Leitungsauskunft/Planauskunft Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/leitungsauskunft/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Wed, 02 Apr 2025 15:08:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png Leitungsauskunft/Planauskunft Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/leitungsauskunft/ 32 32 Digitalisierung im Fokus: Leico und der infrest Baustellenatlas setzen Maßstäbe https://www.business-geomatics.com/digitalisierung-im-fokus-leico-und-der-infrest-baustellenatlas-setzen-massstaebe/ Wed, 02 Apr 2025 15:08:46 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=22009 Das Metasystemportal Leico – Leitungs-check-online ermöglicht deutschlandweit gebündelte Leitungsanfragen bei rund 17.000 in der Datenbank hinterlegten Infrastrukturbetreibern. In Anbindung an das von der infrest GmbH betriebene Portal können Infrastrukturbetreiber zusätzlich Software-as-a-Service (SaaS)- Lösungen zur Erteilung von Leitungsauskünften für ihre eigenen Netzbereiche nutzen.   Im Jahr 2024 wurden über das Leico-Portal mehr als 812.000 Leitungsanfragen und […]

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Das Metasystemportal Leico – Leitungs-check-online ermöglicht deutschlandweit gebündelte Leitungsanfragen bei rund 17.000 in der Datenbank hinterlegten Infrastrukturbetreibern. In Anbindung an das von der infrest GmbH betriebene Portal können Infrastrukturbetreiber zusätzlich Software-as-a-Service (SaaS)- Lösungen zur Erteilung von Leitungsauskünften für ihre eigenen Netzbereiche nutzen.

 

Verlegung eines Breitband-Netzes. Immer mehr Kabelunternehmen beteiligen sich proaktiv bei dem Leico-Portal. Quelle: Foto: CSschmuck / stock.adobe.com

Im Jahr 2024 wurden über das Leico-Portal mehr als 812.000 Leitungsanfragen und Meldungen an die zuständigen Netz- und Infrastrukturbetreiber versendet. Neben klassischen Leitungsanfragen ermöglicht das Portal Städten und Gemeinden auch die digitale Umsetzung kommunaler Antragsverfahren – ein in dieser Form einzigartiger Service. In Berlin werden so bereits Anträge auf Sondernutzung nach dem Berliner Straßengesetz und auf Zustimmungen nach dem Telekommunikationsgesetz sowie das digitale Verfahren zur verkehrsrechtlichen Anordnung (VRAO) abgewickelt. Im vergangenen Jahr wurden rund 12.400 dieser Anträge und Genehmigungen digital über Leico bei der Berliner Verwaltung eingereicht, ein Plus von 37,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Vollautomatische Auskunftslösung für Breitbandnetzbetreiber
Das Leico Portal ist aber nicht nur für das Einholen von Leitungsauskünften einsetzbar. Infrastrukturbetreiber können das Portal der infrest auch nutzen, um halb- bzw. vollautomatische Lösungen zur Bearbeitung eingehender Anfragen zu möglichen Leitungsverläufen im eigenen Netzbereich aufzubauen. In den vergangenen Monaten haben sich mit der Deutschen GigaNetz GmbH und der Meridiam Glasfaser GmbH & Co. KG gleich zwei deutschlandweit aktive Breitband-Carrier für den Einsatz der vollautomatischen infrest-Auskunftslösung entschieden.

Glasfaser-Anbieter wie die Deutsche GigaNetz nutzen die vollautomatische Auskunftslösung der infrest zur Bearbeitung eingehender Anfragen zu möglichen Leitungsverläufen im eigenen Netzbereich.
Quelle: Deutsche GigaNetz

Die Unternehmen haben ihre Netzbereiche im Leico Portal der infrest hinterlegt und bieten anfragenden Planungs- und Bauunternehmen die Möglichkeit, Leitungsauskünfte über Leico einzuholen. Die über Leico eingehenden Anfragen zu Leitungsverläufen werden über die per WebMapService (WMS) direkt angebundenen Geoinformationssysteme (GIS) der Glasfasernetzbetreiber verarbeitet. In einem vollautomatischen Prozess werden dort die entsprechenden Pläne erstellt und den Anfragenden gemeinsam mit allen notwendigen Dokumenten, die im Portal hinterlegt sind, über Leico zur Verfügung gestellt. „Die regelwerkskonforme und vollautomatische Erteilung von Leitungsanfragen kommt beiden Seiten zugute,“ so infrest Geschäftsführer Jürgen Besler. „Die Breitbandnetzbetreiber erhöhen die Sicherheit ihrer Assets und entlasten ihre Mitarbeiter durch automatisierte Prozesse. Die anfragenden Unternehmen profitieren von der direkten Bearbeitung ihrer Anfragen und der schnellen Bereitstellung der Leitungsauskünfte in Leico.“

Koordinierung von Netz- und Tiefbauarbeiten
Neben Leico betreibt die infrest mit dem infrest Baustellenatlas eine weitere leistungsfähige SaaS-Lösung, mittels der Städte und Landkreise gemeinsam mit den Infrastrukturbetreibern ihre Baumaßnahme im Einzugsgebiet schon frühzeitig während der Planung koordinieren können. Nachdem sich die infrest Anfang des Jahres bereits bei einer Ausschreibung der Stadt Essen durchsetzen konnte, hat sich im Februar mit Oberhausen eine weitere Stadt aus dem Ruhrgebiet für den Einsatz des infrest Baustellenatlas (BSA) entschieden. Mit an Bord sind neben den kommunalen Bauverwaltungen jeweils die städtischen Energie- und Wasserversorger sowie die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs. Sie alle werden zukünftig ihre anstehenden Straßen- und Tiefbauarbeiten und relevante Verkehrsinformationen
(z. B. Umleitungen) im infrest Baustellenatlas hinterlegen. Bei zeitlichen und räumlichen Überschneidungen der geplanten Baumaßnahmen werden die Verantwortlichen vom System automatisch informiert und können im direkten Austausch mit ihren Kollegen mögliche Koordinierungspotenziale prüfen.

www.infrest.de
www.leitungs-check-online.de

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GIS-Dienst: Volldigitaler Prozess der Leitungsauskunft https://www.business-geomatics.com/gis-dienst-volldigitaler-prozess-der-leitungsauskunft/ Wed, 02 Apr 2025 14:27:28 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=22005 Das Metasystem-Portal www.metasystemportal-leitungsauskunft.de von GIS-Dienst bietet den kompletten Prozess der Leitungsauskunft von der Anfrage bis hin zur Auskunft auf der Baumaschine selbst voll digital ab. Der Tief- und Verkehrswegebau in Deutschland ist aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht optimal aufgestellt. Die Digitalisierung hat zwar große Fortschritte gemacht, aber bei vielen Prozessen gibt es noch eklatante Lücken und […]

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Das Metasystem-Portal www.metasystemportal-leitungsauskunft.de von GIS-Dienst bietet den kompletten Prozess der Leitungsauskunft von der Anfrage bis hin zur Auskunft auf der Baumaschine selbst voll digital ab.

Das Portal von GIS-Dienst unter www.metasystemportal-leitungsauskunft.de ist die Datendrehscheibe für den Auskunftsprozess. Quelle: GIS-Dienst GmbH

Der Tief- und Verkehrswegebau in Deutschland ist aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht optimal aufgestellt. Die Digitalisierung hat zwar große Fortschritte gemacht, aber bei vielen Prozessen gibt es noch eklatante Lücken und Medienbrüche. Ein Beispiel ist die Leitungsauskunft. Von der Recherche der von einer Baumaßnahme betroffenen Leitungsbetreiber bis zur Bereitstellung der notwendigen Daten auf der Baustelle ist es noch ein weiter Weg mit vielen Hürden, der viel Know-how und personellen Aufwand erfordert. Die grundsätzlichen Probleme sind vielfältig. Die bereits in der Planungsphase notwendige Einholung von Informationen über die betroffenen unterirdischen Leitungen ist sehr zeitaufwändig, die Vollständigkeit der Informationen kann nicht gewährleistet werden und die Zusammenführung und Aufbereitung der Daten erfordert einen hohen manuellen Aufwand.
In Deutschland liegt die Last der Aufgabenerfüllung bei den Bauträgern bzw. Planungsunternehmen selbst. Die Baulastträger sind lediglich gesetzlich verpflichtet, Anfragen nach den gesetzlichen Vorgaben zu beantworten. Die Recherche der von einer Baumaßnahme potenziell betroffenen Leitungen, die Erhebung der Daten sowie deren Auswertung und Zusammenführung bleibt den Anfragenden überlassen. Dies ist eine personal- und zeitintensive Aufgabe, die ein breites Know-how der Mitarbeiter erfordert.

Professionelle Dienstleister

Koordinierter Leitungsplan auf dem Handy: Eine App stellt die Auskunft mit allen relevanten Informationen auch auf der Baustelle bereit. Quelle: GIS-Dienst GmbH

Externe Dienstleister wie der GIS-Dienst aus Riesa haben sich auf diese Aufgaben spezialisiert. Sie bieten professionelle Dienstleistungen an, bei denen Kosten, Aufwand und Leistungsumfang klar definiert sind. Bauherren und Planer erhalten so zuverlässige, vollständige, schnelle und aktuelle Informationen über den Baugrund. Die Firma GIS-Dienst fungiert dabei als Dienstleister, der die Anfragen der Kunden zu den Leitungen umfassend bearbeitet. So entstehen standardisierte, transparente und digital integrierte Prozesse, die Planungs- und Bauphasen beschleunigen, Kosten senken und letztlich die Sicherheit und Effizienz im Bauwesen erhöhen. Für Planer, Bauherren und Netzbetreiber ist dies ein wesentlicher Beitrag, um den Weg zu einer digitalisierten und zukunftsfähigen Infrastrukturauskunft zu ebnen.
Dazu gehört auch das benutzerfreundliche Portal www.metasystemportal-leitungsauskunft.de. Hier stellen Kundinnen und Kunden ihre Anfragen, die dann an die entsprechenden Leitungsbetreiber weitergeleitet werden. Eine der größten Schwierigkeiten für Auskunftssuchende ist die Vielzahl von Netzbetreibern, die jeweils eigene Systeme, Prozesse und Anforderungen für die Bearbeitung von Leitungsauskünften haben. Dies führt zu einer Vielzahl von Einzelanfragen. Die daraus resultierende uneinheitliche Datenbereitstellung erschwert die Planung und erhöht das Risiko von Unvollständigkeiten oder Widersprüchen in den erhaltenen Informationen.
Bearbeitungszeiten und Qualitätsstandards sind uneinheitlich. Während einige Netzbetreiber die Auskünfte direkt über Portale digitaler Geoinformationssysteme (GIS) erteilen und schnelle, standardisierte Antworten liefern, arbeiten andere mit Mailingsystemen, Online-Formularen oder Formulardownloads für analoge Verfahren. Dies kann zu erheblichen Verzögerungen führen.

Wirtschaftliche Vorteile
Die professionelle Leitungsauskunft soll für Bauunternehmen, Ingenieurbüros und Netzbetreiber wirtschaftliche Vorteile bringen. Durch die vollständige und strukturierte Bearbeitung der Anfragen reduziert sich der Aufwand für alle Beteiligten. Bauunternehmen sparen Zeit und Personalkosten, da die oft langwierige Kommunikation mit zahlreichen Netzbetreibern entfällt. Die schnellere Bereitstellung von Leitungsauskünften führt zudem zu kürzeren Planungs- und Genehmigungsprozessen. Durch die hohe Qualität und Aktualität der Daten werden Fehlinformationen vermieden und damit das Risiko kostspieliger Leitungsschäden reduziert. „Die nahtlose Integration der digitalen Daten in bestehende Baumanagementsysteme sowie Fortschritte in BIM-orientierten Prozessen und digitale Zwillinge der Baustelle schaffen langfristige Wettbewerbsvorteile“, so Gessel.
Die Mehrwerte der GIS-Dienst GmbH gehen über das Metasystemportal hinaus. Sie liegen in der ganzheitlichen Unterstützung des Auskunftsprozesses – von der strukturierten Anfragebearbeitung bis zur Bereitstellung optimierter Datenformate. Die Anfragenden profitieren von einer vollständigen Übersicht über ihre Anfragen und haben jederzeit Zugriff auf ihre Auskunftsdaten – bis hin zur Langzeitarchivierung. Durch die digitale Bereitstellung über eine Baustellen-App können die relevanten Informationen direkt vor Ort genutzt werden.
Das Portal von GIS-Dienst ist dabei als Prozessdrehscheibe wichtig und wird kontinuierlich weiterentwickelt. „Mit der neuen Version können beispielsweise Auskünfte oder Schachtscheine auf dem Smartphone zur Verfügung gestellt werden“, beschreibt Gessel. Das Portal bietet darüber hinaus Funktionen wie Überblick, rechtssichere Archivierung und sämtliche Benachrichtigungsfunktionen.

