XPlanung Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/xplanung/ Wirtschaftszeitung für Geoinformatik Tue, 30 Sep 2025 08:49:31 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.business-geomatics.com/wp-content/uploads/2023/01/cropped-BG-Favicon-32x32.png XPlanung Archive - Business Geomatics https://www.business-geomatics.com/category/xplanung/ 32 32 Die xPlanBox gewinnt Partner https://www.business-geomatics.com/die-xplanbox-gewinnt-partner/ Tue, 30 Sep 2025 08:49:31 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=23005 Die Open Source Lösung für die Verwaltung von XPlanungs-konformen Dateien wird nun auch von Dataport und dem GIS-Anbieter CAIGOS genutzt.

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Die Open Source Lösung für die Verwaltung von XPlanungs-konformen Dateien wird nun auch von Dataport und dem GIS-Anbieter CAIGOS genutzt.

Die Entwicklungen in der digitalen Planungsunterstützung und vor allem beim Standard XPlanung schreiten rasant voran. Der Datenstandard wird nicht nur immer häufiger in der Praxis genutzt, sondern entwickelt sich auch kontinuierlich weiter. Je mehr Kommunen ihn einsetzen und je mehr Themen in die moderne Siedlungsplanung vordringen (beispielsweise rund um die Themen Energie, Baulanderschließung, Stadtplanung, Verkehrswende etc.), desto dynamischer sind auch die Entwicklungen des Standards und der Datenmodellierung. Die Folge ist, dass auch die Entwicklungsarbeiten rund um die dazugehörige Software Schritt halten müssen.

Einer der wichtigsten Akteure in Deutschland in diesem Bereich ist die Firma lat/lon. Seit dem ersten Erscheinen des Standards im Jahr 2010 entwickelt das Unternehmen mit der xPlanBox eine Software zum Verwalten der XPlan-konformen Daten. Im April 2022 hat es die Software in Zusammenarbeit mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) Hamburg als Open-Source-Projekt veröffentlicht.

Seit die Software im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) nach dem „Einer-für-Alle“-Prinzip (EfA) zum Einsatz kommt, haben sich die Entwicklungen nochmals intensiviert. Inzwischen liegt die Software in der Version 9.0 vor. „Die neue Version der xPlanBox 9.0 wurde im Rahmen des OZG-Projekts DiPlanung entwickelt und unterstützt jetzt die neue Version 6.1 des Standards XPlanung. Es ist möglich, Pläne im Format XPlanGML in dieser Version zu prüfen, zu verwalten und über WMS und WFS zu veröffentlichen“, sagt Geschäftsführer Torsten Friebe. Zuletzt sind auch viele Neuerungen im Bereich Identity und Access Management dazugekommen, etwa durch eine Schnittstelle zu der Software Keycloak, die einen De-facto-Standard für Identity und Access Management (IAM) und Single Sign-On (SSO) darstellt.

Die xPlanBox ermöglicht es, eine dienstebasierte, vernetzte und sichere Cloud-basierte Infrastruktur zu realisieren. „Die Vision von XPlanung, die Digitalisierung für eine schnellere, bessere und gerechtere Planung der Raumnutzungsstrukturen in Deutschland zu nutzen, wird damit immer konkreter“, sagt Friebe. Rund um die Flächennutzungs- und Bauleitplanung werden Öffentlichkeit, Fachleute, Verwaltung und Politik besser vernetzt.

Die xPlanBox, hier integriert in das Geoportal von CAIGOS, ist eines der digitalen Werkzeuge, die die Vorteile der Digitalisierung bei Stadt- und Regionalplanung in der Praxis der kommunalen Verwaltung konkret verfügbar machen. Foto: CAIGOS GmbH

Neue Partnerschaften

Ein weiterer Beschleunigungsfaktor für diese Entwicklung sind neue Partnerschaften von lat/lon, beispielsweise mit Dataport, einem IT-Dienstleister für die öffentliche Verwaltung mit Sitz in Hamburg. Dataport plant, die xPlanBox zusammen mit dem Masterportal für Geodaten als kombinierte Cloud-Lösung bereitzustellen. Die Dienste sollen in der ersten Jahreshälfte 2026 verfügbar sein. „Wichtig war für uns vor allem, dass die Lösung einen Open-Source-Ansatz verfolgt”, so Dr. Nicholas Schliffke, Leiter von GDI & UrbanSystems bei Dataport. Dataport arbeitet eng mit der Leitstelle XPlanung zusammen und beschäftigt sich seit rund fünf Jahren mit dem Thema XPlanung. „Während die Stadt Hamburg Vorreiter ist, hat das Thema in der Breite erst in den letzten Jahren richtig Schwung aufgenommen”, sagt Schliffke. Als Treiber nennt er vor allem die Beteiligungsplattform DiPlanung, für deren Nachnutzung sich neben Bremen und Hamburg kürzlich auch die Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern entschieden haben. Die Plattform ermöglicht es allen Akteuren in der raumbezogenen Planung, den Beteiligungsprozess einfach und effizient online zu gestalten. Dies spielt unter anderem bei der Bauleitplanung eine gewichtige Rolle. Beteiligte können ihre Stellungnahmen und Rückmeldungen online abgeben – komfortabel und zeitsparend. Wie beim Masterportal gibt es viele Dataport-Kunden, die Beteiligungs- und Austauschlösungen in eigenen Rechenzentren implementieren wollen. Dafür können die aus dem Masterportal bekannten xPlanBox-Dienste zum Einsatz kommen.

Integriert in kommunales GIS

Auch das Unternehmen CAIGOS integriert die Open-Source-Lösung xPlanBox in ihre GIS-Lösungen. Dazu haben die Unternehmen jüngst einen weitreichenden Kooperationsvertrag geschlossen: lat/lon und CAIGOS sind dabei in Zukunft gemeinsam für die Weiterentwicklung der XPlanungs-relevanten Komponenten und die Integration in die CAIGOS-Suite verantwortlich.

CAIGOS bietet bereits seit den Anfängen der XPlanungs-Entwicklungen entsprechende Fachschalen für Kommunen an. „Die Entwicklungen an dem XPlanungs-Datenstandard schreiten rasch voran und es ergibt Sinn, dass sich zwei marktführende Anbieter hierzu ergänzen und gemeinsam voranschreiten“, sagt Entwicklungsleiter Thomas Willmes. Die lat/lon-Kooperation bringe demnach auch für CAIGOS-Kunden die meisten Vorteile. „Nach einer Marktuntersuchung war uns dabei sehr schnell klar, dass die xPlanBox die beste Lösung für die Datenverwaltung ist“, so Willmes. Dies sei vor allem auf den Open-Source-Ansatz und die enge Mitarbeit von lat/lon in der AG Datenmodellierung bei der XLeitstelle zurückzuführen.

Durch diese Kooperation gewinnt die XPlanung nochmals an Relevanz und Verfügbarkeit in den Kommunen. Die Lösungen CAIGOS GIS und CAIGOS Globe zeigen die Daten der Flächennutzungs- und Bauleitplanung kartenbasiert an und integrieren sie in alle damit verbundenen Prozesse. „Dadurch sinken die Barrieren für die Nutzung der neuesten XPlanungs-Standards erneut und diese werden noch breiter in den kommunalen Verwaltungsprozessen genutzt. Die Bauleit- und Flächennutzungsplanung kann so noch effektiver, kostengünstiger und qualitativ besser gestaltet werden“, sagt CAIGOS-Geschäftsführer Dirk Weidemann. CAIGOS zählt inzwischen mehr als 1.200 Kunden, davon ca. 650 Kunden im kommunalen Markt, von Großstädten bis hin zu kleineren Kommunen, Landkreisen und Ministerien. CAIGOS hatte zuvor eine Umfrage unter Kommunen durchgeführt, aus der hervorging, dass der überwiegende Anteil die Daten in Verwaltungsprozessen nutzt, die eigentliche Erstellung der Daten aber weitestgehend an Dritte ausgelagert ist.

www.lat-lon.de

www.caigos.de

www.dataport.de

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XPlanung24 in Bad Homburg https://www.business-geomatics.com/xplanung24-in-bad-homburg/ Tue, 30 Sep 2025 08:39:39 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=22997 INTERVIEW - Die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe setzt für die XPlanung-konforme Digitalisierung von Bestandsbebauungsplänen die Portallösung XPlanung24 ein.

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INTERVIEW – Die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe setzt für die XPlanung-konforme Digitalisierung von Bestandsbebauungsplänen die Portallösung XPlanung24 ein. BUSINESS GEOMATICS sprach mit Beatrix Wagner, Sachbearbeiterin im Fachbereich Stadtplanung, Verwaltung und Technik und dem kooperierendem Expertenbüro für XPlanung Spacedatists sowie dem Portalentwickler von XPlanung24 über die Zusammenarbeit.

Fachlich-inhaltliche Prüfung einfach gemacht. Im Online-Auftragsmanagement können innerhalb des Webviewers Kommentare räumlich verortet werden (links). Die Annotationen dienen zur Beschreibung einer Frage, eines Hinweises oder der Formulierung von Korrekturbedarfen. Jeder Kommentar wird im Auftrag als Checkbox hinterlegt (rechts), sodass Kommune und Planungsbüro stets den Überblick über alle offenen und abgeschlossenen Punkte haben. Foto: XPlanung24

Frau Wagner, zunächst einmal, wie sind Sie als Stadt hinsichtlich der Einführung und Umsetzung von XPlanung aufgestellt?

Wagner: Wir haben sehr früh begonnen, uns mit dem Thema zu beschäftigen. Bereits 2020 haben wir beschlossen ca. 160 unserer rechtskräftigen Bebauungspläne nach und nach in den neuen Standard XPlanung zu überführen. Um die Potenziale von XPlanung voll auszuschöpfen, lassen wir die Pläne vollvektoriell digitalisieren. Auch die textlichen Festsetzungen werden als maschinenlesbare Textabschnitte logisch an die jeweiligen Planzeichengeometrien referiert. Das sind sehr hohe Anforderungen, welche zum Zeitpunkt unserer Digitalisierungstätigkeiten nur sehr wenige konnten. Wir sind froh, dass wir seit nun fünf Jahren mit Spacedatists erfolgreich diesen Weg gehen. Selbstverständlich wird auch in allen neuen Bauleitplanverfahren XPlanung umgesetzt.

Welche Rolle spielt XPlanung24 bei der Umsetzung von XPlanung?

Wagner: Wir sind Nutzer des Portals seit der ersten Stunde. Es hat sich seit der Entwicklungs- und Testphase im Sommer 2024 unglaublich gewandelt. Heute nutzen wir es primär für die Einholung von Angeboten für XPlanung-konforme Digitalisierungsdienstleistungen sowie die Online-Überprüfung und Abnahme der XPlan-Daten. Hierfür erleichtert das Auftragsmanagement die Kommunikation und inhaltliche Prüfung immens. Lange Zeit mussten wir die gelieferten GMLs erst in unser lokal installiertes System importieren. Die Darstellung des Plans war dann meist etwas anders als vom Dienstleister gerendert, weil die Erfassungssysteme

Jacob Kopec. Foto: Spacedatists

teilweise unterschiedliche Interpretations- und Darstellungsfunktionen haben. Auch mussten wir recht aufwändig die Korrekturbedarfe per Screenshot erfassen und in einer E-Mail umfassend beschreiben. Jetzt arbeiten wir auf einer gemeinsamen Darstellungsplattform. Das Beste ist aber die Funktion zum Setzen von Markern innerhalb der Web-Karte, um Kommentare oder Korrekturbedarfe textuell und räumlich zu verorten. Die Marker werden dabei automatisch in eine Checkliste übertragen, sodass wir als Abnehmer, als auch das beauftragte Büro komfortabel die Punkte abarbeiten können und nicht erst den räumlichen Kontext herleiten müssen. Außerdem können wir mit XPlanung24 die Pläne eigenhändig mit minimalem Aufwand veröffentlichen. Dazu binden wir einfach einen Kartenrahmen von XPlanung24 aus den vollvektoriellen Plänen auf unserer Homepage ein – das spart Personal-, Pflege- und Software-Einsatz und zeigt sehr nutzerfreundlich den Vorteil von XPlänen im Internet auf.

Herr Kopec, welche Vorteile haben Sie als Expertenbüro Spacedatists von der Nutzung von XPlanung24?

