr, Stage 2 (Halle 5.2):

Sören Matthies: „Mobile Datenerfassung in der Bodenschätzung für die sächsische Finanzverwaltung“

 

Donnerstag, 14:15 – 16:15 Uhr, Stage 2 (Halle 5.2):

Malte Rabels: „BIM & GIS Daten für Spatial Asset Management“

 

Zur Planung des Besuchs hat VertiGIS eine spezielle Webseite veröffentlicht.

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AKG: Kreative Wege bei Böschungen und Querprofilen https://www.business-geomatics.com/akg-kreative-wege-bei-boeschungen-und-querprofilen/ Thu, 21 Sep 2023 11:25:16 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16158 Bei der anspruchsvollen Planung eines Gewerbegebiets in Siegen setzt Fischer Teamplan Ingenieurbüro auf das CAD-Planungssystem VESTRA INFRAVISION von AKG Software.

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Bei der anspruchsvollen Planung eines Gewerbegebiets in Siegen setzt Fischer Teamplan Ingenieurbüro auf das CAD-Planungssystem VESTRA INFRAVISION von AKG Software.

Die Stadt Siegen plant im südlichen Stadtgebiet die Ausweisung neuer Gewerbeflächen im Leimbachtal. Bei der 26,8 Hektar großen Erweiterung des bereits fertiggestellten Gewerbegebietes Martinshardt I ist bemerkenswert, dass das Bebauungsplangebiet auf der nördlichen Bergflanke der Eisernhardt liegt und damit den enormen Höhenunterschied von 80 Metern zwischen den Gebietsenden hat. Zudem muss ein zentrales Parkhaus im Gewerbegebiet untergebracht werden.

Eine „klassische“ Erschließung machte daher wenig Sinn. Die letzten Endes präferierte Lösung wurde vom Vermarktungsgedanken gestützt: möglichst viel und möglichst ebene Fläche, die auch die Flexibilität zulässt, große Investments und Ansiedlungen von Gewerbe zu ermöglichen.

Visualisierungen des Großprojektes in Siegen. Grafik: AKG GmbH

Die zuständigen Planer Fischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH entwarfen eine sogenannte Plateaulösung mit 10 Plateauflächen und 15,44 Hektar vermarktungsfähigem Land. Die Böschungen, welche die Plateauflächen abfangen, sollten so wenig Fläche wie möglich einnehmen, aber dennoch eine gute Standsicherheit bieten. Aus diesem Grund wurden die Auftragsböschungen mit einem Bewehrten-Erde-System in 70° geplant.

Anspruchsvoll war auch der Massenausgleich, für den bereits in der Konzeptplanung ein feiner Detaillierungsgrad geschaffen werden musste. Das topografische Aufmaß des Urgeländes und punktuelle Ergänzungen aus den DGM1-Daten des Landes Nordrhein-Westfalen stellten die Planungsgrundlage dar. Um den Transport von Baustoffen durch das Stadtgebiet zu minimieren, sollte ein Oberflächenmodell der Planung mit den DGM-Daten des Urgeländes verschnitten werden. Die den meisten Planern bekannte Herausforderung bestand darin, den Achsbezug der Planungsdaten so zu wählen, dass in der weiteren Bearbeitung ein sinnvolles Gesamt-DGM aus den einzelnen Planungsdaten erzeugt werden konnte.

Erweiterungen in VESTRA INFRAVISION

Die Bearbeitung wurde mit dem Planungsprogramm VESTRA INFRAVISION auf der Basisplattform Autodesk Civil 3D durchgeführt. Aufgrund der besonderen Anforderungen wurde die Software in besonderem Maße „beansprucht“, beispielsweise wurde die Möglichkeit innerhalb VESTRA INFRAVISION genutzt, neue Querschnittbausteine zu erstellen. „Dies besitzt außerordentliches Potenzial, auch komplexere Planungsaufgaben effizient zu automatisieren. Wir bei Fischer Teamplan können festhalten, dass VESTRA eine anwenderfreundliche Planungssoftware darstellt, die nach Bedarf auch planerische Freiheiten lässt, Aufgabenfelder außerhalb der alltäglichen Infrastrukturplanung zu bearbeiten“, so Tim Schaaf, Straßenplaner bei Fischer Teamplan.

Konkrete Planungsschritte

Im Projekt erfolgte nach der Trassierung der Planstraßen die Höhenabwicklung der Plateaus. Mit dem Befehl „Schiefe Ebene“ wurde für jedes Plateau eine um 2,5 % geneigte Ebene als DGM erstellt. Mithilfe von drei Referenzpunkten wurde mit dem Befehl „Schiefe Ebene“ Neigung und Richtung der Trassen definiert. Die Berechnungsgrundlage für die Böschungsabwicklung bildeten die DGM-Modelle.

Als Nächstes wurden Querprofile in allen relevanten Achsen und Böschungsgrenzen gerechnet. „Da es einige Nachteile birgt, geplante Oberflächen auf dem Horizont „Gelände“ zu rechnen, wurde der freie „REB-Horizont 161“ für die DGM-Modelle der Plateaus gewählt. Aufgrund geometrischer Anforderungen, die seitens des Bodengutachters an die Böschungen beschrieben wurden, war ein individueller Böschungsbaustein erforderlich“, so Tim Schaaf.

Die Anforderungen an diesen Baustein waren wie folgt:
• Zielhorizont nach Benutzereingabe (automatische vertikale Richtungserkennung)
• Höhenunterschied der Bermen nach Benutzereingabe
• Bermenniveau auf festen Höhenwert (z. B. 330 m ü. NHN) – Höhe der Böschungen vom Berechnungspunkt ist variabel
• Neigungen nach Benutzereingabe
• Horizonte nach Benutzereingabe
• Rechnen einer Planumslinie für Bewehrungsmatten nach Benutzereingabe
• Ausgabe aller Punktverbindungen als 3D-Linie

Herausforderung Höhenplanung: Bei dem Gewerbegebiet ging es darum, die Flächen optimal auszulasten. Foto: AKG GmbH

Für die Massenberechnung wird ein DGM über die gesamte Planungsoberfläche benötigt. Der DGM-KunstkörperExport in VESTRA ermöglicht es allerdings nur, achsbezogene Oberflächendaten auszugeben. Die Lösung hierfür bestand darin, die zuvor konstruierten relevanten Querschnittdaten als 3D-Daten in den Modellbereich von Civil 3D zu übergeben. Anschließend musste der Datensatz mit den bekannten 3D-Zeichnungsfunktionen von VES- TRA und Civil 3D für die händische DGM-Erstellung aufbereitet werden. Das umfasste insbesondere die Fehleranalyse der Höhendaten sowie die händische Nacharbeitung der Ausrundungen und Anschluss- bzw. Anfangsbereiche von Querschnittdaten.

Die 3D-Zeichenobjekte wurden als Grundlage für ein DGM verwendet. Nachdem das Planungs-DGM für die Oberfläche erzeugt war, erfolgte auf gleiche Weise die Erstellung des Planums-DGM. Massenausgleich Mithilfe der VESTRA-internen Massenberechnung konnten der Abtrag über das Planums-DGM und der Auftrag mit Planungs-DGM im Vergleich zum Urgelände berechnet werden. Erwartungsgemäß wurde beim erstmaligen Vergleich kein Massenausgleich erreicht, da der Entwurf zunächst nur auf Grobschätzungen beruhte. Im weiteren Verlauf mussten nun die Berechnungs-DGM der Plateaus auf Grundlage von überschlägigen händischen Berechnungen so in der Höhe angepasst werden, dass in der Wiederholung ein Massenausgleich als Resultat erzielt werden konnte. Insgesamt sind 1,03 Mio. m³ Erd- und Felsabtrag zu erwarten, die homogenisiert aufgebracht werden sollen.

HALLE 27 | STAND 27.28

www.akgsoftware.de

www.fischer-teamplan.de

 

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ARC-Greenlab: BIM und GIS verbinden https://www.business-geomatics.com/arc-greenlab-bim-und-gis-verbinden/ Thu, 21 Sep 2023 11:07:20 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16139 Zur Wiederinbetriebnahme der historischen Berliner Siemensbahn hat ARC-Greenlab die Infrastruktur via 3D-Laserscanner vermessen und alle Informationen über ArcGIS GeoBIM zusammengeführt.