 

Individuelle Entwicklungen
Die Geodaten Dienst -IT, Muttergesellschaft der GIS DIENST, ist Spezialist für individuelle Softwarelösungen mit den Schwerpunkten GIS und Vermessung. Schon früh setzte das Unternehmen auf WebGIS und Portaltechnologien.
Ein Beispiel ist die webbasierte Portallösung Wildmonitoring in Sachsen, die der Erfassung und Verwaltung jagdrelevanter Daten und Informationen dient. Die von GIS Dienst entwickelte Lösung bietet z.B. die Möglichkeit, Plandaten und Jagdstrecken zu erfassen und zu verwalten. Das Wildmonitoring-Portal ist seit 2013 flächendeckend im Freistaat Sachsen im Einsatz und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.
„Wir sind in unseren Projekten immer auch Forschungs- und Entwicklungspartner“, sagt Gessel. Aktuell hat der GIS-Dienst mit PolterMAX 3D eine Lösung entwickelt, mit der Holzpolter per Smartphone räumlich erfasst und Mengen ermittelt werden können. Die aufgenommenen Daten werden direkt vom Handy an einen Verarbeitungsservice des Unternehmens gesendet und die Ergebnisse wieder zurück.

 

Sicht der Netzbetreiber
Nicht nur die Auftraggeber, sondern auch die Netzbetreiber sollen von der professionellen Leitungsauskunft profitieren. „Die rechtssichere Bereitstellung von Leitungsauskünften wird erleichtert und durch die strukturierte und standardisierte Bearbeitung der Anfragen wird sichergestellt, dass alle relevanten Informationen vollständig vorliegen“, so Gessel. Da die GIS-Dienst GmbH die Anfragen so aufbereitet, dass sie nahtlos in bestehende Systeme integriert werden können, bleibt die Konsistenz und Aktualität der Geodaten gewährleistet. Es ergeben sich Automatisierungspotenziale, da Prozesse digitalisiert und teilautomatisiert werden können. Außerdem müssen die Netzbetreiber weniger fehlerhafte oder unvollständige Anfragen korrigieren.

www.metasystemportal-leitungsauskunft.de

www.gdd-it.de

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Leico-Datenbank: 17.000 Infrastrukturbetreiber hinterlegt https://www.business-geomatics.com/leico-datenbank-17-000-infrastrukturbetreiber-hinterlegt/ Fri, 15 Nov 2024 08:32:54 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21486 15.11.24 – Die infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH als Betreiber des Leico Portals mit mehr als 15.000 Nutzern deutschlandweit meldet jetzt einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg, die Infrastrukturbetreiber in Deutschland möglichst vollständig in ihrer Datenbank zu führen: Inzwischen hat die infrest mehr als 17.000 der laut Expertenschätzungen rund 18.000 Infrastrukturbetreiber verschiedener Ver- und […]

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15.11.24 – Die infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH als Betreiber des Leico Portals mit mehr als 15.000 Nutzern deutschlandweit meldet jetzt einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg, die Infrastrukturbetreiber in Deutschland möglichst vollständig in ihrer Datenbank zu führen: Inzwischen hat die infrest mehr als 17.000 der laut Expertenschätzungen rund 18.000 Infrastrukturbetreiber verschiedener Ver- und Entsorgungssparten (Energie, Wasser, Telekommunikation etc.), die eigene Leitungsnetze betreiben, im System hinterlegt – das entspricht einer Abdeckung von rund 94 Prozent. Abhängig vom Standort geplanter Baumaßnahmen müssen bei der Planung und vor dem Beginn von Tiefbauarbeiten oft bei einer Vielzahl von Infrastrukturbetreibern Anfragen zu Leitungsverläufen gestellt werden. Denn nur wenn man Kenntnis von den exakten Verläufen der bereits verbauten Versorgungsleitungen hat, lassen sich Beschädigungen am Bestand vermeiden und gleichzeitig die Sicherheit der Mitarbeitenden der baudurchführenden Unternehmen gewährleisten. Metasystemportale wie Leico – Leitungs-check-online, über die mit einer Anfrage Infrastrukturbetreiber aller Sparten recherchiert und Leitungsauskünfte (inkl. Leitungspläne) angefragt werden können, werden inzwischen von immer mehr Planungs- und Bauunternehmen eingesetzt.

„Mit inzwischen mehr als 17.000 hinterlegten Infrastrukturbetreibern aus dem gesamten Bundesgebiet können wir den Leico Nutzern mit rund 94 Prozent eine sehr hohe Gesamtabdeckung bieten,“ so infrest Geschäftsführer Jürgen Besler.

Mehr als die Hälfte der hinterlegten Infrastrukturbetreiber haben bereits ihre Versorgungsflächen mit eigenen Angaben präzisiert, was die Qualität der Leitungsauskunft zusätzlich erhöht. Zudem wurden in den vergangenen Monaten im Bereich Breitband/Telekommunikation die Anzahl der Schnittstellen weiter ausgebaut, sodass viele der über Leico eingehenden Anfragen zur schnellen Bearbeitung direkt in die Auskunftssysteme der Telekommunikations-Carrier weitergeleitet werden können.

Der Rechercheprozess innerhalb der Leica-Infrastruktur-Datenbank. Inzwischen sind mehr als 17.000 Netzbetreiber hinterlegt, was einer fast vollständigen Abdeckung entspricht.
Quelle: infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH

Hohe Datenqualität

Doch die Recherche neuer Infrastrukturbetreiber (ISB) ist nur der erste Schritt, um den Leico Nutzern eine möglichst hohe Auskunftsqualität zu bieten. So werden in einem kontinuierlichen Prozess alle in der Datenbank erfassten ISB in einem halbjährigen Turnus kontaktiert und um die Bestätigung bzw. Aktualisierung ihrer hinterlegten Daten und Netzbereiche gebeten.

Außerdem fragt das Recherche-Team der infrest im Rahmen der Qualitätssicherung von den Kommunen regelmäßig die aktuellen Listen der Träger öffentlicher Belange (TöB-Listen) ab, in denen alle für deren Einzugsbereich relevanten Infrastrukturbetreiber aufgeführt werden sollen. „Wir werden auch in der Zukunft unsere Recherchen mit hohen Qualitätsstandards fortführen, um unseren Nutzern eine möglichst vollständige und aktuelle Übersicht aller Netzbetreiber in ganz Deutschland zu bieten,“ so Jürgen Besler abschließend.

www.infrest.de

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Leico wächst weiter https://www.business-geomatics.com/leico-waechst-weiter/ Wed, 28 Feb 2024 15:07:27 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20383 Mehr als 92% aller Infrastrukturbetreiber über Leico erreichbar. Über 827.000 Leitungsanfragen 2023 versendet. Schnittstellen- und Dienstleistungsangebot wird weiter nachhaltig ausgebaut. Leico 2.0 kommt im Spätsommer 2024. Das führende Portal für Leitungsanfragen in Deutschland baut seine Marktposition weiter aus. Wie aus dem Geschäftsbericht 2023 des Leico-Betreibers infrest -Infrastruktur eStrasse hervorgeht, hat sich das Leico Portal trotz […]

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Mehr als 92% aller Infrastrukturbetreiber über Leico erreichbar. Über 827.000 Leitungsanfragen 2023 versendet. Schnittstellen- und Dienstleistungsangebot wird weiter nachhaltig ausgebaut. Leico 2.0 kommt im Spätsommer 2024.

Das führende Portal für Leitungsanfragen in Deutschland baut seine Marktposition weiter aus. Wie aus dem Geschäftsbericht 2023 des Leico-Betreibers infrest -Infrastruktur eStrasse hervorgeht, hat sich das Leico Portal trotz des zurzeit schwierigen Marktumfeldes im (Tief-) Baubereich gleich in mehrere Richtungen positiv weiterentwickelt. So hat sich die Anzahl der im Jahr 2023 versendeten Leitungsanfragen auf mehr als 827.000 erhöht, ein Plus von rund 10% im Vergleich zum Vorjahr. Seit Gründung im Jahr 2011 wurden damit von der infrest bereits mehr als 5,7 Millionen Anfragen verteilt. Und auch die Dienstleistungsangebote der infrest, die sich von der Einholung von Leitungsauskünften für Planungs- und Bauunternehmen bis zur Bearbeitung eingehender Anfragen zu Leitungsverläufen im Auftrag von Infrastrukturbetreibern erstrecken, wurden nach Angaben des Unternehmens im vergangenen Jahr verstärkt genutzt. Im Herbst 2023 hatte infrest ihr Leitungsauskunftsportal unter der Marke Leico – Leitungs-check-online neu positioniert.

Dem Ziel, möglichst alle leitungsgebundenen Infrastrukturbetreiber in Deutschland in der Leico Infrastrukturbetreiber-Datenbank zu führen, ist die infrest in den vergangenen zwölf Monaten einen weiteren Schritt nähergekommen. Inzwischen sind nach Angaben von infrest rund 16.600 (> 92,0 %) von den geschätzt rund 18.000 Infrastrukturbetreibern in Deutschland in der Leico-Infrastrukturbetreiberdatenbank (ISB) hinterlegt. Mehr als 50% davon mit konkreten Versorgungsflächen bzw. Leitungskorridoren.

Durch den deutschlandweiten Breitbandausbau und den Ausbau im Bereich der Erneuerbaren Energie muss das Recherche-Team der infrest immer wieder neue Netzbetreiber, deren Versorgungsbereiche sowie Kontaktdaten identifizieren und in der ISB anlegen bzw. deren Daten aktualisieren. Durch diese qualitätsgesicherte Basisarbeit wird die Genauigkeit der Leitungsanfragen deutlich gesteigert. Zwar wurden im Jahr 2023 immer noch rund 238.000 Negativauskünfte automatisch über Leico direkt an Anfragende verschickt, doch konnte diese Zahl in den letzten Jahren mit der qualitativen und quantitativen Verbesserung der Leico-ISB nachhaltig gesenkt werden, was für die mit der Erteilung von Leitungsauskünften befassten Mitarbeitenden der Leitungsnetzbetreiber eine Arbeitserleichterung darstellt.

Versorgungsleitungen sorgen in Baustellen oft für undurchsichtige Verhältnisse. Eine saubere Leitungsdokumentation hilft den Durchblick zu erhalten.
Quelle: sig Media GmbH & Co. KG

Um eine möglichst schnelle und einfache Bearbeitung der über Leico – Leitungs-check-online versendeten Anfragen zu ermöglichen, bietet die infrest Softwareherstellern die Möglichkeit, ihre Planauskunftslösungen über Schnittstellen medienbruchfrei an Leico anzuschließen. Neben Cosymap, Grintec, ITS, LAI, Lovion, Mettenmeier, Vertigis, GIS Consult u.v.a. wurde zuletzt eine Schnittstelle zur Hexagon-Lösung HxGN NetWorks B4U Dig | Portal realisiert. Mehrere TK- und Breitbandanbieter wie die Global Connect, NetCologne, Vattenfall Eurofiber, Pyur, Versatel und die Vodafone West (ehemals Unity Media) wurden über solche Schnittstellen verschiedener Anbieter direkt an Leico angebunden. Sie erhalten jetzt die über Leico eingehenden Leitungsanfragen direkt in ihre Systeme weitergeleitet, wodurch sich die Erfassungs- und Bearbeitungszeiten erheblich verringern.