Kopec: Die Projekt- und Auftragsabwicklung läuft mit XPlanung24 viel effizienter als frühere Arbeits- und Kommunikationsprozesse zwischen Frau Wagner und uns. Unser Team wird automatisch benachrichtigt, sobald in einem Auftrag Rückmeldungen, Fragen oder

Stefan Kremer. Foto: XPlanung24

Korrekturwünsche formuliert wurden. Über die Plattform finden uns auch sehr viele neue Kommunen wie auch Planungsbüros bzw. Vorhabenträger. Diese können nämlich ebenfalls die Vorteile der Angebots- und Auftragsplattform nutzen. Dadurch konnten wir schon mehr als 300 neue Digitalisierungsaufträge akquirieren, sowohl für die Digitalisierung von bestehenden Bebauungs- oder Flächennutzungsplänen als auch zunehmend für laufende Bauleitplanverfahren. Gerade bei den neuen Verfahren macht sich XPlanung24 überaus nützlich. Mit Frau Wagner haben wir ja eine echte XPlan-Expertin, aber in den meisten neuen Planverfahren stoßen wir auf Kommunen wie auch Vorhabenträger, die gerade zum ersten Mal praktisch mit XPlanung konfrontiert werden. Diese haben in den überwiegenden Fällen gar keine oder eine noch nicht ertüchtigte, XPlan-fähige Softwarelösung – oder die Kommune hat sogar gar keine personellen Kapazitäten, um Bebauungspläne eigenständig zu zeichnen. Da ist es unheimlich wertvoll, dass man schon mit einem kostenlosen Account, eine XPlan-GML im Browser vollständig darstellen und auslesen kann. Auch hat man bereits den Zugriff auf den Marktplatz samt Angebots- und Auftragswesen, um eben jene laufende Bauleitplanverfahren XPlan-konform abschließen zu können. Das ist für uns eine enorme Reduzierung der Kommunikations- und Beratungsaufwände.

Herr Kremer, welche Neuerungen hat XPlanung für Bad Homburg v.d.Höhe und seinen Nutzern zu bieten?

Flächenauswertung und Flächenstatistik mit XPlanung. Das neue Dashboard zeigt Flächenstatistiken über alle GMLs im Account hinweg und aktualisiert sich dynamisch je nach Filter- und Sucheinstellung (links). Per Auswahl einer der Objektklassen und/oder -Ausprägungen werden die Ergebnisse im Webviewer angezeigt, sodass einfache Suchen (z.B. alle Allg. Wohnbauflächen oder alle Ausgleichsflächen in einer Kommune oder in einem Landkreis) räumlich verortet werden können (rechts). Foto: XPlanung24

Kremer: Seit einem Jahr bauen wir unsere Ökosystem-Part- nerlandschaft aus. Nutzer können heute schon aus fünf Integrationslösungen auf Basis Ihrer XPlan-Sammlung im Online-Account wählen: Erstellung von INSPIRE-Darstellungs- und Downloaddiensten, Publikations- und Beteiligungslösung, Wohnungsbaukoordination und Projektentwicklung, 3D-Simulation und Variantenvergleich von Planungsszenarien, Schnittstelle zu QGIS-Erfassungslösung. Wir haben kürzlich das Major-Release 1.5. rausgebracht. Damit gehen wir einen gewaltigen Schritt nach vorne Richtung Auswertung und Analyse von XPlan-Daten. Nutzer können nun Ihren Datenbestand zielgerichtet auswerten. Unser neues Dashboard gibt einen statistischen Überblick über alle Pläne oder für eine gefilterte Suche. Dabei werden alle relevanten Flächensummen je Objektklasse und Ausprägung als Diagramm ausgegeben – Kommunen können so im Handumdrehen Flächenauswertungen z.B. über geplante oder verfügbare Wohnbauflächen sowie Ausgleichflächen oder Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen generieren. Das Beste daran, die Diagramminhalte und Ergebnisse können in Webkarten dargestellt werden, um die Flächenpotenziale und Filter räumlich zu verorten. Gerade für Kommunen mit einem umfangreichen XPlan-Datenbestand wie Bad Homburg v.d.Höhe ist das sehr nützlich, wie auch für Kommunen, die z.B. ihren Flächennutzungsplan vollvektoriell vorliegen haben, um schnelle und valide Aussagen über Gemeindeweite Flächenverfügbarkeiten zu erhalten.

Über Spacedatists und XPlanung24

Die Spacedatists GmbH wurde 2018 aus der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund ausgegründet. Geschäftsführer Jakob Kopec ist ausgebildeter Raumplaner und hat mehrere Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Raumplanung unterschiedlichste Projekte in Forschung und Lehre durchgeführt. Stefan Kremer ist Geschäftsführer der Geno Portaltechnologie. Gemeinsam mit der Spacedatists hat das Unternehmen die projektbezogene Gesellschaft Bau.Land.XPlan eGbR gegründet und damit XPlanung24 in die Welt gebracht. Die Portallösung verbindet professionelle Beratung, Digitalisierung und Technologieleistungen für XPlanung. Auf der INTERGEO 2025 in Frankfurt wird Jakob Kopec auf dem Real Estate Lab zum Thema „Geodaten. Kaufpreise. KI – Das neue Fundament der Immobilienwirtschaft“ vortragen.

www.xplanung24.de

www.spacedatists.de

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XPlanung: Mehr Themen für Stadt und Raum https://www.business-geomatics.com/mehr-themen-fuer-stadt-und-raum/ Tue, 23 Sep 2025 09:41:27 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=22823 Die Entwicklungen bei XPlanung sind weiter dynamisch: Immer mehr Kommunen und Planer arbeiten mit dem Standard, die Gesetzeslage gibt weiter Vorschub und neue Themen rund um die Stadt- und Raumplanung werden adaptiert. Auch im Bereich Kataster gab es in den letzten 20 Jahren erhebliche Modernisierungsschübe bei den amtlichen Datenstandards, doch im Vergleich ist die XPlanung […]

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Die Entwicklungen bei XPlanung sind weiter dynamisch: Immer mehr Kommunen und Planer arbeiten mit dem Standard, die Gesetzeslage gibt weiter Vorschub und neue Themen rund um die Stadt- und Raumplanung werden adaptiert.

Auch im Bereich Kataster gab es in den letzten 20 Jahren erhebliche Modernisierungsschübe bei den amtlichen Datenstandards, doch im Vergleich ist die XPlanung weit dynamischer. Die Arbeiten rund um den Datenstandard für die Flächennutzungs- und Bauleitplanung (und die anderen mit ihm verbundenen XBau etc.) entwickeln sich schnell. Unter der Regie der im Jahr 2018 aus der Taufe gehobenen Leitstelle in Hamburg werden Erfahrungen und Kompetenzen gebündelt und je mehr Praxisrelevanz entsteht und der Standard die gewünschte Resonanz bei den Fachleuten erfährt, desto schneller entwickelt sich das zugrundeliegende Datenmodell. Zum Beispiel wird die Landschaftsplanung stark integriert, wobei hier die Vorarbeiten aus einem Projekt des Bundesamts für Naturschutz (BfN) kommen und ein erstes Fachschema zur Kommunalen Wärmeplanung (KWP) wurde vorgeschlagen, denn die geplante Dekarbonisierung der Wärmeversorgung wird in Zukunft erhebliche Auswirkungen auf die Stadt und Raumplanung haben. Beispiele sind hier neue Nahwärmekonzepte, Großwärmetauscher, die Integration von Geothermie auch in Städten oder die Nutzung industrieller Abwärme, beispielweise von neuen, stadtnahen Rechenzentren.

Der XPlanungs-Standard für die Bauleit- und Flächennutzungsplanung wird in der kommunalen Praxis immer relevanter. Quelle: AdobeStock_1429145417_Francesco Scatena

Hinzu kommt eine „wahrnehmbare Zunahme der Digitalisierungsaktivitäten in den Ländern und Kommunen“, wie Carsten Pieper von der Leitstelle XPlanung konstatiert. Davon legen zum Beispiel Großprojekte von Bundesländern Zeugnis ab: Die Digitalisierung von Flächennutzungsplänen in Niedersachsen ist quasi abgeschlossen und Schleswig-Holstein macht sich gerade auf dem Weg, Bauleitpläne zu digitalisieren. Bayern führt DiPlanung ein, Städte, wie Hamburg, Köln, Augsburg oder Dortmund haben einen umfassenden und in Teilen flächendeckenden Bestand an xPlan-konformen Plänen.
Die Automatisierung regelhafter Prozesse ist dabei der Treiber, denn für den Staat stehen Handlungsfähigkeit und Wirkmächtigkeit im Fokus. Die Stadtplanungsämter stehen unter Druck. „Sie müssen den Dreikantmaßstab gegen moderne digitale Tools austauschen, sonst sinkt das Vertrauen in die Verwaltung und die Effizienz bleibt auf der Strecke“, so Pieper.
Und es wird bereits weitergedacht. Mit Mecklenburg-Vorpommern diskutiert die Leitstelle derzeit intensiv, wie ein digitaler Datenbestand der Bauleitplanung die Verfahren für die unteren Bauaufsichtsbehörden im Rahmen des EfA-Projekts „Digitaler Bauantrag“ spürbar beschleunigen kann. „Perspektivisch will M-V die Nutzung von Bauleitplänen im Standard XPlanung dafür nutzen, um schnell Mehrwerte von BIM- und modellbasierten Bauanträgen zu erschließen – etwa durch eine schrittweise Automatisierung der planungsrechtlichen Bewertung“, so Pieper.
Auch von rechtlicher Seite gibt es genügend Unterstützung. Vom 6. November 2023 beinhaltete den Pakt für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung zwischen Bund und Ländern. Demnach sind gesamtheitliche Prozessdigitalisierungen erforderlich; standardisierte, maschinenlesbare und strukturierte Daten gelten als zentraler Erfolgsfaktor. Auch die Bauministerkonferenz unterstreicht die Notwendigkeit der Digitalisierung und Vernetzung im Bereich Planen und Bauen; offene Standards sind dabei ein Schlüsselbaustein. Die Initiative für einen handlungsfähigen Staat sieht Standards als Voraussetzung für Interoperabilität im Tech Stack hervorgehoben. Der IT-Planungsrat beschloss die Förderung eines offenen Ökosystems („API-first“) auf Basis offener Standards und Schnittstellen, die Novelle des OZG fordert universelle, offene Schnittstellen und auch der RMK-Raumentwicklungsausschuss betonte dieses Frühjahr der Relevanz maschinenlesbarer Prozessstandards. Nur die im letzten Jahr erwartete BauGB-Novelle mit explizitem, fachrechtlichem Verweis auf XPlanung wurde zwar von der neuen Regierung nicht verabschiedet, „ein neuer Anlauf ist jedoch wünschenswert. Die Stellungnahmen zur Integration waren größtenteils positiv“, fasst Pieper zusammen.

Kommunale Wärmeplanung: Standards schaffen Nutzbarkeit

Die Energiewende wird konkret – und sie wird kommunal. Mit dem Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz (WPG)) sind Städte und Gemeinden verpflichtet, Wärmepläne zu erstellen. Darin sollen sie systematisch darstellen, welche Energiequellen verfügbar sind, wie Wärmenetze dekarbonisiert und ausgebaut werden können und welche Versorgungslösungen für Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sinnvoll erscheinen.
Das WPG macht die Wärmeplanung damit zu einem zentralen Baustein der Klimapolitik. Hintergrund ist, dass der Gebäudesektor für rund 50 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs verantwortlich ist – und ohne eine Umstellung der Wärmeversorgung die Klimaneutralität bis 2045 nicht erreichbar ist. Gleichzeitig stellt das Gesetz Kommunen und Planungsbüros vor die Aufgabe, große Datenmengen so zu verarbeiten, dass sie nicht nur lokal, sondern auch überregional nutzbar sind. Auch Fachgesetzgebungen, wie das BauGB, fordern derweil eine Berücksichtigung der aufgestellten Wärmepläne.

Wärmeplanung in raumbezogenen Planungsinstrumenten:
• Flächenbedarfe und -sicherung: Das WPG verlangt die Erfassung raumbezogener Potenziale zur Erzeugung erneuerbarer Wärme und zur Wärmespeicherung. In der Bauleitplanung spiegeln sich diese Anforderungen etwa in der Ausweisung von Vorrangflächen für erneuerbare Energien (BauGB § 9 Abs. 1 Satz 12; Flächennutzungsplan).
• Gebäudesanierung: Das WPG sieht die Festlegung von Gebieten mit erhöhtem Energieeinsparpotenzial vor. In der Bauleitplanung finden sich Parallelen im besonderen Städtebaurecht, z. B. bei der Ausweisung von Sanierungsgebieten nach § 142 BauGB.
• Neubau: Mit dem WPG werden Wärmenetzausbaugebiete definiert. Im Bebauungsplan wiederum können Vorgaben zur Energieversorgung, zu Gebäudestandards oder über städtebauliche Verträge konkretisiert werden.

Diese Überschneidungen verdeutlichen den Bedarf an Interoperabilität zwischen Wärmeplanung und Bauleitplanung. Erst wenn die Daten in standardisierter, maschinenlesbarer Form vorliegen, können Synergien genutzt, Doppelarbeit vermieden und Mehrwerte für Öffentlichkeitsbeteiligung und den fachlichen Austausch erzielt werden.