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Zur Wiederinbetriebnahme der historischen Berliner Siemensbahn hat ARC-Greenlab die Infrastruktur via 3D-Laserscanner vermessen und alle Informationen über ArcGIS GeoBIM zusammengeführt.

3D-Laserscan der Stützen des Stahlviadukts aus verschiedenen Perspektiven. Foto: ARC-GREENLAB GmbH

Das Laserscanning ist insbesondere bei der Vermessung von Infrastruktur eine sehr effiziente Technologie, bei der sich ein Teil des Arbeitsaufwandes in den Innendienst verschiebt. Dass Technik auch kosteneffizient sein kann, zeigt ein anspruchsvolles Vermessungsprojekt in Berlin. Die Hochbahnstrecke der Siemensbahn im Nord-Westen der Stadt wurde von Siemens & Halske als S-Bahn-Strecke gebaut, ist knapp 100 Jahre alt und seit 1980 stillgelegt. Der Streckenabschnitt soll im Zuge des Projektes „i2030“ im Jahr 2029 zum 100. Geburtstag der Siemensbahn wieder in Betrieb gehen. Daher sind Sanierungsmaßnahmen und ein barrierefreier Ausbau der Bahninfrastruktur nötig. Die Planung gestaltet sich als anspruchsvoll, da der zentrale Streckenabschnitt mit einer Länge von 4,5 km unter Denkmalschutz steht.

Im Auftrag der von der Deutschen Bahn beauftragten Ingenieurgemeinschaft Siemensbahn, bestehend aus der KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH und der Sweco GmbH, vermisst ARC-GREENLAB das markante historische Stahlviadukt rund um den Haltepunkt Wernerwerk auf einer Länge von 800 m. Auf Basis der Vermessungsdaten entstehen hochdetaillierte 3D-Bestandsmodelle (LOD 400) nach der BIM-Methodik. Dafür müssen die Modelle einzelne detaillierte Bauteile enthalten, die für die Werk- und Montageplanung, zur Fertigung sowie zur Ableitung von Kennwerten ausreichen.

Der Digitale Zwilling bildet die Grundlage für weitere Entscheidungs- und Planungsprozesse im Projektverlauf. Aufgrund des hohen Detailgrads können Kennwerte für die Fertigung von Bauteilen abgeleitet werden, etwa auch eine Kostenfeststellung der benötigten Ressourcen für die Sanierung.

Auf Basis des Projekts wird zudem eine ArcGIS GeoBIM Anwendung mit Verbindung zur Autodesk Construction Cloud (ACC) umgesetzt. Durch diese Verbindung von GIS und BIM können Infrastrukturprojekte in ihren räumlichen Kontext eingebunden werden. „Der ganzheitliche Blick mit ArcGIS GeoBIM ermöglicht allen Beteiligten eine transparentere und effektivere Kommunikation. So können Zeit eingespart, Kosten reduziert und die Nachhaltigkeit von Bauprojekten verbessert werden“, sagt Fabian Götzel, Teamleiter CAD & BIM bei der ARC-GREENLAB GmbH.

Vermessung des Stahlviadukts

Die Vermessungen begannen mit der Erstellung des Festpunktfeldes. Auf dem Boden des Baufeldes wurden alle 40 Meter Passpunkte angebracht und eingemessen. Das oberirdische Festpunktfeld auf den Bahnviadukten wurde dichter gespannt. Die Erfassung der 48 Teile des Stahlvia- dukts wurde mit dem Laserscanner Leica RTC360 ausgeführt und erfolgte sowohl auf dem Viadukt als auch darunter. Jede einzelne Stütze des stählernen Bahnviadukts musste aus sechs verschiedenen Richtungen gescannt werden, da viele zu erfassende Bauteile sonst nicht sichtbar gewesen wären. Zusätzlich wurden Empfangsgebäude und Treppen sowie der Bahnsteig mit Überdachung des Haltepunkts Wernerwerk mit diesem Verfahren erfasst. Insgesamt waren etwa 1.200 Scans nötig.

Mit der Software Leica Cyclone Register 360 wurden Scanner-Standpunkte verknüpft, Punktwolken georeferenziert und Messdaten in einer ReCap Projekt Datei (.RCP-Format) sowie im Leica-eigenen Format (.LGS-Format) exportiert und der Innendienstbearbeitung übergeben. Für die photogrammetrische Erfassung aus der Luft kommt die Drohne DJI Phantom 4 RTK zum Einsatz. Die Kabel- sowie Abwasserschächte wurden mit dem Tachymeter Leica TS16 vermessen. Die Auswertung der Tachymeterdaten erfolgte mit der Vermessungssoftware gl-survey von ARC-GREENLAB.

Hochdetaillierte BIM-Modelle

Im nächsten Schritt modellierten die technischen Zeichner mit dem Programm Revit 2022 Digitale Zwillinge der 8 bis 29 m langen und eingleisigen Bahnviadukte mit zwei Richtungsfahrbahnen auf Grundlage der Vermessungsdaten. Alle Bauteile wurden dabei akribisch mit dem Detailierungsgrad LOD 400 nach- gebildet. Die Besonderheit der Modellierung lag in der Idealisierung von Länge und Höhe der Eisenbahnviadukte, da sich der Stahl in den knapp 100 Jahren verformt hat. Zudem sind viele Bauteile direkt an den Stützenfußpunkten schwer einsehbar.

Parallel zur Modellierung wurde eine Dokumentation von Deformationen angefertigt und eine Kollisionsprüfung durchgeführt. Die fertigen 3D-Bestandsmodelle wurden dem Auftraggeber als IFC-Datei zur weiteren Planung bereitgestellt.

Übersicht für alle

Mit der Fertigstellung der 3D-Bestandsmodelle stehen die Grundlagen für eine ArcGIS GeoBIM-Anwendung bereit. Zunächst werden die Daten in ArcGIS Pro aufbereitet und anschlie- ßend in ArcGIS Online veröffentlicht. Im nächsten Schritt wird dort ein ArcGIS GeoBIM Projekt aufgesetzt und die projezierten und georeferenzierten Revit- und CAD-Dateien in eine Szene importiert.

Aus den Revit-Dateien werden Gebäude-Szenen-Layer-Pakete (.slpk) erstellt. „Um den räumlichen Kontext besser zu verstehen, wird eine Karte mit projektrelevanten Geodaten wie Flächennutzungsplänen, Bebauungsplänen, einem digitalen Geländemodell, 3D-OpenStreetMap-Daten, Projektplänen und ALKIS eingerich- tet“, sagt Janis Müller, Teamleiter GIS bei der ARC-GREENLAB GmbH.

Letztendlich ist das Projekt mit allen relevanten Daten in die ArcGIS GeoBIM Anwendung integriert und zur Verwendung bereit. Mit dem ArcGIS GeoBIM Viewer können sich alle Beteiligten eine Übersicht zum Projekt verschaffen. „Es wird schnell ersichtlich, wo die zu modellierenden Abschnitte liegen“, so Müller. Der Editor von ArcGIS GeoBIM dient zum Informationsaustausch. Anhand von vorgefertigten Notiz-Layern können Kommentare erstellt und Dokumente wie PDFs, Fotos, ZIP-Dateien und weitere angehängt werden.

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www.arc-greenlab.de

 

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Cyclomedia: Panorama der Stadt https://www.business-geomatics.com/cyclomedia-panorama-der-stadt/ Thu, 21 Sep 2023 10:58:24 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16136 Im Interview berichtet Thomas Homrighausen, Geschäftsführer von Cyclomedia, über die Trends rund um die Nutzung von 3D-Geodaten.

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Im Interview berichtet Thomas Homrighausen, Geschäftsführer von Cyclomedia, über die Trends rund um die Nutzung von 3D-Geodaten.