Gemeinsam mit dem Softwareanbieter ARCHIKART Software AG hat die infrest im vergangenen Jahr außerdem eine Lösung entwickelt, mit der Städte und Kommunen ihre Fachverfahren für den Antrag auf (Oberflächen-) Aufbruch ohne zusätzlichen Installationsaufwand über Leico – Leitungs-check-online digitalisieren können. Die über das Portal gestellten Anträge werden dabei direkt in die Verwaltungs-Software von Archikart übertragen. Nach der Bearbeitung werden den Antragstellern die erteilten Genehmigungen direkt im infrest-Portal zugestellt. Die Genehmigungsprozesse lassen sich so schnell und effizient abwickeln. Die Lösung orientiert sich an den Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und kann dem EfA-Prinzip folgend deutschlandweit eingesetzt werden.

Für 2024 steht nach Unternehmensangaben die Einführung von Leico 2.0, einem IT-technisch und ergonomisch vollständig neuentwickelten Portal, im Zentrum der Aufmerksamkeit. Im Spätsommer 2024 soll es dem Vernehmen nach nun nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit so weit sein. Schon einige Wochen vor dem Relaunch ist ein Blick in das neue Portal bei den regelmäßig stattfindenden kostenfreien Leico-Webseminaren möglich. Anmeldungen sind im Web unter www.leitungs-check-online.de möglich.

Flankierend zur Portaleinführung will Leico dann auch im Herbst 2024 in einer bundesweiten Roadshow Interessenten und Nutzern die Möglichkeit anbieten, Leico 2.0 aus erster Hand kennenzulernen.

Auch 2024 steht der Ausbau des Leico-Partnernetzwerkes sowie die Erhöhung der Anfragezahlen im Fokus. Bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 konnte nach infrest-Angaben die Zahl der über Leico abgewickelten Leitungsanfragen schon mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

„Wir werden unsere Aktivitäten in allen Geschäftsfeldern im Jahr 2024 weiter vorantreiben und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und den Branchenverbänden intensivieren, um die Prozesse bei der Planung und dem (Leitungs-) Tiefbau für die Bau- und Versorgungswirtschaft noch effizienter und sicherer zu gestalten. Leico wird also weiterwachsen“, so der infrest-Geschäftsführer Jürgen Besler abschließend.

 

Breitband- und Glasfaserausbau erzeugt Leitungsnetz- und Betreiberinformationen.
Quelle: Quelle: infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH

www.leitungs-check-online.de

www.infrest.de

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Ein Portal gehört zum Service https://www.business-geomatics.com/ein-portal-gehoert-zum-service/ Thu, 22 Feb 2024 09:47:01 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=20152 Das Metasystem-Portal www.metasystemportal-leitungsauskunft.de bietet den kompletten Prozess der Leitungsauskunft von der Anfrage bis hin zur Auskunft auf der Baumaschine selbst voll digital ab. Die Auskunft über alle unterirdischen Leitungen nicht nur im Büro, sondern auch mobil auf der Baustelle oder direkt auf der Baumaschine, das ist für das Unternehmen GIS-Dienst nicht nur eine Vision, sondern […]

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Das Metasystem-Portal www.metasystemportal-leitungsauskunft.de bietet den kompletten Prozess der Leitungsauskunft von der Anfrage bis hin zur Auskunft auf der Baumaschine selbst voll digital ab.

Mobile Leitungsauskunft auf der Baustelle: Um einen kompletten Überblick auf mobilen Systemen zu erhalten, erstellt GIS-Dienst einen koordinierten Leitungsplan mit allen Leitungsmedien.
Quelle: GIS-Dienst GmbH

Die Auskunft über alle unterirdischen Leitungen nicht nur im Büro, sondern auch mobil auf der Baustelle oder direkt auf der Baumaschine, das ist für das Unternehmen GIS-Dienst nicht nur eine Vision, sondern bereits gelebte Realität. Für einen solchen Workflow, in dem alle Daten zusammengeführt und zielgruppengerecht aufbereitet werden müssen, in einem Prozess, in dem Zuverlässigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit eine verlässliche Grundkonstante bieten, braucht es viel Erfahrung, Know-how und technologisches Wissen. Ein solches Unternehmen ist die GIS-Dienst GmbH aus dem sächsischen Riesa. Das Unternehmen ist seit fast 25 Jahren als Dienstleister im Bereich der Leitungsauskunft tätig und hat seitdem den Prozess der Leitungsauskunft in Deutschland maßgeblich optimiert. „Die Digitalisierung des Auskunftsprozesses hat bei uns bereits vor mehr als zehn Jahren mit dem Aufbau unseres Online-Portals begonnen“, sagt Michael Gessel, Geschäftsführer der GIS-Dienst GmbH.
Inzwischen, so Gessel, hätten die Outbound-Prozesse der Anfrage und die Inbound-Prozesse der Auskunftserteilung einen Reifegrad erreicht, der mit Hilfe modernster Technologien hohe Effizienz und Zuverlässigkeit garantiere.
Das Portal an sich ist also nur die Basistechnologie, wichtig sind die Inhalte, die Prozesse und die standardisierten Workflows, die auf einem Portal zur Verfügung stehen. „Deren Anpassung und die Qualität der Datenbanken für die Leitungsbetreiber in Deutschland seien entscheidend. In den Datenbanken seien die Betreiber, deren Zuständigkeitsgebiete in Deutschland, die jeweiligen Ansprechpartner und weitere wichtige Stammdaten hinterlegt. Diese Informationen seien nicht käuflich zu erwerben, sondern müssten manuell erhoben, gepflegt und aktualisiert werden. Das sei, so Gessel, ein Zusammenspiel von aktueller Praxiserfahrung der Sachbearbeiter und IT, ein ständiger Optimierungsprozess, bei dem „unsere Mitarbeiter:innen auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Bearbeitung der Anfragen spielen“. Die Gleichung ist – untypisch für modernes Management-IT-Denken – einfach: Je mehr Erfahrung, Handarbeit und präzise Datenpflege in das Produkt einfließen, desto mehr profitieren die Auskunftssuchenden von der Wirtschaftlichkeit. „Je schneller, zuverlässiger und mundgerechter die Auskunft, desto mehr Wertschöpfung steckt darin und desto wirtschaftlicher ist der Gesamtprozess für alle“, so der Geschäftsführer.
„Bei der Optimierung unseres Portals geht es in erster Linie darum, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten und so einen kostengünstigen Service bei höchster Qualität anbieten zu können“, so Gessel.

Individuelle Dienstleistung
Dies spiegelt sich auch im Scharnier zwischen GIS-Dient als Dienstleister und den Auftraggebern (Auskunftssuchenden) wider. Letztere erhalten veredelte Daten und müssen daher keinerlei IT-Ressourcen für die Nutzung aufbringen.
Bei den Daten gibt es sehr individuelle Anforderungen, die ein Auskunftsdienstleister berücksichtigen muss. „Wir sind in der Lage, kurzfristig auf alle Herausforderungen des Marktes zu reagieren“, sagt Gessel. Dieser Aspekt werde oft unterschätzt, sei aber in der Praxis sehr entscheidend. Gerade Bauunternehmen hätten in der Vergangenheit Informationen intern manuell erarbeitet und befänden sich folglich auf unterschiedlichem Niveau, was die Digitalisierung der Auskunft angeht. „Dies will bei der Datenabgabe berücksichtigt werden – sprich die Datensätze der einzelnen Netzbetreiber müssen projektspezifisch aufgebarbeitet und zusammengeführt werden. Der Kunde will genau dort abgeholt werden, wo er gerade steht – ganz im Sinne einer professionellen Dienstleistung“, so Gessel.
So hat sich auch die Wertschöpfungstiefe der Dienstleistung über die Jahre erweitert und ist umfassender geworden. „Unser Portfolio umfasst mittlerweile viele Dienstleistungen, die unsere Kunden aus der Bau- und Planungsbranche unterstützen“, so Gessel.
Dazu gehören zum Beispiel die Einholung verkehrsrechtlicher Anordnungen, das DB- und Autobahnmanagement, etwa bei Querungsgenehmigungen. Neu sind insbesondere die AVANI-Bestandsdokumentation (Analyse, Verwaltung und Abgabe von DB Netz Geoinformationen) für Projekte der Deutschen Bahn oder die Einarbeitung von IvL-Plänen nach DB-Richtlinie 885.0101 – 885.1101. Ein weiterer Schwerpunkt ist die erweiterte Projektbegleitung für Breitband- und Solarprojekte.

 

Koordinierter Leitungsplan
Bereits seit einigen Jahren verfolgt der GIS-Dienst auch das Konzept eines koordinierten Leitungsplans, der alle Informationen der verschiedenen Sparten in einem digitalen, georeferenzierten Plan zusammenführt und damit sowohl für Baumaßnahmen als auch für Planungsprozesse eine wesentlich verbesserte Übersicht über die gesamte Infrastruktur ermöglicht. Damit verbunden sind leider immer noch überflüssige Prozesse der Redigitalisierung, Revektorisierung und Neu-Referenzierung eines Teils der Informationen, so Gessel. Dies liege an der Art der Auskunftserteilung durch die Infrastrukturbetreiber, denn diese seien „noch sehr zurückhaltend bei der Bereitstellung von georeferenzierten Daten oder Geodiensten“, so der Geschäftsführer weiter. Es besteht eine große Nachfrage nach solchen koordinierten Leitungsplänen“, daher wäre es wünschenswert, dass die Infrastrukturbetreiber georeferenzierte Vektordaten oder -dienste zur Verfügung stellen, um den Digitalisierungsprozess der Leitungsauskunft voranzutreiben.

Planungs- und Bauprojekte der Deutschen Bahn. GIS-Dienst ist für die Aktualisierung der Bestandsdokumentation im System AVANI zertifiziert.
Quelle: GIS-Dienst GmbH

Neue Anwendung
Der letzte Schritt in der Auskunftskette ist die digitale, georeferenzierte Bereitstellung der Daten direkt auf der Baustelle oder sogar auf der Baumaschine, zum Beispiel auf dem Bagger. Hierzu hatte sich die GIS-Dienst GmbH bereits im Zeitraum 2019-2021 an einem Forschungsprojekt im Netzwerk Systemlösung Medienschutz beteiligt, dessen Ergebnis der Prototyp eines mobilen digitalen Leitungsauskunftssystems direkt auf der Baustelle war. Dieses System wurde nun als ergänzender Baustein in den Leitungsauskunftsprozess der GIS-Dienst GmbH integriert und schließt damit die vollständige Digitalisierung des Auskunftsprozesses ab. Realisiert wurde das System durch die Baustellen-App des Unternehmens, die die digitalen lagebezogenen Geodaten der Infrastrukturbetreiber projektbezogen auf den aktuellen Standort des Nutzers darstellt. Dabei ist die App grundsätzlich auch für den direkten Einsatz bei Infrastrukturbetreibern geeignet, was in einem aktuellen Projekt bereits umgesetzt wurde.

https://metasystemportal-leitungsauskunft.de

www.gdd-it.de

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Portal Leico für die Leitungsauskunft gestartet https://www.business-geomatics.com/portal-leico-fuer-die-leitungsauskunft-gestartet/ Tue, 17 Oct 2023 09:25:53 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=19205 Der Betreiber infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH startete Leico im Rahmen der Intergeo 2023. Die Einführung der neuen Marke sowie des neuen Grunddesigns kennzeichnet den ersten Schritt einer neuen Produkt- und Angebotsstrategie des Unternehmens. „Natürlich liegt hinter dem Markenwandel auf Leico auch eine Zukunftsstrategie. Im Sommer 2024 sind wir mit der Entwicklung einer komplett neuen […]

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Der Betreiber infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH startete Leico im Rahmen der Intergeo 2023. Die Einführung der neuen Marke sowie des neuen Grunddesigns kennzeichnet den ersten Schritt einer neuen Produkt- und Angebotsstrategie des Unternehmens. „Natürlich liegt hinter dem Markenwandel auf Leico auch eine Zukunftsstrategie. Im Sommer 2024 sind wir mit der Entwicklung einer komplett neuen Portalplattform fertig. Diese wird zurzeit auf der modernsten verfügbaren IT-technologischen Basis entwickelt. Das neue Leico 2.0 wird den Anfrageprozess neu aufsetzen und sich ergonomisch und inhaltlich an den modernen Anforderungen und Arbeitsprozessen der Bau- und Planungswirtschaft ausrichten. Die vollständig digitale Datenintegration zum Beispiel direkt in den BIM-Prozess sowie die Multi-Device-Nutzung des Portals auf allen mobilen Endgeräten bis hin zur automatisierten Baggersteuerung sollen dann nicht mehr in ferner Zukunft liegen“, beschreibt infrest Geschäftsführer Jürgen Besler die weiteren Planungen. „Der Leico Markenstart ist nur der Anfang. Wir werden zügig nachlegen und Ende 2024 wird die Leitungsauskunft in Deutschland mit Leico 2.0 einen ganz anderen Status haben. Schließlich möchten wir unseren Werbeclaim: „Bau doch, aber sicher!“ mit der Leico Weiterentwicklung jeden Tag ein Stück mehr zur Realität werden lassen“, so Jürgen Besler weiter.