Bundesweite Plattform und gesetzliche Anforderungen

§ 34 WPG sieht vor, dass der Bund eine zentrale Internetseite einrichtet, auf der die kommunalen Wärmepläne zusammengeführt werden. Ziel ist es, die Wärmepläne für regionale sowie nationale Energieentwicklungsstrategien an zentraler Stelle zur Verfügung zu stellen.
In der Praxis zeigt sich bislang ein Bruch zwischen Anspruch und Umsetzung. Kommunen lassen aufwendige Geodatenmodelle erstellen, doch die Ergebnisse landen häufig in statischen PDF-Dokumenten. „Damit sind die Daten für Fortschreibungen, für die Einbindung in andere Fachplanungen oder für eine gesamtstaatliche Betrachtung praktisch verloren“, kritisiert Carsten Pieper, Leiter der XLeitstelle Planen und Bauen. Zwar gibt es erste Ansätze für strukturiertere Abgaben – beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, wo konsolidierte Excel-Tabellen eingesetzt werden. Doch auch diese Lösungen sind eher Übergangsschritte und nicht langfristig tragfähig. Die Aggregation von Daten sei so nicht ohne Medienbrüche möglich.

XWärmeplan als Fachschema

Eine mögliche Lösung liefert das Fachschema XWärmeplan, das von der XLeitstelle Planen und Bauen vorgeschlagen wurde. Es baut auf dem etablierten Standard XPlanung auf, der in der Bauleitplanung mit dem IT-Planungsratsbeschluss 2021/40 bereits verbindlich ist. Ziel ist es, die Ergebnisdaten der kommunalen Wärmeplanung in maschinenlesbarer und georeferenzierter Form abzubilden und so deren Austauschbarkeit und Aggregierbarkeit zu sichern.

Vorteile von XWärmeplan:
• Fortschreibbarkeit: Wärmepläne können unabhängig vom ursprünglichen Planungsbüro aktualisiert werden.
• Kompatibilität: Andere Fachplanungen können die Daten direkt übernehmen, etwa in der Bauleitplanung nach BauGB.
• Partizipation: Beteiligungstools lassen sich einfacher anbinden, Rückmeldungen können georeferenziert eingebracht werden.
• Interoperabilität: Die Daten lassen sich mit bestehenden Geodateninfrastrukturen verknüpfen und können als Geodienst eingebunden werden. Daten von Fortschreibungen werden bei zentraler Veröffentlichung in allen Systemen aktualisiert.

„Es geht nicht nur darum, gesetzliche Anforderungen formal zu erfüllen, sondern darum, einen Mehrwert für Kommunen und für das gesamte Energiesystem zu schaffen“, erklärt Toralf González von der XLeitstelle Planen und Bauen.
Die Semantik von XPlanung leitet sich bislang primär aus gesetzlichen Rahmenbedingungen ab: Kategorien, Objektklassen und Attribute sind so definiert, dass sie die rechtlichen Vorgaben abbilden. Für die kommunale Wärmeplanung bedeutet dies, dass gemäß § 23 WPG die Anlage 2 als Grundlage dient, da sie verbindlich festlegt, welche Inhalte ein Wärmeplan mindestens enthalten muss: Die Ergebnisse der Analyse der bestehenden Wärmeversorgung, die Potenziale erneuerbarer Energien bis hin zu Szenarien für Netzausbau und Entwicklungsstrategien werden somit abgebildet.

In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der Informationsbedarf über diese Mindestanforderungen hinausgeht. Ein anschauliches Beispiel liefert Nordrhein-Westfalen: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima fordert gemäß § 24 WPG nicht nur Planwerksdaten ein, sondern auch quantifizierbare Daten, wie den Wärmebedarf nach Gebäudearten, die Versorgung über Fernwärme, Gas oder Biomasse und Potenziale erneuerbarer Wärmequellen. Solche Daten ermöglichen Kommunen, die Wärmeversorgung präziser zu analysieren, Szenarien zu entwickeln und Maßnahmen besser zu priorisieren.

Auch solche – zumeist gemeindebezogene und aggregierte Informationen – können zu großen Teilen mit dem Standard XWärmeplan abgebildet und mittels Geodatendienste nutzbar gemacht werden. Besonders im Fall bereits bestehender Wärmeplanungen besteht die Möglichkeit, die Daten – analog zur Bauleitplanung – teilvektoriell zu erfassen und verfügbar zu machen. So lassen sich auch nicht vollständig digitalisierte Pläne schrittweise in eine strukturierte und nachnutzbare Datenbasis überführen. Hinzu kommt, dass kommunale Wärmepläne regelmäßig fortgeschrieben werden müssen. „Es ist wahrscheinlich, dass die Vorgaben im Laufe der Zeit angepasst werden“, so González. Gepaart mit dem Feedback der Nutzer:innen soll das Datenmodell daher kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt, sodass es auch langfristig den Anforderungen der Praxis entspricht.

Stakeholderdialog: wichtige Grundlage, zu wenig Konkretes

Fernwärmerohre fertig zum Einbau. Fernwärme wird im Zuge der Dekarboniserung der Wärmeversorgung wieder wichtiger. Kosten und technische Machbarkeit zu bewerten, ist eine der Aufgaben der Kommunalen Wärmeplanung. Quelle: AdobeStock_559071586_color_Anoo

Um den Umsetzungsprozess zu begleiten, hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen Stakeholderdialog zur kommunalen Wärmeplanung durchgeführt. In mehreren Veranstaltungen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung, Energiewirtschaft und Kommunen über Herausforderungen, Erwartungen und mögliche Lösungswege.
Der Dialog war, so Pieper, gut strukturiert und brachte zahlreiche Perspektiven zusammen. Allerdings blieben die Ergebnisse eher allgemein. „Die Diskussionen waren wertvoll, Standpunkte wurden von verschiedenen Seiten geführt, hätten aber durchaus stärker in konkrete Handlungsempfehlungen münden können“, ordnet Pieper ein. Für die kommunale Praxis seien konkrete Vorgaben entscheidend – etwa dazu, wie es zu einem Standard kommen kann und wie die Daten perspektivisch gepflegt werden sollen. Als hilfreich könnte sich hier ein Projekt zur Standardisierung und Umsetzung einer Datenplattform für die kommunale Wärmeplanung sein, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch Partnerschaft Deutschland entwickeln lässt. „Mit diesem Projekt stehen wir natürlich in Verbindung“, so Pieper.

Abgrenzung der Standardisierung

XWärmeplan forciert die Standardisierung der Ergebnisdaten in der gesetzlichen Mindestanforderung, nicht jedoch die Datengrundlagen für die Erstellung der Pläne. Diese sind bundesweit nach wie vor sehr heterogen. Unterschiedliche Datenquellen, Formate und Prozesse erschweren eine durchgängige Digitalisierung. „Unsere Aufgabe ist es, eine Grundlage zu schaffen, mit der Wärmepläne und deren Informationen nicht nur lokal erstellt, sondern auch überregional zusammengeführt und weiterentwickelt werden können“, betont Pieper. Der Vorschlag der XLeitstelle wird aktuell in Arbeitsgruppen des IT-Planungsrats diskutiert.

Von der Pflicht zur Chance

Das WPG verpflichtet die Kommunen, Wärmepläne zu erstellen. Doch ein weiterer wesentlicher Mehrwert entsteht erst dann, wenn die erhobenen Daten nachnutzbar, vergleichbar und verknüpfbar sind. Mit dem Fachschema XWärmeplan liegt ein praxistauglicher Vorschlag vor, der die Ergebnisse in digitale Standards überführt und so Aggregation, Fortschreibung und Partizipation ermöglicht – auch wenn er noch form- und erweiterbar ist. Eine Verpflichtung diesen Vorschlag zu nutzen besteht derweil nicht. Die nächsten Schritte liegen in der Etablierung einer bundesweiten Plattform und in der konsequenten Orientierung an Geodatenstandards. Gelingt dies, kann die kommunale Wärmeplanung weit über die Pflichterfüllung hinauswachsen – und zu einem strategischen Steuerungsinstrument der Energiewende werden.

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Schwerpunkt: XPlanung – Arbeit am Standard https://www.business-geomatics.com/schwerpunkt-xplanung-arbeit-am-standard/ Sun, 15 Sep 2024 11:59:35 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21310 Die Etablierung des Standards XPlanung kommt in der Fläche weiterhin nur langsam voran, aber verschiedene Leuchttürme weisen den Weg in die Zukunft. Die Novellierung des Baugesetzbuches sorgt für Rückenwind. Nachdem Bauleitpläne der Freien und Hansestadt Hamburg schon seit Jahren vollvektoriell XPlanung konform erstellt und veröffentlicht werden, wird dieses Vorgehen auch von anderen Städten wie aktuell […]

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Die Etablierung des Standards XPlanung kommt in der Fläche weiterhin nur langsam voran, aber verschiedene Leuchttürme weisen den Weg in die Zukunft. Die Novellierung des Baugesetzbuches sorgt für Rückenwind.

Nachdem Bauleitpläne der Freien und Hansestadt Hamburg schon seit Jahren vollvektoriell XPlanung konform erstellt und veröffentlicht werden, wird dieses Vorgehen auch von anderen Städten wie aktuell in Dortmund und Köln adaptiert und die Veröffentlichung von XPlanung konformen Daten vorbereitet. In Bayern veröffentlicht die Gemeinde Markt Weisendorf im Rahmen des Modellvorhabens „Digitale Planung Bayern-XPlanung“, an dem die knapp 7.000 Einwohner zählende Gemeinde als eine von 15 geförderten Kommunen teilnimmt, ihre Pläne dienstebasiert in einem Internetportal. Die Beispiele zeigen, dass Bewegung in die Umsetzung von XPlanung, dem modernen Datenstandard für Bauleitplanungsunterlagen, kommt. Auch wenn die Entwicklung des seit 2017 gesetzlich verankerten Standards vielen Experten in der Breite noch viel zu langsam geht, zeigen diese Leuchtturmprojekte Fortschritte bei der dringend notwendigen Verwaltungsmodernisierung.

Website der bayerischen Kommune Markt Weisendorf, eine der Modellkommunen der Netzwerkoffensive „Digitale Planung Bayern“. XPlanung bildet hier bereits die Grundlage für öffentliche Beteiligungsverfahren.

Dass der Schritt zur Digitalisierung in der Bauleitplanung nicht einfach ist, ist bekannt. Ebenso ist den Experten bewusst, dass der Nutzen aus Sicht einer einzelnen Kommune nicht groß ist, schließlich bringen die nun vektoriellen Kartenwerke zunächst keine primären Vorteile gegenüber den bisher handhabbaren CAD-Plänen (rasterbasiert). Sinnvoll und wirtschaftlich wird es erst, wenn man die Bauleitplanung als Querschnittsaufgabe versteht, die sowohl interkommunale als auch überregionale Relevanz hat, oder wenn man die Bauleitplanung im Zusammenhang mit Umwelt, Natur, Energie oder allgemeinen demographischen Fragen sieht. Beide Tendenzen gewinnen zunehmend an Bedeutung, was auch als Ursache für die erkennbare Dynamik gesehen werden kann.

Über der XPlanung schwebt auch das Leitthema der digitalen Souveränität. Klar ist, dass im XPlanungs-Umfeld cloudbasierte Infrastrukturen aufgebaut und moderne, leistungsfähige Dienste nachgefragt werden, um Informationen übergreifend und effizient verarbeiten und bereitstellen zu können. Die Frage ist nur, wie dies geschieht und wer welche Kosten trägt. Moderne GIS-Anbieter setzen in diesem Zusammenhang zwar auf plattformorientierte Lösungen nach dem Vorbild großer amerikanischer Softwarekonzerne, diese Angebote gelten aber als sehr preisintensiv und führen zu einer großen Abhängigkeit der einzelnen Kommunen. Hoch im Kurs stehen daher Open-Source-Lösungen, die im Umfeld von Cloud-Lösungen gehostet werden, die ebenfalls „Made in Germany“ sind. Docker, Kubernetes und andere moderne Cloud-Infrastrukturen haben in diesem Markt für Furore gesorgt. Ebenso machen viele Standards und Schnittstellen aus dem Open-Source-Bereich den etablierten Standards etwa aus dem OGC-Umfeld Konkurrenz.

Unklar ist auch, wie der Betrieb solcher Infrastrukturen in der Aufgabenteilung zwischen Kommune und Land geregelt werden kann. Gerade kleine und mittlere Kommunen sind darauf angewiesen, entsprechende Dienstleistungen einschließlich IT-Infrastruktur möglichst kostengünstig zur Verfügung gestellt zu bekommen, aber auch für die Länder gibt es rechtliche Grenzen für kostenlose Dienstleistungen. Die Konzepte für eine unentgeltliche Weiternutzung sind zwar im Rahmen des OZG und des EfA-Prinzips theoretisch vorbereitet, in der Praxis sind aber noch diverse Schwierigkeiten zu überwinden.