Seit das Unternehmen Cyclomedia 2015 in den deutschen Markt eingetreten ist, gab es eine dynamische Entwicklung. Begriffe wie Smart City oder Digitale Zwillinge haben sich inzwischen etabliert oder sind neu entstanden. Ebenso hat sich die Erfassungstechnologie erweitert. Heute entstehen hochaufgelöste 3D-Cycloramas mit einer LiDAR-Punktwolke und Street Orthos sowie daraus mittels KI abgeleitete Objektinformationen und ergeben in der Summe ein komplettes digitales Abbild der Stadt, eben einen Digitalen Zwilling. Jüngst hat die Cyclomedia Deutschland GmbH auch einen Wechsel in der Geschäftsführung bekannt gegeben: Ab dem 01. Oktober 2023 übernimmt Thomas Homrighausen das Amt des Geschäftsführers von Michael Arthen. BUSINESS GEOMATICS sprach mit dem Diplom-Geograph, der seit über 20 Jahren in der Geo-Informationsbranche in Beratung und Vertrieb aktiv ist, über aktuelle Entwicklungen.

Foto: Cyclomedia Deutschland GmbH


BUSINESS GEOMATICS: Mobilitätswende, Energiewende, neuer Städtebau, Infrastrukturmanagement Sicherheit, Events im Öffentlichen Raum: Der Straßenraum steht im Zentrum vieler gesellschaftlicher Megatrends. Verleiht dies Ihren Lösungen Rückenwind?

Ganz bestimmt: Der Digitale Zwilling von Cyclomedia hat sich in den vergangenen Jahren bereits als ein wesentlicher Baustein für Fragestellungen der ‚Smart City‘ etabliert. Über die Hälfte der deutschen Großstädte nutzen bereits unsere Services. Bei unseren Kunden werden unsere Lösungen ämter- sowie organisationsübergreifend eingesetzt. Viele Städte sind aktuell im ersten Schritt damit beschäftigt, den Status Quo als verlässliche Basis für die Bewertung von Handlungsoptionen zu dokumentieren. Unsere Lösungen helfen bei der schnellen und unkomplizierten Bestandsaufnahme der tatsächlichen Nutzung der Flächen im Straßenraum und der vorhandenen Infrastruktureinrichtungen. Das Potential der Lösungen ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Beschreiben Begriffe wie Smart City oder Digitaler Zwilling die Cyclomedia-Lösungen treffend?

Die Smart City ist vernetzt. Das beginnt bei den Akteuren: z.B. zwischen Verwaltung und den Ver- und Entsorgungsunternehmen oder den Infrastrukturanbietern. Durch das Cloud-Konzept von Cyclomedia und die Integrationen in Verfahren und Prozessen liefern wir einen entscheidenden Baustein dafür, dass alle Akteure einer Smart City einen einheitlichen Blick auf die digitale Realität erhalten. Damit ist es jedoch nicht getan. Beim ‚Digital Twin‘ rückt der Content zur Vernetzung der Objekte, sprich IoT, in den Vordergrund. Content können einerseits Informationen sein, die in Bestandskatastern vorhanden sind und deren Genauigkeit und Vollständigkeit über die automatisierten Inventarisierungen, die wir anbieten, verbessert und verifiziert werden. Andererseits kann Content aus Daten bestehen, die vollständig attribuiert mittels Methoden der KI aus 3D Cycloramas, LiDAR oder Street Ortho abgeleitet werden. Ich denke da z.B. an Realflächen, die eine Inventur der Nutzung und Beschaffenheit des Straßenraumes darstellen, oder Objekte wie Verkehrszeichen, Fahrbahnmarkierungen aus unserem Mobility-Paket oder Versorgungsschächte, Abläufe oder Verteilerschränke aus dem Utility-Paket.

Sind denn Kunden sofort im Klaren, wozu die Cyclomedia-Technologie im Stande ist?

Häufig sind es konkrete Initiativen, wie z.B. die Dokumentation der Radwege und deren Beschaffenheit oder die Planungsgrundlage für den Glasfaserausbau, die ein Projekt initiieren. Wir stellen aber fest, dass sich binnen kurzer Zeit die Nutzung unserer Lösungen auf vielfältige Anwendungsfelder ausweitet. Das liegt daran, dass sie intuitiv bedient und einfach in vorhandene GIS- oder Auskunftsportale integriert werden können. Ebenso sorgt der Austausch zwischen unseren Kunden und Interessenten, den wir z.B. gezielt auf unserem jährlichen Panoramatag oder Online-Events fördern, für Ideen und Anstöße. Wenn es für den Kunden wichtig ist, dann können wir die monetären Mehrwerte durch den Einsatz unserer Lösungen in den Prozessen einer Organisation auch durch eine unabhängige Unternehmensberatung bewerten lassen. Nach kurzer Zeit gibt es fast keine Abteilung, die nicht regelmäßig unsere Services nutzt.

Wie haben sich die Treiber für den Einsatz der Mobile-Mapping-Technologie geändert?

Als Cyclomedia im deutschen Markt aktiv wurde, war Mobile Mapping ein Technologie-Thema, das auf wenige Anwendungsfälle, wie z.B. den Straßenzustand, fokussiert war. Mittlerweile, getrieben durch die Megatrends Smart City und Digitaler Zwilling, geht es um Kollaboration, Mehrwerte und Nutzen in der bürgerzentrischen und lebenswerten Stadt, es geht um IoT, Stadtklima und Smart Mobility, um nur ein paar Themen zu nennen, mit denen sich unsere Kunden beschäftigen.

Ihr Unternehmen ist bereits seit mehr als 40 Jahren auf dem Mobile Mapping-Markt aktiv. Was hat sich in den letzten Jahren gewandelt?

Was die Daten angeht, so ist die Entwicklung rasant fortgeschritten: von einfachen Bildern mit stetig verbesserter Auflösung und immer höherer Präzision durch moderne Sensorik und die Integration von LiDAR-Daten. Aktuell ist die Objekterkennung durch Methoden der künstlichen Intelligenz ein treibendes Thema, bei dem wir in den nächsten Jahren noch große Entwicklungssprünge sehen werden. Die Frequenz der Erfassung erhöht sich mit der dynamischen Entwicklung der Städte immer weiter. Früher haben wir überwiegend Einzelprojekte gesehen. Heute steigt die Anzahl der Kunden, die ihre Daten jährlich aktualisieren, stetig. Der Bedarf an unterjähriger Aktualisierung wird immer häufiger diskutiert. Auch der Datenzugang hat sich signifikant verändert: während früher Mobile Mapping Daten fast ausschließlich einer kleinen Anwendergruppe in Expertensystemen zugänglich waren, nutzen unsere Services inzwischen alle Organisationsbereiche über Unternehmensportale wie das Masterportal mit großer Selbstverständlichkeit.

Wie werden die Daten von den Anwendern konkret genutzt?

Die meisten der Street Smart-User nutzen unsere Services täglich. Die Anwendungsfälle sind vielseitig und werden immer mehr. Die Art der Nutzung ist natürlich vom Aufgabenbereich der Person abhängig. Die Nutzung erstreckt sich über die einfache Visualisierung der Vor-Ort-Situation oder die Online-Abstimmung von Maßnahmen, Durchführung von präzisen Messungen und Digitalisierung von Objekten bis hin zur Integration in Rechnungsprüfungsprozesse, die Ermittlung des Versiegelungsgrads einer Stadt oder die Trassenplanung für den Breitbandausbau.

HALLE 25 | STAND A25.66

www.cyclomedia.com

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G&W: BIM und AVA gekoppelt https://www.business-geomatics.com/bim-und-ava-gekoppelt/ Thu, 21 Sep 2023 10:46:18 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16133 Dipl.-Ing. M. Danjes GmbH spart mit der Ankopplung des BIM-Prozesses an die AVA-Software California Zeit und arbeitet dabei präzise.

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Dipl.-Ing. M. Danjes GmbH spart mit der Ankopplung des BIM-Prozesses an die AVA-Software California Zeit und arbeitet dabei präzise.

Schon seit über zehn Jahren legt das Ingenieurbüro für wasserwirtschaftliche Aufgaben, die Dipl.-Ing. M. Danjes GmbH in Detmold, seine Projekte als 3D-Modelle an. Der nächste logische Schritt war daher, die aus den 3D-Modellen abgerufenen Massen automatisch in die AVA- und Baumanagementsoftware California zu exportieren. Mit dem Zusatzmodul von BIM2AVA der G&W Software AG geht dies problemlos.