Mit einem gemeinsamen Buzzer Druck ging gestern unter der neuen Marke Leico und in neuem Design das führende Auskunftsportal zur Einholung von Leitungsauskünften in Deutschland an den Start.
infrest Geschäftsführer Jürgen Besler (re.) und infrest Vertriebsleiter Sven Hoffmann (Mitte) gemeinsam mit Torsten Maciejewski (li.), dem Leiter Hochspannung von der Stromnetz Berlin als Vertreter der Anteilseigner NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, Stromnetz Berlin GmbH und Vattenfall Wärme Berlin AG. Quelle: infrest GmbH

Schon jetzt bietet Leico einige Neuerungen und Verbesserungen. Neben der gerade laufenden Integration von aktuellen ALKIS-Daten über die Einbindung von bundesweiten Luftbildern und erweiterten Serviceangeboten für die Nutzer konnten viele neue große Leitungsbetreiber an Leico angeschlossen werden. Über Leico sind jetzt sämtliche großen Telekommunikations- und Glasfaserbetreiber direkt erreichbar. Außerdem hat die infrest Ende letzten Jahres damit begonnen, zum zweiten Mal alle ca. 11.000 Städte und Gemeinden hinsichtlich ihrer Listen der Träger öffentlicher Belange abzufragen.

Mittlerweile hat das Unternehmen die Infrastrukturbetreiber-Datenbank von Leico nach eigenen Angaben auf über 16.500 Infrastrukturbetreiber erweitert. Über Leico werden jetzt mehr als 90 Prozent aller Leitungsbetreiber in Deutschland mit nur einer Anfrage erreicht. „Durch den Markenwechsel möchten wir der Fachwelt nochmals verdeutlichen, dass wir mit Leico schon heute das führende Portal zur Leitungsauskunft in Deutschland sind“, erklärt Jürgen Besler die Strategie.

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infrest Leitungsauskunftsportal wird zu Leico – Leitungs-check-online https://www.business-geomatics.com/infrest-leitungsauskunftsportal-wird-zu-leico-leitungs-check-online/ Fri, 18 Aug 2023 08:32:40 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=18973 Das Unternehmen infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH erneuert Marke und Design seines Auskunftsportals zur Einholung von Leitungsauskünften in Deutschland.

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Das Unternehmen infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH erneuert Marke und Design seines Auskunftsportals zur Einholung von Leitungsauskünften in Deutschland. Das nach eigenen Angaben größte und umfangreichste Auskunftsportal in Deutschland nennt sich nun Leico –  Leitungs-check-online. Der Start von Leico wird am 10. Oktober 2023 erfolgen.

„Wir haben mittlerweile mehr als 12 Jahre Erfahrung mit der Leitungsauskunft in Deutschland gesammelt und sind schon seit langem nicht nur in unserer Heimatregion Berlin und Brandenburg der führende Anbieter von Leitungsauskunftsdienstleistungen, sondern auch in allen 16 Bundesländern deutschlandweit aktiv“, so der infrest-Geschäftsführer Jürgen Besler. „Nun wollen wir mit neuem Namen und neuer Marke unsere führende Position insbesondere im gesamtdeutschen Umfeld noch deutlicher und nachdrücklicher bewusst und bekannt machen“, begründet Besler den Markenrelaunch der infrest-Leitungsauskunft. Am 10. Oktober 2023 wird aus dem infrest Leitungsauskunftsportal LeicoLeitungs-check-online. Der neue Start erfolgt im Rahmen der INTERGEO in Berlin unter der URL: www.leitungs-check-online.de.

Leico geht am 10. Oktober online. infrest-Geschäftsführer Jürgen Besler: „Wer sich das neue Leico-Angebot direkt und live auf der INTERGEO vom 10.-12. Oktober 2023 in Berlin anschauen möchte, ist herzlich zum Besuch des Messestandes D 3.025 in der Halle in Halle 3.2 eingeladen“. Foto: infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH

Doch nicht nur Name, Marke und Erscheinungsbild ändern sich, sondern Leico setzt, so infrest, auch neue Maßstäbe bei Angebot und Qualität. Nach Angaben des Unternehmens sind mehr als 90% aller Infrastrukturbetreiber in der Leico zu Grunde liegenden qualitätsgesicherten Datenbank enthalten. „Expertenschätzungen gehen davon aus, dass bundesweit rund 18.000 Infrastrukturbetreiber aller Energie- und Versorgungssparten derzeit existieren. Wir haben jetzt schon mehr als 16.500 davon in unserer Datenbank registriert und mehr als 50% davon haben auch bereits ihre konkreten Versorgungsflächen in unsere Datenbank eingestellt. Damit sind wir deutschlandweit führend“, erklärt Jürgen Besler. „Wir bieten der Bauwirtschaft die mit Abstand größte Erreichbarkeit von Netzbetreibern und tragen damit zur nachhaltig verbesserten Sicherheit im Bau- und Planungsbereich sowie zur Beschleunigung der Prozesse in der baulichen Umsetzung bei“, so der infrest-Geschäftsführer. Der Zugang für Infrastrukturbetreiber, Daten erstmalig oder zur Schärfung und Fokussierung ihrer Versorgungsgebiete einzustellen, bleibt kostenfrei.

Darüber hinaus bietet Leico auch eine Reihe neuer Features und Funktionen wie unter anderem die ALKIS-Daten- und Luftbildintegration. Zusätzlich haben Nutzer:innen die Möglichkeit, über Leico bundesweit führende Kabelnetz- und Breitbandbetreiber sowie Infrastrukturbetreiber aller Sparten über Auskunftsschnittstellen bzw. direkt zur Einholung von Leitungsauskünften zu erreichen. Darunter befinden sich Unternehmen wie die Deutsche Telekom , Netcologne, 1&1 Versatel, Vodafone , DNS:NET, 50Hertz, Primagas, Naturstrom, Berliner Wasserbetriebe und viele andere.

Unter der Marke Leico auch die kostenfreien Services wie Hotline, Helpdesk, Web-Seminare u.a. erhalten – ebenso die Produktangebote von der kostenfreien Betreiberauskunft bis zur Bereitstellung der digitalen Bauakte erhalten. Diese will infrest sukzessive weiter ausbauen.

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Leitungsauskunft als professionelle Dienstleistung https://www.business-geomatics.com/leitungsauskunft-als-professionelle-dienstleistung/ Thu, 13 Apr 2023 09:19:06 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15527 Eine Anfrage, alle Auskünfte, bundesweit, das Angebot der GIS Dienst im Bereich Auskunft geht weit über die Recherche der Lage von unterirdischer Netzinfrastruktur hinaus. Bauunternehmen erwarten bei Tiefbauprojekten nicht nur, dass sie eine präzise, vollständige und schnelle Auskunft über unterirdische Leitungsverläufe erhalten. Die Auskunftsdaten wollen auch zusammengeführt und aufbereitet werden, um auf der Baustelle zum […]

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Eine Anfrage, alle Auskünfte, bundesweit, das Angebot der GIS Dienst im Bereich Auskunft geht weit über die Recherche der Lage von unterirdischer Netzinfrastruktur hinaus.

Die Dienstleistungen der GIS-Dienst GmbH umfassen den gesamten Wertschöpfungsbereich der Leitungsauskunft für Baufirmen und Planer – einschließlich der Erstellung digitaler Bauakten.
Quelle: GIS-Dienst GmbH

Bauunternehmen erwarten bei Tiefbauprojekten nicht nur, dass sie eine präzise, vollständige und schnelle Auskunft über unterirdische Leitungsverläufe erhalten. Die Auskunftsdaten wollen auch zusammengeführt und aufbereitet werden, um auf der Baustelle zum Einsatz kommen zu können. Diese Planungs-begleitende Aufgabe wird meist intern oder durch externe Dienstleister durchgeführt. Doch in den letzten Jahren sind auch professionelle Dienstleister entstanden, die diese Leistung überregional für Bautätige und Planer anbieten.

Eine der ältesten Firmen ist hier die Firma GIS-Dienst GmbH aus dem sächsischen Riesa. „Wir sind seit 20 Jahren als Dienstleister für die Leitungsauskunft tätig“, sagt Michael Gessel, Geschäftsführer der GIS-Dienst GmbH. Natürlich bedürfe es heutzutage eines umfassenden IT-Know-how für ein leistungsfähiges Auskunftsverfahren. „Für eine qualifizierte Leitungsauskunft braucht es daneben aber vor allem auch qualifizierte Mitarbeiter“, so Gessel. Die Digitalisierung habe zwar dafür gesorgt, dass Netzbetreiber fast alle eine internetbasierte Auskunft zur Verfügung stellen, diese seien jedoch in Sachen Prozesse, Workflows und Handhabung sehr unterschiedlich, so dass höchst individuelle Maßnahmen gefragt seien, um zu einem Ergebnis zu gelangen. Gleiches gelte für die Prozesse in den jeweiligen Betrieben, vieles sei noch durch Medienbrüche, sprich teilweise auch analoge Verfahren, gekennzeichnet. Im Ergebnis ist es zum Beispiel so, dass für die Bearbeitung einer Anfrage erhebliche Zeit vergehe, die ein bauausführendes Unternehmen meist gar nicht hat. „In den allermeisten Fällen müssen wir individuell Kontakt aufnehmen und nachfragen, um den Vorgang zu beschleunigen“, verweist Gessel auf die heutige Realität. Zwar werde viel über Digitalisierung und Automatisierung gesprochen, „in der Praxis sieht es aber fast überall noch anders aus“.

Umfassende Datenbank

Ein wichtiger Punkt sei dennoch eine gut gepflegte Datenbank für die Auskunft. „In Deutschland gibt es nur privatwirtschaftliche Unternehmen, die solche Verzeichnisse pflegen. Wir haben im Zuge unserer über 20jährigen Arbeit eine profunde Datenbank entwickelt, die es uns ermöglicht, Anfragen effizient durchzuführen“, so Gessel. Mit Hilfe dieser Datenbank ist GIS -Dienst in der Lage, die Anfragen automatisiert an die richtigen Stellen bei den Netzbetreibern zu versenden. Dies spart Aufwand und kann von GIS-Dienst in Form von wirtschaftlichen Preisen an die Kunden weitergereicht werden. Zu der Datenbank gehört auch ein Verzeichnis der jeweiligen Netzgebietsflächen, die GIS-Dienst im Laufe der Jahre gepflegt hat. So kann klar identifiziert werden, welche Versorger in welchen Gebieten betroffen sein könnten. Die Informationen zu diesen „Zuständigkeitsflächen“ der Versorger liegen zwar meist im Internet vor, man muss sie aber im Zuge umfangreicher Detailarbeit recherchieren und zusammenführen. „Dies stellt eine wichtige Säule für unsere interne Datenbank dar“, fasst Gessel zusammen.