Rückenwind gibt es jedenfalls von gesetzgeberischer Seite in Form des neuen Baugesetzbuches (BauGB), das derzeit als Referentenentwurf vorliegt und dessen Verabschiedung noch in diesem Jahr erwartet wird. Bereits im neuen § 1a BauGB „Instrumente der städtebaulichen Planung“ wird XPlanung als Standard bei der Aufstellung von Bauleitplänen in die Regelungen des BauGB aufgenommen. Hintergrund ist der politische Wille, Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund sollen auch die öffentlichen Beteiligungsverfahren digitalisiert werden.

Dabei soll „das gesamte Aufstellungsverfahren bis zur Planausfertigung und -feststellung digitalisiert werden“, heißt es im Gesetzestext. Die digitale Offenlegung von Plänen wird als Regelfall definiert (§§ 6a und 10a BauGB).

Erweiterungen der Norm

Auch die Arbeit am Standard selbst geht weiter. Die Leitstelle XPlanung in Hamburg plant, noch in diesem Jahr ein XPlanung Release 6.1 zu veröffentlichen. „Vorgeschlagene Erweiterungen der Festsetzungskataloge in den §§ 5 und 9 BauGB und Änderungen in der BauNVO machen es wahrscheinlich notwendig, nach Inkrafttreten der geplanten Gesetzesänderungen im nächsten Jahr noch ein XPlanung Release 6.2 zu veröffentlichen, bevor Ende 2025 / Anfang 2026 ein neues Major Release 7.0 erscheinen wird“, berichtet Kai Uwe Krause.

Auch die Grenzen zu angrenzenden Themenfeldern werden durchlässiger. So sollen im nächsten Release auch die Ergebnisse eines aktuellen BfN-Forschungsvorhabens zur Landschaftsplanung einfließen. Bisher deckt das Kernmodell Landschaftsplanung des Standards XPlanung die Planwerke der Landschaftsplanung nicht vollständig ab. Es fehlen Objektklassen und Attribute, die den fachlichen Austausch behindern. Der Bedarf ist jedoch groß. Einige Kommunen sind bereits auf dem Weg, eine einheitliche Standardisierung in der Bauleit- und Regionalplanung voranzutreiben und die räumliche Gesamtplanung auf ein neues Leistungsniveau zu heben. In diesem Zuge wird auch die Landschaftsplanung, die regional mit sehr individuellen Datenmodellen arbeitet, vereinheitlicht werden.

Ziel des Projektes der Leitstelle XPlanung ist es daher, alle Inhalte bzw. Regelungen der Landschaftsplanung (Bestand, Bewertung, Konflikt und Leitbild) auf den verschiedenen räumlichen Ebenen mit dem Objektmodell XPlanung abbilden zu können. Im Zuge der gesetzlich verankerten Anpassungen des Standards XPlanung an die aktuellen Anforderungen beabsichtigt die Leitstelle, das Objektmodell XPlanung um ein weiteres Fachmodul zur Abbildung der Inhalte der kommunalen Wärmeplanung zu ergänzen, da die neu geplanten Infrastrukturen im Bereich der Fern- und Nahwärme interkommunal abgestimmt und auf einer zentralen Plattform veröffentlich werden sollen. Die gegenwärtig entwickelten OZG-Anwendungen für XPlanung lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand für die kommunale Wärmeplanung erweitern.

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„Wir stehen am Anfang eines ganzen XPlanung-Ökosystems“ https://www.business-geomatics.com/wir-stehen-am-anfang-eines-ganzen-xplanung-oekosystems/ Fri, 06 Sep 2024 12:01:07 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21296 INTERVIEW – Das neue Unternehmen Bau.Land.XPlan GbR ist eine durch das Land NRW geförderte Projektgesellschaft für die Erstellung einer neuen Softwareplattform im Abgabestandard XPlanung. Hinter der BLX GbR stehen zwei Pioniere innerhalb der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft und der Digitalen Bauleitplanung: die Spacedatists GmbH aus Dortmund und die Geno Portaltechnologie GmbH aus Bergisch Gladbach. BUSINESS GEOMATICS […]

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INTERVIEW – Das neue Unternehmen Bau.Land.XPlan GbR ist eine durch das Land NRW geförderte Projektgesellschaft für die Erstellung einer neuen Softwareplattform im Abgabestandard XPlanung. Hinter der BLX GbR stehen zwei Pioniere innerhalb der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft und der Digitalen Bauleitplanung: die Spacedatists GmbH aus Dortmund und die Geno Portaltechnologie GmbH aus Bergisch Gladbach. BUSINESS GEOMATICS sprach mit den beiden Geschäftsführern Jakob Kopec und Stefan Kremer.

Erklären Sie doch bitte, was hinter der Förderung durch das Land NRW steht?

Jokob Kopec: Im Jahr 2023 haben wir die ersten Gespräche über die Herausforderungen für eine gelungene Umsetzung von XPlanung mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW geführt. Mit Ministerin Ina Scharrenbach wurden die vielen Unsicherheiten bei den Kommunen und Planungsbüros, die aufwändigen Plattformunterstützungen und vor allen Dingen auch der große Investitionsbedarf in Software und Schulungsaufwand aufgegriffen. Mit unserem Partner zusammen haben wir uns mit einem sehr überzeugenden Konzept für die nun live gegangene Plattform www.xplanung24.de erfolgreich für das Förderprogramm „Innovation in der Bauwirtschaft“ beworben.

Was zeichnet die Plattformlösung aus?

Stefan Kremer, Geschäftsführer Bau.Land.XPlan.

Stefan Kremer: Die neue Plattform soll den Zugang zu und die Arbeit mit XPlan-Daten erleichtern und die vielen Potenziale des neuen Datenstandards in Zukunft voll ausspielen. Wir verfolgen dabei die Umsetzung von drei wesentlichen Bausteinen:
– Einen Open Data Bereich für die einfache, browserbasierte und deutschlandweite Suche und Darstellung von veröffentlichten XPlanung-konformen Plänen,
– eine Plattform für die Verwaltung, Veröffentlichung und Verarbeitung von XPlan-Daten kommunaler Bauleitpläne für Gemeinden und
– einen Marktplatz für die Vergabe von Aufträgen an Expertenbüros für die Umsetzung von XPlanung-Abgabeleistungen in laufenden Bauleitplanverfahren. Die Entwicklung ist für insgesamt zwei Jahre gesichert, aber eine vollfunktionsfähige Testversion ist schon heute online.

Was sieht das Konzept hinter dem Open Data Gedanken aus?

JK: Der Open Data Bereich umfasst frei abrufbare Funktionen für das Suchen und Anzeigen von XPlanung-konformen Bauleitplänen und individuellen GMLs durch bequemes Hochladen einer GML in den Browser und direkter Anzeige in einer Webkarte. Für unseren XPlanViewer haben wir enorm viel Entwicklungsarbeit und Konzeption reingesteckt, damit all diejenigen, die mit XPlanung in Berührung kommen, also Behörden, Architekten, Planer usw., keine zusätzliche Desktop-Software beschaffen müssen. Auf XPlanung24 können schon heute mehrere zehntausend Datensätze über Umringe und vollvektorielle Planwerke im Standard XPlanung aufgerufen werden. Es werden sukzessive weitere Planwerke in den anderen Bundesländern freigestellt. Mit dem einfachen Drag&Drop Upload von GMLs haben wir die bequemste und schnellste Möglichkeit zum Verarbeiten von XPlanung-Daten entwickelt. Dabei erfolgt das Hochladen in Sekundenschnelle und der Plan kann direkt im Viewer betrachten werden. Der browserbasierte und interaktive WebViewer ist das Herzstück des Portals und bereits für alle Portalbesucher frei verfügbar. Er ist sehr performant und umfasst alle Funktionen, die eine moderne Online-Kartenanwendung heutzutage mit sich bringt. Mit dem Picker kann man alle Sachdaten und Attribute aus den XPlanung-Objekten abfragen. Zudem ist es möglich, einzelne Layer ein- und auszuschalten. Wir sind außerdem in der Lage, textliche Festsetzungen, die als Textobjekte direkt am Planzeichenobjekt referiert sind, im Picker darzustellen. Damit haben wir eine komfortable Lösung entwickelt, wodurch textliche Festsetzungen direkt aus den Flächen und Geometrien herausgelesen werden können. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Qualitätssteigerung von Planauskünften und für die barrierefreie Partizipation im Planungsprozess.

Gibt es besondere Funktionalitäten für Kommunen als Lizenznehmer?

Jakob Kopec, Geschäftsführer Bau.Land.XPlan.

JK: Außerhalb des Open Data Bereichs dürfen kommunale Kunden eine Vielzahl von Funktionen für XPlan-basierte Kartenwerke erwarten. Da noch kein XPlanung-Signaturenkatalog existiert, arbeiten wir an einer Funktion, eigene, individuelle Planzeichensignaturen (SVGs/PNGs, Farbe, Transparenz, Liniendicke, Schraffuren usw.) zu erstellen, sodass Kommunen ihre individuellen Planzeichendarstellungen übernehmen können. Neben den voreingestellten Basemaps wird die Integration individueller WMS-Dienste ermöglicht. Neben der visuellen Komponente des Viewers gibt es den Verwaltungsbereich des Online-Kontos. Hier werden alle hochgeladenen GMLs in individuellen Sachdatengruppen, z.B. Art des Plans (FNP oder BPlan) oder nach Rechts- oder Verfahrensstand, sortiert und aufgelistet. Eine zentrale Herausforderung für Kommunen ist die OZG-konforme Zurverfügungstellung von XPlanung-Dokumenten. Dahingehend wird das Portal eine sehr komfortable Möglichkeit schaffen, die XPlanung-konformen Planwerke z.B. per WMS-Dienst zu veröffentlichen, individuelle Kartenansichten per Link zu teilen oder ganze Kartenansichten in bestehenden Kartenportalen zu integrieren. Als wesentliche Ausbaustufe erfolgt im zweiten Entwicklungsjahr die Integration von Auswertungs- und Analysewerkzeugen für die Suche, Filterung und Identifikation von städtebaulichen Entwicklungspotenzialen auf Grundlage vollvektorieller XPlan-Daten.

Was ist unter dem Marktplatz zu verstehen?

Im Viewer sind vollvektorielle Bebauungspläne und Flächennutzungspläne auf Grundlage direkt im Browser hochgeladener GML-Daten im Handumdrehen sofort sichtbar. Sogar die textlichen Festsetzungen in Form von objektbezogenen Textabschnitten können aus den jeweiligen Objekten abgerufen werden. Fotos: Bau.Land.XPlan GbR

SK: Wir schaffen mit XPlanung24 einen Marktplatz, auf welchen kommunale Kunden oder auch registrierte Planungsbüros individualisierte Ausschreibungen und Auftragsgesuche für XPlanung-Abgabeleistungen starten können. Unsere XPlanung-Experten geben dann für diese Gesuche Angebote ab, und der Auftraggeber kann sich danach für eines der Angebote entscheiden. Der ganze Prozess ist in einem übersichtlichen Auftragsmanagement- und Monitoringsystem integriert, sodass alle Projektbeteiligten jederzeit verfolgen können, in welchem Arbeitsschritt sich die XPlanung-Dienstleistung befindet. Wir haben zudem einen Abnahmeprozess entwickelt, womit gezielt Nachforderungen, Korrekturwünsche oder Rückfragen direkt in der Webkarte der jeweiligen XPlan-GML verortet und abgearbeitet werden können. Wenn der Auftraggeber den XPlan endgültig abgenommen hat, wird automatisch vom Portal ein Sicherheitszertifikat mit individuellem Hashwert für die GML erstellt, um diese vor Manipulation zu schützen.

Wie geht es weiter mit dem Portal?

Derzeit testen 20 Kommunen das Portal und geben uns sehr nützliches Feedback. Es gibt deutschlandweit sehr großes Interesse an der Nutzung des Portals, weil es so einfach zu bedienen ist und viele aktuelle Probleme bei der Umsetzung von XPlanung anspricht. Wir sind aber auch schon mit bekannten Partnern von Branchenlösungen im Gespräch, um beispielsweise die INSPIRE-Umwandlung der XPlan-GMLs, digitale Beteiligungsprozesse, 3D-Planungssimulationen und den digitalen Bauantrag über den Standard XBau in das Portal zu integrieren. Insgesamt stehen wir am Anfang eines ganzen XPlanung-Ökosystems, welches den Nutzen, die Umsetzung und auch die Akzeptanz des Standards signifikant verbessern wird.

www.xplanung24.de

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Dienste-basierte Vernetzung https://www.business-geomatics.com/dienste-basierte-vernetzung/ Fri, 06 Sep 2024 11:59:59 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21292 In der Bauleitplanung spielt die Open-Source-Anwendung xPlanBox eine bundesweit wichtige Rolle für den Aufbau moderner digitaler Prozessketten rund um die Flächenplanung. Die Vision rund um die Bauleitplanung ist seit Jahren vorgegeben. Im Zuge der Modernisierung der kommunalen, flächenplanerischen Aufgabe soll eine vernetzte, internetbasierte Prozesslandschaft für alle Verfahren rund um die Bauleitplanung entstehen – von der […]

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In der Bauleitplanung spielt die Open-Source-Anwendung xPlanBox eine bundesweit wichtige Rolle für den Aufbau moderner digitaler Prozessketten rund um die Flächenplanung.