Building Information Modeling (BIM) ist für Danjes ein integraler Bestandteil der Arbeitsweise. Die Entwicklung und Erstellung „Digitaler Zwillinge“ bereits in der frühen Planungsphase ermöglicht dem Ingenieurbüro eine frühzeitige Optimierung der Baukosten und trägt zur Reduzierung von Baurisiken bei. Auch benötigen die öffentlichen Auftraggeber oftmals schon exakte Kosten in einer frühen Planungsphase, um Fördermittel beantragen zu können. Dazu war es notwendig, die 3D-Modelle mit entsprechenden Informationen zu hinterlegen und im nächsten Schritt diese Informationen in das seit vielen Jahren genutzte durchgängige AVA- und Baukostenmanagementsystem zu transferieren.

BIM-Pionier im Bereich Abwasser

3D-Übersicht der vierten Reinigungsstufe. Durch die automatisierte AVA-Ankopplung entsteht in dem Projekt ein kaufmännisches Gebäudemodell. Grafik: G&W Software AG

Das Ingenieurbüro Danjes aus dem nordrheinwestfälischen Detmold deckt alle Leistungsphasen der HOAI von wasserwirtschaftlichen Projekten ab. Kläranlagen, Schlammbehandlung, Sonderbauwerke wie Pumpwerke, Rückhalteflächen, Stau- raumkanäle, Regenüberlaufbecken und Regenklärbecken gehören zum Portfolio des hauptsächlich in Ostwestfalen-Lippe tätigen Büros. Aber auch Renaturierungs- und Hochwasserschutzprojekte plant das neunköpfige Büro. Zu 95 Prozent zählen Städte und Gemeinden, das Land NRW, Bau- und Liegenschaftsbetriebe, Landes- und Wasserverbände sowie Eigenbetriebe zu den Auf- traggebern. Die restlichen 5 % der Aufträge erhält das Ingenieurbüro von industriellen Bauherren.

Vom digitalen zum kaufmännischen Gebäudemodell

Seit 2010 haben die Ingenieure ihre Projekte in 3D visualisiert. Dipl.-Ing. Frank Waermer, einer der beiden Geschäftsführer, erläutert: „Beim Anlagenbau ist die Konfliktprüfung nur in 3D möglich, daher genieren wir die Modelle in 3D.“ Die logische Konsequenz für Bauingenieur Waermer war allerdings die 3D-Informationen zu „verbimmen“ und die im CAD-System errechneten Massen ins AVA-System zu übertragen. So legt man die Qualitäten der einzelnen Bauteile wie z.B. der Betonwände fest, definiert die Geschossebenen und Räume und benennt die Objekte. „Wird Beton zugewiesen, so wird das Objekt auch als Beton schraffiert“, so Waermer.

Übertragung der Massen in California

Haben die Bauingenieure anfangs die von der CAD errechneten Massen manuell in California eingetragen, so setzt man seit Oktober 2020 das Zusatzmodul „BIM2AVA“ ein. Damit lesen die Ingenieure die Massen der zum Teil komplexen dreidimensionalen Baukörper per IFC-Schnittstelle in California ein. So wird mit „BIM2AVA“ aus dem digitalen Gebäudemodell der CAD im BIM-Prozess das kaufmännische Gebäudemodell. Durch die bidirektionale Verbindung können die Ingenieure jedes AVA-seitig betrachtete Bauteil direkt im 3D-Modell lokalisieren und umgekehrt.

Das automatisch erzeugt Raum- und Gebäudebuch (RGB) liefert eine präzise Mengenermittlung für Bauteile und Leistungen und wird bei Änderungen des Modells aktualisiert. Im RGB sind alle im BIM-Modell enthaltenen Bauteile und Räume mit den in der IFC-Datei hinterlegten Eigenschaften abgebildet und logisch gruppiert. Automatisch werden für gleichartig spezifizierte BIM-Objekte Bauteil-Varianten angelegt. So können die Planer die Qualitäten der Bauteile im Detail festlegen und Einbauteile in einer Ebene, einem Geschoss oder im gesamten Gebäude aktualisieren. Änderungen im BIM-Modell der CAD-Planung werden automatisch im RGB und in der Kostenplanung nachgeführt. Die Zeichnungselemente des 3D-Modells sind mit den Elementen des RGB von California.pro gekoppelt.

Hoher Automatisierungsgrad

Heute plant man bei Danjes alle Ob- jekte, sei es ein Trinkwasserbehälter, eine Kläranlage, Pumpwerke, Stauraumkanäle. Rückhaltebecken etc. in 3D und liest die hinterlegten BIM-Informationen über die IFC-Schnittstelle in California ein. Und das schon beim ersten Bauwerksraumkonzept, in der Vorplanung. Um die Kosten so exakt wie möglich zu planen, greifen die Ingenieure entweder auf Mustervorlagen bereits abgewickelter Projekte zu und passen diese den aktuellen Anforderungen an oder nutzen das STLB-Bau / Dynamische Baudaten. Denn eine genaue Kostenschätzung in einem frühen Stadium ist für die öffentlichen Auftraggeber äußerst wichtig, gilt es Förderzusagen z.B. für den Bau von Kläranlagen von der Bezirksregierung und der NRW-Bank zu erhalten.

Wünscht der Bauherr während des Planungsprozesses Änderungen, arbeiten die Planer diese in das CAD-Modell ein. Nach Freigabe des Auftraggebers werden sie wiederum per IFC-Schnittstelle in California transferiert, eine Änderungskorrektur vorgenommen und die Massen aktualisiert. Wichtig für die Ingenieure ist das durchgängige Arbeiten in allen Leistungsphasen.

Ziele erreicht

Die von Frank Waermer erhofften Ziele wie Zeitersparnis, die Erstellung rechtsicherer und fachlich einwandfreier Ausschreibungstexte durch die Kopplung des digitalen Modells mit dem kaufmännischen sind alle eingetreten. Die Arbeitsweise bringt nicht nur eine enorme Arbeitserleichterung für das gesamte Büro, auch die hohe Genauigkeit und die Fehlervermeidung spielt eine große Rolle. „Die Errechnung der Massen komplexer dreidimensionaler Baukörper wird in 3D auf drei Stellen hinter dem Komma ausgeführt, somit sind wir massensicherer und es können keine Bauelemente vergessen werden“, erläutert der Bauingenieur.

Frank Waermers Fazit: „Wir verlassen uns vollständig auf California und ‚BIM2AVA‘, da es unsere Arbeit erleichtert und einfach funktioniert.“ Spürbar für Danjes ist auch der Wettbewerbsvorteil bei EU-Verfahren, bei der die BIM-Modellierung gefordert wird, aber manch andere Büros dies noch nicht leisten können.

HALLE 25 | STAND C25.23

www.gw-software.de
www.danjes.de

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IB&T: Straßenentwurf in wenigen Klicks https://www.business-geomatics.com/strassenentwurf-in-wenigen-klicks/ Thu, 21 Sep 2023 10:32:47 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16126 Die IB&T Software GmbH präsentiert zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft RZI Software GmbH aktuelle Lösungen für die Infrastrukturplanung.

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Die IB&T Software GmbH präsentiert zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft RZI Software GmbH aktuelle Lösungen für die Infrastrukturplanung.

Im Mittelpunkt steht unter anderem das innovative Entwurfssystem der card_1 Version 10.0, mit der ein richtlinienkonformer Straßenentwurf vollautomatisiert mit nur wenigen Mausklicks entstehen kann. Ebenso nimmt das Unternehmen die neue VR Brille HP Reverb mit an den Stand, über die sich Nutzer live in 3D durch ein Projekt manövrieren können.

Straßen und Radwege werden in card_1 Version 10.0 automatisiert und regelkonform geplant. Grafik: IB&T GmbH

Wichtige Themen am Stand sind BIM-Koordination mit DESITE BIM, Straßen- und Bahnplanung, Vermessung, DGM, Wasserwirtschaft, Bauabrechnung, 3D-Fahrsimulation, Virtual Reality, Bluebeam Revu, Schleppkurvenberechnung mit SmartTurn und Kostenmanagement mit AKVS/elKe. Die Firmen aRES Datensysteme und die G&W Software AG runden als Mitaussteller mit ihren Produkten zur Wasserwirtschaft und zur Kostenplanung das Angebot ab.