In der Datenbank von GIS-Dienst sind Zuständigkeiten und politische Flächen zu allen Sparten und allen Netzbetreibern hinterlegt.
Quelle: GIS-Dienst GmbH

Dennoch komme man ohne Erfahrung nicht aus. Die Angabe der Versorgungsgebiete sei sehr heterogen, auch ist die Datenlage bei den amtlichen, politischen Daten sehr unterschiedlich. Je nachdem wo sie herkommen, können politischen Grenzlinien abweichen, erklärt Gessel und spricht damit auf ein allbekanntes Problem des öffentlichen Vermessungswesens an. So könne eine Lokalität in dem einen Geodatensatz einem Versorgungsgebiet zugeordnet werden, in dem zweiten einem ganz anderen. „Solche Art von Unschärfen gibt es deutschlandweit unzählige, dem man nur mit umfangreichen Erfahrungswissen begegnen kann“, sagt der Geschäftsführer. Vor diesem Hintergrund sei auch die Diskussion um moderne Auskunftsverfahren geführt worden. Zwar sei die Vision eines vollautomatischen Auskunftsverfahrens plausibel, dafür müssten solche Unzulänglichkeiten aber verlässlich ausgeräumt werden. „Für die nächsten Jahrzehnte halte ich professionelle Dienstleistungen für ein zuverlässiges, schnelles und vollständiges Auskunftsverfahren noch immer für unabdingbar“, so der Auskunftsexperte. Dies gelte für sämtliche Projekte. GIS-Dienst erstellt Leitungsauskünfte in erster Linie für Großprojekte, erstellt aber auch Auskünfte für private Bauherren. Auch für Planungsprozesse meldet das Unternehmen wachsenden Bedarf an qualifizierten Auskunftsdaten.

Je nach angefragter Fläche für eine Baumaßnahme werden die betroffenen Netzbetreiber selektiert. Die dazugehörige Datenbank wird von GIS-Dienst seit über 20 Jahren gepflegt.
Quelle: GIS-Dienst GmbH

Digitalisierung UND Know-how

Wichtig sei dabei die Kombination aus Mitarbeiter-Know-how, Datenbank-gestütztes Verfahren und Portaltechnologie. „Wir haben den Vorteil, dass die Entwicklung von Portal und Datenbank durch unsere eigene IT erfolgt. Hierdurch können unsere Mitarbeiter:Innen erkannte Prozessoptimierungen sofort umsetzen und der entstandenen Optimierungseffekte unmittelbar prüfen. Wir stellen unsere Portaltechnologie übrigens auch Infrastrukturbetreibern für Ihre Auskunftserteilung zur Verfügung“, ergänzt Gessel.

Das Dienstleistungsangebot von GIS-Dienst endet aber nicht bei der vollständigen Auskunft. In der Regel besteht eine Auskunft aus den verschiedenen Datensätzen der einzelnen Infrastrukturbetreiber. „Üblich sind die unterschiedlichsten Formate, angefangen von Papier bis zu PDF-Dokumenten mit unterschiedlicher Größe, Maßstäben und geographischen Bezugssystemen“, beschreibt Gessel. Bei längeren Trassenbauten sind mehr als 100 Pläne keine Seltenheit. Selbst bei kleinen Projekten handhabt GIS-Dienst im Durchschnitt 10 Pläne in Form von Papier oder PDF. „Wir haben auch schon 300 Einzelpläne bekommen und auch Dateigrößen mit über 250 MB kommen vor“, erklärt Gessel.

Konsolidierte Bauakte – Der Koordinierte Leitungsplan

Diese Dokumente fasst der Auskunfts-Dienstleister zu einer digitalen Bauakte zusammen, die auch die Mitarbeiter:Innen vor Ort gut handhaben können. Hier greift das Unternehmen auf die Erfahrungen im Netzwerk „Systemlösungen Medienschutz“ und ein Forschungsprojekt, das vor zwei Jahren abgeschlossen wurde, zurück. Dort ging es darum, georeferenzierte Leitungsdaten direkt auf den Bagger zu bringen. Wesentlicher Bestandteil war es, die Daten aus den verschiedensten Auskunftsdateien zu konsolidieren und auch für weiterführende Systeme bis hin zur High-end-Baggersteuerung verfügbar zu machen. In diesem Projekt ist eine Lösung von GIS-Dienst entstanden, mit der eine georeferenzierte digitale Bauakte erstellt werden kann. Zwar gebe es, so Gessel, noch immer eine deutliche Zurückhaltung der Infrastrukturbetreiber digitale Daten oder gar Vektordaten zur Verfügung zu stellen, doch langsam aber stetig finde ein Umdenken statt, besonders durch die aktuellen Arbeitsblätter der DVGW (GW 115 und GW 118), bei denen auch Standardisierungsvorgaben bei den Schnittstellen zu Metasystemportalen gefordert werden. „Wir bieten Stadtwerken und Betreibern von Auskunftslösungen hier auch Entwicklung von Schnittstellen an“, so Gessel. So könne zumindest der Datentransfer weiter vereinheitlicht werden.

www.metasystemportal-leitungsauskunft.de

www.gis-dienst.de

 

 

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Von TöB’s zur Infrastrukturbetreiberdatenbank https://www.business-geomatics.com/von-toebs-zur-infrastrukturbetreiberdatenbank/ Wed, 15 Feb 2023 16:23:35 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15287 Qualifizierte Leitungsauskunft braucht eine qualifizierte Informationsdatenbank. Die infrest hat innerhalb ihres Metasystemportals eine eigens recherchierte Datenbank aufgebaut. In vielen europäischen Ländern ist das Vorhalten einer zentralen Datenbank aller Leitungsbetreiber staatlich geregelt. In Deutschland dagegen fehlt auch auf Grund des Föderalismus dazu jedwede Grundlage. Weder existiert ein Gesetz, das die laufende Meldung und Aktualisierung von Leitungsnetzen […]

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Qualifizierte Leitungsauskunft braucht eine qualifizierte Informationsdatenbank. Die infrest hat innerhalb ihres Metasystemportals eine eigens recherchierte Datenbank aufgebaut.

In vielen europäischen Ländern ist das Vorhalten einer zentralen Datenbank aller Leitungsbetreiber staatlich geregelt. In Deutschland dagegen fehlt auch auf Grund des Föderalismus dazu jedwede Grundlage. Weder existiert ein Gesetz, das die laufende Meldung und Aktualisierung von Leitungsnetzen und Leitungsbetreibern erforderlich macht, noch gibt es eine Institution oder Organisation, die den Prozess der Datensammlung sowie die Leitungsauskunft und Information grundsätzlich regelt. Damit ist die Leitungsauskunft, die gerade in Zeiten des grundlegenden dringend notwendigen Wandels in punkto Sanierung und Ausbau der Infrastruktur zu einer der fundamentalen Herausforderungen der Bauwirtschaft gehört, rein dem freien Wirtschaftsmarkt überlassen.
Besondere Herausforderung ist, möglichst mit einer Bauanfrage alle erforderlichen Leitungsbetreiber zu erreichen und damit im Rahmen der sich zunehmend auch in der Bauwirtschaft digitalisierenden Prozesse alle notwendigen Auskünfte in einem vollständig digitalen Work-Flow zu erhalten.

Leitungen im Untergrund. infrest hat eine Datenbank aufgebaut, in der Leitungsbetreiber deutschlandweit personifiziert hinterlegt sind.
Quelle: frantic00 / shutterstock.com

Grenzen der TÖB-Auskunftslisten für die Leitungsauskunft
Doch um diesem Wunsch adäquat zu begegnen, benötigen Anbieter von Leitungsauskunftsdienstleistungen eine möglichst vollständige Datenbank aller in Deutschland geschätzten 18.000 Leitungsbetreiber. Während einige Nischenanbieter für Leitungsauskunft nur eine geringe dreistellige Zahl von Leitungsbetreibern vorhalten, über die sie beauskunften können oder aber nur regional vertreten sind und damit für den Auskunftsprozess nur bedingte Problemlösungsrelevanz haben, sammeln andere bundesweit tätige Anbieter bereits seit Jahren über die sogenannten TöB-Listen (Listen Träger öffentlicher Belange) der Gemeinden Informationen der Leitungsbetreiber und bestücken damit ihre Auskunftsdatenbanken. Diese TöB-Listen allein sind jedoch kaum belastbar. Art, Inhalt und Struktur sind nicht einheitlich vorgeschrieben, daher werden sie von den Kommunen sehr unterschiedlich kuratiert und gepflegt.

In der Fachwelt für Leitungsauskunft gibt es daher eine lange Diskussion darüber, wie belastbar TöB-Listen für die Leitungsauskunft sind und ob sie überhaupt geeignet sind, eine Grundlage für die Leitungsauskunft zu bilden. Für Sven Hoffmann vom deutschlandweiten Anbieter für Leitungsauskunft infrest GmbH ist die Antwort klar. „Die TöB bzw. die TöB-Listen der Gemeinden allein sind für unsere Arbeit, wenn vorhanden, oft zu unspezifisch und unvollständig. Für einen Auskunftssuchenden selbst bilden sie kaum eine ausreichende Quelle. Für unser Leitungsauskunftsportal bilden sie aber eine wichtige Grundlage der Datenrecherche“, beschreibt der Leiter Vertrieb und Marketing. So entstand im Laufe der letzten 10 Jahre eine qualifizierte Datenbank von Infrastrukturbetreibern (ISB). „Damit bieten wir Auskunftssuchenden nicht nur eine hohe Vollständigkeit in der Recherche, sondern auch den direkten Zugang zu allen notwendigen Detailinformationen aller ISB in Deutschland, innerhalb einer einzigen Anfrage“, beschreibt der Experte. Zur ISB-Datenbank gehören neben den Zuständigkeitsbereichen die aktuellen Ansprechpartner und digitale Kommunikationsdaten wie E-Mail-Adressen oder Zugänge bzw. direkte Schnittstellen zu Unternehmensauskunftssystemen.

Wie die ISB-Datenbank entsteht
Die TöB-Listen der Gemeinden sind wichtig, weil sie die einzige verfügbare amtliche Grundlage bilden, um eine derartig umfassende Datenbank überhaupt aufbauen zu können. Entscheidend ist dann aber der darauf aufbauende qualifizierte Rechercheprozess.
Die TöB-Auskunftslisten beinhalten kommunale Institutionen, Leitungsnetzbetreiber und anderer Fachstellen, die laut Baugesetzbuch (BauGB § 4) bei Planungs- und Bautätigkeiten von Gemeinden mit einbezogen werden müssen. Die infrest hat diese Listen nach eigenen Angaben bei allen knapp 11.000 Gemeinden abgefragt und die leitungsauskunftsrelevanten Stellen in ihrer ISB-Datenbank selektiert. Diese Abfrage wird regelmäßig und systematisch durchgeführt. Im Ergebnis erreicht das bundesweit verfügbare Metasystemportal von infrest nun insgesamt mehr als 90% aller Leitungsbetreiber in Deutschland, so meldet das Berliner Unternehmen.

Der Qualifizierungsprozess erfolgt nach einem standardisierten Qualitätssicherungsverfahren. Entscheidend sind tiefgründige, unternehmenseigene Recherchen unter Zuhilfenahme verfügbarer weiterer Informationsquellen. Dazu gehören die Internetauftritte der Kommunen, der Netzbetreiber oder auch von Verbänden und Zweckverbänden. Ebenso wird auf allgemein verfügbare Abbildungen der Netzgebiete und Register zugegriffen.

Dies ist kein automatisierter Prozess, sondern wird von qualifizierten infrest-Mitarbeitern kuratiert. Eine eigenständige Unternehmens-
einheit prüft alle TöB-Listen zunächst nach Sinnhaftigkeit und Relevanz der enthaltenen Einträge speziell für den Leitungsauskunftsprozess. Es werden also nur tatsächliche Leitungs- und Netzbetreiberinformationen in die Datenbank überführt, schließlich sind die TöB-Auskunftslisten wesentlich umfangreicher als für die Recherche nach unterirdischen Netzen benötigt. „Alleine die Plausibilitätsprüfung ist eine wertvolle Selektion, die bei der individuellen Auskunft sonst jedes Mal selbst von den Anfragenden durchgeführt werden müsste“, beschreibt Hoffmann.

Auch detaillierte Netzgebiete
Zusätzlich nimmt infrest mit allen Stellen direkten Kontakt auf und evaluiert im individuellen Austausch mit den Leitungsbetreibern die recherchierten Daten. Dabei geht es um für die Auskunft wichtige Aspekte wie Aktualität, Auskunftsrelevanz und Zuständigkeitsflächen.