Die Vision rund um die Bauleitplanung ist seit Jahren vorgegeben. Im Zuge der Modernisierung der kommunalen, flächenplanerischen Aufgabe soll eine vernetzte, internetbasierte Prozesslandschaft für alle Verfahren rund um die Bauleitplanung entstehen – von der XPlanGML-konformen Erstellung der Pläne, über die gesamte Datenverwaltung bis hin zur öffentlichen Beteiligung. Ziel ist es, Planungsaufgaben rund um die Siedlungsflächen zu verbessern, zu beschleunigen und im demokratischen Prozess offen und barrierefrei zu diskutieren.

KI-generierte Segmentierungsmaske eines Bebauungsplangrundrisses. Quelle: OpenGeodata.NRW mit der Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

Bis eine solche Dienstebasierte, vernetzte und sichere, Cloud-basierte Infrastruktur entstanden ist, wird es noch eine Weile dauern, doch die Vorarbeiten dazu sind bereits getan und erste Ergebnisse sind sichtbar, insbesondere im Umfeld des Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV), der nicht nur aufgrund der Ansiedlung der Leitstelle XPlanung eine herausragende Stellung in Deutschland einnimmt. Mit Bauleitplanung Online-Beteiligung für Hamburg, kurz BOB, existiert bereits eine etablierte Plattform für die Beteiligung der Öffentlichkeit, die aktuell in das XPlanungs-Zeitalter überführt wird.

Mit im Zentrum steht dabei die Software xPlanBox von dem Hersteller lat/lon GmbH. Die Open-Source-Lösung dient als Backendlösung für die Erzeugung aller Prozesse und unterstützt alle Funktionen rund um die Verwaltung der Daten. Behörden und andere Nutzer können mit ihr XPlanungs-Daten einfach und effizient verarbeiten. Technisch basiert die xPlanBox auf verschiedenen Open-Source Projekten. Für die Geodaten-Dienste wurde das OSGeo-Projekt deegree verwendet, als Datenbank kommt PostgreSQL mit der PostGIS-Erweiterung zum Einsatz und für die Verarbeitung von Rasterdaten werden GDAL und MapServer sowie MapProxy verwendet.

Hamburg als Schrittmacher

In Hamburg kommt die xPlanBox bereits bei BOB zum Einsatz und dort ist man gerade dabei, die OZG-Leistung DiPlanung umzusetzen. DiPlanung ist der Oberbegriff für eine webbasierte Lösung zur vollständigen und integrativen Verfahrensführung in der Bauleitplanung, Raumordnung und Planfeststellung und bündelt alle dazugehörigen Prozesse. Darunter verbergen sich verschiedene Module, die alle auch einzeln eingesetzt werden können und die Kommunen in Deutschland überall in ihre bestehenden Softwarelandschaften einbinden können.

Viele Bundesländer haben sich bereits zur Nachnutzung einzelner Bestandteile entschlossen, beim OZG-Umsetzungsprojekt „Bürgerbeteiligung & Information“ sind dies beispielsweise auch Bayern, Brandenburg, Bremen und Berlin.

Im Fokus steht in Hamburg derzeit unter anderem die Integration verschiedener XPlanGML-konformer Dokumente in das DiPlan Cockpit, dem Modul für die digitale Verfahrenssteuerung. „Wir sind positiv überrascht, wie viele qualitativ hochwertige XPlanungs-konforme Pläne bereits von den Kommunen und Planern zur Verfügung gestellt werden“, sagt Tobias Kraft, Product Owner bei der Leitstelle XPlanung in Hamburg für die xPlanBox. Zwar müsse dort noch sehr viel Integrationsarbeit geleistet werden, weil nicht alle Planungsdaten den XPlanungs-Standard voll unterstützen, beispielsweise, wenn Shape-Dateien geliefert werden, dabei behilft man sich aber in Hamburg durch ETL-Prozesse auf Basis von Python.

Im parallelen Schritt geht es darum, die xPlanBox mitsamt ihren Prozessen in die neue Cloudinfrastruktur einzubinden. Diese wird von IONOS bereitgestellt und dem IT-Dienstleister Dataport betrieben. Sie basiert auf modernsten Technologien wie Kubernetes und folgt dem Prinzip der Container, mit der Cloudangebote beliebig skaliert und automatisiert verwaltet werden können. „Durch die neue Infrastruktur können wir Ausfallzeiten minimieren und viel schnellere Update-Zyklen realisieren“, fasst Kraft die aktuelle Situation zusammen. Zwar werden viele OZG-Aktivitäten und auch die XPlanung noch immer kritisch gesehen, hier sehe man aber ein Beispiel dafür, wie Meilensteine bei der Verwaltungsmodernisierung erreicht und Digitale Prozessketten effizient realisiert werden können.

RVR: Zwischen Kommune und Land

Nicht immer entstehen die vernetzten Internetdienste nach dem Top-Down-Prozess, also erst auf Bundesebene, bevor sie dann bei den Kommunen genutzt werden können. Der Regionalverband Ruhr (RVR) beispielsweise setzt ebenso die xPlanBox ein. Die Entscheidung dazu fiel vor zwei Jahren, als lat/lon die Lösung komplett als Open-Source auf der Open CoDE-Plattform zur Verfügung gestellt wurde, was dem RVR als Open-Source-orientierter Institution in die Hände spielte.

Auch der RVR berichtet von einer regen Bereitstellung von XPlanungs-Daten durch die Kommunen. Der Regionalverband sieht sich dabei als Sammelstelle der Daten und als Schnittstelle zwischen Land und Kommunen. Bereits heute stellt er die Bauleitpläne INSPIRE-konform (Hausringe) über eine Webplattform https://bplan.geoportal.ruhr bereit, in baldiger Zukunft soll das auch XPlanungs-konform geschehen. Die Kommunen des RVR müssen sich dann lediglich um das Erstellen der Pläne kümmern, die nachgelagerten Prozesse werden über die RVR-Infrastruktur abgebildet. „Wir sind an dieser Stelle wahrscheinlich agiler und schneller als das Land und der Bedarf in den Kommunen ist definitiv vorhanden, von daher gehen wir nach vorne“, sagt Laura Klement von der Geschäftsstelle Geonetzwerk.metropoleRuhr beim RVR. Dabei arbeitet der RVR eng mit dem KRZN zusammen, die ebenfalls Anwender der xPlanBox sind. „Es geht darum, dass alle Akteure auf allen Verwaltungsebenen harmonisch zusammenarbeiten, um die Aufgabe möglichst kollaborativ zu schultern“, sagt David Arndt, Geodaten-Techniker beim RVR.

Weiterentwicklungen

Derweil schreiten auch die Arbeiten rund um die xPlanBox voran. Das Team von lat/lon ist dabei, die Anwendung als „Cloud-ready App“ bereitzustellen, um sie effizient in die entsprechenden Betreibermodelle einbinden zu können. Dazu entstehen auch entsprechende neue Schnittstellen. Diese werden bereits in Lösungen wie der Fachschale Mensch und Maschine – Bauleitplanung/XPLANDB genutzt, um während der Erfassung als Planersteller die Möglichkeit zu haben, Geometrien über Vorlagen mit Informationen aus einem gewählten XPlanGML-Schema zu verknüpfen und individuell zu ergänzen. Auch die KI ist ebenfalls ein Thema, hier etwa bei der Erstellung von XPlanGML-konformen Umringen aus gescannten Bestandsplänen, die zwar in digitalen Formaten wie PDF vorliegen, aber nicht georeferenziert sind.

Auch Kommunen erweitern den Einsatz der xPlanBox. In Wuppertal oder Freiburg beispielsweise ist man dabei, die Planungsdaten auch in die Digitalen Zwillinge der Stadt einzubinden. Dabei geht es nicht nur um eine 3D-Visualisierung der Flächenplanungen, sondern auch darum, Planungsalternativen und verschiedene Planungsstände intuitiv anzeigen zu können.

www.lat-lon.de

www.hamburg.de

www.rvr.ruhr

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XPlanung richtig interpretieren https://www.business-geomatics.com/xplanung-richtig-interpretieren/ Fri, 06 Sep 2024 11:59:51 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21302 Damit XPlanung effektiv und sinnvoll in planerischen Prozessen und die GDI eingesetzt werden kann, bedarf es einer breiten und tiefen Integration des Standards. Das Dortmunder Unternehmen Spacedatists gilt als sogenannter First Mover. Seit der Beschlussfassung über die Einführung des Standards XPlanung hat das Unternehmen die hohen Hürden für das Verständnis, die Umsetzung bis hin zur […]

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Damit XPlanung effektiv und sinnvoll in planerischen Prozessen und die GDI eingesetzt werden kann, bedarf es einer breiten und tiefen Integration des Standards.

Das Dortmunder Unternehmen Spacedatists gilt als sogenannter First Mover. Seit der Beschlussfassung über die Einführung des Standards XPlanung hat das Unternehmen die hohen Hürden für das Verständnis, die Umsetzung bis hin zur Verwertung erkannt und seitdem umfangreiche Beratungsdienstleistungen entwickelt. Der Einfluss reicht sehr weit. Spacedatists nimmt an Forschungsprojekten teil und sorgt mit dafür, dass XPlanung auch bei der akademischen Ausbildung stärker integriert wird.

Bisher hat Spacedatists über 2.500 XPlanuns-konforme Bauleitpläne vollvektoriell erfasst. Die Beratungsleistung des Unternehmens kann mit einem CheckUp beginnen. Hierbei prüft das Unternehmen, auf welchmn Stand Planungsbüros oder kommunale Planungsbehörden hinsichtlich der Erstellung, Annahme und Verwaltung von XPlan-Daten sind und entwickelt technische, organisatorische und strategische Maßnahmen zur Integration von XPlanung in Planungsprozessen.

Auf Grundlage vollvektorieller XPlan-Daten können städtebauliche Entwicklungspotenziale (Aufstockung, Dachgeschossausbau, Baulücken) im Bestand automatisiert detektiert werden. Grafik: Spacedatists

„Der Standard kann seine vielen Vorteile am besten ausspielen, wenn auch Bestandspläne im Format XPlanung vorliegen“, sagt Jakob Kopec, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Dafür bieten sich verschiedene Umsetzungstiefen an. Die Überführung von bestehenden Geltungsbereichen nach XPlan-Umringen ist nach Erfahrungen von Spacedatists der schnellste und günstigste Weg. „Damit können Kommunen ihre Bestandsdaten oftmals in ‚einem Rutsch‘ in den Standard überführen und zugleich eine INSPIRE-konforme Veröffentlichungsform mitnehmen“, so Kopec.

Liegen gescannte Planurkunden vor, was oft der Fall ist, können Umringvarianten mit ein wenig mehr Aufwand mit randbereinigten Geotiffs ergänzt werden, um zusätzlich eine einfache visuelle Komponente mitzuführen und diese beispielsweise in der eigenen kommunalen Webkartenanwendung zu integrieren. „Eine teil- oder vollvektorielle Erfassung von Bestandsbebauungsplänen kann schnell sehr teuer werden und ist meistens bei der Ausnutzung diverser Fördermittel sinnvoll“, agto Kopec. Es sei jedenfalls ratsam, zumindest den Flächennutzungsplan vollvektoriell in XPlanung zu erfassen, da Kommunen damit über viele Jahre hinweg eine saubere und zukunftssichere Planungsgrundlage besitzen, um Änderungen, Fortschreibungen oder BPlan-Aufstellungen aus dem FNP heraus zu entwickeln.

Portallösung

Damit XPlan-GMLs nicht ungenutzt auf Fileservern verstauben, arbeitet Spacedatists zusammen mit seinem Partner Geno Portaltechnologie an der Entwicklung einer Portallösung für eine sinnvolle Verwaltung, Veröffentlichung und Verarbeitung von XPlanung. Mit XPlanung24 erscheint aktuell eine durch das Land NRW geförderte Portallösung rund um XPlanung. Damit lassen sich XPlanungs-konforme Planwerke online im Webbrowser einfach ansehen, veröffentlichen und verarbeiten – ganz ohne Desktop-Komponenten und der Notwendigkeit einer komplexen IT- und Geodateninfrastruktur und daher gerade für kleine und mittlere Kommunen geeignet.