IB&T ist zudem mit einem umfangreichen Vortragsprogramm auf der Messe vertreten. Den Auftakt macht am Mittwoch, den 11. Oktober um 10:45 Uhr Marius Reuters, Product & Sales Manager und Teamleiter der IB&T Kundenberatung. Im BIM Kino in Halle 3.2 zeigt er anhand eines Praxisbeispiels der STRABAG AG, wie die modellbasierte Abrechnung nach der Blockmethode mit card_1, DESITE BIM und CaliforniaX gelingt. Um 16:30 Uhr folgt IB&T Geschäftsführer Uwe Hüttner, der die Session „Innovative BIM-Modellierung in der Infrastrukturplanung“ in Raum Beta 6-7 der Conference moderiert.

Vortrag zum Straßenentwurf

Marius Reuters stellt am Donnerstag, den 12. Oktober um 11:30 Uhr im BIM Kino vor, welche Vorteile die Thinkproject-Lösung DESITE BIM im Straßenbau bietet. Um 14:15 Uhr dreht sich auf der Expo Stage alles um den Neuen Straßenentwurf der card_1 Version 10.0: Der Referent führt die Besucher in nur wenigen Sekunden durch die Planung eines Verkehrsweges inklusive vollständiger 3D-Modellierung. Ein Fokus des Vortrags liegt auf korrespondierenden Knotenpunkten. In Version 10.0 steht eine Lösung zur Verfügung, die automatisiert versetzte Kreuzungsarme und Einmündungen entwirft und dabei die geltenden Regeln berücksichtigt.

HALLE 25.2 | STAND C25.23

www.card-1.com

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IGI: Wärmekarten mit 5cm-Auflösung https://www.business-geomatics.com/waermekarten-mit-5cm-aufloesung/ Thu, 21 Sep 2023 10:28:14 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16121 IGI stellt ein neues 5-Band-Luftbildkamerasystem vor, das auch Wärmebildkarten liefert.

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IGI stellt ein neues 5-Band-Luftbildkamerasystem vor, das auch Wärmebildkarten liefert.

Bis 2030 soll die Hälfte der leitungsgebundenen Wärme klimaneutral erzeugt werden. Um dies umzusetzen und großflächig zu planen, sind umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Ein Instrument dafür sind Thermalkarten, die durch Befliegungen mit einer Wärmebildkamera erstellt werden. Sie zeigen die Wärmeabstrahlung von Dächern und damit Potenziale für die Wärmedämmung. Der Sensorspezialist IGI mbH hat dafür jetzt das passende Werkzeug auf den Markt gebracht. IGI EcoMapper heißt der neue Sensor von IGI, den Geschäftsführer Philipp Grimm als „revolutionäres Werkzeug, das die Wahrnehmung und Nutzung von Luftbildern neu definieren wird“ bezeichnet.

20 Zentimeter pro Pixel

Das Besondere daran ist nicht nur, dass es gleichzeitig präzise Geodaten und Wärmebilder liefert. Revolutionär ist es deshalb, weil die neueste Generation von Wärmebildkameras einen Entwicklungssprung vollzogen hat. Die aktuelle Generation verfügt über gekühlte Systeme. „Dadurch liefern die Kameras präzisere und besser aufgelöste Daten“, sagt Grimm. Bis zu 50 Zentimeter Auflösung sind heute schon Standard, das neue IGI-System schafft je nach Ausstattung (den EcoMapper gibt es in zwei Versionen) bis zu 20 Zentimeter. Damit lässt sich zum Beispiel auch an Gebäudekanten erkennen, wie sich die Wärmeemissionen an Gebäuden genau verhalten. „Mit den Heatmaps können Kommunen Bürger und Unternehmen für energetische Fragestellungen sensibilisieren und Gebäudeeigentümer:innen Angebote zum Energiesparen machen“, so Grimm.

„Das Interesse an Thermografiebefliegungen hat bereits vor ca. 15 Jahren zugenommen, ist aber aufgrund des Klimawandels und der Dekarbonisierung aktueller denn je. Ein neues Anwendungsfeld, das sich durch die hohe Genauigkeit ergibt, ist die Fehlererkennung bei Solaranlagen. Bei Fehlfunktionen produzieren die Module vermehrt Wärme. Diese Schadstellen können mit dem EcoMapper exakt erfasst werden. Hier spielt die überlegene Lokalisierung gegenüber der Drohnenanwendung ihre Stärke aus“, sagt Grimm. Drohnen werden zwar schon seit einiger Zeit in Solarparks eingesetzt, aber die Georeferenzierung und damit die exakte Identifikation defekter Module ist bei großen Anlagen nicht optimal. Auch das Thema Hitze in Städten treibt die Nachfrage nach solchen Systemen. Stadtplaner können mit der Kamera genau sehen, welche Auswirkungen Strukturen wie Gebäude, Gewässer oder Parks in der Stadt auf die Temperaturen im Sommer haben. Durch die lokalen Temperatursensoren (in situ), so Grimm, werden die flächendeckenden Messdaten kalibriert und liefern damit sehr verbindliche Aussagen. Bisherige Thermografiebefliegungen, die sich auf die Wärmeabstrahlung von Dächern konzentrieren, werden meist im Winter oder morgens durchgeführt. Der neue IGI-Sensor ermöglicht auch Anwendungen bei Tageslicht. Anwendungsgebiete sind beispielsweise Umweltmonitoring, Stadtplanung, Landwirtschaft oder Katastrophenschutz.

Gekühlte Kameratechnik

Bild aus einem Demonstrationsprojekt der Stadt Aalen. Es handelt sich um eine 3D-Vermaschung mit überlagerten Wärmebildern. Sie wurden aus einer Befliegung der Firma BSF Swissphoto aus Schönefeld erzeugt. Prozessiert wurde das Ergebnis von der Firma Aerowest aus Dortmund in Zusammenarbeit mit nFrames|ESRI aus Stuttgart. Grafik: Aerowest GmbH

Der IGI EcoMapper erfasst Daten in fünf verschiedenen Farbbändern: RGB, Infrarot und Wärmebild. Zum Einsatz kommt eine Thermografiekamera des deutschen Herstellers InfraTec aus Dresden. „Die Nachfrage ist gerade im letzten Jahr so stark gestiegen, dass wir uns entschlossen haben, eine gezielte Weiterentwicklung mit einem optimierten Gesamtsystem auf den Markt zu bringen“, sagt Grimm.

Die Kamera liefert zwar „nur“ vertikale Nadirbilder, aber aufgrund der bei Befliegungen üblichen Überlappung von 80 Prozent können daraus hochaufgelöste 3D-Stadtmodelle berechnet werden. Zumal Thermographiedaten im Vergleich zu Luftbildern trotz immenser Fortschritte immer noch die geringste Auflösung liefern. Durch die Auswertung von Überlagerungsdaten können sogar Thermalkarten mit einer Auflösung von bis zu 5 Zentimetern berechnet werden. Die beiden Versionen des EcoMapper unterscheiden sich in der Auflösung der Wärmebildkamera. Der EcoMapper 1920 verfügt über einen Infrarotsensor mit 1920 x 1536 Bildpunkten, die Variante 1280 entsprechend über 1280 x 1024 Bildpunkte. Erstere liefert somit eine Auflösung des Wärmebildes von 20 Zentimetern, letztere schafft 40 Zentimeter.

Einen Tag vor der Intergeo, am 09. Oktober, veranstaltet IGI sein User-Meeting in Berlin. Auch hier wird der EcoMapper im Mittelpunkt stehen.

HALLE 1.2 | STAND B1.052

www.igi-systems.com

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infrest: Leico kommt https://www.business-geomatics.com/leico-kommt/ Thu, 21 Sep 2023 10:19:42 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16117 Neue Impulse für die Leitungsauskunft in Deutschland. Mit Leico geht nach Mitteilung des Betreibers infrest am 10. Oktober 2023 das führende Auskunftsportal zur Einholung von Leitungsauskünften in Deutschland mit neuer Marke und neuem Design an den Start. Doch nicht nur die Verpackung soll sich ändern, auch neue Features sowie neu angeschlossene Betreiber bereichern das Portal. 2024 soll zudem das Portal auch technologisch neu präsentiert werden.