Dies ergibt eine systematische Übersicht über die jeweiligen Netzgebiete bzw. deren Zuständigkeiten, die kartographisch in der Datenbank hinterlegt werden. Im Ergebnis werden für den Auskunftssuchenden im infrest-Metasystemportal alle Infrastrukturbetreiber für das spezielle Baugebiet herausgefiltert, die betroffen und nicht betroffen sind. „Nirgends findet man derartig qualifizierte und umfangreiche Angaben über Flächengebiete, innerhalb derer Unternehmen ihre Netze betreiben“, betont Hoffmann. Aktuell sind nach Mitteilung von infrest mehr als die Hälfte aller im Metasystemportal enthaltenen ISB mit qualifizierten Netzgebieten hinterlegt. „Dies erspart auch den Leitungsbetreibern selbst unnötige Anfragen“, so Hoffmann. Die Leistungsbetreiber können selbst proaktiv ihre verantwortlichen Netzgebiete GIS-basiert melden, um so ihr Auskunftsaufkommen sinnvoll einzudämmen, sprich negative Auskünfte zu minimieren.

Über automatisierte Prozesse wird mindestens halbjährlich die Aktualität der hinterlegten Daten bei den Leitungsbetreibern abgefragt. Bei Bedarf bietet das infrest-Team den Netzbetreibern Unterstützung bei der Erstellung der Zuständigkeitsflächen.
Grundsätzlich werden im Auskunftsprozess keine Netzgebiete einzelner Betreiber weitergegeben, sondern ausschließlich zur Zuständigkeitsermittlung verwendet. Die Übernahme und Aktualisierung von Netz- und Versorgungsgebieten im infrest-Metasystemportal ist für Netzbetreiber kostenfrei.

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infrest Baustellenatlas: Verzahnte Koordination von Tiefbau- und Verkehrsplanung https://www.business-geomatics.com/infrest-baustellenatlas-verzahnte-koordination-von-tiefbau-und-verkehrsplanung/ Tue, 17 Jan 2023 10:07:28 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=15021 In mehreren Bundesländern koordinieren Infrastrukturbetreiber, Städte und Kommunen ihre Tiefbaumaßnahmen während der Planung und vor Beginn der Bauarbeiten mit dem infrest Baustellenatlas. Oft gehen dabei geplante Tiefbauarbeiten mit Verkehrseinschränkungen einher. Um mehr Transparenz zu schaffen und die Planungen neuer Baumaßnahmen zu erleichtern, hat die infrest ihre webbasierte Lösung jetzt in Richtung Verkehrsplanung erweitert. Die Infrastrukturbetreiber […]

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In mehreren Bundesländern koordinieren Infrastrukturbetreiber, Städte und Kommunen ihre Tiefbaumaßnahmen während der Planung und vor Beginn der Bauarbeiten mit dem infrest Baustellenatlas. Oft gehen dabei geplante Tiefbauarbeiten mit Verkehrseinschränkungen einher. Um mehr Transparenz zu schaffen und die Planungen neuer Baumaßnahmen zu erleichtern, hat die infrest ihre webbasierte Lösung jetzt in Richtung Verkehrsplanung erweitert. Die Infrastrukturbetreiber bzw. die von ihnen beauftragten Verkehrsplaner können die für die Baumaßnahmen notwendigen Verkehrsänderungen jetzt in einem speziellen Umleitungskataster hinterlegen. Darüber hinaus wird von den städtischen Verkehrsunternehmen im Rahmen von Bautätigkeiten an den Gleisnetzen oft ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Um zu vermeiden, dass die Planung neuer Baumaßnahmen den fahrplanmäßigen Verkehrsfluss der temporären Verkehrsverbindungen behindern, können die Verkehrsbetriebe diese jetzt auch im infrest Baustellenatlas hinterlegen.

Der infrest-Baustellenatlas zeigt nicht nur, wo aktuelle und geplante Baustellen liegen, er integriert auch Verkehrsinformationen.

Die Erweiterungen im infrest Baustellenatlas soll es den beteiligten (Verkehrs-) Planern ermöglichen, vielfältige Informationen zu den eingerichteten Umfahrungen zu hinterlegen. So lassen sich im Umleitungskataster unter anderem Informationen zur Staugefährdung, Anzahl der betroffenen Fahrspuren sowie der Art der betroffenen Verkehrsteilnehmer (ÖPNV, Fahrradfahrer, Fußgänger etc.) angeben. Werden neue Tiefbaumaßnahmen auf der Umleitungsstrecke geplant und im System hinterlegt, informiert das System die verantwortlichen Planer und Verkehrsunternehmen automatisch. Sie können dann gemeinsam Lösungen erarbeiten, um zusätzliche Verkehrsbehinderung zu vermeiden. Über eine Schnittstelle können Informationen aus dem Baustellenatlas bereits in den nationalen MobilitätsDatenMarktplatz (MDM) übertragen werden.

„Mit den jetzt realisierten Erweiterungen zum Umleitungskataster und Schienenersatzverkehr haben wir im infrest Baustellenatlas einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht, der für alle Beteiligte mehr Transparenz schafft und eine engere Verzahnung der Tiefbau- und Verkehrsplanung ermöglicht,“ so infrest Geschäftsführer Jürgen Besler. Der infrest Baustellenatlas, der ursprünglich für die Planungs- und Baukoordination in Berlin entwickelt wurde, ist inzwischen auch in Köln, Düsseldorf, Brandenburg an der Havel, Gelsenkirchen sowie im vom Hochwasser betroffenen Landkreis Ahrweiler im Einsatz.

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Zentrale Auskunftslösung für Halle https://www.business-geomatics.com/zentrale-auskunftsloesung-fuer-halle/ Thu, 17 Feb 2022 08:44:20 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=13439 Die Stadtwerke Halle GmbH implementieren eine Webauskunft für Leitungsmedien in der Kommune inklusive dem ÖPNV. Für die Implementierung der Lösung LineRegister sorgt unter anderem die GISA GmbH. Mit knapp 240.000 Einwohnern ist Halle (Saale) die viertgrößte Stadt der neuen Bundesländer. Berühmtheit hat sie in den letzten Jahren auch durch den Fund der Himmelsscheibe von Nebra […]

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Die Stadtwerke Halle GmbH implementieren eine Webauskunft für Leitungsmedien in der Kommune inklusive dem ÖPNV. Für die Implementierung der Lösung LineRegister sorgt unter anderem die GISA GmbH.

Mit knapp 240.000 Einwohnern ist Halle (Saale) die viertgrößte Stadt der neuen Bundesländer. Berühmtheit hat sie in den letzten Jahren auch durch den Fund der Himmelsscheibe von Nebra erlangt, einer prähistorischen Bronzescheibe aus dem 18. Jahrhundert vor Christus, die als ältestes Abbild des Sternenhimmels der Menschheit gilt und im halleschen Landesmuseum für Frühgeschichte ausgestellt ist.

Das Kraftwerk Halle Dieselstraße (Energiepark Dieselstraße) wurde bereits 1972 in Betrieb genommen und in den Jahren 2004 und 2005 modernisiert. Das Heizkraftwerk deckt den gesamten Fernwärmebedarf von Halle ab. Foto: GISA GmbH

Dass die Bauwirtschaft im städtischen Gebiet eine effiziente Auskunft über unterirdische Leitungen erhält, wird seit Mitte letzten Jahres durch ein webbasiertes Softwaresystem gewährleistet. Besonderheit der Lösung ist, dass die Auskunft über die dortigen Verteilnetze nahezu vollständig über ein einheitliches Portal erlangt werden kann. Außer zu den Breitband-Kommunikationsnetzen erfahren Planer und Bauausführende alles zu den üblichen regionalen Versorgungsmedien, angefangen beim Stromnetz bis hin zur Beleuchtungsinfrastruktur oder den kommunaleigenen Fernwirknetzen. Bei dem Projekt wurde das System LineRegister von der GRINTEC GmbH aus Graz/Österreich eingeführt. Intensiv begleitet wurde das Projekt von der GISA GmbH aus Halle, die vor allem für die Aspekte rund um die IT-Infrastruktur verantwortlich war.

Zentrale Auskunft für die städtischen Leitungsmedien

Alle Leitungsanfragen zu allen Medien über ein zentrales Portal – das ist für Städte und Metropolregionen ein Konzept, das zunehmend Schule macht. Hintergrund dabei ist der Gewinn an Effizienz und Sicherheit für Bauarbeiten in hochverdichtetem Siedlungsraum, also dort, wo die unterirdische Infrastruktur von den bekannten Netzbetreibern dominiert wird. In Halle ist dabei die Stadtwerke Halle (SWH) GmbH federführend. Zu den Versorgungsbereichen der rund 2.900 Mitarbeiter zählenden Unternehmensgruppe gehören Energie- und Wasserversorgung, öffentlicher Personennahverkehr, Abwasserbeseitigung oder Abfallentsorgung, Stadtbeleuchtung oder Teile der Kommunikationsinfrastruktur.

Zum Konzern Stadtwerke Halle zählen die EVH GmbH und Energieversorgung Halle Netz GmbH, als Versorger und Netzbetreiber für Strom, Gas und Fernwärme; die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft (HWS) GmbH, die für das Rohrleitungsnetz im Bereich Trink- und Abwasser zuständig ist, sowie die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG), die die Straßenbahn- und Busverkehre in Halle sowie eine Straßenbahnstrecke im Umland von Halle betreibt. Die treibende Kraft für die kommunalweite Auskunftslösung war die Energieversorgung Halle Netz GmbH, daher hatte das Unternehmen auch die Projektleitung inne.

Alle Unternehmen setzen für die Verwaltung ihrer Leitungsinfrastruktur Smallworld ein, wobei dort verschiedene Versionsstände des Versorger-GIS im Einsatz sind. „Dies war eine der Herausforderungen im Projekt“, sagt Uwe Galow, Teamleiter GIS bei GISA. Bisher war bei den Unternehmen zwar eine online- oder E-Mail-basierte Leitungsanfrage möglich, die Antworten gaben aber die jeweiligen Subunternehmen selbst. Jede Antwort gehorchte in Struktur und Inhalt eigenen Gesetzmäßigkeiten. „Nun wird diese über einen einheitlichen Zugang gestellt, der aber über die jeweiligen Firmenwebseiten zugänglich ist“, so Galow. Im Hintergrund holt die Auskunftslösung (also LineRegister) bei den jeweiligen GIS die Auskunftsdaten ein.

Auf Anwenderseite gibt es auch verschiedene Rollen mit den jeweiligen Berechtigungen. Für einfache Anfragen (auch von Privatpersonen) werden nach Prüfung der Berechtigung kurzzeitige Zugänge gewährt. Häufig Auftragssuchende wie etwa Planungsfirmen oder Bauunternehmen erhalten langfristige Berechtigungen. Sie können auch größere Anfragen stellen und bekommen bis zu 20 Pläne täglich im A0-Format (als PDF) geliefert. Highend-User bekommen dxf-Dateien geliefert, die unmittelbar im Auskunftsprozess über einen Small­world-Connector generiert werden.

Projektverlauf

Die Vorarbeiten zu dem Projekt starteten bereits im Jahr 2018, wobei ein erheblicher Zeitraum für die Diskussion grundsätzlicher Fragen, beispielsweise zu den Kostenstrukturen, aufgebracht wurde. Man entschied sich dann für eine kostenfreie Auskunft. Bei der Systemauswahl fiel die Entscheidung zugunsten von LineRegister von GRINTEC aus, weil die Lösung nach Angaben von Uwe Galow bei der Präsentation, dem Preis und der IT-Architektur die Nase vorn hatte. Die Anwendung läuft auf einem zentralen Server (Hosting bei der IT-Tochter IT Consult Halle GmbH), zwei Clients sorgen für die Auskunft an Dritte beziehungsweise an interne Mitarbeiter. Die Abfrage an die jeweiligen GIS geschieht mit einem Mandanten-Konzept, wobei diese Abfragen synchron getätigt werden.