Mit PlanDigital in Niedersachsen, der Rahmenvertragsinitiative in NRW und gerade anlaufend der Digitalisierung aller Bauleitpläne nach XPlanung in Sachsen-Anhalt hat das Unternehmen langjährige Erfahrung in der Teilnahme in Landesprojekten für die Umsetzung des Standards XPlanung gesammelt. Als Themenpate im Gewerk „XPlanung“ berät es auch die landeseigene Entwicklungsgesellschaft NRW. Urban bei der inhaltlichen und organisatorischen Aufstellung von Förderprogrammen, u.a. durch Workshops mit Kommunen und der Erstellung von Muster-Leistungsverzeichnissen. „Diese werden sogar als Word-Dokument zur eigenen Verwendung online gestellt – eine sehr gute Ressource für jede Kommune, die nicht aus eigener Kraft ein individuelles Leistungsverzeichnis für XPlanung zu erstellen in der Lage ist“, erklärt Kopec.

Das Spektrum der Erfassungstiefe für XPlanung ist sehr vielfältig. Spacedatists rät, sich mit den Vor- und Nachteilen wie auch mit den Potenzialen und Aufwänden der Varianten zu beschäftigen. Grafik: Spacedatists

Unterstützung bei Ausschreibungen

Zentrale Förderprogramme oder landesspezifische Ausschreibungen sind, so Kopec, die beste Wahl, um Strategien zur Umsetzung des Standards XPlanung oder der XPlanungs-konformem Digitalisierung von Plandokumenten schnell und flächendeckend in die Wege zu leiten. Diese bedürfen jedoch einer sehr sorgfältigen Vorbereitung und der Erstellung eines unmissverständlichen Leistungsverzeichnisses sowie der Einschätzung realisierbarer Zielvorstellungen. Bei der Rahmenvertragsinitiative NRW hat Spacedatists bereits als Themenpate für den Bereich XPlanung drei Förderperioden beratend begleitet und bei der inhaltlichen Strukturierung von Leistungsverzeichnissen und Organisationsbausteinen unterstützt.

Der Standard XPlanung bietet zahlreiche derzeit noch ungenutzte Potenziale. Im BBSR-Forschungsprojekt „Verfahrensbeschleunigung der Bauleitplanung insbesondere durch Digitalisierung“ untersucht das Unternehmen im Konsortium, wie die Qualitätssteigerung durch XPlanung auch zu einer Beschleunigung des Bauleitplanverfahrens führen kann. Darüber hinaus hat es bereits eine Studie über die automatisierte Erfassung von Baulücken, Nachverdichtungs- und Aufstockungspotenzialen im Wohnbestand auf Grundlage von digitalen Plandaten für die Stadt Bochum durchgeführt.

Aus- und Weiterbildung

Die X-Standards allgemein und XPlanung konkret bedeuten eine der stärksten technischen Umwälzungen im Bereich digitaler Planung und Geoinformation der letzten Dekaden, ähnlich bedeutungsvoll wie INSPIRE oder die Open Data Durchdringung. „Abseits der Schulungsangebote durch die jeweiligen Software-Hersteller gibt es jedoch so gut wie keine Bildungsmöglichkeiten“, sagt Kopec. Das komplexe Modell XPlanung zu durchdringen, die Regeln zu verstehen und den umfangreichen Objektartenkatalog zu überblicken ist trotz umfangreicher Dokumentation durch die XLeitstelle nicht einfach und für den Großteil der Anwender zu zeitaufreibend oder gänzlich praxisfern.

Spacedatists setzt sich daher dafür ein, XPlanung in der Hochschullehre und Berufslehre einzugliedern. Seit 2023 bietet das Unternehmen wiederkehrende Seminare und Vorlesungen zu XPlanung an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund an. Seit August 2024 hat das Unternehmen zwei Ausbildungsstellen zum Geomatiker besetzt und erstmalig in Deutschland das Thema XPlanung in den Lehrplan dieser Berufsausbildung eingegliedert. Ist XPlanung also eine solitäre Abgabeleistung? Nein, sagt Spacedatists, sondern ein integraler Bestandteil aktueller und zukunftsorientierter digitaler Planungsprozesse und gleichzeitig ein Motor für innovative Lösungen im Bereich Planen und Bauen. „Mit dieser Prämisse wollen wir allen Interessenten, Entscheidern und Planern, die sich mit XPlanung beschäftigen (müssen), ein vollumfänglicher Partner und Anbieter für digitale Lösungen und Digitalisierungsdienstleistungen sein“, so Kopec.

www.spacedatists.de

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Gemeinde Deiningen mit Modellprojekt für den Datenaustausch https://www.business-geomatics.com/gemeinde-deiningen-mit-modellprojekt-fuer-den-datenaustausch/ Fri, 06 Sep 2024 11:40:49 +0000 https://www.business-geomatics.com/?p=21289 Die Gemeinde Deiningen wurde beim Modellprojekt „Digitale Planung Bayern – XPlanung“ ausgewählt, um einen Flächennutzungsplan im Datenaustauschformat XPlanung umzusetzen. Joost Godts vom Planungsbüro Godts hat die Gemeinde fachlich begleitet. Er erläutert am Beispiel des Modellprojekts, wie in Vectorworks die XPlanungs-Daten erfasst und übertragen wurden. Effiziente Planung mit Vectorworks „Mit Vectorworks hatten wir ein gutes Hilfsmittel, […]

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Die Gemeinde Deiningen wurde beim Modellprojekt „Digitale Planung Bayern – XPlanung“ ausgewählt, um einen Flächennutzungsplan im Datenaustauschformat XPlanung umzusetzen. Joost Godts vom Planungsbüro Godts hat die Gemeinde fachlich begleitet. Er erläutert am Beispiel des Modellprojekts, wie in Vectorworks die XPlanungs-Daten erfasst und übertragen wurden.

Effiziente Planung mit Vectorworks

Beispiel für einen mit Vectorworks erstellten, XPlanungs-konformen Bauleitplan. Grafik: ComputerWorks GmbH

„Mit Vectorworks hatten wir ein gutes Hilfsmittel, um die Daten entsprechend aufzubereiten und mit Inhalten zu füllen. Die Software bietet sämtliche Funktionen, die für die Erfassung, Bearbeitung, Optimierung und Korrektur wichtig sind“, lobt Godts. Ein weiterer Vorteil für die Grundlagenerstellung ist das Abfragen von WMS- und WFS-Diensten. Dabei handelt es sich um Sachdaten von einzelnen Behörden, wie z.B. Bodendenkmäler, Überschwemmungsgebiete etc. So konnten zusätzliche Infos von verschiedenen Webdiensten bezogen und eingebunden werden.

Als Grundlage für eine genaue Zeichnung dienen neben freigestellten Bebauungsplänen auch die amtlichen ALKIS-Daten sowie die digitalen Orthofotos, damit zwischen der XPlanung-konformen Erfassung und den Darstellungen des Bauleitplanes besser abgeglichen werden kann. Die so einzelnen erzeugten Objekte im Geltungsbereich werden dann in Vectorworks mit Sachdaten bzw. Attributen verknüpft. Darüber hinaus wurden unbeplante Flächen anhand ihrer tatsächlichen Nutzung eingefärbt (z.B. Flächen für die Landwirtschaft, Gewässer usw.).

Um Zeit zu sparen, lassen sich mit der erweiterten Pipetten-Funktion in Vectorworks, die XPlanungs-Daten und die entsprechenden graphischen Attribute sehr schnell von einem Objekt auf ein anderes übertragen. Danach können die verschiedenen Gebietstypen sehr schnell grafisch nachbearbeitet und betrachtet werden. „Es sind eben genau diese Funktionen, die so ein Programm wertvoll machen“, sagt Godts. Im nächsten Schritt wird das Ganze mithilfe der Geometrie- und Konformitätsprüfung geprüft, sodass keine weitere Prüfsoftware nötig ist, sodass die Planung ohne Umwege und Mehrkosten geprüft werden kann. Wird ein Fehler festgestellt, kann das fehlerhafte Objekt sehr schnell über eine Aktivierung in der erstellten Übersichtsliste angepeilt werden, sodass langes Suchen nach der Fehlerquelle vermieden wird. Außerdem können Fehler so automatisiert behoben werden. Zum Schluss wird das ganze Projekt als sogenannte XPlanGML-Datei exportiert. Mit diesen Automatismen sparen Planer:innen laut Godts viel Zeit.

www.computerworks.de

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Hintergrund: Klappt die Digitalisierung der Verwaltung? https://www.business-geomatics.com/hintergrund-klappt-die-digitalisierung-der-verwaltung/ Wed, 28 Jun 2023 07:55:39 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=17825 Das Beispiel XPlanung zeigt, wie deutsche Behörden und Kommunen den Weg der Digitalisierung beschreiten können: Mit Engagement aber auch mit den notwendigen Freiheitsgraden bei der Ausgestaltung. Kommunale Planwerke wie der Flächennutzungsplan, Bebauungspläne aber auch Regionalpläne haben entscheidenden und langfristigen Einfluss auf Stadt, Land und Menschen. Es werden Weichen gestellt für Verkehr, Wohnen und Versorgung, nicht […]

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Das Beispiel XPlanung zeigt, wie deutsche Behörden und Kommunen den Weg der Digitalisierung beschreiten können: Mit Engagement aber auch mit den notwendigen Freiheitsgraden bei der Ausgestaltung.

Kommunale Planwerke wie der Flächennutzungsplan, Bebauungspläne aber auch Regionalpläne haben entscheidenden und langfristigen Einfluss auf Stadt, Land und Menschen. Es werden Weichen gestellt für Verkehr, Wohnen und Versorgung, nicht zu vergessen die Berücksichtigung von Flächen, die für die Energieerzeugung vorgehalten werden müssen. Hinzu kommen die Anforderungen des Klimawandels. Die Stadt des 21. Jahrhunderts folgt anderen planerischen Maximen als die des 20. Wie sie genau aussehen soll und kann, welche Maßnahmen die richtigen sind und wie das gesellschaftliche Leben in Zukunft konkret aussehen könnte, darüber herrscht noch Uneinigkeit. Das Pendel schwingt zwischen radikalem Umbau und sanfter Anpassung. Die gesellschaftlichen Diskurse werden hitziger, der Handlungsdruck wächst. In einem Punkt herrscht Konsens: Die Digitalisierung gilt als geeignetes Mittel, um Qualität, Geschwindigkeit und Reife von Planungen zu optimieren. Eines der zentralen Instrumente für diese Transformation ist der Standard XPlanung, ein Verfahren zur Standardisierung und zum Austausch von Daten für die Erstellung, Abstimmung, Diskussion und Fortschreibung digitaler Planwerke.

XPlanung ist ein Meilenstein

XPlanung ermöglicht den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Raum-, Flächen- und Bauplanung. Planungsdaten, die dem Standard folgen, können einfacher ausgetauscht, analysiert und visualisiert werden, was zu einer besseren Zusammenarbeit der Beteiligten führt. Beispiele sind die Planung regenerativer Energieerzeugungsanlagen, die Schließung von Baulücken in der Stadt oder die rechtskonforme Planung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. XPlanung betrifft Kommunen, Planungsbüros, Architekten und andere Fachleute. Sie könnte ein wichtiger Baustein für die Umsetzung des Deutschlandtempos sein, einem von der Bundesregierung geprägten Begriff, der die Modernisierung der Infrastruktur, die Bekämpfung des Klimawandels und die Sicherung der Energieversorgung in Deutschland betrifft.
Aber der gesetzgeberische Druck wächst. Die aktuelle Bundesregierung hatte die Digitalisierung von Bauleitplanverfahren bereits im Koalitionsvertrag ausdrücklich erwähnt. Unter dem Druck der notwendigen Energiewende ist nun frühzeitig ein konkreter Gesetzentwurf entstanden. Mit der „Stärkung der Digitalisierung im Bauleitplanverfahren“ hat der Bundestag in zweiter und dritter Lesung die Novelle des Baugesetzbuchs zur Modernisierung und Digitalisierung von Bauleitplanverfahren am 15.06.2023 beschlossen.
Damit sollen „Hintertürchen“ für die Digitalisierung beseitigt werden. Bislang war es rechtskonform, ausschließlich analoge Pläne auszulegen. Gemäß den Änderungen in dem neuen § 4a Abs. 6 BauGB sind bei der Digitalisierung des Bauleitplanverfahrens die Beschlüsse des IT-Planungsrat und damit XPlanung als auch die Vorgaben des OZG zu berücksichtigen. Es bleibt zu hoffen dass damit die Verwendung von rasterorientierten PDF-Plänen, einem zwar digitales Verfahren, das aber die Möglichkeiten intelligenter Datenformate verkennt, der Vergangenheit angehört
In der Bundestagsdebatte wurde deutlich, dass die Bundesregierung die Potentiale der Digitalisierung und Standardisierung für eine Verkürzung langwierigen Genehmigungsverfahren erkannt hat und das vorliegende Gesetz nur ein erster Schritt zur Etablierung von durchgängigen Prozessketten im Planen und Bauen sein kann. Nach der Sommerpause 2023 wollen Bund und Länder weitergehende Maßnahmen zur Digitalisierung und Planungsbeschleunigung in einem Bund – Länder Pakt beschließen.