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Neue Impulse für die Leitungsauskunft in Deutschland. Mit Leico geht nach Mitteilung des Betreibers infrest am 10. Oktober 2023 das führende Auskunftsportal zur Einholung von Leitungsauskünften in Deutschland mit neuer Marke und neuem Design an den Start. Doch nicht nur die Verpackung soll sich ändern, auch neue Features sowie neu angeschlossene Betreiber bereichern das Portal. 2024 soll zudem das Portal auch technologisch neu präsentiert werden.

Das Thema Leitungsauskunft beschäftigt in Deutschland seit jeher die Gemüter. BUSINESS GEOMATICS berichtete in der Vergangenheit immer wieder über das Thema. Der gesetzliche Rahmen im BGB gebietet über die sogenannten Verkehrssicherungspflichten von Betreibern von Versorgungsnetzen einerseits und Bautätigen anderseits, dass die Betreiberseite grundsätzlich kostenfreie Auskünfte erteilen muss, um ihrerseits der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, gleichzeitig aber der Bautätige auch eine Anfrage an möglichst alle zuständigen Betreiber richten muss, um nicht selbst seine Sicherungs- und Sorgfaltsverpflichtungen zu verletzten. In diesem Spannungsbogen liegt nun der Grundsatz des Problems. Wie können die Bautätigen erfahren, wer überhaupt alles bei ihrem Bauvorhaben anzufragen ist und wie können diese relevanten oder zuständigen Netzbetreiber erreicht werden? Zum Anderen sollte der Leitungsbetreiber möglichst alle relevanten Anfragen erhalten, um durch deren Beantwortung Schäden an der Infrastruktur zu vermeiden.

In Deutschland sind deshalb in der Vergangenheit einige Dienstleister entstanden, die zur Lösung des Problems eigene Leitungsaus- kunftsportale aufgebaut und etabliert haben. Das nach eigenen Bekundungen bundesweit führende Portal zur Leitungsauskunft der infrest GmbH startet nun mit einer Markenkampagne eine neue Marktoffensive.

Aus infrest Leitungsauskunftportal wird Leico

Am 10. Oktober 2023 soll es nun soweit sein: Aus dem infrest Leitungsauskunftsportal wird Leico – Leitungs-check-online. Der neue Start erfolgt im Rahmen der INTERGEO in Berlin unter der URL: www.leitungs-check-online.de.

Doch nicht nur Name, Marke und Erscheinungsbild sollen sich ändern, Leico will nun auch neue Maßstäbe bei Angebot und Qualität setzen. So sind mittlerweile mehr als 90% aller Infrastrukturbetreiber in der Leico zu Grunde liegenden qualitätsgesicherten Datenbank (ISB-DB) enthalten.

„Expertenschätzungen gehen davon aus, dass bundesweit rund 18.000 Infrastrukturbetreiber aller Energie- und Versorgungssparten derzeit existieren. Wir haben jetzt schon mehr als 16.500 davon in unserer Datenbank registriert und mehr als 50 Prozent davon haben auch bereits ihre konkreten Versorgungsflächen in unsere Datenbank eingestellt. Damit sind wir deutschlandweit führend“, erklärt Jürgen Besler, der Geschäftsführer des Leico-Betreibers infrest GmbH. „Wir bieten der Bauwirtschaft die größte Erreichbarkeit von Netzbetreibern und tragen damit zur nachhaltig verbesserten Sicherheit im Bau- und Planungsbereich sowie zur Beschleunigung der Prozesse in der baulichen Umsetzung bei“, so der infrest-Geschäftsführer. Der Zugang für Infrastrukturbetreiber, Daten erstmalig oder zur Schärfung und Fokussierung ihrer Versorgungsgebiete einzustellen, bleibt selbstverständlich kostenfrei. Dadurch erhöht sich die Qualität der Datenbank enorm. Darüber hinaus bietet Leico auch eine Reihe neuer Features und Funktionen wie unter anderem die ALKIS-Daten- und Luftbildintegration. Zusätzlich haben Nutzer die Möglichkeit, über Leico künftig bundesweit führende Kabelnetz- und Breitbandbetreiber sowie Infrastrukturbetreiber aller Sparten über Auskunftsschnittstellen bzw. direkt zur Einholung von Leitungsauskünften zu erreichen. Darunter fallen auch bundesweit tätige Unternehmen wie Vodafone, Telekom, 1&1 Versatel, Pyur, Primagas, 50Hertz, DNS:NET und viele andere.

Selbstverständlich bleiben unter der Marke Leico auch die kostenfreien Services wie Hotline, Helpdesk, Webinare u.a. sowie vor allem die vielfältigen differenzierten Produktangebote von der kostenfreien Betreiberauskunft bis zur Bereitstellung der digitalen Bauakte erhalten und werden sukzessive weiter ausgebaut.

„Wer sich das neue Leico-Angebot direkt und live auf der INTERGEO vom 10.-12. Oktober 2023 in Berlin anschauen möchte, ist herzlich zum Besuch des Messestandes D 3.025 in der Halle 3.2 eingeladen“, so Jürgen Besler.

Qualifizierte Leitungsauskunft braucht eine qualifizierte Informationsdatenbank. Die Grundlage für Leico bietet eine qualitätsgesicherte Infrastrukturbetreiber-Datenbank (ISB-DB).

In vielen europäischen Ländern ist das Vorhalten einer zentralen Datenbank aller Leitungsbetreiber staatlich geregelt. In Deutschland dagegen fehlt auch auf Grund des Föderalismus dazu jedwede Grundlage. Weder existiert ein Gesetz, das die laufende Meldung und Aktualisierung von Leitungsnetzen und Leitungsbetreibern erforderlich macht, noch gibt es eine Institution oder Organisation, die den Prozess der Datensammlung sowie die Leitungsauskunft und Information grundsätzlich regelt. Damit ist die Leitungsauskunft, die gerade in Zeiten des grundlegenden dringend notwendigen Wandels in punkto Sanierung und Ausbau der Infrastruktur zu einer der fundamentalen Herausforderungen der Bauwirtschaft gehört, rein dem freien Wirtschaftsmarkt überlassen.

Besondere Herausforderung ist, möglichst mit einer Bauanfrage alle erforderlichen Leitungsbetreiber zu erreichen und damit im Rahmen der sich zunehmend auch in der Bauwirtschaft digitalisierenden Prozesse alle notwendigen Auskünfte in einem vollständig digitalen Work-Flow zu erhalten.

Grenzen der TÖB-Auskunftslisten für die Leitungsauskunft

Doch um diesem Wunsch adäquat zu begegnen, benötigen Anbieter von Leitungs- auskunftsdienstleistungen eine möglichst vollständige Datenbank aller in Deutschland geschätzten 18.000 Leitungsbetreiber. Während einige Nischenanbieter für Leitungsauskunft nur eine geringe dreistellige Zahl von Leitungsbetreibern vorhalten, über die sie beauskunften können oder aber nur regional vertreten sind und damit für den Auskunftsprozess nur bedingte Problemlösungsrelevanz haben, sammeln andere bundesweit tätige Anbieter bereits seit Jahren über die sogenannten TöB-Listen (Listen Träger öffentlicher Belange) der Gemeinden Informationen der Leitungsbetreiber und bestücken damit ihre Auskunftsdatenbanken. Diese TöB-Listen allein sind jedoch kaum belastbar. Art, Inhalt und Struktur sind nicht einheitlich vorgeschrieben, daher werden sie von den Kommunen sehr unterschiedlich vorgehalten und gepflegt.