Die Lösung ist seit Mitte 2021 im Einsatz, die reine Implementierung des Systems dauerte ca. 12 Monate. Einzig die Freischaltung der Lieferung anfragebezogener dxf-Daten steht noch aus. „Dies haben die Highend-User eingefordert, die Umwandlung der GIS-Daten in diesen CAD-Standard wird derzeit noch umgesetzt. Zwar gibt es bereits einige Kunden in Deutschland, die mit Smallworld dxf-Dateien für die Auskunft erzeugen, hier ist aber die individuelle Konfiguration anspruchsvoll“, so Galow. Prinzipiell sei es aber möglich, dass bei der LineRegister-Lösung verschiedenste GIS-Clients angebunden werden, dazu gibt es von GRINTEC auch verschiedene Connecetoren.

Besonderheiten des Systems

Für die Visualisierung dient die Grundkarte der Stadt Halle. Da die HAVAG auch ÖPNV-Netze außerhalb der Stadtgrenzen unterhält, werden für diese Gebiete Daten von Open Street Map herangezogen, wobei die Lösung dabei auf bestehende OSM-Dienste zurückgreift, die IT Consult Halle bereits für die Kommune implementiert hatte. Von der IT-Tochter stammen auch die dafür optionalen Luftbilddaten. Anwender können dann Adress- oder Flurstücks-basiert die betroffenen Gebiete eintragen.

Die GIS-Verantwortlichen definieren dann im Smallworld entsprechende Sperrflächen, innerhalb derer Leitungen betrieben werden. „So werden auch entsprechende Null-Bescheide generiert“, beschreibt Galow. Für die Auskunft wird ein spezieller, sekundärer Auskunftsdatensatz herangezogen, der jede Nacht aus dem primären GIS heraus aktualisiert wird. Bei den eingesetzten GIS (alle aus der Systemgeneration 4 von Smallworld) wird als Middleware der Smallworld GeoSpatial Server (GSS) genutzt, also wurde der zuvor im Einsatz befindliche Smallworld Internet Application Server (SIAS) nicht mehr verwendet.

Der GISA-Teil umfasste vor allem den Aufbau der Server-Infrastruktur, die Erstellung der jeweiligen Zertifikate inklusive der IT-Sicherheit sowie entsprechende Features wie Firewall oder das Monitoring. Ebenso wirkte der IT-Dienstleister bei der kundenindividuellen Konfiguration von LineRegister mit.

„In dem Projekt hat insbesondere die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Experten der betroffenen Unternehmen sehr gut funktioniert“, beschreibt Galow. „Ebenso kam Unterstützung von dem Unternehmen ITS GmbH aus Erfurt, die das Smallworld bei der HWS betreuen.“ GISA hatte bereits eine ähnlich aufgebaute Lösung (auch mit LineRegister) für die MITNETZ Strom implementiert, konnte also auf entsprechende Erfahrungen zurückgreifen. (sg)

www.gisa.de

www.swh.de

www.lineregister.com

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Wo steht die Leitungsauskunft in Deutschland aktuell? https://www.business-geomatics.com/wo-steht-die-leitungsauskunft-in-deutschland-aktuell/ Thu, 17 Feb 2022 08:32:16 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=13433 Die eigenen Netze beauskunften einerseits, ein vollständiges und einheitliches Bild der Netzverläufe auf der Baustelle andererseits – beim Thema Leitungsauskunft in Deutschland werden die Bedarfe der Bauwirtschaft noch immer nicht hinreichend bedient. Freitagnachmittag in der Planungsabteilung der Tiefbau Muster GmbH: Die letzten Vorbereitungen für die Baustelleneinrichtung in der kommenden Woche laufen. Plötzlich Alarm: Die Unterlagen […]

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Die eigenen Netze beauskunften einerseits, ein vollständiges und einheitliches Bild der Netzverläufe auf der Baustelle andererseits – beim Thema Leitungsauskunft in Deutschland werden die Bedarfe der Bauwirtschaft noch immer nicht hinreichend bedient.

Freitagnachmittag in der Planungsabteilung der Tiefbau Muster GmbH: Die letzten Vorbereitungen für die Baustelleneinrichtung in der kommenden Woche laufen. Plötzlich Alarm: Die Unterlagen für die Leitungsauskunft sind unzureichend aufgearbeitet. Weder sind alle potenziellen Leitungsbetreiber für das Baugebiet recherchiert, noch haben alle Betreiber, die als betroffen identifiziert wurden, auf die Leitungsanfragen reagiert. Zudem liegen die Planauszüge, die von privatwirtschaftlichen Auskunftsdienstleistern bereitgestellt wurden, in den verschiedensten Formaten vor: Der eine hat Papierpläne gesendet, der andere PDF-Dateien in einem nicht zu gebrauchenden Maßstab, der Dritte hat eine überdetaillierte dxf-Datei geliefert. Auch die Bauleiter vor Ort äußern immer wieder den Wunsch, eine vollständige, digitale Bauakte – am besten mit einem fusionierten Lageplan – zu erhalten. Die Stabsstelle muss dazu auf lange Sicht vertrösten. Dies gilt auch bei dem Wunsch der Baggerführer, digitale, lagegenaue Leitungspläne direkt in die automatische 3D-Baggersteuerung einzubinden, einschließlich eines Warnsystems. Bei der Leitungsauskunft in Deutschland im Jahr 2022 sind solche Situationen immer noch häufig anzutreffen. Die Leitungsbetreiber haben zwar pflichtgemäß ihre Daten geliefert, in der Bauwirtschaft droht aber wieder einmal Zeitverlust und ein erhöhtes Risiko, schon bevor der erste Bautrupp überhaupt ausgerückt ist.

Wer sorgt für eine belastbare Leitungs- und Planauskunft in Deutschland? Diese Fragestellung mutet mitunter ähnlich unübersichtlich an wie die Leitungssituation unter der Erde. Foto: sig Media GmbH & Co. KG

Diese Beispiele zeigen, dass im Bereich der Leitungsauskunft immer noch viele Potenziale in Bezug auf Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit brachliegen. Ganz abgesehen davon ist die Leitungsauskunft ein weiteres Beispiel für den insgesamt mangelhaften Digitalisierungszustand in Deutschland. So ist etwa die Unterstützung von BIM-Standards (Building Information Modeling) durch die Datenzulieferung aus der Leitungsauskunft noch Lichtjahre vom Optimum entfernt. Viel wird geredet, die tägliche Praxis löst das meistens jedoch nicht ein. Die tradierten Formen der Leitungsauskunft, seit Jahrzehnten recht konservativ praktiziert, sind zwar gesetzlich verpflichtend und scheinbar hoch reguliert, dennoch wird die Situation für die Bauunternehmen immer schwieriger. Nicht nur Zeit- und Kostendruck, auch die Verletzlichkeit der Versorgungsinfrastruktur steigt. Mehr als 100.000 Kabel- und Leitungsschäden pro Jahr gemäß aktuellem Bauschadensbericht der VHV-Versicherungsgruppe (VHV Bauschadenbericht Tiefbau und Infrastruktur 2020/2021) sprechen hier eine deutliche Sprache.

Offene Gesetzeslage in Deutschland

Uneinheitliche Prozesse und Verfahren der Auskunft bei den einzelnen Leitungsbetreibern machen die Situation für viele Bauunternehmen sogar noch diffiziler. Gerade für Stadtwerke und kommunale Träger gilt zu oft noch: Jeder kocht sein eigenes Auskunfts-Süppchen.

Im Gegensatz zu anderen Ländern wie etwa den Niederlanden (Stichwort: KLIC-System), wo der Gesamtprozess der Leitungsauskunft gesetzlich geregelt ist und Auskünfte kostenpflichtig eingeholt werden müssen, ist die Gesetzeslage in Deutschland weiterhin offen. Die Leitungsbetreiber sind zwar im Rahmen der sogenannten Verkehrssicherungspflicht grundsätzlich zur kostenfreien Auskunft ihrer eigenen Leitungen verpflichtet. Wie sie dies jedoch umsetzen, welche Inhalte in welcher Form über welchen Kanal bereitgestellt werden, ist nicht klar definiert. Die Probleme sind vielfältig. Einerseits fehlt die klare gesetzliche Grundlage. Allein die Verkehrssicherungspflichtigkeit nach BGB stellt den kleinsten gemeinsamen Nenner dar und ist auch höchst interpretationsfähig. Welche Pflichten leiten sich tatsächlich für jeden der Beteiligten daraus ab, wie sind die haftungsrechtlichen Konsequenzen und vor allem, wer stellt wem, wie und wann, welche Information zur Verfügung? Selbst gesetzesergänzende oder gar gesetzes­ersetzende Regelwerke, die von den Fachverbänden der Leitungsbetreiber herausgegeben werden, stellen gerade einmal einem Minimalkonsens dar, auf den man sich soeben noch verständigen konnte. Der große Wurf zur grundsätzlichen Regelung ist bislang mit den W’s, GW’s des DVGW oder den SW’s des VEDE FNN nicht gelungen. Darüber sind sich Branchenexperten bislang jedenfalls auf beiden Seiten der Betroffenen einig, zumal sich die Belange und Bedürfnisse der Baubranche in diesen Regelwerken kaum wiederfinden.

Der gesamte Prozess der Auskunft als wertschöpfende Tätigkeit liegt nach wie vor zur Hauptsache in Verantwortung der Bau- und Planungswirtschaft. Die Kosten dafür  werden bei den allgemeinen Infrastrukturkosten eingepreist. Das Risikopotenzial für gesamtgesellschaftliche Schäden steigt derweil immens. Man stelle sich zum Beispiel vor, was es für die zukünftig angestrebte teilautonome innerstädtische Mobilität bedeuten würde, wenn das Glasfaser-Backbone aus Versehen von einer Baggerschaufel gekappt werden würde.

Vom Anfang und Ende der Kette

Für den Leitungsbetreiber endet die Auskunft bei der Lieferung der eigenen Daten, für die Bauwirtschaft hingegen beginnt erst mit einer vollständigen Übersicht über die Ist-Situation die konkrete Planung des Bauprojektes. Was also für die einen das Ende der Kette darstellt, ist für den anderen gerade der Anfang. Die Bauwirtschaft kann daher aus gutem Grund ein vollständiges, belastbares und wirtschaftliches Auskunfts- und Rechercheverfahren erwarten. Diese Lücke versucht die Baubranche derzeit mit nahezu verzweifelter Eigenakribie zu schließen. Auf Dauer muss dies jedoch von anderer Seite geleistet werden. Da der Gesetzgeber den Gesamtprozess jedoch nicht inhaltlich und operativ definiert, bleibt er eine wertschöpfende Tätigkeit privatwirtschaftlicher Anbieter, die marktwirtschaftlichen Gesetzen unterliegen. Obwohl es in den letzten Jahren viel Bewegung im „Markt“ für Leitungsauskunft in Deutschland gab, konnten aber auch diese Entwicklungen die Probleme nicht grundsätzlich lösen. Warum ist das so?

Unterschiedliche Interessenslagen

Eine Ursache dafür liegt darin, dass die Modernisierung der Auskunfts- und Rechercheprozesse zuletzt fast ausnahmslos aus dem Lager der Netzbetreiber selbst und nicht aus der Bauwirtschaft getrieben wurde. Dabei sind die Interessenslagen bei den einzelnen Untergruppen, zum Beispiel den Verteilnetz- und den Fernleitungsbetreibern sehr unterschiedlich.

Schadenfälle nach Leitungsart

Insbesondere Kommunikationsleitungen sind für Beschädigungen im Zusammenhang mit Erdbauarbeiten anfällig. Das geht aus dem VHV-Bauschadenbericht 2020/2021 hervor. Insgesamt können demnach 77 Prozent der beschädigten Leitungen und Kabel dem Kommunikationssektor zugewiesen werden. Ebenfalls auffällig: während im Vergleich der zugrundeliegenden Studien 1995 und 2014 in allen Sparten die Anzahl an Schadenfällen prozentual abnahm, war für Medien- und Fernmeldekabel ungefähr eine Verdoppelung der Schadenfälle zu beobachten (1995: 39,7%; 2014: 77,2%). Diese Entwicklung kann unter anderem auf die prozentuale Zunahme der Versorgungsleitungen für diese Branche relativ zu den anderen Sparten (Strom, Gas, Fernwärme usw.) zurückgeführt werden.