Dilemma bei der Digitalisierung

Im Zuge dieser Gesetzgebung und der damit einhergehenden politischen Diskussion wurde deutlich, wie schwierig das Thema Digitalisierung gerade auf kommunaler Ebene in Deutschland noch ist. So fanden sich im Rahmen der Anhörung zum neuen Gesetz in Berlin zahlreiche Experten aus den Bereichen Kommunen, Stadtplanung, Immobilienwirtschaft und Digitalisierung ein, die den neuen Entwurf im Rahmen einer öffentlichen Anhörung vor dem Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauen und Kommunen kritisierten, darunter auch Dr.-Ing. Kai-Uwe Krause, Leiter der Leitstelle XPlanung in Hamburg.

Integration von XPlanungs-Daten in einen Digitalen Zwilling in 3D. 3D-relevante Attributdaten der XPlanGML werden dabei speziell berücksichtigt. Quelle: Daten: Kreis Kleve, Visualisierung: Virtual City Systems

Der Fall zeigt das Dilemma zwischen Gesetzgebung und Digitalisierung. Ziel des neuen Gesetzes ist es, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, also das Tempo in Deutschland zu erhöhen. Deshalb sind auch Beteiligungsverfahren explizit im Gesetzentwurf genannt. Das beschlossene Gesetz sieht die Einführung eines digitalen Regelverfahrens für die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung vor. Auch die Bauleitplanverfahren sollen beschleunigt werden, indem die Genehmigungsfristen für bestimmte Bauleitpläne von drei Monaten auf einen Monat verkürzt werden. Hierfür ist eine vernetzte, standardisierte und durchgängige Systemarchitektur erforderlich, die es derzeit im Bereich der Bauleitplanung noch nicht gibt.
Sollen also per Gesetz einheitliche Standards vorgegeben und damit der Harmonisierung der Prozesslandschaft ein enger Rahmen gesetzt werden? Oder soll den Kommunen – ganz im Sinne der kommunalen Selbstverwaltung – angesichts der langen Historie der Fachverfahren und der über Jahrzehnte gewachsenen landes- oder gar kommunalspezifischen Standards weiterhin freie Hand gelassen werden, wie sie die Transformation in die digitale Welt konkret umsetzen?

In diesem Spannungsfeld stieß der im März vorgelegte Entwurf auch bei einer parlamentarischen Expertenanhörung im Wesentlichen auf positive Resonanz. Bemängelt wurde allerdings das Fehlen allgemein gültiger digitaler Standards und maschinenlesbarer Austauschformate. Die Kritik wurde von der Bundesregierung aufgenommen und zumindest in den § 4a BauGB formulierten Vorschriften zur Beteiligung bei der Aufstellung von Bauleitplänen Vorschriften zur Nutzung digitaler Standards (XPlanung) und IT-Infrastrukturen (OZG) im Gesetzgebungsverfahren ergänzt.
Digitalisierung, so kritisierten viele Experten in der Anhörung, werde im Gesetz noch zu sehr als IT-technische Umsetzung heute gültiger Verfahren gedacht, nicht aber als digitale Prozesskette mit ihren Möglichkeiten der automatisierten Auswertung und Beschleunigung.
Auch hinsichtlich der Digitalisierung der Bürgerbeteiligung gab es unterschiedliche Auffassungen, wobei einige Experten dafür plädierten, die klassische analoge Beteiligung weiterhin zuzulassen und nicht durch einen Zwang zur Digitalisierung überflüssig zu machen. Damit einher gingen auch kritische Stimmen zur Beschleunigung des Verfahrens. Dies könne zu Lasten der Qualität des Verfahrens gehen, argumentierten einige Experten. Andere Positionen stellten die Qualifikation der Mitarbeiter in den Vordergrund. Diese sei notwendig, um schnelle Verfahren zu etablieren, aber die Situation in den Kommunen sei alles andere als optimal. Der Fachkräftemangel in Behörden und Kommunen wurde als „Sand im Getriebe“ bezeichnet.

Noch analog?

Eine weitere schwierige Randbedingung: Die Erstellung und Bereitstellung raumbezogener Planwerke ist in verschiedenen Gesetzen geregelt. So spricht die Planzeichenverodnung noch von (analogen) Karten als Grundlage für die Erstellung von Planwerken. Die Bundesländer können selbst entscheiden, über welche Regelungen (gesetzlich verankert in E-Governmentgesetzen auf Landesebene oder durch Verordnungen auf Landesebene,..) die Beschlüsse des IT-Planungsrates auf kommunaler Ebene verbindlich machen. Im Zuge der EU-INSPIRE-Richtlinie müssen auch in Deutschland raumbezogene Planwerke für die Europa-GDI bereitgestellt werden (Planned Land Use), die Geodatenzugangsgesetze beziehen jedoch nicht überall die Kommunen mit ein. „Die Potenziale datenbasierter Arbeitsmethoden für eine vernetzte Planung und Realisierung werden im Bereich der Planungs- und Genehmigungsverfahren bislang noch zu wenig berücksichtigt“, so Kai-Uwe Krause. Dies gelte auch für die BIM-Standards. Die Gesetzestexte seien oft zu unkonkret, für digitale Prozessketten seien aber maschinenlesbare, standardisierte Datenformate notwendig.
„Die Bereitstellung von Bauleitplänen als tabellarische Linksammlung erfüllt jedoch meist schon hinreichend den Gesetzesauftrag“ so Krause. Auch eine im Internet bereitgestellte PDF-Datei schöpfe die Optimierungspotenziale der Digitalisierung bei weitem nicht aus. Ein weiteres rechtliches Hindernis für eine durchgängige Digitalisierung ist, dass für die Archivierung nach wie vor die „Schriftform“, also eine analoge Urkundenarchivierung, gefordert wird.

Um alle Potenziale auszuschöpfen, bedarf es laut Krause eines grundlegenden Paradigmenwechsels im Bereich der digital gestützten Staats- und Verwaltungsmodernisierung: „Weg von einer zuständigkeits-, institutions-, ressort- und dokumentenorientierten hin zu einer wirkungsorientierten und datenbasierten Perspektive“, so der IT-Experte.

Aktueller Stand

XPlanung und das OZG -Konjunkturprogramm haben bereits einiges bewegt. Schritt für Schritt werden die Voraussetzungen für die digitale Verwaltungsmodernisierung geschaffen. Zum Beispiel für die technische Infrastruktur zur Bereitstellung digitaler Planwerke. Hier wird derzeit die OZG-Dienstleistung „Bereitstellung raumbezogener Planwerke im Internet“ unter einer Open-Source-Lizenz entwickelt und soll im Sinne des EfA-Prinzips Bund, Ländern und Kommunen zur Nachnutzung zur Verfügung stehen.
Eigentlich sollte auch das OZG-Umsetzungsprojekt „Bürgerbeteiligung und -information“ umgesetzt werden. Die Umsetzung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Mittel aus dem Corona Konjunkturpaket sind dafür ausgelaufen, die OZG Umsetzungsvorhaben werden aber zumindest bis Ende 2023 in reduziertem Ausmaß weiter gefördert. „Wir werden sehen, ob wir Ende des Jahres so weit sind“, sagt Krause.

https://xleitstelle.de/leitstelle


XTrasse

Neuigkeiten gibt es auch zu XTrasse, dem Datenstandard für die Modellierung von Leitungsnetzen, der2022 eingeführt wird. Als Datenaustauschformat unterstützt XTrasse den verlustfreien Transfer von Leitungsplänen zwischen unterschiedlichen IT-Systemen sowie deren internetbasierte Bereitstellung.
Hintergrund ist die OZG-Dienstleistung „Beteiligungsverfahren nach dem Baugesetzbuch, dem Raumordnungsgesetz und in der Planfeststellung“, für die inaktive Kartenanwendungen zu geplanten Leitungstrassen bereitgestellt werden sollen. Erste Software-Artefakte für XTrasse-konforme Planwerke und das zugehörige Datenmodell sind bereits über die XTrasse-Plattform GitLab (opencode.de) verfügbar.
XTrasse ist vor allem im Umfeld des Breitbandausbaus entstanden. Der Standard unterstützt den Austausch von vollvektoriellen georeferenzierten Plänen zwischen Leitungsunternehmen. Generell soll damit die Bereitstellung von Informationen über den Ausbau von Leitungsnetzen gefördert werden. Die XLeitstelle unterstützt die Softwareentwicklung durch die Bereitstellung einer „Produktionsumgebung“.
Die Modellierung des Standards orientiert sich am Anwendungsfall Breitbandausbau: Mit ihm können Trassenplanungen hinsichtlich Lage und Spezifikation der Trasse sowie der Bauausführung detailliert abgebildet werden. Darüber hinaus ermöglicht er Datenlieferungen für den Infrastrukturatlas der Bundesnetzagentur im Datenformat XTrasseGML.
Derzeit wird der Standard durch die X-Leitstelle erweitert. So wird er derzeit um ein Objektmodell erweitert, das zur Abbildung von Leitungsdaten in Planfeststellungs- und Raumordnungsverfahren dient. Damit wird der Standard um Bereiche erweitert, die nicht unmittelbar von Breitbandinteressen geprägt sind. XTrasse soll so nach Vorstellung der Leitstelle XPlanung für alle Versorgungssparten nutzbar werden und sich als Austauschformat z.B. für Leitungsauskünfte etablieren können.

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Ein Prozess für Alle https://www.business-geomatics.com/ein-prozess-fuer-alle/ Wed, 28 Jun 2023 08:56:08 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=17845 Das Unternehmen Wetransform stellt einen automatisierten Cloud-Prozess für XPlanung, INSPIRE oder High Value Datasets zur Verfügung. Die Herausforderungen in den Bereichen Wohnen, Energie, Umwelt und Infrastruktur sind komplex und dringlich. Um die besten Lösungen zu finden, sind Digitalisierung, Innovation und Partizipation essenziell. Planwerke und andere Daten müssen dafür rasch zugänglich und nutzbar gemacht werden. Das […]

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Das Unternehmen Wetransform stellt einen automatisierten Cloud-Prozess für XPlanung, INSPIRE oder High Value Datasets zur Verfügung.

Die Herausforderungen in den Bereichen Wohnen, Energie, Umwelt und Infrastruktur sind komplex und dringlich. Um die besten Lösungen zu finden, sind Digitalisierung, Innovation und Partizipation essenziell. Planwerke und andere Daten müssen dafür rasch zugänglich und nutzbar gemacht werden. Das klappt flächendeckend und in so kurzer Zeit nur, wenn Personalaufwände und Betriebskosten für Kommunen und andere datenhaltenden Stellen signifikant reduziert werden.

Die Darmstädter Firma wetransform hat eine vollautomatisierte Prozesslösung für die Harmonisierung und Publikation von Geodaten, Diensten und Metadaten auf ihrer Plattform hale»connect entwickelt. In einem Schritt können so mehrere regulatorische Anforderungen wie XPlanung, INSPIRE oder auch Open Data, insbesondere die neuen Regeln zu hochwertigen Datensätzen (HVD), erfüllt werden.

Der komplette Workflow bei der Nutzung von flächenbezogenen Plandaten. Wichtig ist der hohe Grad der Automatisierung bei dem wetransform-Prozess.
Quelle: wetransform GmbH

Deutschlandweit nutzen bereits mehr als 1.100 Kommunen diesen Prozess. Sie stellen einfach ihre bereits vorhandenen Daten in einer zuvor definierten Vorlage (z.B. für Wohnbaugebiete) als Shapefile, Geopackage oder Excel bereit. Daraus werden dann automatisch die harmonisierten Daten als XPlanGML und INSPIRE GML, die Metadaten sowie alle Netzwerkdienste erzeugt, validiert und publiziert. Manuelle Aktualisierungen entfallen später, da dieser Prozess Änderungen der Quelldaten automatisch erkennt und verarbeitet. Pro Datensatz werden so nach Angaben des Unternehmens nur wenige Minuten Arbeitsaufwand benötigt. Bereits vorhandene Daten können so optimal genutzt werden.