In der Fachwelt für Leitungsauskunft gibt es daher eine lange Diskussion darüber, wie belastbar TöB-Listen für die Leitungsauskunft sind und ob sie überhaupt geeignet sind, eine Grundlage für die Leitungsauskunft zu bilden. Für Sven Hoffmann vom deutschlandweiten Anbieter für Leitungsauskunft infrest GmbH ist die Antwort klar. „Die TöB bzw. die TöB-Listen der Gemeinden allein sind für unsere Arbeit, wenn vorhanden, oft zu unspezifisch und unvollständig. Für einen Auskunftssuchenden selbst bilden sie kaum eine ausreichende Quelle. Für unser Leitungsauskunftsportal Leico bilden sie aber eine wichtige Grundlage der Datenrecherche“, beschreibt der Leiter Vertrieb und Marketing. So entstand im Laufe der letzten 12 Jahre eine qualifizierte Datenbank von Infrastrukturbetreibern (ISB). „Damit bieten wir Auskunftssuchenden nicht nur eine hohe Vollständigkeit in der Recherche, sondern auch den direkten Zugang zu allen notwendigen Detailinformationen aller ISB in Deutschland, innerhalb einer einzigen Anfrage“, beschreibt der Experte. Zur ISB-Datenbank (ISB-DB) gehören neben den Zuständigkeitsbereichen die aktuellen Ansprechpartner und digitale Kommunikationsdaten wie E-Mail-Adressen oder Zugänge bzw. direkte Schnittstellen zu Unternehmensauskunftssystemen.

Wie die ISB-Datenbank entsteht

Die TöB-Listen der Gemeinden sind wichtig, weil sie die einzige verfügbare amtliche Grundlage bilden, um eine derartig umfassende Datenbank überhaupt aufbauen zu können. Entscheidend ist dann aber der darauf aufbauende qualifizierte Recherche- und Auswertungsprozess.

Die TöB-Auskunftslisten beinhalten kommunale Institutionen, Leitungsnetzbetreiber und anderer Fachstellen, die laut Baugesetzbuch (BauGB § 4) bei Planungs- und Bautätigkeiten von Gemeinden mit einbezogen werden müssen. Die infrest hat diese Listen nach eigenen Angaben bei allen knapp 11.000 Gemeinden abgefragt und die leitungsauskunftsrelevanten Stellen in ihrer ISB-Datenbank selektiert. Diese Abfrage wird regelmäßig und systematisch durchgeführt. Im Ergebnis erreicht das bundesweit verfügbare Metasystemportal von infrest nun insgesamt mehr als 90 Prozent aller Leitungsbetreiber in Deutschland, so meldet das Berliner Unternehmen.

Der Qualifizierungsprozess erfolgt nach einem standardisierten Qualitätssicherungsverfahren. Entscheidend sind tiefgründige, unternehmenseigene Recherchen unter Zuhilfenahme verfügbarer weiterer Informationsquellen. Dazu gehören die Internetauftritte der Kommunen, der Netzbetreiber oder auch von Verbänden und Zweckverbänden. Ebenso wird auf allgemein verfügbare Abbildungen der Netzgebiete und Register, wie z.B. das Marktdatenstammregister, zugegriffen.

Dies ist kein automatisierter Prozess, sondern wird von qualifizierten infrest-Mitarbeitern durchgeführt. Eine eigenständige Unternehmenseinheit prüft alle TöB-Listen zunächst nach Sinnhaftigkeit und Relevanz der enthaltenen Einträge speziell für den Leitungsauskunftsprozess. Es werden also nur tatsächlich relevante Leitungs- und Netzbetreiberinformationen in die ISB-DB überführt, die für den Auskunftsprozess wichtig sind. „Alleine die Plausibilitätsprüfung ist eine wertvolle Selektion, die bei der individuellen Auskunft sonst jedes Mal selbst von den Anfragenden durchgeführt werden müsste“, beschreibt Hoffmann.

Auch detaillierte Netzgebiete

Zusätzlich nimmt das Leico-Team mit allen Stellen direkten Kontakt auf und evaluiert im individuellen Austausch mit den Leitungsbetreibern die recherchierten Daten. Dabei geht es um für die Auskunft wichtiger Aspekte wie Aktualität, Auskunftsrelevanz und Zuständigkeitsflächen.

Dies ergibt eine systematische Übersicht über die jeweiligen Netzgebiete bzw. deren Zuständigkeiten, die kartographisch in der Datenbank hinterlegt werden. Im Ergebnis werden für den Auskunftssuchenden in der Leico-ISB-DB alle Infrastrukturbetreiber für das spezielle Baugebiet herausgefiltert, die betroffen und nicht betroffen sind. „Nirgends findet man derartig qualifizierte und umfangreiche Angaben über Flächengebiete, innerhalb derer Unternehmen ihre Netze betreiben“, betont Hoffmann. Aktuell sind nach Mitteilung von infrest mehr als die Hälfte aller in der Leico-ISB-DB enthaltenen Leitungsbetreiber mit qualifizierten Netz- und Versorgungsgebieten hinterlegt. „Dies erspart auch den Leitungsbetreibern selbst unnötige Anfragen“, so Hoffmann. Die Leistungsbetreiber können selbst proaktiv ihre verantwortlichen Netz-, bzw. Schutz- und Zuständigkeitsflächen oder Versorgungsgebiete GIS-basiert melden, um so ihr Auskunftsaufkommen sinnvoll einzudämmen, sprich negative Auskünfte zu minimieren. Über automatisierte Prozesse wird mindestens halbjährlich die Aktualität der hinterlegten Daten bei den Leitungsbetreibern abgefragt. Bei Bedarf bietet das Leico-Team den Netzbetreibern Unterstützung bei der Erstellung der Zuständigkeitsflächen.

Grundsätzlich werden im Auskunftsprozess keine Netzgebiete einzelner Betreiber weitergegeben, sondern ausschließlich zur Zuständigkeitsermittlung verwendet. Die Übernahme und Aktualisierung von Netz- und Versorgungsgebieten in die Leico-ISB-DB ist für Netzbetreiber kostenfrei.

3 Fragen an Jürgen Besler

Aus dem infrest Leitungsauskunftsportal wird nun Leico. BUSINESS GEOMATICS sprach mit dem infrest-Geschäftsführer Jürgen Besler über die Hintergründe und die weitere Zukunft.

BUSINESS GEOMATICS: Herr Besler, was beabsichtigen Sie mit dem Markenwechsel von infrest Leitungsauskunftportal auf Leico zu bewirken?

Besler: „Wir haben mittlerweile mehr als 12 Jahre Erfahrung mit der Leitungsauskunft in Deutschland gesammelt und sind schon seit langem nicht nur in unserer Heimatregion Berlin/ Brandenburg der führende Anbieter von Leitungsauskunftsdienstleistungen, sondern auch in allen 16 Bundesländern deutschlandweit aktiv. Nun wollen wir mit neuem Namen und neuer Marke unsere führende Position insbesondere im gesamtdeutschen Umfeld noch deutlicher und nachdrücklicher bewusst und bekannt machen.“

BUSINESS GEOMATICS: Aus „Raider“ wird jetzt „Twix“, sonst ändert sich nix? Oder was?

Besler: „Nein, ganz so ist es natürlich nicht. Schon jetzt haben wir beim neuen Online Start am 10. Oktober 2023 einige Neuerungen bei Leico an Bord. Neben der Integration von aktuellen ALKIS-Daten über die Einbindung von bundesweiten Luftbildern und erweiterten Serviceangeboten für unsere Nutzer haben wir vor allem viele neue große Leitungsbetreiber an Leico angeschlossen. So sind wir jetzt zum Beispiel der einzige Anbieter, über den sämtliche große Telekommunikations- und Glasfaserbetreiber wie z.B. die Deutsche Telekom, Vodafone, Versatel oder Pyur direkt erreichbar sind. Außerdem haben wir Ende letzten Jahres damit begonnen, zum zweiten Mal alle ca. 11.000 Städte und Gemeinden abzufragen und unsere Infrastrukturbetreiber-Datenbank mittlerweile auf über 16.500 erweitert. Wir erreichen jetzt mehr als 90 Prozent aller Leitungsbetreiber mit nur einer Anfrage. Wir wollen der Fachwelt durch den Markenwechsel nochmal verdeutlichen, dass wir mit Leico das führende Portal zur Leitungsauskunft in Deutschland sind.“

BUSINESS GEOMATICS: Das klingt ja alles ganz schön. Aber wie geht es nach dem 10. Oktober mit Leico weiter?