Die starke prozentuale Abnahme (1995: 30,4%; 2014: 9,9 %) der Schadenfälle im Bereich der Energiekabel kann dem VHV-Bauschadenbericht zufolge einerseits durch qualitativ bessere Lagepläne (Stichwort: Digitale Leitungsauskunft) und andererseits durch den vermehrten Einsatz von Ortungsgeräten (bspw. Geo-Radaren) erklärt werden.

Auch Frischwasser- (1995: 8,3%; 2014: 1,1%), Abwasser- (1995: 8,3%; 2014: 5,8%), Gas- (1995: 4,4%; 2014: 1,4%) und Fernwärmeleitungen (1995: 1,5%; 2014: 0,6%) wurden im Laufe der Jahre weniger beschädigt.

Die Verteilnetzbetreiber – in erster Linie Stadtwerke, kommunale Eigenbetriebe und lokale bzw. regionale Kommunikationsnetzbetreiber – haben ein hohes Interesse an einem reibungslosen, digitalen Prozess, aber gleichermaßen auch an einem möglichst engen Kontakt mit den Baufirmen. Man will genau wissen, wer, was, wo baut und im Zweifel frei entscheiden, wie eng die Betreuung der Baustelle durch interne Mitarbeiter ist. Man arbeitet daher vielerorts nachhaltig an der Qualität der Netzdaten (GIS), weiß aber, dass eine komplett vollständige, hochgenaue, topaktuelle Dokumentation (am besten in 3D inklusive Überdeckungstiefen) auf absehbare Zeit eine illusionäre Wunschvorstellung bleiben dürfte. In der Regel werden Auskunftsdokumente als PDF geliefert. Moderne Metropolregionen oder innovative Städte arbeiten an kommunalweiten Portalen mit einheitlicher Auskunft für alle Medien. Die Lieferung detaillierter GIS-Daten in den entsprechenden Dateiformaten ist jedoch selbst dort noch die Ausnahme.

Für Akteure mit kommunalem Fokus gilt, dass sie gesetzlich stark reguliert sind und die Auskunft anhand der gängigen Normen (vor allem GW/S 118, 120) interpretieren. Die für die Bauwirtschaft wichtigen Aspekte sind dort nicht hinterlegt. Man handelt gemäß der Maxime: Wer im Versorgungsgebiet bauen will, weiß, wo und an wen er seine Anfrage stellen kann.

Die Folgen für die andere Seite sind gravierend. Planende Bauunternehmen müssen für die Leitungsrecherche hohe Personalkapazitäten aufwenden, denn für jedes potenzielle Leitungsnetz eine etwaige Betroffenheit zu ermitteln, die Anfrage beim Betreiber zu stellen und letztlich die einzelnen Ergebnisse auszuwerten, verlangt einen hohen personellen und zeitlichen Aufwand. Zumal der Prozess bei jeder Planänderung noch einmal neu durchlaufen werden muss. Jeder Auskunftsprozess muss einzeln bearbeitet werden, um so zu einem mühsam aus vielen kleinen Mosaikteilen zusammengesetzten Gesamtergebnis zu gelangen.

Bundesweite Recherche- und Auskunftsportale

Die innovativsten Akteure rund um die Leitungsauskunft in Deutschland stammen aus dem Bereich der Fernleitungsbetreiber (vor allem Gas, Öl, Stromtransport, Wasser und industrielle Medien). Deren bundesländerübergreifende Netze führen oft durch dünn besiedelte Gebiete. Die Kontrolle über alle Bautätigkeiten ist hier weitgehend nicht möglich. So ist der Wunsch groß, dass einerseits alle Bau- und Planungsfirmen entsprechende Anfragen an die Fernleitungsbetreiber richten. Andererseits ist der Aufwand bei den sogenannten Nullbescheiden, also Anfragen zu Projekten, auf deren Gebiet keine eigene Leitung verläuft, hoch, da grundsätzlich jede Anfrage beim Betreiber Aufwand auslöst, selbst wenn das Prüfungsergebnis keine Betroffenheit ausweist. Man erwartet automatisierte, zuverlässige und verbindliche Prozesse. Da sich für Fernleitungsbetreiber die Aspekte der Leitungssicherheit und Geschäftsprozessoptimierung leicht in Einklang bringen ließen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Recherche- und Auskunftsportale initiiert. Durchaus mit Erfolg.

So versammelt die am 15.06.2015 von einst 17 Netzbetreibern der Gas-, Öl- und Chemieindustrie gegründete BIL eG mittlerweile 118 Mitglieder (Stand: BIL Mitteilung Januar 2022), was für den Bereich der Fernleitungen nahezu Vollständigkeit bedeutet. Das in weniger als 40 Wochen neu entwickelte BIL Portal zur Leitungsanfrage startete am 29. Februar 2016 den für Anfragende kostenfreien Online-Betrieb.

Vor kurzem wurde die 600.000. Leitungsanfrage gemeldet, die seit dem Online-Start über das BIL-Portal abgewickelt wurde. Auf den ersten Blick beeindruckende Zahlen und eine vermeintliche Erfolgsgeschichte. Vor dem Hintergrund des Gesamtpotenzials an Auskunft müssen diese Zahlen jedoch anders bewertet werden. Allein in Deutschland rechnen Experten pro Jahr mit ca. 1 Million Bauprojekten, zu denen theoretisch mindestens eine Leitungsanfrage gestellt werden müsste. Praktisch sogar weit mehr, allein die vielen tausend Planungsprojekte sind dabei noch nicht berücksichtigt. Über BIL läuft derzeit demnach trotz des modernen und intuitiven online Portals nur ein kleiner Teil aller möglichen Anfragen. Woran liegt das? Die Antwort dafür liegt auf der Hand: BIL ist einfach nicht vollständig. Es sind „nur“ 118 Mitglieder bei BIL repräsentiert. 118, zugegeben meist große Transportnetzbetreiber, aber eben nur 118 Betreiber von geschätzt ca. 15.000 im gesamten Land.

Vorbild Niederlande

Wie hoch das Gesamtpotenzial an Leitungsanfragen ist zeigt das Beispiel Niederlande. „Wir haben es zwar in den Niederlanden im Vergleich zu Deutschland nur mit etwa 1.500 Leitungsbetreibern zu tun, doch wären unsere IT und die erprobten Arbeitsprozesse sicher auch für weitaus größere Betreiberzahlen ausgelegt,“ ist sich Caroline Groot, KLIC-Direktorin bei der niederländischen Katasterbehörde, sicher. „Immerhin bearbeiten wir heute schon über 650.000 Leitungsanfragen pro Jahr vollständig digital und das meist mit Antwortzeiten von unter zwei Tagen“, betonte Groot bereits 2018 gegenüber der BUSINESS GEOMATICS.

Die Niederlande haben den Prozess zur Leitungsanfrage per Gesetz grundsätzlich geregelt und dabei sowohl die Leitungsbetreiber zur zentralen Bereitstellung ihrer Netzinformationen verpflichtet als auch die Verkehrskreise, die zu einer Leitungsanfrage verbindlich veranlasst sind, fest definiert. Ein Garant für schnelle, zuverlässige und vor allem vollständige Auskunft.

In Deutschland gibt es nach Expertenschätzung mehr als 10-mal so viele Leitungsbetreiber und eine fast 5-mal größere Bevölkerung. Aber hierzulande trägt die Bauwirtschaft die für diese Belange größte Auskunftslast. Für sie steht ein vollständiger Recherche- und Auskunftsrozess, der qualitätsgessichert, effizient und zuverlässig aus einer Hand angeboten wird und auf den neuesten Standards der Digitalisierung basiert weiterhin nicht zur Verfügung.

Gerade was aber die dringend erforderliche Vollständigkeit der Recherche anbetrifft, muss sich die Bauwirtschaft derzeit auf Recherchen in den sogenannten TÖB-Listen der Kommunen (Listen Träger öffentlicher Belange) beziehungsweise auf Auskunftsdatenbanken einzelner Anbieter verlassen. Zu Qualität, Aktualität und Substanz dieser Listen gibt es keine objektivierten Untersuchungen, keine Standards und auch keine Richtlinien zu deren Qualitätsmerkmalen. Es bleibt also nichts anderes übrig, als sich auf die Verbindlichkeit der Eigenangaben der Portalbetreiber zu stützen. Am Ende bleibt immer noch die bange Frage, ob denn nun wirklich alle erhaltenen Auskünfte ein vollständiges Bild abgeben. Eine Wanderung auf einem schmalen Grat.

Auskunft als externe Dienstleistung

Neben den Portalbetreibern sind zwischenzeitlich einige Einzelanbieter auf dem Markt aktiv geworden, die die Leitungsrecherche und -auskunft als individuelle, häufig projektorientierte Dienstleitung anbieten. Diese beschreiben ihr Angebot inhaltlich auch ähnlich wie die Online-Auskunft oder Auskunftsportale, meinen damit aber in der Regel „nur“ die Kommunikationsschnittstelle zu den Auskunftssuchenden: Hier werden Anfragen bei Leitungsbetreibern gestellt und Ergebnisse bereitgestellt, der eigentliche Auskunftsprozess wird jedoch manuell umgesetzt beziehungsweise unter Zuhilfenahme anderer Portale teilautomatisiert durchgeführt. Die Bauwirtschaft kann an dieser Stelle die Auskunftsleistungen outsourcen, allerdings bleibt die Frage, inwiefern die Geschäftsprozesse rund um solche Dienstleistungen beliebig skalierbar sind. Das gesamte Marktpotenzial für einen eigenständigen Dienstleistungsbereich „Auskunft“ ist zwar gewaltig, doch noch sind die Vorteile einer Externalisierung der Bauwirtschaft nicht ausreichend bekannt, als dass sich dieser Markt derzeit schon dynamisch entwickeln würde.

Aktuell hat sich zwar ein buntes Feld einzelner Anbieter für Leitungsauskunft, Planauskunft und Leitungsrecherche entwickelt, doch die sichtbare Lücke zwischen den Auskunftsprozessen und Erfordernissen der Leitungsbetreiber einerseits und den Anforderungen der modernen Bauwirtschaft andererseits konnte bislang bei weitem nicht geschlossen werden. Schlagworte wie bundesweite Auskunft, Vollständigkeit und Sicherheit werden häufig genutzt. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber, dass die einzelnen Anbieter meist nur Teilaspekte des gesamten Wertschöpfungsprozesses abdecken und die Bauwirtschaft noch immer gefordert ist, das Gesamtangebot selbst zu prüfen und zu evaluieren und somit eine eigenständige Einschätzung zur Gesamtqualität der Auskunft vorzunehmen.

Um diese Defizite und Problemlagen zu beseitigen bieten sich tatsächlich nur zwei Alternativen an: entweder entscheidet sich Deutschland für den Weg einer grundsätzlichen gesetzlichen Regelung des Prozesses der Leitungsauskunft nach dem Vorbild der Niederlande oder anderer europäischer Länder mit Gesetzesreglung und sorgt dabei auch gleichzeitig für die Verfügbarkeit und Bereitstellung der Informationen über eine geeignete zentrale Betreiberorganisation etwa durch eine Bundesbehörde oder eine andere Instanz. Oder aber ein privatwirtschaftlich seriöser und verlässlicher Player ordnet auf dem Dienstleistungsweg den Gesamtprozess bedarfsorientiert modern und zeitgemäß neu. Ein derartiger Anbieter müsste in jedem Fall neben einer nahezu vollständigen Betreiberdatenbank aller Versorgungssparten auch ein differenziertes Dienstleistungsangebot bereitstellen, das je nach Bedarf der Bauwirtschaft von der einfachen Rechercheleistung bis hin zur Erstellung der digitalen Bauakte reicht. Es braucht also dringend eine bundesweite Profi-Leitungsauskunft. (pk / sg)

Der Beitrag Wo steht die Leitungsauskunft in Deutschland aktuell? erschien zuerst auf Business Geomatics.

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