„Nur mit Hilfe von Netzwerkdiensten, sogenannten APIs, lassen sich die Mehrwerte der Digitalisierung realisieren und Hürden für die flächendeckende Datennutzung beseitigen“, sagt Thorsten Reitz, Gründer von wetransform. „Aktuell publizieren wir damit bundesweit rund 100.000 Datensätze und messen pro Arbeitstag mehrere Millionen Zugriffe von Nutzenden.“
Meist sind es kommunale GIS- und IT-Dienstleister, die den webbasierten wetransform-Service ihren Kommunen zur Verfügung stellen. Sie bündeln wichtiges Fachwissen und unterstützen auch bei Umsetzung und Betrieb dieses Prozesses. „Dadurch verbessern sie Kosten, Effizienz und Qualität für ihre Kommunen signifikant und langfristig“, so Reitz. Dienstleister, die keine eigene IT-Infrastruktur betreiben, können diesen automatisierten Prozess als XPlan-as-a-Service nutzen und ihren Kommunen bereitstellen.

Einer dieser kommunalen Dienstleister ist die GDI-Südhessen, ein Zusammenschluss von inzwischen über 250 Kommunen und Landkreisen in Süd- und Mittelhessen, die diese vollautomatisierte Prozesslösung schon seit vielen Jahren zur Verfügung stellt. „Viele unserer Kommunen können sich teure IT-Lösungen oder lange Einarbeitung in komplexes GML gar nicht leisten“, sagt Dr.-Ing. Nicole Šaravanja, Leiterin der Geschäftsstelle der GDI-Südhessen. „Deshalb nutzen wir seit über fünf Jahren und sehr erfolgreich die Prozessautomatisierung mit hale»connect von wetransform in unserem GDI InspireUmsetzer.“

https://wetransform.to/de/xplanung

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Kreisweiter Ansatz zu XPlanung https://www.business-geomatics.com/kreisweiter-ansatz-zu-xplanung/ Wed, 28 Jun 2023 08:34:32 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=17839 Der Kreis Kleve unterstützt alle kreisangehörigen Kommunen dabei, bestehende Bauleitpläne vollständig vollvektoriell zu erfassen. Eine tragende Rolle spielt Widemann Systeme. XPlanung ist für Widemann Systeme mehr als der Verkauf der Software. Das Unternehmen ist mit WS LANDCAD ein Anbieter der ersten Stunde für eine CAD-basierte Software, mit der sich XPlan-konforme Dateien erstellen, bearbeiten und austauschen […]

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Der Kreis Kleve unterstützt alle kreisangehörigen Kommunen dabei, bestehende Bauleitpläne vollständig vollvektoriell zu erfassen. Eine tragende Rolle spielt Widemann Systeme.

XPlanung ist für Widemann Systeme mehr als der Verkauf der Software. Das Unternehmen ist mit WS LANDCAD ein Anbieter der ersten Stunde für eine CAD-basierte Software, mit der sich XPlan-konforme Dateien erstellen, bearbeiten und austauschen lassen und arbeitet eng mit der Leitstelle XPlanung in Hamburg zusammen. Der Fokus liegt parallel stark auf Wissens- und Erfahrungstransfer. Auf FachTAGEN und Messen informiert Widemann Systeme auch über weitergehende Anwendungsmöglichkeiten, oft unter Einbindung von externen Fachleuten und mit Ausblicken für die Zukunft. Ebenso gibt es Online-Fachstunden, die etwa auch die Zusammenhänge von INSPIRE und XPlanung kompakt thematisieren. Das ambitionierte Vorgehen spiegelt sich auch bei vielen Kunden und Teilnehmenden der Fachveranstaltungen wider.
Die Stadt Wuppertal beispielsweise hostet und moderiert seit Juni 2022 auch ein Forum XPlanung (https://forum-xplanung.de). Nutzer:innen tauschen sich dort über konkrete Herausforderungen und Erfahrungen aus, helfen sich gegenseitig und diskutieren die Weiterentwicklungen des Standardformats. Die Vorstellung des Forums hat 2022 auf dem jährlichen FachTAG CAD und GIS von Widemann Systeme stattgefunden und liegt auch als eines der Youtube-Videos zur XPlanung unter www.widemann.de/xplanung bereit.

Ein FachTAG von Widemann Systeme, der noch Corona-beeinflusst rein online stattfand. Im Bild die Vorstellung des Forums XPlanung der Stadt Wuppertal durch Pascal Geiger.
Quelle: Widemann Systeme GmbH

Erfahrungen im Kreis Kleve

Der Kreis Kleve wiederum unterstützt die kreisangehörigen Kommunen dabei, alle bestehenden Bauleitpläne vollständig vollvektoriell zu erfassen. So auch im fachlichen Austausch mit Widemann Systeme, da viele der vom Kreis betreuten Kommunen WS LANDCAD einsetzen. Zur Frage nach den Herausforderungen und Zielen bei der Einführung von XPlanung aus Sicht der Kreisverwaltung sagt Herr Schlaghecken, der schon seit über 30 Jahren im Bereich Kataster und Vermessung beim Kreis Kleve tätig ist und in dieser Eigenschaft auch viele Fachveranstaltungen zur XPlanung besucht: „Als wir uns 2019 näher mit dem Standard XPlanung beschäftigt haben, erkannten wir, dass wir mit unseren vorhandenen Daten gar nicht so weit vom geforderten Standard XPlanung entfernt waren. Geltungsbereich, zugehörige PDF und sogar die georeferenzierte Bilddatei waren schon vorhanden. Nur das Datenformat stimmte noch nicht. Bei näherer Beschäftigung mit dem Thema erkannten wir zusätzlich, dass wir Mehrwerte der XPlanung erhalten, wenn wir über die Pflicht hinausgehen. Daraus entwickelten wir unser Konzept: Mit der Umsetzung nach XPlanung versetzen wir die Kommunen wieder in die Lage, selbstständig mit ihren Daten umzugehen. Zusammen mit unserer Datenzentrale, dem kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN), haben wir inzwischen vier Kommunen vollvektoriell und für die restlichen 12 Kommunen alle Geltungsbereiche in die Struktur von XPlanung umgesetzt. Mit der Entscheidung, den Altbestand an Bebauungsplänen vollvektoriell zu erfassen, haben wir dann die Vorteile, die XPlanung verspricht: Einheitliches Austauschformat, einheitliches Format und damit gemeinsame vektorielle Darstellung mit Abrufmöglichkeiten von Attributen, Auswertemöglichkeiten (wieviel Wald, wieviel Gewerbefläche gibt es), 3D-Darstellungen der maximalen Bauausnutzung und vieles mehr.“
Der Kreis Kleve übernimmt das Handling zur Vorbereitung der Bebauungsplandaten für die Umsetzung. Das ist in der Masse die Abstimmung der Dateinamen zwischen Geltungsbereichsattributen, der PDF-Datei und der georeferenzierten Bild-Datei. Zur vollvektoriellen Erfassung übernimmt der Kreis Kleve die Ausschreibung der Digitalisierung und die technische Prüfung der Daten bis hin zur Bereitstellung.

Rat für andere Kommunen

Auf die Frage, welchen Rat er anderen Behörden, die XPlanung etablieren wollen, mit auf den Weg geben würde, antwortet er: „Das ist nicht ganz so einfach, weil die Voraussetzungen in den Kommunen so unterschiedlich sind. Kleinere Kommunen in NRW, die keine Unterstützung eines Rechenzentrums oder des Kreises haben, sollten einen ersten Auftrag (z. B. einen Bebauungsplan mit drei Änderungen) über die RVI als Umringsszenario vergeben. Den Umring lässt sich die Kommune vom Dienstleister zusätzlich als Shape-Datei geben. Diese Shape-Datei lädt die Kommune auf bauleitplanung.nrw.de hoch und hat damit die Pflichten nach dem Baugesetzbuch zur Veröffentlichung von Bebauungsplänen und von INSPIRE XPlan-konform erfüllt. Da die Kommune jetzt das Prozedere kennt, kann sie weitere Aufträge über die RahmenvertragsInitiative machen. Kommunen außerhalb NRWs müssen sich einen Dienstleister suchen, der ihnen das Umringsszenario für sie XPlan-konform erfasst. Die Kommunen sollten auch frühzeitig mit ihrem Hausdienstleister für Bebauungspläne sprechen, dass möglichst bald alle neuen Daten vollvektoriell und XPlan-konform kommen müssen. Vielen Dienstleistern ist das noch neu. Für mittlere Kommunen mit etwas technischem und Planungs-Know-how, bei denen bereits z. B. eine Bebauungsplanübersicht vorliegt, bietet sich eine komplette Umsetzung in einem Rutsch an. Sowas geht z. B. mit einem speziellen FME-Prozess, den verschiedene Firmen anbieten. Anschließend können dann einzelne Bebauungspläne vollvektoriell vergeben werden, um damit Erfahrung zu sammeln. Sobald die Menge der Bebauungspläne es erfordert, sollte man über eine Datenbank zur Datenhaltung nachdenken. Größere Kommunen oder allgemein Kommunen, die technische Unterstützung haben, kann ich den Weg empfehlen, den der Kreis Kleve geht. Zunächst en bloc das Umringsszenario umsetzen und anschließend oder parallel, soweit Haushaltsmittel vorhanden sind, gebietsweise vollvektoriell erfassen lassen. Die Ergebnisse sollten dann in einer entsprechenden Datenbank landen und über WMS- und WFS-Dienste in den verschiedenen Geoportalen eingebunden werden.“

Workshops zur XPlanung auf dem WS LANDCAD-Anwendertreffen vom Mai 2022 in Konstanz.
Quelle: Widemann Systeme GmbH

 

www.widemann.de/xplanung

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XPlanung für städtebauliche Konzepte https://www.business-geomatics.com/xplanung-fuer-staedtebauliche-konzepte/ Wed, 28 Jun 2023 08:25:51 +0000 http://wp13853602.server-he.de/bg/?p=17834 Bauleitplanung und Städtebau – das ist das Arbeitsfeld der Evers & Partner | Stadtplaner PartGmbB aus Hamburg. Mithilfe von XPlanung in der CAD-, GIS- und BIM-Software Vectorworks gelingt es dem Büro, die umfangreichen Anforderungen an städtebauliche Veränderungsprozesse zu erfüllen. Evers & Partner Stadtplaner nutzen die XPlanung im Rahmen der Bauleitplanung, also für die Erstellung von […]

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Bauleitplanung und Städtebau – das ist das Arbeitsfeld der Evers & Partner | Stadtplaner PartGmbB aus Hamburg. Mithilfe von XPlanung in der CAD-, GIS- und BIM-Software Vectorworks gelingt es dem Büro, die umfangreichen Anforderungen an städtebauliche Veränderungsprozesse zu erfüllen.

Evers & Partner Stadtplaner nutzen die XPlanung im Rahmen der Bauleitplanung, also für die Erstellung von Bebauungsplänen und Flächennutzungsplänen, und setzen dabei auf Vectorworks: „Wir haben schon vor dem Beschluss zur verbindlichen Anwendung des Standards XPlanung mit dem Programm Vectorworks gearbeitet und nutzen es daher auch für die Erstellung unserer XPläne.“

XPlanung in Vectorworks von Evers & Partner | Stadtplaner PartGmbB aus Hamburg.
Quelle: Bild: Evers & Partner | Stadtplaner PartGmbB

Bei der Arbeit mit der Software sieht das Büro viele Vorteile: „Der größte Vorteil von Vectorworks liegt darin, dass die Planzeichnung des Bauleitplanes und der XPlan in derselben Software erstellt werden können. Hierdurch werden Fehler, die durch den Datenaustausch zwischen Programmen entstehen können, vermieden.“
Zukünftig möchten die Stadtplaner:innen auch die Möglichkeit nutzen, XPläne und Bauleitpläne simultan zu zeichnen. Mit Vectorworks 2023 können diese in einer Datei erstellt werden, da die Darstellung der Präsentationsobjekte, so Vectorworks-Distributor ComputerWorks, deutlich verbessert wurde.

Durch die Nutzung von Vectorworks für das Zeichnen der Bauleitpläne haben die Stadtplaner:innen außerdem vollen Zugriff auf alle Linien und Polygone der Planzeichnung inklusive Ebenen und Klassen. Hierdurch wird die Erstellung eines XPlans, im Vergleich zur Arbeit mit einer DWG als Ausgangsdatei, nach Angaben von Computerworks deutlich vereinfacht.

Eine große Hilfe bei der XPlanung mit Vectorworks ist für Evers & Partner Stadtplaner außerdem der technische Support: „An Vectorworks schätzen wir den engen und guten Austausch mit dem Entwicklungsteam. Das Programm wird ständig an neue Anforderungen in der Planung angepasst und die Workflows werden stetig weiterentwickelt, um das Arbeiten mit Vectorworks im Alltag zu erleichtern. Die neuen Features des Programms wurden uns außerdem in einem Webinar erläutert. Auf Nachfrage wurde zudem eine Intensivfragestunde zur Arbeit mit XPlänen in Vectorworks eingerichtet. Mit dem Support durch Vectorworks sind wir sehr zufrieden.“

www.computerworks.de/xplanung

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