Besler: „Natürlich liegt hinter dem Markenwandel auf Leico auch eine Zukunftsstrategie. Im Sommer 2024 sind wir voraussichtlich mit der Entwicklung einer komlett neuen Portalplattform fertig. Diese wird auf der modernsten verfügbaren IT-technologischen Basis gerade entwickelt. Das neue Leico 2.0 wird den Anfrageprozess komplett neu aufsetzen und ergonomisch und inhaltlich den modernen Arbeitsprozessen und Anforderungen in der Bau- und Planungswirtschaft gemäß ausrichten. Die vollständig digitale Datenintegration zum Beispiel direkt in den BIM-Prozess sowie die Multi-Device-Nutzung des Portals auf allen mobilen Endgeräten bis hin zur automatisierten Baggersteuerung soll dann nicht mehr in ferner Zukunft liegen.“

Der Leico Markenstart ist nur der Anfang. Wir werden zügig nachlegen und Ende 2024 wird die Leitungsauskunft in Deutschland mit dem Leico 2.0 einen ganz anderen Status haben. Schließlich möchten wir unseren Werbeclaim: „Bau doch, aber sicher!“ mit der Leico Entwicklung jeden Tag ein Stück mehr zur Realität werden lassen.“

BUSINESS GEOMATICS: Wir sind alle gespannt. Vielen Dank für das Gespräch.

HALLE 3.2 | STAND D3.025

www.leitungs-check-online.de
www.infrest.de

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iNovitas: Straßenbilddaten im Digitalen Zwilling https://www.business-geomatics.com/inovitas-strassenbilddaten-im-digitalen-zwilling/ Thu, 21 Sep 2023 10:17:08 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=16166 Die Stadt Bremen setzt auf infra3D Viewer von iNovitas, um vorhandene Straßenbefahrungsdaten im Digitalen Zwilling Bremen zu nutzen.

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Die Stadt Bremen setzt auf infra3D Viewer von iNovitas, um vorhandene Straßenbefahrungsdaten im Digitalen Zwilling Bremen zu nutzen.

Wie verläuft der Weg vom 3D-Stadtmodell zum Digitalen Zwilling? Und welche Daten lassen sich im Digitalen Zwilling nutzenstiftend zusammenführen? Fragen, die derzeit viele deutsche Städte beschäftigen. In der Regel sprechen Städte dann von einem Digitalen Zwilling, wenn die Daten weit mehr als nur die Geometrie einer Stadt abbilden. Ein Digitaler Zwilling enthält in der Regel viele Fachdaten, die alle einen Raumbezug haben, räumlich verortet und möglichst aktuell sind. Darüber hinaus gilt es, die Daten möglichst einfach und barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Einer der Vorreiter auf diesem Gebiet ist die Freie Hansestadt Bremen. Das dortige Landesamt GeoInformation Bremen verfolgt das Ziel, vorhandene Geodaten in der gesamten Stadtverwaltung vielseitig und wertschöpfend zu nutzen. Im Jahr 2019 startete die Stadt Bremen ihren Digitalen Zwilling und entwickelt ihn seitdem kontinuierlich weiter. So zeigt Bremen neben dem einfachen weißen Gebäudemodell die Gebäude unter www.3d.bremen.de auch in texturierter Form. Der damit verbundene höhere Informationswert soll für eine bessere räumliche Lesbarkeit sorgen und die Einsatzmöglichkeiten des 3D-Stadtmodells weiter erhöhen. Ebenso wurden bereits umfangreiche Analysen zu Lärm und Hochwasser durchgeführt.

Straßenbilddaten im Digitalen Zwilling der Stadt Bremen: die durchgängige Lösung mit infra3D Viewer und VC Map ermöglicht verschiedene Perspektiven an einem Standort. Foto: Landesamt GeoInformation Bremen

Mehrwert durch Integration von Mobile Mapping-Daten

Eine weitere Besonderheit in Bremen ist die Integration von Luftbild- und Mobile Mapping-Daten in den Digitalen Zwilling. Dazu wurde der infra3D Viewer von iNovitas Deutschland GmbH in die Digitale Zwillingslösung (basierend auf der Technologie der Virtual City Systems GmbH) integriert.

Der infra3D Viewer ist eine webbasierte Software-Lösung. Seine Besonderheit liegt unter anderem darin, dass er anonymisierte Straßenbild- und Laserscan-Daten unabhängig vom Erfassungsdienstleister bereitstellen kann. Zusätzlich können Leitungen aus dem Untergrund als Geodaten-Layer integriert und eingeblendet werden. Mobile Mapping-Daten und weitere Geodaten können so einfach in der gesamten Stadtverwaltung genutzt werden.

Die Straßenbilddaten in Bremen stammen aus einer Befahrung, mit der ursprünglich eine Straßenzustandsbewertung durchgeführt wurde. Darin enthalten war bereits eine 360°-Rundumsicht des Straßenraums, vergleichbar mit der Perspektive eines Fußgängers. Mit dem infra3D Viewer kann die Stadtverwaltung nun ihre bereits vorhandenen Straßenbilddaten einfach, nachhaltig und integriert in das 3D-Stadtmodell nutzen. Die Integration wurde von einem Team aus iNovitas und Virtual City Systems realisiert. Gemeinsam realisierten sie eine kombinierte Lösung des infra3D Viewers in der 3D-Webkarte VC Map. „Diese Integration führt verschiedene wertvolle Daten zusammen und ermöglicht den Nutzenden diese intuitiv für effiziente Arbeitsprozesse zu nutzen. Als System ist die Integration eine stabile und durchgängige Lösung“, sagt Frank Ferber, Key Account Manager von iNovitas Deutschland GmbH.

Das webbasierte 3D-Stadtmodell der Virtual City Systems GmbH visualisiert Geodaten in einer Kombination aus 2D-, 3D- und Schrägluftbildern und unterstützt die Optimierung von Arbeitsprozessen. Das 3D-Stadtmodell wird bereits von der gesamten Stadtgesellschaft Bremen genutzt und ist öffentlich zugänglich (www.3d.bremen.de). Die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung können seit Anfang des Jahres 2023, dank flexibler Verwaltung der Nutzungsrechte von infra3D Viewer, zusätzlich mit der digitalen Straße arbeiten.

Wachsende Nutzung in Bremen

Die Nutzerinnen und Nutzer können die digitale Straße im infra3D Viewer direkt in der Anwendung Bremen 3D aufrufen und sich in den 360°-Bildern des Straßenraums umsehen. Diese enthalten Fassaden, Objekte und weitere Details des Straßenraums. Einsatzgebiete sind Visualisierungen, Inspektionen oder Bestandsaufnahmen im Straßenraum. „Wir freuen uns, dass die Straßenbilddaten mittlerweile in der Stadtverwaltung vielfältig genutzt werden und das Interesse daran weiter steigt. Mit dem infra3D Viewer im 3D-Stadtmodell wurde eine durchgängige und intuitive Lösung möglich, die wir unabhängig von einem Mobile Mapping-Dienstleister einsetzen können“, sagt Sarah Tesmer, Abteilungsleiterin im Landesamt GeoInformation Bremen.

Für viele Aufgaben sind zeitaufwändige Besichtigungen vor Ort überflüssig geworden. Ein Beispiel ist die Inventarisierung von Parkscheinautomaten. Diese konnte in Bremen ressourcenschonend mit Standortadressen durchgeführt werden. 90 Prozent der Automaten konnten aus dem digitalen Straßennetz nachgeführt werden, d.h. nur wenige Automaten mussten gezielt vor Ort überprüft werden. Auch Fahrradständer, Bänke und Plakatständer können erfasst werden. Ebenso kann die Stadt Bremen Anfragen für E-Ladesäulen in infra3D beurteilen. Die Stadt Bremen nutzt immer mehr Anwendungsmöglichkeiten, sodass der Mehrwert der Digitalen Straße, des infra3D Viewer und des Digitalen Zwillings insgesamt stetig wächst.

HALLE 25 | STAND B25.52

www.infra3d-viewer.de

https://vc.systems/

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